Watt iss ene kranke Kass ?

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Watt iss ene kranke Kass ?

Beitrag von PR » 16.07.18, 17:25

Seit heut wissen wir's von einer frischgebackenen Kassenscheffin:

https://rp-online.de/wirtschaft/unterne ... d-23940877

E kranke Kass iss en „Sozialclub und kein gewinnorientierter Konzern"

Wenn bloß die Tant mit de Brill in de Hoor nicht schon als Gesundheizmisterin so viel Dreck verzapft hätt...

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Christianes Herz
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Re: Watt iss ene kranke Kass ?

Beitrag von Christianes Herz » 20.07.18, 12:44

Die AOKisierung unseres Bundesgesundheitsministeriums:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachricht ... lisierung/

Interessenkonflikte? Ach was.

Frdl. Grüße
Christiane

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Aber das sind doch uralte Hüte !

Beitrag von PR » 20.07.18, 19:36

So lange ich gesundheizpolitisch denken kann, hat der AOK-Bundesverband Leute ins BMG abgeordnet, wo sie hohe und höchste Beamtenposten besetzt haben. Eindeutig der gefährlichste ? Knieps. Der ist heut dazu abgeordnet, die Bekakaen in den Schoß der Aoken heimzuführen.

Drum stell ich hier ja andauernd die allseits unverstandene Frage, watt ene kranke Kass denn sein soll.

Denn, klar können Behörden untereinander Fachleute austauschen.
Aber Ministerien mi Konzernen ??? Das sind ja Zustände wie bei der Schießeisenindustrie !

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Re: Watt iss ene kranke Kass ?

Beitrag von Christianes Herz » 20.07.18, 23:54

Jetzt trag ich noch eine Eule zu Ihnen:
http://www.aok-systems.de/unternehmen/k ... uktur.html

Grüße :wink:
Christiane

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Sa-gen-haft

Beitrag von PR » 07.08.18, 11:41

Töchter des AOK-Konzerns steuern seit Jahren per IT die internen (intimsten) Prozesse ihrer sogenannten Konkurrenz-Kassen.

Es muss einen Grund geben dafür,
dass da seit langer Zeit keine, auch nur irgendeine wirksame u n d verfassungsgemäße Rechtsaufsicht mehr stattfindet.

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Re: Watt iss ene kranke Kass ?

Beitrag von Christianes Herz » 26.01.19, 14:39

Fast 200 Millionen für Werbung und dann werden unsere Handballer noch nicht einmal Weltmeister. Schande. Hoffentlich lässt sich Herr Kühne darüber nicht nur via Facebook aus bzw. nimmt sein "Vielleicht" weg.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... fVKwymAnGY

Frdl. Grüße
Christiane

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Wenn ich um's Verrecken behaupten müsst,

Beitrag von PR » 26.01.19, 16:34

ich wär eine Firma mit allem Drum und Dran und allen Rechten und Pflichten einer solchen, und hätt Konkurrenz und sollt mich derer tunlichst erwehren - dann tät ich auch Geld ausgeben für Reklame.

Das ist ja genau, was AOK und Konsorten da machen. Die sollen aussehen wie zB Versicherungsfirmen, und dem staunenden Publikum ein Kasperletheater vorführen, das "Wettbewerb" heisst. Weil davon ja alles besser wird auf der Welt. Sagt der Fliegenkalle, sagt die SPD, und sagt natürlich die CDU.

Dass das ja alles gar nicht so ist, wird stets nur dunkel gemunkelt: es sei eine "solidarische" Versicherung. Die ausschließlich zwei Arten von unausweichlichen Zwangsgeldern verbrät: "Mitgliederbeiträge", und Steueranteile. Beide spült ihr ja die Staatsgewalt eigenhändig ins Haus, ah, oh, kaka.

Was da Reklame soll ?
Die soll Fiktionen aufrecht erhalten. ZB die von den guten und schlechten Kassen, und Erklärungen bereit halten, wenn die eine und andere allmählich den Bach runter geht, damit endlich die beste, die Mutter aller kranken Kassen überbleiben kann, ah, oh, kaka.

Und weil da halt allüberall bloß noch Oberbuchhalter hocken. Die kennen's nicht anders.

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Re: Watt iss ene kranke Kass ?

Beitrag von Christianes Herz » 26.03.19, 13:08

Licht und Schatten durch den gewollten Wettbewerb unter den Krankenkassen.
Fast genau vor einem Jahr gab es ein 25 Jahre - Jubiläum und es wurden Vor- als auch Nachteile aufgezeigt:
Eine der Warnungen des Präsidenten des Bundesversicherungsamtes:
„… Wenn sich Krankenkassen nur noch als Unternehmen begreifen und ihre Marktbehauptung in den Vordergrund ihrer Bemühungen stellen, haben sie ihren Auftrag in der Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung vergessen. Es geht nicht um den Erhalt einzelner Krankenkassen, sondern um eine gute und effiziente Versorgung der Versicherten. …“
Nun kommt der umtriebige Herr Bundesgesundheitsminister Spahn und ignoriert das zarte Pflänzchen Hinweis auf den eigentlichen Auftrag einer Pflichtsolidarität und öffnet Tür und Tor sperrangelweit für weiteren Wettbewerb, trommelt aber auch für eine Einheitsaufsicht.
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... xutyxq-ap2

„Ein Gebot der Fairness“, damit macht er es uns schmackhaft, bringt aber auch die Kungeleien zwischen Land und AOK ans Tageslicht. Je nachdem, wie laut der Widerstand der AOK-Land-Hinterzimmer-Politik sein wird.
Was sich für die gesetzlich Versicherten durch breiter aufgestellten Wettbewerb als Nachteil herausstellen wird, wird damit unter den Teppich gekehrt. Fürchte ich.

Frdl. Grüße
Christiane

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Gelächert haben mich die Reaktionen.

Beitrag von PR » 26.03.19, 15:25

in dieser traurigen Zeit.

"Protest" schreien da der Lucha Manne und die Huml Melanie,

und der Herr der Rabattverträge (für Impfstoffe, die dann nicht mehr vorhanden sind, oder für kanzerogene Sartane) argumentiert mit "Bedürfnisse und Bedarfe der Menschen vor Ort", die er besser kenne als sonstwer. (https://www.aend.de/article/195083)

Manchmal denk ich ja, Spähnchen liest hier mit...

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Re: Gelächert haben mich die Reaktionen.

Beitrag von Christianes Herz » 28.03.19, 10:44

PR hat geschrieben:Manchmal denk ich ja, Spähnchen liest hier mit...PR
… und reagiert deshalb so hektisch und sprunghaft. Dann hätte er wirklich daraus gelernt. Hier kann nun wirklich hervorragend nachgelesen werden, dass trotz aller fachlichen Kritik und vor allem rechtzeitiger Kritik nichts oder fast gar nichts zu ändern ist, wenn sich das eigene Pfründe sichern - Denken in Deutschland`s Selbstverwaltungssystem nicht grundlegend ändert und es sich an seine eigentlichen Aufgaben, weshalb es sich so eigenständig organisieren darf, erinnert.
Er geht ja eigentlich auf die Punkte ein, die eben das Prinzip der „Nur Rechtmäßigkeit“ der Selbstverwaltung hinterfragen und setzt mal endlich auf die Frage der Zweckmäßigkeit. Die „Funktionäre“, sag ich jetzt einmal ganz platt, kommen immer noch nicht recht vom bequemen Sessel hoch und werden im Sinne ihrer angedachten Aufgaben für die „Verwalteten/Geldgeber“ nicht aktiv.

Und was ich nebenbei auch für absurd halte (aber das ist meine ganz persönliche Meinung) ist, dass jeder Eingriff, der, so falsch er sein mag, vorgenommen wird, immer als gespenstische Planwirtschaft kritisiert wird. Dieses unser Gesundheitssystem ist so unberührt von Die Linke wie kaum ein ein anderer Lebensbereich. SPD/CDU können ja noch nicht einmal einen 5 Jahres – Plan aufstellen und sind Jahr für Jahr wieder neu überrascht, wie alt, wie arm, wie reich wir alle sind und dass Personal fehlt an allen Ecken und Kanten und allein deshalb Menschen sterben bzw. kürzer leben. Trotz bzw. weil die Rechtmäßigkeit der Selbstverwaltung gegeben ist, aber sie ihren Sinn für uns nicht (mehr) erfüllt.

Frdl. Grüße
Christiane

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"...so unberührt von Die Linke wie kaum ein anderer..."

Beitrag von PR » 28.03.19, 23:49

Jetzt aber bitte mal halblang, Christiane.

Ich red jetzt bloß mal über den Bereich des Gesundheitswesens, in dem ich grad 25 Jahre geschuftet und das überlebt hab.

Wie würden Sie das nennen, Christiane, wenn zwei Behörden (Körperschaften des Öffentlichen Rechts, kranke Kassen/verbände und sogenannte kassenärztliche Vereinigungen)
theoretisch im Vorhinein
praktisch meistens viele Monate im Nachhinein und in den Auswirkungen bis Jahre im Nachhinein
"miteinander verhandeln",
was die gesamte Musik "ambulante ärztliche Behandlung von 95 % der deutschen Bevölkerung" im Jahr kostet ?
Das vollkommen unabhängig von der angenommenen zu leistenden oder gesehen geleisteten ärztlichen Arbeit ?

Wie würden Sie das nennen, wenn diese beiden Behörden irgendwann in den frühen Neunzigern des vorigen Jahrhunderts die Ärzte abgezählt und gesagt haben: "so jetzt ist genug. Wir haben jetzt 100 % Versorgung pro Landkreis", und wenden diesen Schlüssel bis heute auf die Landkreise an ?

Ich nenne das Planwirtschaft.

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Re: "...so unberührt von Die Linke wie kaum ein anderer..."

Beitrag von Christianes Herz » 29.03.19, 11:28

PR hat geschrieben:... Ich nenne das Planwirtschaft.PR
Eben. Und nicht zweckmäßig. Weder für die Ärzteschaft noch für die Patienten. Was geht dann im Kopf eines Herrn Litsch vor, wenn der sich die Rosinen rauspickt und von Zentralismus und Gleichmacherei spricht, Begriffe aus der Welt der SED.
https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... chlag.html
Diese schnellen Vergleiche, um die eigenen Interessen hier im Land durchzudrücken, gehören sich m. E. nicht. Er setzt eine Aufsicht für alle Kassen mit einem Regime gleich, das wir zum Glück überwunden haben. Das gehört sich einfach nicht und ist eindeutig den Interessen einer großen Kasse geschuldet. Und davon gibt es viele Beispiele. Der Kommunismus und seine Ableger als Schreckgespenst, um eigene Interessen, die weder Arzt noch Patient nutzen, durchzusetzen. Das hatte ich mehr oder weniger ausdrücken wollen. Herr Spahn richtet in dieser Hinsicht einmal etwas Gutes an. Er zeigt anhand der Reaktionen auf seine verbalen Schnellschüsse auf, wie verquer das Gesundheitssystem ist und wie hilflos und blödgehalten die sind/werden, die es pflichtfinanzieren und die vor Ort aktiv sind.

Grüße
Christiane

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Spähnchen oder Glitschi ? ;-)))

Beitrag von PR » 29.03.19, 22:45

Ei je, ich mag sie beide nicht.

Was jetzt losgeht ist der Dino-Wettbewerb. Jetzt werden d i e kranken Kassen aufeinander gehetzt, die gehofft hatten, das geplante
Kassensterben irgendwie zu überstehen. Und das Konvergenzmodell PKV-GKV geht auch weiter, Stichwort: die Vorsorgepauschale.

Ich wag's ja nicht laut zu sagen, aber das sind Dinge, die ein paar Angefressene in den Anfangszeiten des Internets in einem "Forum Gesundheit" (oder so ähnlich) diskutiert haben, das der SPD gehörte.

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Re: Watt iss ene kranke Kass ?

Beitrag von Christianes Herz » 17.04.19, 14:46

Nun beißen schon 3 Verbände in den selbstherrlichen und verwöhnten AOK - Hintern. https://www.bibliomedmanager.de/news-de ... n-die-aok/
Eins muss man Herrn Spahn ja lassen. Er nimmt sich aller Seiten an. Ein Gebot der Fairness. :roll:

Frdl. Grüße
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"eine geschäftsschädigende Unterstellung"

Beitrag von PR » 17.04.19, 18:19

sagt die Grinsedame vom Kassenersatz, und der Knieps der Grimmige soll auch sowas Ähnliches verlauten lassen haben.

Holla, welches Geschäft denn ? Kranke Kassen sind doch Körperschaften des Öffentlichen Rechts ?!?!?

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