IG MED

Moderator: DMF-Team

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Christianes Herz
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IG MED

Beitrag von Christianes Herz »

Eine Gewerkschaft. Zusätzlich zu den bestehenden Körperschaften. Die IG MED:

Am 01. Juni d. J. gründet sich eine unabhängige Interessenvertretung der Ärzteschaft, um den ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag nun zu schreiben und eine staatliche Fürsorgepflicht, ähnlich wie bei der Beamtenschaft, einzufordern.

https://www.deutscheaerztegewerkschaft.de/#news

Aus dem Programm:
„… Unter dem Gemeinwohl stehend“ darf für die Ärzteschaft nicht länger
bedeuten, sich immer weiter am ethischen Nasenring durch die Arena ziehen
zu lassen, sondern dass der Staat den Ärzten für die mit der Enteignung von
deren Bürgerrechten verbundenen Einschränkungen gemäß Grundgesetz eine
Entschädigung schuldet.
Wir sehen daher die Notwendigkeit, abseits der Körperschaften eine
Interessensvertretung der Ärzte, Zahnärzte und weiterer betroffener
heilberuflich tätigen Berufsgruppen zu gründen. Diese Interessensvertretung
fordert die Fürsorgepflicht des Staates gegenüber den Ärzten ein. Sie wird
alles dafür tun, die Freiheitsrechte der Ärzteschaft soweit irgend möglich
wieder herzustellen. Sie wird dort Entschädigung für Beschneidung der
Bürgerrechte einfordern, wo die Unterstellung der Ärzte unter das
Gemeinwohl für unsere Berufsausübung im Sinne der Patienten unerlässlich
ist.
Hierfür werden wir den bislang ungeschriebenen Vertrag zwischen Ärzten und
Gesellschaft, bzw. deren politischer Repräsentanz in Staat und Regierung
definieren und seine zukünftige Einhaltung in Hinsicht auf finanzielle
Ausstattung und die Rahmenbedingungen unserer Arbeit einfordern. Nur so
können auch für nachkommende Ärztegenerationen eine angemessene
Honorierung und eine verbindliche Planungssicherheit entstehen …“

Fördermitglied kann jedermann werden.

Frdl. Grüße
Christiane

Humungus
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Re: IG MED

Beitrag von Humungus »

Ja, ja. Ein weiterer Verein, weitere Posten. Viele Verlautbarungen, ein klangvoller Name.

Und? So lange jeder nur an sich denkt, impotent.

Ein dreitägiger Ärztestreik, und vieles würde anders aussehen. Aber ...siehe oben.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Christianes Herz
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Re: Das Programm hat viele starke Aussagen

Beitrag von Christianes Herz »

Humungus hat geschrieben:Ja, ja. Ein weiterer Verein, weitere Posten. Viele Verlautbarungen, ein klangvoller Name.

Und? So lange jeder nur an sich denkt, impotent.

Ein dreitägiger Ärztestreik, und vieles würde anders aussehen. Aber ...siehe oben.
"Potent" und schlüssig finde ich die Herstellung des Zusammenhangs Fürsorge durch den Staat für die Aufgabenerfüllung zugunsten des Gemeinwohls.

:wink:
Grüße
Christiane

Humungus
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Re: Das Programm hat viele starke Aussagen

Beitrag von Humungus »

Christianes Herz hat geschrieben:Fürsorge durch den Staat für die Aufgabenerfüllung zugunsten des Gemeinwohls.
Frei nach Gebrüdern Grimm: "Ich rieche, rieche Beamtenluft!" :wink:

Spaß beiseite, Ihr Konstrukt wird ja in Deutschland bereits durchgeführt: Schaffung der KdöR Krankenkasse mit Zwangsmitgliedschaft, diese hat saatlichen Sicherstellungsauftrag. Wird weitergereicht an KdöR KV. Überwacht von BMG und KdöR Ärztekammer.

Hm? Alles staatlich gesteuert, alles geregelt. Klappts nicht, kommt der ...Staatskommissar.

Nur ist nicht geregelt, dass der Staat die Versorgung gut sicherstellt. Und der Gesetzgeber - der Bundestag - mit seinen auch auf äääh...Versorgung orientierten Abgeordneten mischt auch mit. In den letzten 30 Jahren in eine arg unerwünschte Richtung.
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PR
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Nix wird da durchgeführt, lieber Kollege am Kopfende.

Beitrag von PR »

Es ist der ethische Nasenring der Ärzte, an dem "der Staat" seit Adolf dem Größten den Anspruch auf Gemeinwohldienlichkeit (Sicherstellungsauftrag) der "Kassenärzte" festmacht. Mehr hat der Staat nicht in der Hand. Mindestens zwei Generationen "freiberufliche" Ärzte hat der Staat damit ihrer Grundrechte beraubt, ohne dies - wie bei seinen Beamten - durch Besoldung und Versorgung zu kompensieren.

Die nächste Generation hat das endlich durchschaut. Damit sind wir beim Nachbarthread. Dieses Schweinesystem ist am Ende. Wer heute Arzt wird, lässt sich von irgendwem anstellen. Zu den Bedingungen, die sozialneidische Sozis den Freiberuflern über Jahrzehnte vorenthalten haben.

Den Fortschritt in seinem Lauf hält eben weder Ochs noch Esel auf.
(E. Honecker)

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Christianes Herz
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Re: IG MED

Beitrag von Christianes Herz »

Die im Vereinsregister zieren sich noch, aber die Satzung ist einsehbar:
https://www.deutscheaerztegewerkschaft. ... d_vorb.pdf

Frdl. Grüße
Christiane

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Der macht nix, der will bloß spielen

Beitrag von PR »

Sagt der Besitzer landläufig über sein Dachelvieh.
Mehr muss ich dazu faktenfundiert gottseidank nicht mehr sagen können.
;-)

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Christianes Herz
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Re: Der macht nix, der will bloß spielen

Beitrag von Christianes Herz »

PR hat geschrieben:... Mehr muss ich dazu faktenfundiert gottseidank nicht mehr sagen können.;-)
Aber ohne "Muss" und ohne den lieben Gott? :wink:

Grüße
Christiane

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Re: Ohne muss

Beitrag von PR »

So, nu sitzt mein halbwöchiger Gast wieder im Auto gen Prag. Ende zwanzig, mit einer "Retinitis" pigmentosa mittlerweile fast blind, Tubist und Musiklehrer an einer Prager Musikschule. Erstaunlich, wie er sich im Menschengewühl zurechtfindet, ob hier aufm Wochenmarkt oder abends in der Aula des Konzertsaals. Seinen Part in Mahler-Opussen lernt er anhand von selbergemalten Noten mit hühnereigroßen Köpfen und spielt das Konzert dann auswendig, Gustav Mahler ist sein Lieblingskomponist. Als dritte Lehrkraft eine jugendliche Bigband begleitend, erstaunlich auch, wie er schnell er sich hier im Haus auf drei Etagen zurechtfand. Drei Konzerte haben die hier gemacht, eins zusammen mit „unserer“ Oldie-Bigband. Schön war‘s.


Was die Belange der Ärzte angeht, haben die Körperschaften längst komplett versagt. Und nu soll’s plötzlich n o c h `n Verein richten können ? Vergiss ! Irgendwo im `schland hat’s grad einen neuen Kammerpräsidenten gegeben. Dessen statements zum Dienstantritt sind sowas von pensionsberechtigt. Das ist freilich nichts als die „vom Staat“ längst beabsichtigte Regel.

Nur eine Bewegung wäre in der Lage, zu reanimieren, was den „Onkel Doktor“ meiner Kindheit ausgemacht hat.
Den glaubt freilich bald gar keiner mehr zu brauchen, der ihn nicht grad mal eben akut braucht. Drum wird eine solche Bewegung halt nicht zustande kommen, und wird der Trend der Humanmedizin weg von der persönlichen Heilkunst hin zum unpersönlichen Reparaturbetrieb leider unumkehrbar bleiben.

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Re: IG MED

Beitrag von Christianes Herz »

Ein bisschen Auffrischung hier im Forum bzgl. der Tätigkeiten der IG MED: https://www.ig-med.de/pm/interessengeme ... lge-braun/

Frdl. Grüße
Christiane

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Re: IG MED

Beitrag von PR »

Hallöchen, ich schau bloß noch ab und zu hier rein.
Christiane, haben Sie den Dieterich zum ÄND nicht mehr ? Da könnent Sie sich mehr Bild machen vom neuen Verein.
Was die IG MED will, dafür wird's im Leben keine Mehrheiten geben.

Wenn ich heut noch im Beruf tätig sein müsst, würd ich mich MEDI / Baumgärtner anschließen. Das ist der einzige Laden mit Wumm.

Spahnend übrigens, was sich grad zwischen den TI-Spitzbuben im BMG, der KBV und den KVen abspielt. Und ob, wenn der Mister 51 % den Staatskommissar in die Lewinstrasse schickt, der gesamte öffentlichrechtliche Dreckladen auseinanderfliegt. Man wagt's sozusagen nicht zu hoffen.

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Dr.med.Holger Fischer
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Re: IG MED

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Lieber PR,
"Hallöchen, ich schau bloß noch ab und zu hier rein. "- schade, Ihre Beiträge waren einfach wunderbar, präziser, detaillierter, ausführlicher usw. als es Ihre (wenigen ) Beiträge in ÄND sind.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

PR
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Re: IG MED

Beitrag von PR »

Danke für die Blumen, lieber Kollege Fischer !
Ein Grund ist einfach, dass hier relativ wenig los ist und immer die gleichen schreiben.
Ein zweiter ist, dass ich hier ja oft Gschichten erzählt hab, aber die gehen mir allmählich aus.
Noch ein Grund ist: ich hab außerhalb einen Schreibjob angenommen für die hiesigen grandparents for future, bei denen kümmert sich eine Handvoll eh schon lebenslang hoch ums Gemeinwohl verdienter Oldies um die Klimabelange der Jugend, nur schreiben kann von denen keiner, da pass ich also ganz gut hin - und hab damit gut zu tun.
Dass ich bei ÄND nicht so viel schreib, hat damit zu tun, dass da eine große Vielzahl noch aktiver Kollegen zugange ist, von denen etliche ganz hervorragend schreiben, aber in deren Lebensrealität ich nicht (mehr) zuhause bin (oder nie war). Und dann hats da noch ein paar grausige Zyniker, bei deren Einlassungen mir eh die Spucke wegbleibt.
Auch muss ich für meinen eigenen Verein wieder ein bisschen mehr machen. Hab grad unsere sechs Partner in der "dritten" Welt angeschrieben und sie gefragt, was CORONA mit denen veranstaltet, und so allmählich tröpfeln die Antworten (, die dann auch erst herübersetzt werden wollen).

Ich seh ja, Herr Jäckel bringt hier immer wieder Themenstarter. Aber es bleibt wohl leider so, dass denen, die nicht "im System Gesundheitswesen" tätig sind, alle Gesundheitspolitik-Debatten einschließlich der "Digitalisierungs"- und "Datenschutz"-Debatte herzlich egal ist.

Beschde Grüeß, unn bliibe Si gsund !
PR
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Re: IG MED

Beitrag von Christianes Herz »

Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
15.07.20, 17:58
Lieber PR,
"Hallöchen, ich schau bloß noch ab und zu hier rein. "- schade, Ihre Beiträge waren einfach wunderbar, präziser, detaillierter, ausführlicher usw. als es Ihre (wenigen ) Beiträge in ÄND sind.
Schließ mich voll an (dem Bedauern) :wink:
Mein Dieterich ist auf dem nur noch ganz kurzen Weg in den Ruhestand und dann setzt er sich ab und will am allerliebsten nix mehr hören und sehen vom Kassen-System. Jetzt habe ich ordentlich telefoniert, um zu fragen, bei welchem nicht so ganz weit von mir entfernten Hausarzt ich (möglichst) für den Rest meines und das meines Mannes Aufnahme finde, denn ein Nachfolger des langjährigen Arztes ist schiere Illusion. Fündig bin ich geworden, packe demnächst unser Unterlagenpäckchen und bringe es dem neuen Hausarzt. Neuer Start.
Ich wünsche mir ja auch, dass es endlich nachhaltig knallt, auch wenn ich mir selber als Patient und alte Person schade. Es sollten sich alle zusammentun, die Frau Enger samt neu geschaffener Gewerkschaft mit denen, die jetzt laut den Rücktritt fordern. Alle. Das Wort Zwangsanbindung ist es, das grad hier umeinander geistert. Die meisten von uns wissen gar nicht, was los ist, das stimmt schon, aber es wird doch öffentlicher.
Und auch hier bin ich gespannt, was aus den gezahlten Steuer-Geldern wird, https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... n-101.html
Wissen Sie noch, was PR immer sagt? Das System muss offensichtlich erst vollends gegen die Wand fahren.
Ich geh auch bald in den Ruhestand, zum Ende Oktober und habe irgendwie das Gefühl, es ist gut, beim Ehepartner zu sein, weil die Strukturen um uns herum immer bescheidener werden und Selbsthilfe gefragter wird. Ich bin auch gespannt, wielange die Beiträge zum gesetzlichen Krankenversicherungssystem konstant bleiben können und die für die Pflege. Und auch wie lange Herr Spahn sich auf der Digitalisierungsschiene halten kann.
Ach, ich reg mich auf.

Grüße
Christiane

PR
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Re: Es sollten sich alle zusammentun

Beitrag von PR »

Tja, Christiane, das ist was, was sie bei Piloten erleben, bei Polizisten, bei achweißwem noch, aber bei Ärzten ?

Bevor ich 89 für Facharzt fertig für zweieinhalb Jahre nach Kalzru gegangen bin, war ich sieben lange Jahre Alt-Assistent und kannte alle Fachkollegen. Die hab ich an einem schönen Samstag alle zu uns eingeladen und die beiden Chefärzte dazu, und denen erklärt: ich hau jetzt zweieinhalb Jahre ab, aber dann komm ich wieder (die Familie blieb ja vor Ort), und bis dahin schaut mal, wo Ihr mich unterbringt. Das hat damals auch noch geklappt: bei Rückkehr wusst ich genau, wer bald aufhören wollte, und nach einem Sonntagskaffee im Winter 91 war ich Praxisnachfolger.
Bevor ich Anfang 92 in Weil anfing, hab ich dann was gemacht, was vor und nach mir keiner gemacht hat: alle Hausärzte nach Ankündigung besucht und sie gefragt: was erwartet Ihr vom neuen Gynni am Ort ? Dass wir immer gut informiert werden, war eine häufige Antwort. Also hab ich noch 92 mit der "Digitalisierung" angefangen, weil klar war: die macht Daten kommunizierbar, wenns gut gemacht wird, sogar "fast" automatisch, jedenfalls mit wenig Extraarbeit.
Dann kamen aber gleich die richtig schlimmen Gesundheizmister, der Seehofer war der erste. Denen war "der Wettbewerb" das allerallerwichtigste. Der "Wettbewerb" in einem abgeschlossenen System der gedeckelten Gesamtvergütung übrigens (Budget). Diese vollidiotische Maßnahme hat jeden gegen jeden gehetzt, Haus- gegen Facharzt, Klinik- gegen Praxisarzt usw. usf. Und ab da wars - wie geplant - vollständig vorbei mit "es sollten sich alle zusammentun". Und das ist bis heute so.

Wenn man dann auch noch in Rechnung stellt, dass besonders empathische Menschen durchaus auch besonders liebesbedürftige Menschen sind, dann kann einem schon die Idee kommen, dass die auch besonders eifersüchtig werden können.

Eine richtige Ärztegewerkschaft ? Man sieht ja, was der Herr Weltärztepräsident sonst so beackert hat. Den Marburger Bund. Dem sind aber Niedergelassene vollkommen schnurzepiepe.
Wenn man's richtig betrachtet, kanns für die noch (!) auf eigene Rechnung wirtschaftenden Ärzte eine Gewerkschaft gar nicht geben. Denn die haben keine Arbeitgeber.

Was es allerdings geben kann, sind Verbünde und Genossenschaften. So wie MEDI. Die bieten ja durchaus auch Dienstleistungen an, die alle brauchen können. Da geht im Verbund eben Vieles leichter und vielleicht auch billiger.

Und solche Verbünde können dann auch mal politische Schlagkraft entwickeln. Zukunftsmusik. Davon abgesehen: in d e r Band spiel ich ja eh nicht mehr mit.

Beschde Grüeß, unn bliibet gsund !
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