Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

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Komplett unverständlich: die Medien tun n i x !

Beitrag von PR » 19.01.19, 17:45

Im Blätterwald herrscht Totenstille zu dem Thema. Ich kann's mir nur so erklären, dass die alle die Hosen voll haben, weil via ARVATO der gottsallmächtige BERTELSMANN Konzern in die "Gesundheitstelematik" involviert ist.

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Barnie Geröllheimer
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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 19.01.19, 18:03

Humungus hat geschrieben:
Leider habe ich das Gefühl auch die Patienten sind nicht richtig sensibilisiert.
Die einen sind ahnungslos bzw. ignorant, die anderen sind desillusioniert. Zu letzteren gehöre ich inzwischen.
In Zeiten, in denen man die Volksvertreter nicht dazu bewegen kann, die Industrie zur Entfernung von RFID-Chips in Kleidungsstücken und diversen "Bezahl-, Rabatt- und Mitgliedskärtchen" zu zwingen, WILL man den Schutz des Bürgers nicht. Kann man dagegen Ärzte und Optiker mit absurden DS-Bestimmungen schikanieren, hat man ein willkommenes Alibi. Die tun was... :roll: !

Meine Petition beim BT läuft nun ins sechste Jahr...

Ich muss allerdings auch sagen, dass allen Befürchtungen zum Trotz dieses "Smarthome-Feature" namens "Alexa" nicht zu mehr Werbung geführt hätte. Meine Tochter hat sich so 'n Teil angeschafft. Nettes Spielzeug, am besten als Eieruhr und Einkaufszettel zu benützen, das jetzt meist ungenützt in der Ecke rumsteht. Töchterleins büffelt für das 2. Staatsexamen und hat keinste Zeit zum Spielen.
Aber auch schon die Robotersauger-App funktioniert nicht. Der Sauger bleibt stur. Dieser Sauger hat übrigens auch eine Kamera, um den Raum zu erkennen, in dem er saugen soll. :roll:
Humungus hat geschrieben: "Patientenvertreter" fordern eher konsequente Überwachung von Ärzten, damit sie nicht nachmittags Golf spielen. Datenschutz? Schweigen im Walde.

Es ist eigentlich wie immer: wenn man nicht hinsieht und nichts tut, darf man sich nicht beschweren. Die Daten werden offen stehen. Und niemand sollte hoffen, beim Arzt dagegen zu protestieren und seine Daten schützen zu können. Sobald die Blackbox dran ist, ist es aus. Jetzt muss es sein!
Auf diese Idee wäre ich auch gar nicht gekommen. Der Arzt hat seine Schweigepflicht einzuhalten. Für Missbrauch von Daten, die ihm mehr oder weniger trotz Sorgfalt geklaut werden oder die er per Gesetz abzugeben hat, hat er doch keine Verantwortung zu übernehmen :shock:

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Großer Irrtum !

Beitrag von PR » 19.01.19, 18:29

Für Missbrauch von Daten, die ihm mehr oder weniger trotz Sorgfalt geklaut werden oder die er per Gesetz abzugeben hat, hat er doch keine Verantwortung zu übernehmen
Die Verschwiegenheitspflicht des Arztes steht in seiner staatlich anerkannten Berufsordnung. Von dieser Pflicht kann der Staat die Ärzte überhaupt nicht befreien. Das kann einzig und allein der Patient. In diesem Punkt war auch die vorige Bundesdatenschutzbeauftragte komplett und gefährlich fehlinformiert. Sie hatte behauptet, die Daten-Verantwortung der Ärzte ende am "Konnektor".

Überhaupt: der zigarrenkistengroße versiegelte Konnektor muss in einem Tresor untergebracht sein, muss eine bestimmte Entfernung zur übrigen hardware haben, und solange damit gearbeitet wird, muss er halbstündlich auf Siegelbruch untersucht und das Untersuchungsergebnis protokolliert werden, andernfalls kann der Arzt nicht beweisen, dass er den Datenschutz eingehalten hat. Eine komplett hirnrissige Geschichte.

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PS: einen Roboterstaubauger hab ich auch. Der hat in der Tat etliche Sensoren, aber eine bildscharfe Kamera hat er m.W. nicht. Aber selbstverständlich käm ich im Leben nicht auf die Idee, das Teil von einem Wischtäfelchen aus steuern zu wollen.
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Barnie Geröllheimer
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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 20.01.19, 07:43

...aber eine bildscharfe Kamera hat er m.W. nicht
Das ist ja genau der Knackpunkt! Weiß man wirklich, was man durch die Benützung solcher Geräte von sich preisgibt?
Ist der RFID-Chip am Päckchen beim Paketversender wirklich nur eine Logistikhilfe? Oder wird hier festgehalten, dass der Geröllheimer wiederholt in der Woche Päckchen verschickt, ohne ein Gewerbe angemeldet zu haben? Sind die Chips in der Lederjacke und Unterhose wirklich nur mit Daten zur Inventurerfassung bzw. Lagerbestandsführung gefüttert worden? Insbesondere die Verknüpfung der Chip-Daten von Lederjacke mit denen im Perso und dem "Zurückkauf"-Kärtchen u.a. lassen eine Profilerstellung zu, von der der Betroffene nichts weiß und die missbraucht werden könnten.
Wo werden meine Chips aus allen möglichen Kärtchen und dem Perso überhaupt ausgelesen? Sind irgendwo vielleicht sogar programmierbare und damit manipulierbare Chips enthalten? Im Robotersauger mal auf jeden Fall!
Gesundheitsdaten sind schließlich nur so wertvoll wie sie aktuell sind, an der Aktualisierung aber wirken Leute mit, die ich als zum Datenschutz verpflichteter Optiker nicht einmal kenne.

Ich kann der Idee, maximal erlangbare Informationen sammeln zu wollen, durchaus verstehen, wenn es um seltene oder sehr seltene Erkrankungen geht oder wenn für strafrechtliche Ermittlungen gegen Arzt oder Patient erforderlich sind, aber den Namen eines x-beliebigen Kunden gegenüber einem Glaslieferanten verschlüsseln zu müssen, den ich auch im Beisein von anderen Kunden im Laden mehrfach mit Namen und nicht mit "Nummer 17334" anspreche, ist doch lächerlich.
Die "Diskretions-Zonen" in Apotheken können wir dann gleich bis zur Ladentür ausdehnen, lassen jeden Kunden nur einzeln herein und der Raum wird schalldicht gestaltet.


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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von Humungus » 20.01.19, 14:30

Zum Thema Google: meine Frau hat das gleiche Konto wie ich. Folge: wir wissen prinzipiell ständig, wo der andere ist bzw. einkauft. Die Überwachung ist in dieser Beziehung perfekt. Addieren wir noch die Daten von Kartenzahlung und RFIDs, weiß Big Brother eine ganze Menge. Und kann es nutzen.
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:Ist der RFID-Chip am Päckchen beim Paketversender wirklich nur eine Logistikhilfe?
Seitdem der Personalausweis einen RFID-Chip hat, trage ich ihn in einer abgeschirmten Geldbörse. Die Parkkarte meines Parkhauses brauche ich auch nicht mehr in den Schacht zu schieben, sie wird aus ca. 2 Metern erkannt. Wer die Daten hat weiß, dass man am Scan-Ort war und wann.
Gesundheitsdaten sind schließlich nur so wertvoll wie sie aktuell sind,
Das stimmt so nicht. Beim Abschluss von diversen Versicherungen muss man die letzten zehn Jahre Arztbehandlungen angeben. Bei einigen Erkrankungen ist das unangenehm. Bisher hat die Schweigepflicht sichergestellt, dass der Patient aktiv seine Daten hergeben muss. Wenn ein Versicherungskonzern also Gesundheitsdaten erhält, sind sie selbst dann noch von Interesse, wenn sie zehn Jahre alt sind. Und bei manchen Erkrankungen wird unter Garantie auch noch länger gewühlt werden, nach dem Motto "hatte vor 15 Jahren eine Depression und war im Krankenhaus, mal lieber ablehnen".
...den Namen eines x-beliebigen Kunden gegenüber einem Glaslieferanten verschlüsseln zu müssen, den ich auch im Beisein von anderen Kunden im Laden mehrfach mit Namen und nicht mit "Nummer 17334" anspreche, ist doch lächerlich.
So ist es. Der Datenschutz bewegt sich in eine völlig falsche Richtung. Während Pillepalle geschützt wird, steht das Wesentliche bald wie ein Scheunentor offen.
Die "Diskretions-Zonen" in Apotheken können wir dann gleich bis zur Ladentür ausdehnen, lassen jeden Kunden nur einzeln herein und der Raum wird schalldicht gestaltet.
Am besten mit Schleuse wie in Gerichten?!

Ich fürchte, ein Umdenken wird erst dann erfolgen wenn die Gesundheitsdaten von Politikern im Netz stehen. Wenn überhaupt.

Welche Partei positioniert sich klar gegen eine Telematik-Infrastruktur???
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von jaeckel » 20.01.19, 15:57

Humungus hat geschrieben:Welche Partei positioniert sich klar gegen eine Telematik-Infrastruktur???
Partei? Im Nachbarland hat eine Lichtgestalt keine Parteien gebraucht, um an die Macht zu kommen. Nun braucht es auch keine Parteien sondern nur paar gelbe Westen um eine Revolution zu beginnen. In Deutschland brauchts etwas länger, bis der Groschen fällt. Die Macht liegt nicht beim Volk.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von Humungus » 20.01.19, 17:27

Leider unterscheiden sich die Deutschen von den Franzosen. Wie sagte Lenin? "Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!" Die letzten wirklich großen Demonstrationen mit Hunderttausenden sind lange her, im Westen die Friedensdemos, im Osten der Umsturz. Aktuell versucht der Westen bei der sich öffnende Schere am richtigen Ast zu sitzen, während der Osten sein Heil am rechten Rand sucht. Man hat das Gefühl die Gesundheitspolitik ist aus dem Blickfeld gerutscht - entweder gibt es subjektiv drängendere Probleme oder gar keine.

Die Wahrscheinlichkeit einer deutschen Lichtgestalt ist doch erheblich geringer. Im Übrigen wird Macron gerade entzaubert.
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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von Christianes Herz » 05.02.19, 00:04

Eigentlich müssten alle gesetzlich Versicherten mit den Vertragsärzten einen Aktiengrundstock geschenkt bekommen. Und Jahr für Jahr neue. Es wird ein Gesetz erlassen, das eine Zwangsanbindung durchsetzt, Sanktionen bestehen, wenn man nicht mitmacht und wir dürfen dann Aktien kaufen. Wie nennt man dieses System? Hat mit freiem Markt doch nur noch wenig zu tun. M. E.
"Profiteur der Digitalisierung des Gesundheitswesens":
https://m.faz.net/aktuell/finanzen/fina ... pq1TbV3hTg

Frdl. Grüße
Christiane

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schaumermal

Beitrag von PR » 05.02.19, 00:14

wie die Aktien sich entwickeln nach dem ersten dicken Patientendatenskandal.
Und der kommt mit aller Sicherheit.

Es gibt übrigens Leute, die die 42.000 verkauften ! "Komplettpakete" stark anzweifeln. Dies besonders in den Kliniken. Die haben schon mal zu dessen "Bedienung" (sic!) das Personal gar nicht.

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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von PR » 14.02.19, 11:46

Die Medien beginnen, aufmerksam zu werden:

https://www.br.de/mediathek/video/kontr ... 00184230b0

Wann kapiert's der Gesundheizmister ?

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Die Mobilmachung der Brigitte Mohn

Beitrag von PR » 25.02.19, 15:23

https://www.handelsblatt.com/meinung/ga ... 1C6m9y-ap6

Endlich verlässt die Tante das Zwielicht ihres Meinungskonzerns und sagt den Deutschen, wer denn den Deutschen das Sagen hat.

Und begeht sogleich den fatalen Fehler, Besitz und Eigentum zu verwechseln.

Denn der Patient ist schon immer B e s i t z e r der ihn selbst betreffenden Gesundheitsdaten, jedoch imk Normalfall nicht deren Urheber, und niemals deren E i g e n t ü m e r . Schon gar nicht sind individuelle Gesundheitsdaten "Systemdaten".

Dieser "Gastbeitrag" im Handelsblatt entlarvt sich selbst als thumbe plumpe Volksverdummung.

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Christianes Herz
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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von Christianes Herz » 25.02.19, 18:48

"Öffentliche Daseinsvorsorge" ist mir obendrein quer runtergegangen. Der Zugang zur Gesundheit gehört dazu, aber nicht, den Zugang von einer Netzanbindung abhängig zu machen. Es verrutscht hier Einiges mehr.

Grüße
Christiane

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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von Humungus » 25.02.19, 20:11

Der Patient als Kapitän des Behandlungsprozesses. Er soll "vor allem dazu befähigt werden, sich selbst zu navigieren."

Hey, echt kein Problem. Dazu braucht es nur sechs Jahre Studium und einige wenige Jahre Kenntnis und Erfahrung über die Mechanismen des Gesundheitswesens. Regelmäßige Fortbildung über Änderungen in der Medizin und im Gesundheitswesen sind selbstverständlich. Dann weiß man auch, wie man am besten behandelt und wohin man wen schickt.

"Der Datenhoheit des Patienten sollte auch die Rechtsordnung Rechnung tragen, indem die Verfügungsrechte des Patienten über seine Daten auf allen rechtlichen Ebenen anerkannt werden. "

Auch kein Problem. Der Patient, der frei über seine Daten verfügt und diese beispielsweise bei Ärzten löschen lässt, verliert jeden Schadenersatzanspruch, denn in einem fairen Prozess müssen beide Parteien die Möglichkeit erhalten Beweise zu führen. Ohne Daten ist das schlicht unmöglich.

Mein Kompliment für die Argumentation der Dame! In ihrer durchgreifenden Simplizität zeigt sie ein tiefgreifendes Verständnis der Materie, in der sie sich bewegt, sowohl im juristischen, als auch im medizinischen, als auch im sozialen Sektor. Für mich ein Kandidat für den Posten des Gesundheitsministers, zumindest gleich qualifiziert wie Ullalla Schmidt und Jens Spahn.
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Re: Telematikinfrastruktur, Zwangsanbindung

Beitrag von Timmie2 » 27.02.19, 00:42

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