Die Entprivatisierung der Gesundheit

Moderator: DMF-Team

Timmie2
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Timmie2 »

PR hat geschrieben:Vielleicht gucken Sie ja mal, ob Sie politisch da was besonders falsch machen, wo Ihnen meine Beiträge besonders diffamierend erscheinen
Falsche Adresse 'Schätzchen', da müssen Sie sich schon an die Regierungsparteien wenden. Ich bin nur 'Lieschen Müller' ... :lol:

PR
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wenden

Beitrag von PR »

Die lassen hier schon mitlesen, da mach ich mir gar keine Illusionen. Auch in den Zeiten nach gesundbrunnen.

PR
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Timmie2
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Timmie2 »

Die lassen hier schon mitlesen, da mach ich mir gar keine Illusionen.
:lachen: Manche Hähne glauben auch, dass die Sonne ihretwegen aufgeht (Fontane)

PR
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Der Fontane, der hat fabelhaft geschrieben.

Beitrag von PR »

Was hätt der wohl über Gockel geschrieben, die sich partout hinter Lieschen Müller verstecken müssen ?
...wer bin ich und wie viele...
Es wird öd, timmiezwoo.

PR
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Timmie2
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Timmie2 »

Es kann die Ehre dieser Welt,
Dir keine Ehre geben;
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
Muß in dir selber leben.

Wenn's deinem Innersten gebricht
An echten Stolzes Stütze,
Ob dann die Welt dir Beifall spricht,
Ist all dir wenig nütze.

Das flücht'ge Lob, des Tages Ruhm,
Magst du dem Eitlen gönnen,
Das aber sei dein Heiligtum:
Vor dir bestehen können.

Christianes Herz
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Christianes Herz »

Timmie, Du hast 'nen Knall. Du merkst nix mehr. Dreh mal wieder Richtung Erde.

Frdl. Grüße
Christiane

dora
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von dora »

Christianes Herz hat geschrieben:Timmie, Du hast 'nen Knall. Du merkst nix mehr. Dreh mal wieder Richtung Erde.

Frdl. Grüße
Christiane
ich sehe das anders, und deswegen auch einen Knall 8)
Ist halt immer eine Frage der Sichtweite. :kopfstreichel:

sophica
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von sophica »

Auf jeden Fall werden durch die Beiträge der gesetzlich Sozialversicherten einige Kosten sozialisiert.
Den gesetzlichen Krankenkassen sollen laut Kabinett „einmalig 1,5 Milliarden Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zugeführt“ werden.
s. Faz
"Die Bundesregierung zapft im Wahljahr 2017 die Reserven des Gesundheitsfonds für die Versorgung von Asylbewerbern an. Zur Deckung ihrer Gesundheitskosten sollen die Kassen einmalig eine Milliarde Euro erhalten."
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 70438.html

Es wäre doch richtiger die durch Asylbewerber entstehenden Kosten durch Steuereinnahmen zu finanzieren; so wären dann alle Gruppen beteiligt, auch Selbstständige, Beamte, Privatversicherte, ...

Timmie2
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Timmie2 »

Christianes Herz hat geschrieben:Timmie, Du hast 'nen Knall. Du merkst nix mehr. Dreh mal wieder Richtung Erde.
Sorry, aber die Beiträge von PR kann ich einfach nicht mehr für voll nehmen, da hilft nur noch Humor :lol:
sophica hat geschrieben:Es wäre doch richtiger die durch Asylbewerber entstehenden Kosten durch Steuereinnahmen zu finanzieren; so wären dann alle Gruppen beteiligt, auch Selbstständige, Beamte, Privatversicherte, ...
So sieht's aus. Es handelt sich um eine gesamtgesellschaftlich Aufgabe, für die der Staat und damit die Gemeinschaft der Steuerzahler aufzukommen hätte und nicht Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkasse

Barnie Geröllheimer
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Barnie Geröllheimer »

Ich bin irritiert. M.W werden Gesundheitskosten für AsylBEWERBER doch sowieso steuerfinanziert. Erst wenn ein Aufenthaltsstatus erteilt wurde, fallen die Kosten für die Kassen an. Oder?

Humungus
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Humungus »

Bedingt durch das hohe Aufkommen an Asylbewerbern dauern die Verfahren sicherlich wesentlich länger als sonst, es ist noch ein "Berg" abzuarbeiten. Der Staat argumentiert, den KrankenKassen wären sonst die Kosten auch entstanden.

Im Übrigen ist davon auszugehen, dass die Kosten für die Asylbewerber um ein Vielfaches höher sein werden als 1,5 Milliarden Euro. Der Rest wird vom Staat getragen, also von allen.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Timmie2
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Timmie2 »

Barnie Geröllheimer hat geschrieben:Ich bin irritiert. M.W werden Gesundheitskosten für AsylBEWERBER doch sowieso steuerfinanziert. Erst wenn ein Aufenthaltsstatus erteilt wurde, fallen die Kosten für die Kassen an. Oder?
Das ist schon richtig, hat allerdings so einige Haken. Viele hängen erst mal in schrittweisen Qualifizierungsprogrammen fest und findet sich kein Arbeitsplatz landen sie (zunächst) in Hartz IV. Der Zuschuss der Bundesagentur für Arbeit für Hartz IV-Empfänger in Höhe von 90 Euro ist schon lange nicht mehr kostendeckend (Forderung der GKV 136 Euro). Damit wird das Problem der anhaltenden Unterfinanzierung noch verschärft. Dazu kommen Flüchtlinge vor allem im Niedriglohnsektor unter (Leiharbeit und Dienstleistungsgewerbe/Gastgewerbe). Atypische und prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind nicht nur für die Arbeitnehmer ein Problem sondern belasten durch niedrigere Einnahmen auch die GKV. Es ist kein „Flüchtlingsproblem“ sondern ein Problem der Verteilungsgerechtigkeit das nun mit den Flüchtlingen in den Fokus rückt und vor den Wahlen leider auch von vielen instrumentalisiert wird.
Im Übrigen ist davon auszugehen, dass die Kosten für die Asylbewerber um ein Vielfaches höher sein werden als 1,5 Milliarden Euro. Der Rest wird vom Staat getragen, also von allen.
Was veranlasst Sie zu dieser Annahme?

Der Bundeszuschuss wurde doch schon vor Jahren festgeschrieben und hat noch nie den Anteil der von der GKV zu erfüllenden gesamtgesellschaftlichen Aufgaben abgedeckt. Deshalb wird eine finanzielle Aufschlüsselung der gesamtgesellschaftlichen Aufgaben auch blockiert und auf Pauschalen gesetzt. Der Bundeszuschuss war immer schon fiskalischen Erwägungen ausgesetzt, das zeigte sich insbesondere 2013-2015. Damals wurde der Zuschuss mal kurz um 8,5 Milliarden gekürzt und zur Haushaltskonsolidierung zweckentfremdet. Wer stopft die künftigen Löcher im Gesundheitsfond? Das werden die Beitragszahler der GKV sein, für die dann künftig Zusatzbeiträge fällig werden. Dann wird wieder auf bekannte Mechanismen zurückgegriffen indem man mit „Kostenexplosion im Gesundheitswesen“ oder „Vollkasko-Mentalität“ argumentiert und die wahren Gründe verschleiert. Nicht der Steuerzahler sondern der kleine Mann wird zur Kasse gebeten.

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Kranke Kassen verkünden stolz,

Beitrag von PR »

"Rücklagen" im zweistelligen Milliardenbereich zu besitzen,
und sie tun so, als hätten sie sie erwirtschaftet.

Wobei es sich um gesetzlich kranke Kassen handelt, die eigentlich weder Schulden noch größere Guthaben haben d ü r f e n , sondern deren gesetzliche Aufgabe eine Umlage ist: wer grad krank ist, kriegt die Behandlung von den grad Gesunden gezahlt. Genau auf diesem Tontine-Prinzip beruht ihr Attribut "solidarisch", und sonst auf n i c h t s.

Bloß einfach, um auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren.
Den Rest halt ich mit Verlaub für Propapopoganda.

PR
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Timmie2
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Re: Die Entprivatisierung der Gesundheit

Beitrag von Timmie2 »

PR hat geschrieben:Wobei es sich um gesetzlich kranke Kassen handelt, die eigentlich weder Schulden noch größere Guthaben haben d ü r f e n...
Bloß einfach, um auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren.
Den Rest halt ich mit Verlaub für Propapopoganda.
Ihren Popo dürfen Sie gerne bei sich behalten. Um auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren...

Der Gesundheitsfond wurde dem Wettbewerbsgedanken folgend von CDU/SPD eingeführt und von CDU/FDP weiterentwickelt.Der Gesundheitsfond startete zum 1. Januar 2009 mit einem Steuerzuschuss von 4 Mrd. Euro und einem einmalig hohen Beitragssatz von 15,5 %. Verantwortlich für den hohen Beitragssatz war aber nicht der Gesundheitsfond sondern die politisch motivierten Ausgaben im Jahr der Bundestagswahl – Niedergelassenen Ärzten wurden 2,5 Mrd. Euro und Kliniken 3,5 Mrd. Euro mehr versprochen.
2010 nahmen die Krankenkassen rund 1,2 Mrd. Euro durch Zusatzbeiträge ein, gleichzeitig erzielte der Gesundheitsfond Überschüsse in Höhe von 4,2 Mio. Euro. Zusatzbeiträge waren nicht notwendig sondern wurden durch zu geringe Auszahlungen an die Krankenkassen erzwungen und sind politisch gewollt. Cui bono?

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Klar waren die Zusatzbeiträge politisch gewollt.

Beitrag von PR »

Nicht ganz off topic:

Es gilt die Konvergenztheorie. "Solidarisch" kranke Umlagekasse und per Versicherungsaufsichtsgesetz zum Eigengewinn verdammte kapitalgedeckte individuelle Krankenversicherung sollen aufeinander zu wachsen.

Was des Einen "Altersrückstellungen" sind, sollen des Anderen "Rücklagen" werden.

Der Fonds war ja eigentlich mal für die Finanzierung der vom Staat (jeweils per Wahlgeschenk) angeordneten "versicherungsfremden Leistungen"

(für die kein Versicherungsmathematiker eine Eintretenswahrscheinlichkeit und den zugehörigen Prämientarif errechnen kann, weil sie für 100 % der Zielgruppe gelten)

gegründet worden. Also für medizinische Leistungen ohne medizinische Indikation. Das sind alle Früherkennungen und Prophylaxen und damit "gesamtgesellschaftliche Aufgaben". Und nur für die.

Als Politiker müssen Sie diese meine Angaben selbstverständlich nicht ernst nehmen.
Aber vielleicht sollten Sie sich allmählich doch mal ein Musikinstrument ausdenken.

PR

PS: Seine schön gereimten Zeilen hat der Theodor freilich nicht über die Gockel geschrieben, sondern für die, die er gern hatte, zum Trost.
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