Landarztquote

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Bürgerversicherung ist nicht Einheitsversicherung, hahaha,

Beitrag von PR » 03.08.17, 21:53

denn, was ja selbstverständlich bestehen bleiben soll, ist die Zahl der SoFAs mit ihren vierzehn Monatsgehältern im Jahr.

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Timmie2
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Re: Landarztquote

Beitrag von Timmie2 » 03.08.17, 21:59

Humungus hat geschrieben:Warum sagen Sie nicht einfach offen, dass im Rückstellungsbereich fette Zitronen sitzen, die die Linken zu gerne quetschen würden? In Wirklichkeit gehts weniger um zukünftige Kasseneinnahmen, sondern um das, was in der Vergangenheit angespart wurde…
"Angespart" klingt seltsam, denn da wird etwas auf die hohe Kante gelegt. Mit Rückstellungen wird spekuliert und zwar bevorzugt in Aktienfonds. Der einfachste Weg wäre doch bestehende Verträge auslaufen zu lassen und Rückkehrmöglichkeiten in die GKV anzubieten
Humungus hat geschrieben:...und wer soll die MVZs finanzieren? Am Land, wo sie nichts bringen? Das Beispiel insolventer MVZ selbst in einer Großstadt spricht Bände. Mal ganz prosaisch: würde der Staat an der Gesundheitsversorgung in der Fläche verdienen können, hätte er sie schon vor zig Jahren übernommen.
Und wieder geht’s nur um’s Geld. Wie wollen Sie denn eine flächendeckende Gesundheitsversorgung geregelt bekommen ohne Geld zu investieren, wenn selbst von den Patienten dort nix zu holen ist? Haben dann die Leute auf dem Land Pech gehabt?
Humungus hat geschrieben:Auch, weil es den Unternehmen gut geht, dem extrem billigen Geld sei Dank. So etwas kann sich schnell ändern, diese Pflanze ist empfindlich. Wenn man sie beschneidet, dann nur vorsichtig und in kleinen Schritten, sonst ist sie hin.
Die Geschichte zu dem „extrem billigen Geld“ ist Ihnen aber bekannt? Deutschland hat sich innerhalb Europas mittels Lohndumping (Agenda 2010) einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Durch die enormen Außenhandelsüberschüsse wurde Deutschland zum Exportweltmeiste. Wenn das Geld nicht mehr bei den Bürgern ankommt und auch der Staat nicht mehr investiert stagniert der Binnenmarkt. Das schafft nicht nur in der EU ein starkes Ungleichgewicht, ein exportgetriebenes Wachstum ist volkswirtschaftlich alles andere als gesund. Eine ausgeglichene Handelsbilanz zeichnet sich dadurch aus, dass sich Export und Import die Waage halten. Mit den Exportüberschüssen exportieren wir auch Kapital in Form von Krediten oder Auslandsinvestitionen ins Ausland und was mit solchen Anlagen (US-Subprime oder griechische Staatsanleihen) passieren kann haben wir erlebt. Keine gute Geldanlage. Deutschland exportiert aber nicht nur Waren sondern auch Politik in den Euroraum, die Politik des Lohndumpings und der Schwarzen Null. Nun könnte man meinen, wenn es uns alle gleich tun würden auch andere EU-Länder (Export)Überschüsse erzielen. Funktioniert aber nicht, denn irgendwer muss das Zeug halt auch kaufen bzw. importieren. Die Gewinne des einen sind die Schulden des anderen. Der niedrige Leitzins der EZB ist nur ein verzweifelter und bisher erfolgloser Versuch die Konjunktur anzukurbeln. Wir sitzen auf einer Blase und warten nur darauf bis sie platzt, weil wir nicht bereit sind aus unseren Fehlern zu lernen
Humungus hat geschrieben:Dazu muss sich die Linke aber bewegen. Nach rechts, ein wenig in die Richtung, in der viele Wähler sitzen.
Ach so geht das. Wir rücken einfach wie andere Parteien ein Stückchen weiter nach rechts und dann noch ein Stückchen und irgendwann fragen wir uns, wie es eigentlich die Rechten an die Macht geschafft haben.
Humungus hat geschrieben:Die Wähler, um die man sich bemühen muss, sind nicht die Ausländerfeinde oder die Extremgruppen, sondern Deutsche, die sich Sorgen um sich und die Zukunft machen. Timmie, Sie haben es selber gesagt: mindestens 20 Prozent haben kaum etwas zu beißen. Aktuell wählen solche Leute Merkel, weil sie sich etwas von ihr versprechen. Die kann man alle kriegen, wenn man bürgerliche, seriöse Politik macht. Und das können auch Linke.
Wenn sich die Linke also den anderen Parteien anpasst und „bürgerliche, seriöse“ Politik macht (will heißen etwas nach rechts rückt und sich dem neoliberalen Einheitsbrei anschließt) geht es den Armen besser weil…. kein wirklicher Politikwechsel stattgefunden hat? Ich denke Sie bemerken den Widerspruch. Was Sie von den Linken erwarten ist nichts anderes als Wählerverdummung und genau das ist doch die Ursache für die Politikverdrossenheit der Bürger.
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:Jede ZUSATZversicherung verspricht den Leistungserbringer ZUSATZumsätze und führt somit zu Fehlallokationen zum Nachteil derer, die sich solche Zusatzversicherungen nicht leisten können. Das kann m.E. keine linke Position sein und es ist auch nicht gerecht.
Das siehst Du m.E. etwas zu verbissen. Jeder Mensch hat andere Vorstellungen von Lebensglück, das macht die Vielfalt einer Gesellschaft aus. Soziale Gleichheit wird es nie geben und kann daher auch nicht das Ziel politischen Handelns sein. Für mich hängt es entscheidend davon ab, um welche Zusatzleistungen es sich handelt. Leistungsausschlüsse und Zuzahlungen (Zahnersatz, Brille, etc.) sollen rückgängig gemacht werden, jeder erhält also gleichermaßen eine hochwertige medizinische Versorgung. Wenn jemand dann noch meint er braucht unbedingt ein Einzelzimmer oder goldene Sternchen auf der Brille – why not, soll er es sich doch gönnen. Was mich allerdings in diesem Zusammenhang stört ist die Forderung nach „guten wissenschaftlichen Belegen über Nutzen und Schaden jeder Behandlungsmethode“. Das riecht sehr nach evidenzbasierter Medizin, die mich bisher so überhaupt gar nicht zu überzeugen vermochte und deren Unabhängigkeit ich nach wie vor in Frage stelle.
Zuletzt geändert von Timmie2 am 03.08.17, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.

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irgendwas müssen Sie begriffen haben, timmiezwoo !

Beitrag von PR » 03.08.17, 22:09

wie wollen Sie eine flächendeckende Gesundheitsversorgung geregelt bekommen ohne Geld zu investieren ?
Gaaanz Recht !

Diese Investitionen hat man bisher den selbständigen Ärzten aus der Tasche gezogen, dieselben aber dann jeder Möglichkeit beraubt, diese auch im für Selbständige üblichen Zeitrahmen zu amortisieren.

Drum nicht wundern, nur ärgern, timmiezwoo ! Es war der von linken Politikern geschürte Sozialneid, der jetzt dazu führt, dass niemand mehr in die Investorenfalle tappen will, junge gut wissenschaftlich Ausgebildete zuallerletzt.

Drum stirbt der selbständige Arzt aus, um aufs Thema des V o l k s w i r t s Müller zurückzukommen, und ist eine Landarztquote ein Rohkrepierer. Maulburg als Prüfstand und Modellfall.

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Christianes Herz
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Re: Bürgerversicherung ist nicht Einheitsversicherung, hahah

Beitrag von Christianes Herz » 04.08.17, 08:51

PR hat geschrieben:denn, was ja selbstverständlich bestehen bleiben soll, ist die Zahl der SoFAs mit ihren vierzehn Monatsgehältern im Jahr.

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Die muss man „austrudeln“ lassen, sonst lassen die sich ja noch mehr Gemeinheiten einfallen, um die Gesundheitsleistungen zu strecken, damit ihr eigener Job weiter finanziert werden kann. Das kann ich mir nicht vorstellen. Der Sinn einer "Eine Versicherung für Alle“ sollte doch nicht zuletzt dem Abbau der Verwaltung dienen. :wink:
Auch wie die Gestaltung des Fonds dann gehandhabt würde, also ob sich da an der politischen Einflussnahme, wie auch Timmie weiter oben geschrieben hat, etwas im Sinne der Versicherten ändern würde, wäre wichtig, zu wissen.

Grüße
Christiane

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da trudelt nix aus,

Beitrag von PR » 04.08.17, 09:54

die Kerle pappen sich ja eine nach der anderen Zuständigkeit selber ans Gesäß.

Es gab oder gibt da eine SPD-MdB, hab leider den Namen vergessen, die war ganz aus Versehen mal so total ehrlich coram publico und sinngemäß zu sagen: kommt nicht in Frage, wohin sollen wir denn dann mit den 250.000 SoFAs, die sind ja sonst zu nix zu gebrauchen und gehen uns dann womöglich auf die Straße...

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Man soll nie resignieren ! D i e konstruktive Lösung

Beitrag von PR » 05.08.17, 19:40

des SoFA-Problems:

neun Zehntel davon in die Familien- und Altenpflege schicken. Putzen, Kochen, Frisieren, das werden die ja wohl noch hinkriegen ohne teure Lehrgänge. Zum Erstenmal täten die da dann auch mal erleben, wie ihre eigene Kwalitääz gemännätscht wird.

Für die vierzehn Monatsgehälter im Jahr plädier' ich ja eh längst...

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Humungus
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Re: Man soll nie resignieren ! D i e konstruktive Lösung

Beitrag von Humungus » 05.08.17, 23:29

PR hat geschrieben:Zum Erstenmal täten die da dann auch mal erleben, wie ihre eigene Kwalitääz gemännätscht wird.
Um Gottes Willen! Diese Spezialisten des Codings würden in den Heimen Herren über die Akten werden, und urplötzlich wären alle von ihnen Betreuten schwerstkrank.

Da gibts doch wieder eine Anekdote aus dem Augenbereich: die Fahrtkosten zur Katarakt-OP werden routinemäßig nicht erstattet, weil die OP regelhaft ambulant durchzuführen ist (wer erwartet auch von der Kasse einen Taxtschein für eine Zahnextraktion?).

Nun erreichen mich gehäuft Anfragen der KrankenKassen, natürlich auf nicht genehmigtem Formular. Ob die OP nicht doch schwer wäre, dann würde man die Taxikosten...so wird der Schwarze Peter wieder enmal geschickt an die Ärzte weitergereicht, denen treubesorgte Patientenaugen entgegensehen. Meinen Glückwunsch an die Trainer! Habt Ihr wieder einmal bei einem Seminar den SoFas beigebracht, wie man beschwichtigt und Probleme abwälzt. Problem gelöst, Kaffee nachgegossen, und zurück an den Schreibtisch. Silentium!
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Christianes Herz
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Re: Man soll nie resignieren ! D i e konstruktive Lösung

Beitrag von Christianes Herz » 06.08.17, 01:49

Humungus hat geschrieben:Meinen Glückwunsch an die Trainer! Habt Ihr wieder einmal bei einem Seminar den SoFas beigebracht, wie man beschwichtigt und Probleme abwälzt. Problem gelöst, Kaffee nachgegossen, und zurück an den Schreibtisch. Silentium!
Wie. Solche Seminare zahlen wir als Beitragszahler auch noch? Mit Zertifikat und unter Kassenqualitätsmanagement geordert? Dann stimmt mit dem Zertifikat aber Einiges nicht. Mein allerältester Nachbar klagt wie folgt: "Ansprechpartner am Telefon = Glückssache." Ich mach ihm seine Anfragen mittlerweile übers Netz. Aber er fragt sich natürlich zu Recht, was der beworbene Service einer direkten Betreuung dann noch an Wert hat. Und damit werben viele Kassen.

Grüße
Christiane

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Re: Landarztquote

Beitrag von Humungus » 06.08.17, 09:31

Jaaa, die direkte Betreuung. Da hatte ich einen SoFa, den kannte ich seit vielen Jahren. Und immer, wenn man den anrief, war ein bemühter und verständiger Mann an der Strippe. Mit dem konnte man reden, dem habe ich Patienten direkt geschickt, da wurden Möglichkeiten geschaffen. Den ersten Separatvertrag über die IVOM-Spritzen haben wir direkt am Ort mit der OrtsKrankenKasse geschlossen. Wir besprachen, die regelten und telefonierten nach oben. Da gabs keine Probleme.

Und dann machte es *klick*, und der SoFa wurde durch die Telefonhotline ersetzt. Wenn man da anruft, landet man gar nicht mehr vor Ort, sondern in einem Verteilzentrum. Da kann man nicht mehr Patienten schicken, denn die sitzen im Nirvana. Also die SoFas.
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Timmie2
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Re: Landarztquote

Beitrag von Timmie2 » 06.08.17, 19:10

PR hat geschrieben:Drum nicht wundern, nur ärgern, timmiezwoo ! Es war der von linken Politikern geschürte Sozialneid, der jetzt dazu führt, dass niemand mehr in die Investorenfalle tappen will, junge gut wissenschaftlich Ausgebildete zuallerletzt.
Wer keine Argumente hat muss auf Totschlagargumente zurückgreifen. Der Gesprächspartner wird durch Zuweisen einer negativen Charaktereigenschaft diskreditiert, eine inhaltliche Auseinandersetzung findet nicht mehr statt. Nichts anderes bin ich mittlerweile von Ihnen gewohnt. Das zieht sich durch alle gesundheitspolitischen Threads, deshalb führen Sie auch nur noch Monologe. Wenn’s Freude macht…
PR hat geschrieben:Drum stirbt der selbständige Arzt aus…
Es wird immer nur über Freiberuflichkeit gejammert, „da bleibt man doch gerne in der Klinik“. Dort kann ein „angestellter Arzt ohne eigene Kostenbelastung und gegen Tarifgehalt arbeiten“. Würden Sie mal über Ihren Tellerrand blicken wäre Ihnen nicht entgangen, dass sich auch die Rahmenbedingungen in den Kliniken ändern. Mit dem Tarifeinheitsgesetz wurde der Tarifpluralität ein Ende gesetzt und der Marburger Bund zum sozialpolitischen Debattierclub degradiert.

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Re: Landarztquote

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 06.08.17, 20:27

eine inhaltliche Auseinandersetzung findet nicht mehr statt.
Würden Sie mal über Ihren Tellerrand blicken wäre Ihnen nicht entgangen, dass sich auch die Rahmenbedingungen in den Kliniken ändern.
Danke

PR
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Schon trollich, gell,

Beitrag von PR » 06.08.17, 20:51

wenn sich einer von der Beschreibung der Realität totschlagen lassen will.

Einfach mal meine links aus der BZ lesen und gucken, was sich da tut.
Hab ganz ordentliche Drähte zu den Zeitungsleuten, und sie gebeten, weiter zu berichten.

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Re: Landarztquote

Beitrag von Timmie2 » 07.08.17, 06:06

Humungus hat geschrieben:In Deutschland werden die Nazis nie wieder die Macht ergreifen
The Political Compass - German General Election 2017

Humungus
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Re: Landarztquote

Beitrag von Humungus » 07.08.17, 06:56

Über dieses Diagramm könnte man vieles sagen, von "ahnungslos" bis hin zu "tendenziös". Da nicht offenbart wird, wer wie an diese Einschätzung der Parteien kam, geben Sie hier einfach eine Meinung wieder, die Ihnen in den Kram passt. Was das mit "Nazi" zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Außer vielleicht, dass jeder Nazi genannt werden soll, der kein überzeugter Linker ist.

Übrigens finde ich dieses Diagramm gar nicht so schlecht, es zeigt die Linke, wie ich sie auch sehe: links und unten. Nun gut, in Ihrem Posting vom 3.8. haben Sie sich als fundamentalistisch gezeigt. Alles, was rechts von den Linken ist, ist neoliberal, alles, was die Linken nicht sagen, ist Wählerverdummung. Komisch, gerade das Programm der Linken ist in meinen Augen das klassische Beispiel davon: völlig irreale und mit niemandem und in keinem Land der Welt durchsetzbare Forderungen.

Na dann viel Spaß auf der Oppositionsbank, Sie haben sie ja schon lange genug glatt poliert. Und sagen Sie nicht, die Wähler seien schuld, Sie sind derjenige, der am Volk vorbei Politik macht. Es sind nicht immer "die anderen" schuld.
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Re: Landarztquote

Beitrag von Timmie2 » 07.08.17, 16:10

Humungus hat geschrieben:Über dieses Diagramm könnte man vieles sagen, von "ahnungslos" bis hin zu "tendenziös". Da nicht offenbart wird, wer wie an diese Einschätzung der Parteien kam, geben Sie hier einfach eine Meinung wieder, die Ihnen in den Kram passt.
The Political Compass stammt von Pace News Limited und versucht anhand von Indikatoren Hinweise zum politischen Standpunkt zu geben. Vergleicht man die Einschätzung mit der vergangener Jahre oder anderer Länder erscheint sie für mich durchaus nachvollziehbar. Links steht für Kontrolle durch den Staat, rechts für Wirtschaftsliberalismus; uns regieren doch längst die Märkte. Autoritär steht für Autoritarismus und liberal für Liberalismus; innere Sicherheit, Staatstrojaner, Journalisten auf schwarzen Listen, Zensurgesetz - all das sind doch Anzeichen für den Weg in einen totalitären Staat. Die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung belegt die Radikalisierung innerhalb der Gesellschaft, der Rechtsruck ist doch längst in ganz Europa zu beobachten.

Jeden Tag empören wir uns aufs Neue und doch wird die Mehrheit wieder die Alternativlosigkeit wählen, allein schon aus der Angst heraus ein Systemwechsel könnte den eigenen Status Quo gefährden. Und dann jammern wir weiter. Wenn’s nicht so traurig wäre…

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