Landarztquote

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Barnie Geröllheimer
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Re: Landarztquote

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 29.07.17, 08:53

Weil Du gerade das "Diesel-Gate" ansprichst.....

Wie bekannt sein dürfte, hat das Gericht in Stuttgart geurteilt, dass das Fahrverbot für Diesel rechtens sei, denn...
"Das Verkehrsverbot verstößt nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, weil der Gesundheitsschutz höher zu gewichten ist als das Recht auf Eigentum und die allgemeine Handlungsfreiheit der vom Verbot betroffenen Kraftfahrzeugeigentümer", sagte Richter Wolfgang Kern.
Das sollte mal analog für den g-BA, das Gesundheitsministerium und die Pharmaindustrie bzw. die Patentierung "neuer" Medikamente angewendet werden, dann ginge es der Branche und den Patienten schon mal bedeutend besser

Christianes Herz
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Re: Landarztquote

Beitrag von Christianes Herz » 29.07.17, 14:22

Barnie Geröllheimer hat geschrieben:Weil Du gerade das "Diesel-Gate" ansprichst.....

Wie bekannt sein dürfte, hat das Gericht in Stuttgart geurteilt, dass das Fahrverbot für Diesel rechtens sei, denn...
"Das Verkehrsverbot verstößt nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, weil der Gesundheitsschutz höher zu gewichten ist als das Recht auf Eigentum und die allgemeine Handlungsfreiheit der vom Verbot betroffenen Kraftfahrzeugeigentümer", sagte Richter Wolfgang Kern.
Das sollte mal analog für den g-BA, das Gesundheitsministerium und die Pharmaindustrie bzw. die Patentierung "neuer" Medikamente angewendet werden, dann ginge es der Branche und den Patienten schon mal bedeutend besser
... und weiter auf die anderen Ressorts angewandt, weil Armut ja ebenfalls gutachterlich belegt krank macht u. v. m.
Lauterbach'sches Wahlkampfgetöse ohne nachzudenken?

Frdl. Grüße
Christiane

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An die kranken Kassen !!!

Beitrag von PR » 29.07.17, 20:01

Das sagt der Herr der Fliegen einer Zeitung.

Es ist der selbe Herr, der hinter vermeintlich fest verschlossenen Türen die Lauterbach-Rede gehalten hat, die man noch heut im Internet findet, in der er seinen "Kollegen" von den kranken Kassen was von den fur sie (!) "lukrativen Krankheitsepisoden" vorgeschwärmt hat.

"So ein toller Wissenschaftler. Unser Arzt in Berlin" hat ihn gesundbrunnen genannt auf der denkwürdigen SPD-Kreisdelegiertenkonferenz in Maulburg. A propos Landarzt.

Unlauter. Unverschämt. Unwählbar.

PR

PS: gesundbrunnen muss man nicht kennen. Hat hier mal mitgeschrieben bis sie sich dermaßen in Widersprüche verwickelt hat, dass sie die Löschung ihres accounts hier bewirkt hat. War mal parlamentarische Staatssekretärin im BMG und "leitet" heut eine Landeslotterie, ist zwei Legislaturen her. Die Suchfunktion hier deckt noch einige ihrer Beiträge auf. Am Ort der damaligen KDK gibt es heut keinen Hausarzt mehr. Das stinkt nicht bloß mir: http://www.badische-zeitung.de/weil-am- ... rzt-suchen
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Humungus
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Re: An die kranken Kassen !!!

Beitrag von Humungus » 29.07.17, 23:52

PR hat geschrieben:Das sagt der Herr der Fliegen
...der als ehemaliger Berater einer Gesundheitsministerin mitverantwortlich ist für die Misere des Gesundheitswesens...
... "lukrativen Krankheitsepisoden" ...
...die dazu führen, dass Drückerkolonnen AhOhKrankerKassen teilweise unangemeldet bei Arztpraxen erscheinen und den Ärzten "Right-Coding" erklären...(für Laien: wie mache ich einen Gesunden zum Diabetiker, was den KrankenKassen aus dem Gesundheitsfonds einen dicken Extrabatzen bringt).
Unser Arzt in Berlin" hat ihn gesundbrunnen genannt
...dabei war er damals noch gar keiner, er ist erst seit 2010, also knapp 20 Jahre nach Beendigung des Studiums approbiert...
Unlauter. Unverschämt. Unwählbar.
Sie vergessen "unreflektiert".
PS: gesundbrunnen muss man nicht kennen. Hat hier mal mitgeschrieben bis sie sich dermaßen in Widersprüche verwickelt hat, dass sie die Löschung ihres accounts hier bewirkt hat.
Nein, sie wurde gesperrt, weil sie sich nicht benehmen konnte. War wohl nicht gewohnt Widerworte zu kriegen.

Wenn wir aber mal über das Thema reden: warum braucht man heute eine Landarztquote, die vor 10, ganz geschweige denn vor 20 Jahren völlig unnötig und undenkbar war?

Sollte man die Ursachen nicht lieber offen ansprechen und beseitigen anstatt den Nachwuchs dorthin zu schicken, wo aus nachvollziehbaren Gründen niemand mehr hin will?
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

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Prima Fragen.

Beitrag von PR » 30.07.17, 00:14

warum braucht man heute eine Landarztquote
Ursachen...offen ansprechen
Ursachen...beseitigen
Den Nachwuchs...schicken
Wer braucht denn heut eine Landarztquote ? Das sind doch bloß die Landespolitiker, und auch die bloß zu Vorwahlzeiten. Schon die Bundespolitiker lachen ja über den Schmarrn, und die in Kreis und Stadt sind wie immer die Lackierten: wenn die jetzt ein „Recht auf Landarzt“ haben wollen, müssen sie sich den zugehörigen Investor erst mal suchen. Auch die in Maulburg im Wiesental.

Die Ursachen, offen gesprochen ? Landarzt lohnt nicht mehr, drum machts keiner. So einfach ist das.

Die Ursachen beseitigen ? Hieße, die kranken Kassen zu beseitigen. Das mach mal, wenn die sich seit Franz Knieps die einschlägigen Bundesgesetze selber schreiben !

Nönö, in den Saustall schick ich meine jungen Kolleg/inn/en nicht.

PR
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Christianes Herz
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Re: Prima Fragen.

Beitrag von Christianes Herz » 30.07.17, 02:33

PR hat geschrieben:
warum braucht man heute eine Landarztquote
Ursachen...offen ansprechen
Ursachen...beseitigen
Den Nachwuchs...schicken
Wer braucht denn heut eine Landarztquote ? Das sind doch bloß die Landespolitiker, und auch die bloß zu Vorwahlzeiten. Schon die Bundespolitiker lachen ja über den Schmarrn, und die in Kreis und Stadt sind wie immer die Lackierten: wenn die jetzt ein „Recht auf Landarzt“ haben wollen, müssen sie sich den zugehörigen Investor erst mal suchen. Auch die in Maulburg im Wiesental.

Die Ursachen, offen gesprochen ? Landarzt lohnt nicht mehr, drum machts keiner. So einfach ist das.

Die Ursachen beseitigen ? Hieße, die kranken Kassen zu beseitigen. Das mach mal, wenn die sich seit Franz Knieps die einschlägigen Bundesgesetze selber schreiben !

Nönö, in den Saustall schick ich meine jungen Kolleg/inn/en nicht.

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Aber, PR, wenn es Ihre Zunft nicht von innen her angeht: Wer von uns allen hat dann überhaupt noch die Chance, zu erkennen, was kassenbestimmte Gesundheit ist und was nicht?

Grüße
Christiane

Barnie Geröllheimer
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Re: Landarztquote

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 30.07.17, 09:36

Humungus hat geschrieben:
PR hat geschrieben:PS: gesundbrunnen muss man nicht kennen. Hat hier mal mitgeschrieben bis sie sich dermaßen in Widersprüche verwickelt hat, dass sie die Löschung ihres accounts hier bewirkt hat.
Nein, sie wurde gesperrt, weil sie sich nicht benehmen konnte. War wohl nicht gewohnt Widerworte zu kriegen.
Wieder hat man Sie, PR, bei substanzlosen Behauptungen ertappt.

Sorry PR, aber sowas geht mir tierisch auf 'n Sack! Worüber wollen wir hier den debattieren, wenn substanzlos wild herumargumentiert wird und man nicht glauben kann, was gesagt wird, auch wenn es hier um ein scheinbar unwichtiges Detail geht??
Soviel Redlichkeit erwarte ich von Diskutanten, dass die Wahrheit nicht ganz verschleiert wird, sonst können wir uns hier auch über Pippi Langstrumpf unterhalten.

Zum Thema: Sie mögen sich im Ergebnis mit Humungus einig sein, aber ich würde vielleicht empfehlen, sich mal darüber mit ihm zu einigen, ob es "nur" das Geld ist, das eine Landarzttätigkeit unattraktiv erscheinen lässt oder ob es auch eine fehlende Infrastruktur und der Nassauer ist, der nachts wegen Blähungen einen Hausbesuch erwartet.

Wir haben hier die Aussagen zweier FACHärzte, die ich nicht persönlich kenne und von denen der eine schon durch sehr "subjektive" Darstellung der angeblich allgemeingültigen Realität aufgefallen ist und ich habe die Aussagen zweier ALLGEMEINärztlich tätiger Landärzte, von denen ich einen schon 40 Jahre persönlich kenne. Beide Letztgenannten klagen nicht, leben vergleichsweise (sehr) gut und verstehen die Aufregung nur sehr bedingt.

Es würde einer künftigen Diskussion dienen, wenn wir mal eine vernünftige Basis schaffen würden, auf der wir argumentativ aufbauen.
1) ist für einen ALLGEMEINmediziner eine Landarztpraxis rentabler als für einen FACHarzt?
2) sind es "nur" die Honorare, die abschrecken oder ist es auch eine fehlende Infrastruktur, obwohl man längst nicht mehr wohnen muss, wo man praktiziert?

Ihre Antwort werde ich mir merken und Sie auch darauf festnageln.
Christianes Herz hat geschrieben:Aber, PR, wenn es Ihre Zunft nicht von innen her angeht: Wer von uns allen hat dann überhaupt noch die Chance, zu erkennen, was kassenbestimmte Gesundheit ist und was nicht?
Richtig, deshalb hat man unter den Patienten auch nur sehr bedingt Verständnis für die Plakat-/Flyer-Aktionen der Ärzte, für willkürliche Praxisschließungen hier in Nordbaden und der Weigerung, Kassenpatienten noch aufzunehmen bzw. zu behandeln. In der Regel kennt der Otto-Normal-Patient die ganzen Internas nicht und kann deshalb auch nicht einordnen, warum man mit ihm so verfährt. Ich merke das jeden Tag bei mir im Betrieb.
Die Politik weiß nur zu genau, dass man dem gesetzlich Versicherten nicht mehr zusätzlich in die Tasche greifen kann. Es ist ein Ende der Fahnenstange erreicht, weshalb man (Rechen-)Kunststückchen aller Arten vollführt, statt mal Nägel mit Köpfen zu machen.
Aber dazu fehlt den Mandatsträgern dann doch der Schneid und man steuert lieber tatenlos immer weiter auf eine Katastrophe zu.

Immerhin stelle ich fest, dass die Parteien links von der CXU in ihren Programmen allesamt eine Bürgerversicherung thematisieren, die Grünen wollen sich sogar um ein BGE bemühen. Das ist natürlich alles Wahlkampfgetöse, aber programmatisch zeigt sich doch eine gewisse Einigkeit, die mir Hoffnung macht.

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kassenbestimmte Gesundheit und meine Zunft

Beitrag von PR » 30.07.17, 13:09

Barnielein, Sie sind und bleiben ein Kindskopf. gesundbrunnen hat in einem ihrer letzten Beiträge hier die Löschung ihrer Beiträge bestimmter threads gewünscht.

Unter "meiner Zunft" stellt man sich deren Verbandsvertreter vor, nicht wahr ? Wenigstens Politikers tun das. Jedoch sind die tatsächlichen Ansprechpartner der Politik keine ärztlichen Interessenverbände, sondern Behörden: die Landesärztekammern, die KVen, und die KBV. Die Bundesärztekammer ist interessanter Weise keine Behörde sondern eine Arbeitsgemeinschaft, hat aber eben mit der PKV und den Beihilfestellen eine neue GOÄ "ausgehandelt, und alle Welt fragt sich, wer sie denn ausgerechnet dazu überhaupt mandatiert habe. Nämlich niemand. Will heissen: wir haben "da oben" gar keine Vertretung, die von Politikers überhaupt wahr, geschweige denn ernst genommen würde. Fachlich wären da noch die Berufsverbände, aber erstens kuscheln die auch schon ewig da oben rum und zweitens sind in die immer und ewig die alten Grabenkämpfe ambulant gegen stationär und Superhochspezialmedizin (Unis) gegen Grundversorgermedizin zumindest latent vorhanden. Die natürlichen Interessengegensätze der Gruppen werden von der Politik fleißig gepflegt.

Nönö, es ist durch die Bank so, dass die kranken Kassen die Definitionsmacht weitestgehend an sich gerissen und natürlich auch die Meinungskonzerne für sich eingenommen haben. Die werden ja auch fleißig beliefert, dazu unterhalten die Spitzenverbände eigene "wissenschaftliche Institute", die ja jede Menge Meinung fabrizieren, bloß keine Wissenschaft. Der IGeL Monitor zählt auch dazu.

Die fatalste Entwicklung der letzten Jahre pranger ich am Längsten an. Auch wenn's Ihnen schon wieder tierisch aufn Sack geht, Barnielein: wenn's um Krankheit und Gesundheit geht, ist der wichtigste Zusammenhalt der zwischen Patient und Arzt. Der jedoch wird mit voller Absicht von oben herunter zerbrochen, zerstört, als unzulässige Komplizenschaft gegen die sogenannten Kostenträger diffamiert und von Gesetzes wegen aus der Welt regiert.

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Barnie Geröllheimer
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Re: Landarztquote

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 30.07.17, 14:20

1.) Sie haben sich zum Mitglied dieser Zunft gemacht oder machen lassen. Jammern Sie jetzt nicht, dass es nicht Ihre Zunft sei

2.) Sie haben erneut auf meine Fragen nicht geantwortet. Wenn es Ihnen schlicht wurscht ist, was für Argumente hier vorgebracht werden, ist jede Diskussion überflüssig bzw. es entsteht gar keine. Es gibt nur seitenweise Monologe eines frustrierten Arztes mit Scheuklappen nach rechts und links. Deshalb wird Sie Barnielein..

3.) ..künftig schreiben lassen, was immer Sie wollen. Ich verspreche Ihnen, Sie künftig nicht mehr mit meinen Belanglosigkeiten zu behelligen.

Tut mir leid Christiane, wenn der Kreis derer, mit denen man sich austauschen könnte, immer kleiner wird.

Ergänzung, nachdem ich mir doch noch Beiträge von "gesundbrunnen" herausgesucht habe:
Bis 2009 war das hier offensichtlich ein FORUM. Ich bin baff erstaunt, wieviele User sich damals geäußert haben.
Schauen Sie sich mal an, was Sie daraus gemacht haben! Ich gratuliere!
Zuletzt geändert von Barnie Geröllheimer am 30.07.17, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.

PR
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guckt sich die beleidichte Leberwurst eben mal den Gegensatz

Beitrag von PR » 30.07.17, 17:59

an:
Praxisschließungen hier in Nordbaden
Weigerung, Kassenpatienten noch aufzunehmen
sowie
klagen nicht, leben vergleichsweise (sehr) gut und verstehen die Aufregung nur sehr bedingt

? Wie geht das zusammen ?

Im Unterschied zu Ihnen weiß ich die Antwort auf Ihre Fragen
1) ist für einen ALLGEMEINmediziner eine Landarztpraxis rentabler als für einen FACHarzt?
2) sind es "nur" die Honorare, die abschrecken oder ist es auch eine fehlende Infrastruktur, obwohl man längst nicht mehr wohnen muss, wo man praktiziert?
nicht und geb sie drum auch nicht.

Ich seh nur, dass mittlerweile "Landarzt" ist, wer in einer großen Kreisstadt arbeitet, und damit keinen Nachfolger findet wenn er im Rentenalter ist; ich seh drei verwaiste Praxen im Landkreis nach Suizid des Eigners; ich krieg mit, wie "meine" Patientinnen sich die Stiefel abrennen, um wen zu finden, der weiter aufpassen hilft, damit der Krebs nicht wiederkommt. Und ich hör von meiner geliebten Zwangskörperschaft, der Verkaufspreis meiner Praxis sei deswegen Null, weil ich nicht ausreichend für zusätzliche (neben den kranken Kassen her) Einkünfte gesorgt habe

Mir jedenfalls macht keine Partei Hoffnung, die dieses verlogene System bestehen lässt.
Eine "Bürgerversicherung" schon überhaupt nicht, denn die sorgt bloß für noch mehr Gleichheit im Unrecht.

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Re: Landarztquote

Beitrag von dora » 30.07.17, 21:35

Ergänzung, nachdem ich mir doch noch Beiträge von "gesundbrunnen" herausgesucht habe:
Bis 2009 war das hier offensichtlich ein FORUM. Ich bin baff erstaunt, wieviele User sich damals geäußert haben.
Schauen Sie sich mal an, was Sie daraus gemacht haben! Ich gratuliere!
habe mich mal dort eingelesen war wirklich mal sehr belebt, immer das gleiche Gejammer, aber oft Gegenwind. Ist halt so, dass man keine Lust mehr auf solche Diskussionen hat weil ja eh nichts rum kommt. Ich habe das schon länger erkannt, Barnie nun auch was dazu führen kann, dass sich demnächst hier zwei in Koma jammern weil keiner mehr was dagegen schreibt. 8)

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tja, dora dorata,

Beitrag von PR » 30.07.17, 21:54

nu schreibense doch was aus Ihrem Erfahrungsschatz zur Landarztquote,
sodass endlich mal was rumkommt !

Übrigens:
http://www.badische-zeitung.de/maulburg ... 47973.html

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Re: Landarztquote

Beitrag von Timmie2 » 31.07.17, 14:03

Das Solidarsystem muss auf Teufel komm raus kaputt geredet werden, Diskussion unerwünscht. Wer nicht mitzieht ist Kommunist, Politiker oder gar noch Schlimmeres. Schließlich hätte man zu gerne Privatisierung um Patienten direkt und möglichst unreguliert in die Taschen greifen zu können. Bleibt Arzt dann auf den Kosten sitzen, müsste selbstverständlich der Staat einspringen. Ärzte sind schließlich systemrelevant und Banken hat man ja auch gerettet. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren – gell PR?

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Re: Landarztquote

Beitrag von Humungus » 31.07.17, 14:31

Solche Totschlagargumente sind dem Wahlkampf geschuldet, das sehe ich Ihnen nach. Einfach zu unterstellen, die Ärzte würden sich gerne ungehemmt bereichern wollen, ist doch arg dünn. Sie unterstellen damit auch den heutigen Medizinstudenten diese Intention, und diejenigen, die sich nicht niederlassen, sind ja nur von den Bereicherungschancen enttäuscht, die sind im Krankenhaus oder in der Pharmaindustrie ja wiel größer. Stimmts?

Es geht keinesfalls nur ums Geld, es geht auch um die Rahmenbedingungen. Allein schon das Gefühl zu haben, in acht Jahren könnte ein sozialistisch-ökologisches Kombinat (das wollen Sie doch hören, und ich sage es gerne) alle Niederlassungen zerstören, reicht für die Mediziner heute aus, um sich nicht niederzulassen. Da bleibt man doch gerne in der Klinik oder macht gleich etwas ganz anderes. Warum acht Jahre? Diese Wahl ist für die Linken eh gelaufen. Die Krisen sind zu groß, da kann man keine Spinner an der Macht brauchen.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

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Re: Landarztquote

Beitrag von Timmie2 » 31.07.17, 17:46

Humungus hat geschrieben:Einfach zu unterstellen, die Ärzte würden sich gerne ungehemmt bereichern wollen, ist doch arg dünn.
Ich beziehe mich auf PR’s Monologe und kann glücklicherweise noch differenzieren und muss nicht alle Ärzte oder Patienten in eine Schublade stecken. Warum Sie sich dabei angesprochen fühlen müssen Sie selbst wissen
Humungus hat geschrieben:Allein schon das Gefühl zu haben, in acht Jahren könnte ein sozialistisch-ökologisches Kombinat… Diese Wahl ist für die Linken eh gelaufen. Die Krisen sind zu groß, da kann man keine Spinner an der Macht brauchen.
Die Weiterentwicklung des Sozialstaats befürworten also nur „Spinner“, während offenbar auch Sie für einen Systembruch plädieren, der zur Abschaffung des Wohlfahrtsstaats führen wird.

Divide et impera. Hatten Sie das nicht immer zitiert? Spalte den Gegner in „vernünftige“ Realpolitiker und linke Spinner. Jeder, der es wagt, sich der neoliberalen Ideologie in den Weg zu stellen, wird lächerlich gemacht oder kriminalisiert. Ich würde sagen - Punktlandung... :mrgreen:

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