Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

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Kasi
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Kasi » 18.11.14, 16:21

In Deutschland werden jährlich Wirkstoffe im Wert von etwa 680 Mio. Euro verbraucht, die Medikamente kosten uns aber rund 34 Milliarden.
???
Mutige These!!!
Ansonsten ist mir die Zeit echt zu Schade von einem Unsinn zum nächsten zu galloppieren.
Sie hauen einfach irgendwo drauf, dann erklärt man Ihnen, dass das so natürlich Unsinn ist. Keine Reaktion. Nächstes Frustthema, draufhauen...
Wenn es nur darum geht Gemeinplätze in die Welt zu kloppen, dann ohne mich.
Was war eigentlich das Thema? Naja auch egal.

Timmie2
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 18.11.14, 19:03

PR hat geschrieben:welches System wäre denn weniger korruptionsanfällig als das bestehende, wenn nicht ein transparentes ?
Keine Ahnung, was Sie unter Transparenz verstehen, aber inwiefern ist Kostenerstattung transparenter als eine Patientenquittung? Der Vorteil läge wiederum nur bei Ihnen, denn bei Kostenerstattung könnten Sie nach eigenem Ermessen die Arzneimittel auswählen und wären auch für Pharmafirmen wieder 'interessanter'. Bereits vor 10 Jahren tendierte die Pharmaindustrie dazu, sich nicht mehr auf die Masse der Ärzte zu konzentrieren, sondern zielgerichtet auf weniger (aber profitable) Praxen und zunehmend Meinungsbildner zu setzen. Mit den Restriktionen der kranken Kassen dürfte sich das kaum gebessert haben. Die Gelder fließen weiterhin, nun aber vermehrt in Richtung kranker Kassen. Ärgert Sie das?
In Deutschland werden jährlich Wirkstoffe im Wert von etwa 680 Mio. Euro verbraucht, die Medikamente kosten uns aber rund 34 Milliarden.
??? Mutige These!!!
Die Zahlen sind zugegebenermaßen nicht ganz aktuell, aber sie verdeutlichen die bestehende Diskrepanz. Ein paar Euro mehr oder weniger machen den Kohl sicher auch nicht mehr fett. Es handelt sich um eine Hochrechnung aus dem Jahr 2008 des Medizinjournalisten Hans Weiss, der als Import-Export-Händler Angebote (u.a. auch bei Zulieferern bekannter Pharmakonzerne) über Wirkstoffe einholte und diese mit den Arzneimittelpreisen der Roten Liste verglich.
Beispiel Av... (Medikament Diabetes Typ 2) 122 Tbl. mit je 2 mg Rosiglitazon, 500 mg Metforin, Rest Lactose. Rote Liste 88,17 Euro. Wirkstoffpreis pro Packung 0,59 Euro.
Getestet wurden sowohl Medikamente mit und ohne Patentschutz als auch Generika. Der Kostenanteil der Wirkstoffe lag im Schnitt bei ca. 2 %. Im Jahr 2008 erzielten Pharmakonzerne in Deutschland einen Jahresumsatz von 34 Mrd. Euro (IMS-Health-Daten), davon 2% beträgt ca. 680 Mio. Euro.

PR
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Die "Patientenquittung" - ein Witz

Beitrag von PR » 18.11.14, 21:57

Von Schmulla zwangseingeführt ist die seither eines von x Pflicht-Features in Praxisverwaltungsprogrammen, das nie gebraucht wird und bloß Geld gekostet hat. Zwei solche Dinger hab ich seither ausgedruckt, eine Patientin wollts und ist hernach erschrocken von dannen gezogen, der andern hab's ich von mir aus aufs Aug gedrückt, weil sie so vorlaut war. Zwei in ? zehn ? Jahren. Hab doch prompt vergessen, wann die Schmulla ihren Autoschmu inszeniert hat, um endlich ihr Schandamt loszuwerden.

Sie haben ganz offenbar keine Ahnung, wie die "Patientenquittung" entsteht.
Es wird der ÄhBähEmm genommen und jede "abgerechnete" Position mit dem im ÄhBähEmm hinterlegten Punktevolumen multipliziert, und dann mit dem meistens erst nach Langem bekanntgegebenen Punktwert in Eurocent. Selbstverständlich kann das Progrämmle keine Budgetierungen und Abstaffelungen einrechnen, denn sogar eine Edevau weiß erst am End vom Quartal, wie viele Patientinnen da waren und wieviele von welchen Untersuchungen die gebraucht haben. Raus kommt eine reine Phantasiezahl. Mit den "Patientenquittungen", die ein paar besonders kranke Kassen ins Netz stellen, verhält es sich keinen Deut anders. Es ist Lug und Trug, sowas als "Transparenz" zu verkaufen. capisce ?


Ansonsten ist Ihre Ausdrucksweise ja schon verräterisch, gell !
Ja aber doch ganz selbstverständlich wähle ich grundsätzlich und immer Arzneimittel und andere Therapien nach eigenem Ermessen aus, das ist ja noch die geringste Forderung der Sorgfaltspflicht. Was glauben denn Sie ? Daß Ärzte Kassenkochbücher nachzukochen hätten ? Gut Nacht am Sechse, sagt man da auf gut Schwäbisch.

Zu Ihren pharmazeutischen Erkenntnissen sag ich jetzt lieber mal nix, sonst ist Pulverdampf in der Bude.

PR

PS: achsoja, wer und wie viele. Da gibt's noch so einen Spruch:
glauben Sie ja nicht, wer Sie sind !
PPS: hab eben bei einem ausgewanderten Kollegen einen hervorragend treffenden Begriff gelesen:
Posthumanismus
Zuletzt geändert von PR am 18.11.14, 22:42, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Kasi » 18.11.14, 22:39

Medizinjournalisten Hans Weiss
Wollen Sie mich verarschen???
Hab es ja schon geahnt.
Sorry, das war´s!!!!

Timmie2
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 18.11.14, 22:48

PR hat geschrieben:Von Schmulla zwangseingeführt ist die seither eines von x Pflicht-Features in Praxisverwaltungsprogrammen, das nie gebraucht wird und bloß Geld gekostet hat. Zwei solche Dinger hab ich seither ausgedruckt, eine Patientin wollts und ist hernach erschrocken von dannen gezogen, der andern hab's ich von mir aus aufs Aug gedrückt, weil sie so vorlaut war. Zwei in ? zehn ? Jahren. Hab doch prompt vergessen, wann die Schmulla ihren Autoschmu inszeniert hat, um endlich ihr Schandamt loszuwerden.
Viele Krankenkassen bieten Patientenquittungen inzwischen online an, damit muss man keinen Arzt mehr belästigen.
PR hat geschrieben:Sie haben ganz offenbar keine Ahnung, wie die "Patientenquittung" entsteht.
Eine Patientenquittung enthält immer nur die "vorläufigen" Kosten gemäß Orientierungswert (Dieser liegt 2014 bei den meisten KVen um die 10,13 Cent).

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Ganz klar:

Beitrag von PR » 18.11.14, 22:52

Transparenz à la timmiezwoo:

Lug & Trug.

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Timmie2
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 18.11.14, 22:57

PR hat geschrieben:Transparenz à la timmiezwoo: Lug & Trug.
Geht's auch etwas konkreter, damit ich es auch verstehe :?:

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Hab's ich mir doch gedacht: non capisce.

Beitrag von PR » 18.11.14, 23:01

Ich sag's Ihnen: mit "vorläufigen" Kosten kann man keine Quittung erstellen, sofern "man" ein "ehrbarer Kaufmann" sein will.

Ihre "Patientenquittung" ist so Lug und Trug wie die von der AOK. Die dort wollen ja auch längst keine "ehrbaren Kaufleute" mehr sein, sondern "player". War dabei, als's sie verkündet haben.

capisce ?

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Christianes Herz
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Christianes Herz » 18.11.14, 23:25

Timmie2 hat geschrieben:Die USA sind uns da bereits einen großen Schritt voraus.
(Geschrieben von Timmie am 18.11.2014, 14:43 h, sonst wird die Suche zu schwierig)

Inwiefern, Timmie? Was machen die in den Vereinigten Staaten besser bzw. anders bzw. ehrlicher?

Frdl. Grüße
Christiane

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Good luck ! timmiezwoo denkt grad mal nach.

Beitrag von PR » 18.11.14, 23:45

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Christianes Herz, PR und 0 Gäste

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Es gibt da einen, der begann

Beitrag von PR » 18.11.14, 23:59

über lange Zeit noch jede seiner öffentlichen Desinformationen mit:
"in den USA"

PR
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Christianes Herz
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Christianes Herz » 19.11.14, 00:06

PR hat geschrieben:über lange Zeit noch jede seiner öffentlichen Desinformationen mit:
"in den USA"
PR
So! Jetzt haben Sie mir die Nacht versemmelt. Ich träume gleich von einer Fliege.
Schlafen Sie gut, PR.

Christiane

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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Jessy-81 » 19.11.14, 00:52

Zu den Patientenquittungen.
Ich habe meine Patientenquittungen nicht von der AOK sondern von einer anderen Krankenkasse. Und ich kann alles auch immer sehr spät einsehen, seit letzter Woche erst für 2/2014. Und ich habe schon den eindrück das dies Abstafflungen usw. mit reingerechtet werden. Für gleiche GO-Nr unterschiedlich Beiträge, gleicher Arzt anderer Quartal. Ich weiß auch von einer mit gleiche Kasse folgendes , hatte zwei HA im Gleichen Quartal Besucht eben gleicher Erkrankung. Bei Quittung sieht es so aus das ein Arzt so gut wie nichts bekommen hat.
PR sieh denken das diese Quittungen für die Ärzte nur negative sind? Das denke ich nicht. Mir zeit die z.b erstens das die ganze GO-Nr Abrechnungen und Gesundheitssystem falsch läuft. Das auch teilweise mache Untersuchungen nicht bezahlt werden. Bei mir z.b Augenarzt nichts für die Tonometrie bekommen hat onwohl die gemacht wurde.
Dann erfährt man was "angeblich" gemacht wurde, auch eben Falschabrechungen.
Und eben das von der Krankenkasse eben nicht bezahlt wird wenn ein ein Patient Optimal betreut wird, grade bei schwerwiegende und aufwendige Erkrankungen. Und ein Arzt es eben auf eigene kosten macht wenn Patient mehrfach kommen muss. Das es eben die Kasse nicht Interessiert ob Patient einmal um Arzt muss oder mehrfach. Die Summer für den Arzt bleibt gleicht. Mir ist absolut bewusst das der Arzt, der mich behandelt, und das mehr als gut, leider kaum was dafür abrechnen kann, obwohl ich zeitweise fast täglich da hin musste(da bekomme ich als Patientin ein schlechtes gewissen meinen Arzt gegenüber). Dem Arzt ist es zu verdanken das bei mir die Krankheit zur zeit gut im griff ist und es auch weiter bergauf geht. Aber sowas Interessiert eben die Kasse nicht. Müsste die aber eigentlich, weil ich so nicht ständig ins KH muss und alles Ambulant gemacht werden kann. Aber dazu gehört eben weiterdenken und das fehlt Politiker und Kassen anscheinend.
Und ich eben die Meinung vertrete, das wichtig ist das gute Ärztliche Behandlung gut Honoriert wird. Mache Erkrankungen sind eben aufwändig das geht nicht mit GO-Nr. Aber andersrum auch die Ärzte die nichts anderes im Kopf haben den Patienten schnell wie am Fließband anzufertigen, ohne sich überhaupt mühe zu gegeben um raus zubekommen was vorliegt soll von der Kasse kaum was bekommen. Und leider gib es davon viele und Aktuell belohnt die Kasse auch noch so was. Solange eben mehrere GO-Nr angegeben werden. Echt schlimm. Das verursacht der Kasse hohe kosten, weil so bei vielen ständige KH Aufenthalte (die zu vermeidbar gewesen wären) anfallen. Weil viele schwer Kranke leider kaum und schlechte Ambulante Versorgung bekommen.
Gruß
Jessy

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e Muggeseggele

Beitrag von PR » 19.11.14, 00:53

ist im Südbadischen das Maß für eine vernachlässigbare aber leider entscheidende Größe.

a propos Fliege.

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Nicht witzig, Jessy, klingt,

Beitrag von PR » 19.11.14, 01:07

was Sie mir da schreiben.

Aber total nach Muppet.

The Theme. Ohne show.

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