eGK ab 01.10.14 für alle

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schnuffeldi
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von schnuffeldi » 25.01.14, 09:56

Das mit dem Usb-Stick klingt anfänglich nicht übel, aber es kamen auch die Bedenken auf, die ich auch habe. Und ich sehe so manchen Patienten das Ding vergessen oder gar verbummeln. Und bequemerweise möchte jeder nicht etliche Sachen mitschleppen (so klein es auch ist), um zum Doc zu gehen, so sehe ich den Aufschrei. Wenn ich an die DDR zurückdenke, die ich nie wieder haben möchte, hatte man aber ein Heftchen und heute etliche vom Bonusheft bis zum Röntgenpass und eine "Patientenkarte" für Doc A und B (ja ich musste diese immer vorzeigen, bis man jetzt lachend ablehnt, dass ich ja schon zum Inventar gehöre :lachen: ) und noch die KV-Karte , achja und im Falle des Falles die Befreiungskarte. Hm...schon allein davon ist das Portjuchee gut gefüllt. Es muss also eine Lösung geben, mit der jeder umgehen kann und da hapert es mir an Ideen. In der Karte ist doch auch etliches gespeichert, wenn ich nicht irre, oder? Es nervt so etliche Patienen auch, wenn sie zig Befunde und CDs mitschleppen müssen. Mich störts weniger und ich spiele oftmals die Bilder von Aufnahmen (MRT, Röntgen etc.) auf eine CD zusammen ,so gut es geht, um weniger CD´s umhertragen zu müssen. Ansonsten alles kein Problem für mich. Nun aber wieder den Fall für die Notaufnahme, welchen ich bereits ansprach: was ist wenn selbst der ordentlichste Patient, der sonst alles mitbringt, in aller Eile alles liegen lässt und zur Notaufnahmen düst? Also muss erst besprochen werden,was alles bislang vor kurzer Zeit an Diagnostik und Behandlungen gewesen ist. Ich kann mir auch nicht alles merken und bin daher mit dem Mäppchen so verblieben. Und jemand der ständig Befunde bei "normalen" Arztbesuchen vergisst, frisst dem Arzt die Zeit, die er sich mit Vorlegen etlicher Papiere sparen könnte. Hm...wie also ginge es noch und vor allem die Kosten, die ja ebenfalls schon angesprochen wurden.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von Humungus » 25.01.14, 10:35

schnuffeldi hat geschrieben:Und ich sehe so manchen Patienten das Ding vergessen oder gar verbummeln.
Das ist natürlich möglich, keine Frage.

Warten Sie es mal ab (nein, ich werde es wohl viel eher erleben), wie oft ein Patient seine PIN für die eGK vergessen haben wird. Augen-Patienten sind oft sehr jung oder aber sehr alt.
In der Karte ist doch auch etliches gespeichert, wenn ich nicht irre, oder?
Der Speicherplatz in der eGK beträgt 32kB, das reicht gerade so für ein Bildchen niedriger Auflösung.

Klar könnte man den Speicherplatz erweitern, wenn die Karte dabei geringfügig dicker würde.

Das Fraunhofer-Institut untersuchte die Eignung von Sticks. Es schlug vor, die eGK so zu modifizieren, dass sie ein erhöhtes Speichervolumen hat: https://www.bitkom.org/files/documents/ ... -06-17.pdf

Ich behaupte mal frech, dass eine dezentrale Erweiterung in dieser Hinsicht nicht erwünscht ist und nicht kommen wird, sonst wäre sie längst da.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von schnuffeldi » 25.01.14, 10:55

Klar könnte man den Speicherplatz erweitern, wenn die Karte dabei geringfügig dicker würde.

Das Fraunhofer-Institut untersuchte die Eignung von Sticks. Es schlug vor, die eGK so zu modifizieren, dass sie ein erhöhtes Speichervolumen hat: https://www.bitkom.org/files/documents/ ... -06-17.pdf
Hm...ich stelle es mir zwar schwierig vor, aber bringe es dennoch: ganz alte Befunde, sagen wir mal als Beispiel ab dem 6. Jahr von der Karte entfernen bzw. Chip. Denn so alte Befunde werden doch nur selten gebraucht, oder? Und sollte es wider Erwarten doch mal gebraucht werden, dann muss der Patient ausnahmsweise mal Befund XY mitbringen. Es zählen ja eher aktuelle Befunde, mit mit denen der Doc mehr anfangen kann und einige Diagnostikmaßnahmen sparen kann. Denn so ist auch weniger Speicherplatz nötig als für alle Bilder, Befunde und und und. Hm...PIN? Wir reden von der Krankenkarte mit Passfoto, die doch schon die e-Card ist oder? Ich muss noch mal nachgucken. Denn da ist kein PIN, ich wäre auch lieber für die Identifikation per Ausweis, somit ließe sich auch jeglicher Missbrauch vermindern, denn bei Verlust der Karte geht es schnell, bevor sie gesperrt ist, sobald man dort anruft, oder? Ich habe sie noch nie verloren, drum. Kann natürlich jedem mal fix passieren.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von Humungus » 25.01.14, 11:44

schnuffeldi hat geschrieben:Hm...ich stelle es mir zwar schwierig vor, aber bringe es dennoch: ganz alte Befunde, sagen wir mal als Beispiel ab dem 6. Jahr von der Karte entfernen bzw. Chip. Denn so alte Befunde werden doch nur selten gebraucht, oder?
Die Aufbewahrungsfrist für Befunde beträgt mindestens 10 Jahre. Gilt auch für einen Arzt und seine eigenen Befunde.

Eine Löschung sollte problemlos möglich sein, da die Befunde mit Zeitstempel versehen sind.

Es gibt viele Veränderungen, die erst über die Jahre hinweg so richtig auffallen. Und manchmal vermisst man bitter einen Vorbefund. So ich beispielsweise bei einer Patientin, die nur 50 Prozent Sehschärfe auf einem Auge erreichte. Sie gab an, dass das erst seit kurzem so wäre. Vor einigen Jahren sei sie zuletzt bei einem Augenarzt gewesen, könne sich aber an den Namen nicht mehr erinnern. Nach einiger Recherche (natürlich mit ihrer Einverständnis) stellte sich heraus, dass sie vor einigen Jahren auch nicht mehr gesehen hat. Das ist beileibe keine Ausnahme. Oft würde man gerne wissen, ob ein Auge schon immer schlecht war (Amblyopie), und vielleicht warum, bevor man die diagnostische Mühle anwirft.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von schnuffeldi » 25.01.14, 11:54

Die Aufbewahrung der Befunde ist natürlich mit der selben Frist versehen. Ich meine aber die auf der Karte zu speichernden Daten (also fiktiv), die also nur temporär benötigt werden könnten. Ich hatte also das Bild vor Augen, dass Befunde (Originale) in den Patientenakten archiviert werden (in welcher Form auch immer und das mit Berücksichtigung der Aufbewahrungsfrist, mich trifft sie ja auch) und das was nur zeitweilig verwendet werden könnte, also verhältnismäßig aktuelle Befunde auf der Karte parallel. Ich habe meine Kundenakten ja auch in Ordnern und das was ich täglich zur Dokumentation brauche, mitgenommen, nur eben nicht als Karte.
Es gibt viele Veränderungen, die erst über die Jahre hinweg so richtig auffallen. Und manchmal vermisst man bitter einen Vorbefund. So ich beispielsweise bei einer Patientin, die nur 50 Prozent Sehschärfe auf einem Auge erreichte. Sie gab an, dass das erst seit kurzem so wäre. Vor einigen Jahren sei sie zuletzt bei einem Augenarzt gewesen, könne sich aber an den Namen nicht mehr erinnern. Nach einiger Recherche (natürlich mit ihrer Einverständnis) stellte sich heraus, dass sie vor einigen Jahren auch nicht mehr gesehen hat. Das ist beileibe keine Ausnahme. Oft würde man gerne wissen, ob ein Auge schon immer schlecht war (Amblyopie), und vielleicht warum, bevor man die diagnostische Mühle anwirft.
Gut, das klärt natürlich die weitere Frage, vielen Dank :) ich dachte wirklich, dass ganz alte Befunde wenig Nutzen für einen Arzt hätten. Aber daran dachte ich nun nicht. Ich war mit den Gedanken bei Röntgenbilder oder andere Aufnahmen, die nach Jahren z.bJ. bei Wirbelsäule kaum noch Priorität hätten, da sich ein Knochenbau wohl nie verbessern wird, so vermute ich. Also wäre die Speicherung der Daten auch parallel mit der Aufbewahrungsfrist der gesamten Akte wohl wirklich nützlicher.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von Humungus » 25.01.14, 12:02

schnuffeldi hat geschrieben:Ich hatte also das Bild vor Augen, dass Befunde (Originale) in den Patientenakten archiviert werden (in welcher Form auch immer und das mit Berücksichtigung der Aufbewahrungsfrist, mich trifft sie ja auch) und das was nur zeitweilig verwendet werden könnte, also verhältnismäßig aktuelle Befunde auf der Karte parallel.
Noch einmal: ich brauche manchmal einige Jahre alte Befunde. Und bei entsprechendem Speicherplatz ist das kein Problem.
Also wäre die Speicherung der Daten auch parallel mit der Aufbewahrungsfrist der gesamten Akte wohl wirklich nützlicher.
So ist es. Optimale Lösung wäre, wenn er über die 10 Jahre hinausginge, der Patient also "seine" Akte komplett hätte.

Dezentral. Und am Mann. Sicher vor Zugriff von Datenkraken.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von schnuffeldi » 25.01.14, 12:19

Ich hatte nur das Bild geschildert, welches ich vor der Erklärung mit der Patientin hatte. Dezentral wäre das Optimum ja und wir werden es wohl nicht (mehr?) erleben, dass es so kommen würde. Denn Datenkraken sind überall.
Allerdings ertappte ich mich lachend bei dem Gedanken, man würde meine Akten lesen und den letzten Vorgang, der eine Kolumne wert wäre und dann in Kombi mit der rosa Arztserie "Dr. House", der sich bei seinen Patienten grübelnd ans Bette setzt oder andere Serien, bei denen Diagnosen so fix gehen und Krankheiten sogar ein fixes Happy End haben:lol:
Nein,mal im Ernst: wen gehen unsere Krankheitsverläufe etc. außer den direkt damit arbeitenden Personen wie Ärzte etc. an? Und dass eigentlich jeder, so gut es geht, für seinen Datenschutz selbst verantwortlich ist, sollte sich von selbst erklären. Und die Selbstverantwortung wird immer mehr genommen, wie zu DDR-Zeiten, welche ja noch einige wieder zurückhaben möchten, weil vieles ja so viel einfacher war :wink:
Und bei "Hackangriffen" gibt es dann wieder einen riesen Aufschrei, vielleicht begreift man (erst!) dann (zu spät), was die zentrale Speicherung anrichten kann.
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Den Aufschrei muß es h e u t e geben !

Beitrag von PR » 26.01.14, 21:40

Dafür hat Humungus den Link auf den Film hier eingestellt.

Denn es i s t längst sehr viel mehr bei den Kassen gespeichert, als die Öffentlichkeit weiß.

Irgendwann zu Ulla Schmidt's Zeiten hat die Politik die KVen dazu gezwungen, die gesamten Abrechnungsdaten an die kranken Kassen zu geben, also Versichertendaten plus ICD-codierte Diagnosen plus arztbezogene Abrechnungsnummern. Ist wohl ohne Aufsehen durch die Gesetzgebung geschmuggelt worden.
Die DMPs sind von den kranken Kassen dazu eingerichtet worden, noch mehr Behandlungsdetails dadurch zu erfahren, dass man die DMP-Ärzte Strichlisten abarbeiten lässt und untendrunter unterschreiben lässt: Alles gemacht ?
Längst werden die Datenberge der Apotheker-Abrechnungszentren bei externen Dienstleistern für kranken Kassen sowohl einzelnen Patienten als auch einzelnen Ärzten zugeordnet. Einmal ein Z statt einem G codiert aber ein teures Krebsmedikament verordnet, schon droht Regreßgefahr und ruft ein SoFa an: wieso verordnen Sie XYZ, wenn da gar kein Krebs ist (Code Z=Zustand nach) ? (In der adjuvanten Phase einer Krebsbehandlung ist kein Krebs mehr nachweisbar, aber die kranke Kasse will Code G = Krebs vorhanden).

Die Hausarzt- und weitere "Versorgungs"-Modelle verwenden längst einen "Konnektor". Das ist eigentlich ein kleiner Computer, den jeder "Modellarzt" in seinem lokalen Netzwerk hängen hat, sowie ein "gekapseltes" Modul in der Praxissoftware. Beides zusammen erlaubt den kranken Kassen nichtdokumentierte und nicht überprüfbare zumindest Lesezugriffe auf das Computernetz aller angeschlossenen Arztpraxen. Alle Hausarztmodell-Verträge enthalten Regelungen über die Stillschweigepflicht der Ärzte. Das ist der Grund, warum diese Verträge niemals in vollem Umfang veröffentlich worden sind. Genaugenommen verpflichten sich die "Modellärzte" zum Bruch ihrer Schweigepflicht.

Ich weiß wovon ich rede. Das hiesige Ärztenetzwerk hatte versucht, über einen Vermittler an Versorgungsverträge zu kommen. Der Vermittler bestand auf einer zugegeben bestechend guten Vernetzungssoftware. Voraussetzung für einen Versorgungsvertrag ist, dass irgendwer im Netzwerk Druck macht in Richtung kassengünstiger Codierung und kassengünstiger Verordnung. Das wär in unserem Fall der Vermittler gewesen. Der hätte unsere Daten gelesen, kontrolliert, und uns gesagt, wie wir zu codieren und zu verordnen hätten. Der Mann ist gelernter Geometer.

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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von Humungus » 04.02.14, 07:33

Legal? Illegal?

Nach einem Gutachten der KBV ist die eGK illegal, weil bei ihrer Einführung ein Abgleich zwischen Foto und Passbild nicht erfolgte: http://www.t-online.de/wirtschaft/versi ... idrig.html

Störts wen? Nicht doch! Der neue Gesundheitsminister Gröhe weiß schon, wer das wieder regeln kann: die Ärzte!
Dafür ist neben weiteren Maßnahmen auch eine Identifizierung des Versicherten erforderlich, die jedoch nicht zum Zeitpunkt der Lichtbildübermittlung durchzuführen ist.
Und dann noch der feige Wegducker:
Das Ministerium ließ offen, wann noch geprüft wird, ob der Karteninhaber auch der Abgebildete auf dem Foto ist.
Gut gemacht, Herr Gröhe. So spricht der wahre Jurist und Merkelianer.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von schnuffeldi » 04.02.14, 10:19

habe ich gerade beim "Die Welt" klick online gelesen und herzhaft gelacht (eigentlich nicht zum lachen). Der Knackpunkt, weshalb das Foto drauf sollte, ist vernachlässtigt worden. Dolle Pleite :lol:
Zitat meiner Favoriten:
Dem widersprechen die Kassen und das Bundesgesundheitsministerium. Das Ministerium beteuert, es sei alles korrekt gelaufen. Aber: "Es ist unbestritten, dass die richtige Zuordnung der Daten der Gesundheitskarte zum Karteninhaber gewährleistet sein muss. Dafür ist neben weiteren Maßnahmen auch eine Identifizierung des Versicherten erforderlich, die jedoch nicht zum Zeitpunkt der Lichtbildübermittlung durchzuführen ist."

Wann noch geprüft wird, ob der Karteninhaber auch der Mensch auf dem Foto ist, ließ das Ministerium offen. Dabei sagt das E-Government-Gesetz klar: Wenn man auf Sozialdaten wie persönliche Gesundheitsangaben zugreift, und sei es nur um zu sehen, wo jemand versichert ist, dann muss dessen Identität juristisch geprüft sein.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von Humungus » 04.02.14, 11:50

schnuffeldi hat geschrieben:Der Knackpunkt, weshalb das Foto drauf sollte, ist vernachlässtigt worden.
Weil den KrankenKassen dieser Knackpunkt schlicht schnurz ist. Ihnen gehts um Daten, Daten, Daten.

Und das mit dem Foto und den Stammdaten kann ja auch gerne der blöde Doktor machen.
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von schnuffeldi » 04.02.14, 12:09

Humungus hat geschrieben:Und das mit dem Foto und den Stammdaten kann ja auch gerne der blöde Doktor machen.
oh, mein Kopfkino :lol: "Sie können sich wieder anziehen. Nein, Momentchen, entschuldigen Sie, kommen Sie bitte noch fix in mein Studio"

und die Lockangebote für das Jammertal, in dem ich derzeit wohne, müssten dann umgeschrieben werden, dann ists aber kein Lockangebot mehr, wenn die neben dem Lesen, Schreiben und Schulternzucken fürs Geld auch noch mehr tun müssten :mrgreen:

Na dann bleiben wir neugierig, was man sich nun einfallen lässt, Fingerabdrücke? :lachen:
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von LilyG » 05.02.14, 13:06

http://www.sueddeutsche.de/geld/gutacht ... -1.1879220

Die Süddeutsche schreibt zu dem Thema:

"Den Krankenkassen sei das Problem erst bewusst geworden, als Versicherte Fotos des Star-Wars-Charakters Darth Vader geschickt hätten, heißt es. Auch Bilder von Prominenten wie Brad Pitt und Lady Gaga seien eingegangen - aber nicht sofort aufgefallen."

:lachen: :lachen:

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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von schnuffeldi » 05.02.14, 13:13

die würden sich auch bestimmt zu solchen Versicherungen hinreißen lassen :lachen: aber irgendwie ist das Thema jetzt doppelt, man hätte das andere auch hier ranhängen können, geht ja ums Gleiche

:arrow: http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewt ... 0&t=122612

hm...aber es ist schon ein Hohn, dass nichts geprüft wurde oder nicht ausreichend. Eigentlich hätten solche Bilder mindestens ein Eigentor sein müssen oder strafrechtlich verfolgt, schon aus zwei Gründen. Naja, besser wirds nicht, werden wir noch sehen. Ich brachte ja schon den Fingerabdruck :mrgreen: jeder findet sich bei seiner KK ein und gibt seinen Fingerabdruck ab, dann brauchen die aber fett Bearbeitungsplätze, denn es könnte sonst wieder Betrug oder solche Scherze aufkommen (Katzenpfotenabdruck? :mrgreen: )
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Re: eGK ab 01.10.14 für alle

Beitrag von martinaa » 13.02.14, 21:52

Und warum hab ich bisher davon nicht erfahrt?!?!?

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