Das Ärzteparadies

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PR
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Das Ärzteparadies

Beitrag von PR » 23.01.13, 14:37

beginnt recht genau zweieinhalb km Luftlinie südlich meiner Tastatur, und dann übern Bach.

Wieso ? Weil dort ein Arzt noch tun kann, was er nach bestem Wissen und Gewissen und mit viel Erfahrung für richtig hält. Auch wenns so nicht auf einer Pappschachtel steht: der Offlabel-Use.


War eben eine altbekannte Patientin da. Geschickt vom Hausarzt zwei Häuser weiter. Mit einer Frage. Hat seit Jahren Migräne, um die Periode herum immer schlimmer. Mit Pille immer schlimmer. War deswegen beim Neurologen überm Bach. Der hat nach Längerem ein Estradiol Pflaster aufgeschrieben.

Das hat der Hausarzt nun auf ein deutsches Kassenrezept geschrieben und wollte von mir wissen, ob das recht ist.

Meine Antwort: Lieber Kollege,

medizinisch ist der Versuch, 7 Tage perimenstruell eine kleine Menge Estradiol transdermal oder sonstwie parenteral zu geben, vollkommen in Ordnung. Estradiol ist eine körpereigene Substanz. Nichts von alledem wird eintreten, was auf dem Beipackzettel steht. Früher haben wir bei genau dieser Indikation 7 Tropfen einprozentige alkoholische Estradiol-Lösung sublingual gegeben. Hat verblüffend oft geholfen und so gut wie nix gekostet, ein Fläschchen hielt zwei Jahre. Der Hersteller hats nach wiederholt politisch verursachten Hormonhorror leider aus dem Handel genommen.


Das ist jedoch ganz klar ein Offlabel-Use. Sowas ist für einen deutschen Kassenarzt akut lebensgefährlich. Da kann in zwei, drei Jahren der nächstbeste Schreibtischtäter von der Kasse daherkommen und Sie auf weißderteufel noch alles verklagen.

Ich hab Ihr Rezept gehäckselt und der Patientin ein Muster mitgegeben.

PR

PS: es gibt ein spottbilliges extrem gut verträgliches extrem gut wirksames Prostaglandinpräparat, das keine Kühlkette braucht und oral gegeben wird. Es wird weltweit in meinen beiden Fächern eingesetzt. In Deutschland nicht auf Kasse. Aus demselben Grund. Ich hab das immer vorrätig, aus eigener Tasche bezahlt. Das ist deutsche Kassenmedizin.
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tutti.1986
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Re: Das Ärzteparadies

Beitrag von tutti.1986 » 24.01.13, 19:18

Estradiol hilft aber nur bei menstrueller Migräne, oder?
Leide seit vielen Jahren unter Migräne und nichts hilft wirklich, nur Injektionen wenn ichs gar nicht mehr aushalte. :(

LG Tutti :)

heidu
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Re: Das Ärzteparadies

Beitrag von heidu » 24.01.13, 19:58

Hallo tutti.1986,

meine Frau leidet auch seit vielen Jahren an Migräne.
Als einziges wirkt bei ihr zur Akutbehandlung von Migränekopfschmerzen
das Medikament mit dem Wirkstoff Rizatriptan (verschreibungspflichtig)

tutti.1986
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Re: Das Ärzteparadies

Beitrag von tutti.1986 » 24.01.13, 20:45

Hallo heidu,

kenn ich, hilft leider auch nichts.
Im Moment probiere ich eine Prophylaxe mit Metoprolol.

Aber trotzdem vielen Dank,
LG Tutti :)

PR
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Liebe Freundinnen und Freunde der Migräne

Beitrag von PR » 24.01.13, 20:48

-behandlung: diese Ihre Fragen mögen Ihnen nahe liegen,

aber sie sind beim Kollegen Dr. Fischer besser aufgehoben.

Bitte mein statement nicht zerschießen.

Es lautet: deutsche Schreibtischtäter in Kranken Kassen
vertreiben in Deutschland exzellent ausgebildete Ärzte mit jahrzehntelanger Erfahrung
mit aller Gewalt derer Blödheit so fähig ist
in die Schweiz.

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Und wo...

Beitrag von Beitragszahler » 25.01.13, 23:20

...befindet sich das Patientenparadies? Auch in Helvetia?
Aber es ist dort doch alles so teuer und uns Teutonen und Ausländer überhaupt mögen die doch erst recht nicht?
Sind denn die Umzugskartons schon gepackt oder bleibt es ein bi-territoriales Projekt?

Ehrlich gesagt tut es mir persönlich besonders für Sie sehr leid und ich das bitte ernst meine.
Darüber hinaus würde ich mir mehr solche Kämpfer für das offene und hübsch verpackte Wort wünschen.
Und weiterhin tut es mir auch weh, dass ich leider zu viele Probleme mit eben nicht exzellent in Deutschland ausgebildeten Ärzten hatte.

Ja, und trotzdem durfte ich dann einigen begegnen, nach zu vielen bestimmt nicht sonderlich tauglichen Dottores.
Wenn ich nichts besonderes wollte, war es aber auch für die mit mir zu schaffen und dadurch wurde meine persönliche Statistik insoweit verfälscht, dass ich eben mehr positive als negative Begegnungen hatte.
Nein, ich bin kein Spezialist für geschönte Zahlen; Aber hier hatte das sogar Sinn...

Was Krankenkassen und deren willfährigen MD-Lakaien angeht, so fühle ich mich dadurch schon sehr bedroht und aktuell auch nachweislich betrogen und mal sehen, wie die Sache ausgehen wird.

Gibt es so etwas alles nicht bei den Eidgenossen?
Es ist kaum vorstellbar... Hätte ich dort nicht so lange und so oft leiden müssen?
Ich kann es nicht glauben und jetzt ist es ja auch irgendwo erst einmal egal geworden.
Zumindest bis zur nächsten Inanspruchnahme einer notfallmäßigen Grundversorgung...
Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.

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Hm, Patientenparadies,

Beitrag von PR » 26.01.13, 12:08

vielleicht im Himmel, Nebeneingang ;-)
Und ob die Helvetier Teutonen mögen ? Müssen die das ? Und erst die Ausländer..


Spaß beiseite. Es ist jedesmal beeindruckend zu sehen, wie viel unsere Nachbarn für „ihre“ und die Ausländer im Ausland tun. Wie unglaublich viel Grips, guter Wille und gutes Geld in absolut pfiffig durchdachte Projekte gesteckt wird. Vor Ort und auf der ganzen Welt. Nur ein einziger Name unter hunderten: Helvetas, ein Verein mit über hunderttausend Mitgliedern. Das Ganze unter einer einzigen durchgängigen Ideologie: der der schlichten bürgerlichen Biederkeit und Wohlanständigkeit. Mit Geradlinigkeit und praktischem Alltagsverstand und ohne teutonischen Hinterfotz.

Die Eidgenossen ticken anders. In allererster Linie denken sie grundsätzlich immer geradeaus. Klassisches Beispiel: das Autobahnmaut-Bäbberle gibt’s am Zoll und in jeder Tanke. Nebenkosten nahe null. Bei uns werden für Milliarden technische Ungetüme in Autobahnen und LKWs eingebaut. Klassisches Beispiel: das schwarze 5 Kilo Müllsäckchen gibt’s in jedem Laden, Entsorgungsgebühr inclusive, diese schlicht linear proportional zum Müllanfall. Nebenkosten nahe null. (Hab trotzdem nie gesehen oder gehört, dass da jemand Hausmüll im Stadtparkmülleimer entsorgt hätte.) Bei uns müssen per Chip personalisierte Mülltonnen gekauft werden, damit uns ein Schreibtischler den abgegebenen Müll aufs Gramm vorrechnen kann, auch wenn der die per Grundpauschale bezahlte Menge weit unterschreitet.

Es ist auch im Gesundheitswesen eine andere Kultur in Helvetien. Man weiß, was man hat, kann, soll und will. Das sagt man auch, und jeder gesteht jedem zu, dass der’s grad so hält. Es käme kein Kassenhengst auf die Idee, das Land mit billigster Antiärztepropaganda zu begeifern, und kein Politclown muss da mit öffentlichen Verlautbarungen von der eigenen Korruptheit ablenken. Was die Kasse zahlt, steht im Vertrag, und die Arztabrechnung geht als Erstes durch die Hände der Patienten.

Diese unglaubliche Infamie, dass die selbe Allgemeine Ortskasse, die von mir Stempel und Unterschrift verlangt, damit sie sofort von der erlittenen Krebsfrüherkennungsuntersuchung erfährt und ihrem Mitglied dann das Doppelte meines Honorars für eine durchgeführte Krebsfrüherkennungsuntersuchung an Bonus auszahlen kann, sich gleichwohl nicht geniert, ihren Mitgliedern im Internet pure Phantasiezahlen zu Arzthonoraren vorzurechnen, nö, die gibt’s in Helvetien nicht.

PR
Zuletzt geändert von PR am 26.01.13, 20:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Birdie
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Re: Und wo...

Beitrag von Birdie » 26.01.13, 19:46

Beitragszahler hat geschrieben:
Gibt es so etwas alles nicht bei den Eidgenossen?
Es ist kaum vorstellbar... Hätte ich dort nicht so lange und so oft leiden müssen?
Ich kann es nicht glauben und jetzt ist es ja auch irgendwo erst einmal egal geworden.
Zumindest bis zur nächsten Inanspruchnahme einer notfallmäßigen Grundversorgung...
Ich weiß nicht, was es bei den Eidgenossen gibt oder nicht gibt, aber ich kenne den alten Spruch, daß das Gras auf der anderen Seite des Zauns immer grüner ist. So sind die Menschen halt, das was andere haben ist immer besser.

Was mich wirklich erstaunt ist, daß Herr PR immer noch in diesem schrecklichen Deutschland lebt. Was hält ihn hier?
Zuletzt geändert von Birdie am 27.01.13, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

PR
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Dia Allgemeine Ortskasse

Beitrag von PR » 26.01.13, 20:33

sicher nicht, Birdie. :kopfstreichel:

Warum übrigens wachen Sie grad immer dann auf, wenn von denen die Rede ist ? :idea:

Seit eben könnten Sie jedenfalls wissen, was es bei Eidgenossens gibt, und was nicht. :shock:

PR
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Hören denn...

Beitrag von Beitragszahler » 26.01.13, 21:55

...die anderen jenseits des teutonisch-helvetischen Grenzwalles auch das Gras bei uns so grün wachsen?
Ich muss da PR recht geben, denn ich habe noch nichts davon gehört, dass sich ein Eidgenosse freiwillig unserer Knechtschaft unterwerfen würde.

Auf den ersten Blick gefällt es doch das Schlaraffia, dennoch ich Lebensskeptiker bleibe, aus dieser Haut komme ich eben nicht heraus.
Warum PR wohl im ja doch auch schönen Deutschland bleibt?
Ich könnte es schlecht beantworten oder nur ahnen.
Jedoch für mich selbst gesprochen, so bin ich einfach wenig feige und stelle mich den Herausforderungen, werde nicht müde Hoffnungen nicht aufzugeben.
Und ein wenig wurde das ja auch immer wieder einmal belohnt.

Solche Bemühungen, besonders jene von PR und anderen solchen einsamen Kämpfern, bewerte ich mit Hochachtung und jeder sollte es doch dann aus so einer Position heraus begreifen, dass doch das Beste gewollt wird für Deutschland.

Dass es eben allen Menschen gut gehen soll, also egal wem.
Dass wir nicht immer wieder mit ekelhaften Machtspielchen von in Wirklichkeit minderselbstwerten Möchtegerns und Könnenichts gequält werden wollen.

Ein Staat mit sozialer Grundordnung sollte auch dazu stehen, sollte endlich die Inhalte der internationalen Rechtekonventionen erfüllen, vor allem das Grundrecht auf bestmögliche gesundheitliche Versorgung und nicht diese eigenmächtige Stutzung dieses Menschenrechts auf eine notwendigste gesundheitliche Versorgung noch weiter Richtung Abgrund vorantreiben.

Wie sieht es aus mit dieser verlogenen Floskel, dass ein Menschenleben unbezahlbar wäre?

Meine Vorstellungen jedenfalls gehen wohl auch noch über die von eidgenössischen oder skandinavischen Modellen weit hinaus.

Jetzt bitte nicht gegenargumentieren mit "Wer soll das bezahlen..."
Die Frage sollte doch erst einmal bei den Milliardengräbern gestellt werden, die PR auch nur anreißen konnte und ich vermute allein die Zinsen der Schulden daraus dem Gesundheitssystem schon recht gut helfen könnten.

Aber das braucht doch gar keine Hilfe, es werden Überschüsse gemacht.
Und das darf doch eigentlich gar nicht sein?
Landen diese also wieder in dem KK-Wasserkopf?

Meine Statements mögen manchen hier verwirren, da ich ja so oberflächlich betrachtet auch auf Ärzte schimpfe.
Ich kann nun einmal wenig beim Tiefgang helfen, dazu die Datenbank dieses Forums nicht ausreichen wird, das alles zu erklären.
Ist auch gar nicht notwendig, wenn einfach akzeptiert wird, dass es Menschen gibt die tatsächlich differenzieren können, die es sich deshalb einfach mal erlauben sehr konträr wischende Lappen in einen Eimer zu werfen...
Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.

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Re: Dia Allgemeine Ortskasse

Beitrag von Birdie » 27.01.13, 10:11

PR hat geschrieben:sicher nicht, Birdie. :kopfstreichel:

Warum übrigens wachen Sie grad immer dann auf, wenn von denen die Rede ist ? :idea:

Seit eben könnten Sie jedenfalls wissen, was es bei Eidgenossens gibt, und was nicht. :shock:

PR
Meines Wissens ist hier zum ersten Mal die Rede von den Eidgenossen und - nehmen Sie es mir nicht übel -
aber das, was Sie schreiben, glaube ich nun wirklich nicht unbesehen. Wie kommen Sie überhaupt auf eine solche Idee?

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Re: Hören denn...

Beitrag von Birdie » 27.01.13, 10:17

Beitragszahler hat geschrieben:
...dass sich ein Eidgenosse freiwillig unserer Knechtschaft unterwerfen würde....

Wir unterwerfen uns der Knechtschaft der Eidgenossen? Wer hätte das gedacht!

Ich bestreite nicht, daß es genug Gründe gäbe, unser KK-System zu überprüfen und neu zu ordnen, aber die Hölle auf Erden ist es nicht. Schauen Sie sich doch mal in anderen europäischen (von außereuropäischen ganz zu schweigen) Ländern um. Aber möglichst persönlich und nicht durch Hörensagen, vielleicht rückt das einiges gerade.

Durch lamentieren in einem Forum wird sich aber das Gesundheitssystem bestimmt nicht ändern.

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Die Hölle auf Erden...

Beitrag von Beitragszahler » 27.01.13, 10:37

...ist es wohl nicht, hatte ich so auch nie bei aller Kritik hier und anderswo so herausdeuteln können und wollen.

Ich kann den Umkehrschluss zur Knechtschaft auch nicht erkennen, das habe ich nicht verstanden.
Kann es sein, dass Sie da etwas metapherbehaftet überspitzt reagieren, auf eine von sich aus sich immer überspitzt darstellende Realität?
Wissen Sie, ich verstehe einfach zu wenig.

Ich hatte aber verstanden, dass mich die Krankenkasse zusammen mit deren willfährigen MD-Lakaien gemein und hinterhältig während eines Intensivstation-Aufenthaltes, mit miesen Tricks zum Erfinden einer frei erfundenen Erkrankung, aus dem Krankengeld in die Rente entsorgen wollten.

Schade nur für die, dass ich es geschafft hatte, dass ich ohnehin medizingeschädigt bin und ich damit auch medizingebildet bin.
Mein letzter Brief an das mehrfach fehlerhaft handelnde Sozialgericht war jener zu fragen, ob jenes überhaupt der richtige Ansprechpartner zur Abschmetterung dieses kriminellen Beschlusses wäre und ich nicht besser beraten wäre doch nicht gleich Strafanzeige wegen versuchten Betruges gegen die KK zu stellen.

Noch warte ich ab, aber mein Finger zur Auslösung so einer Anzeige wird immer nervöser.

Denn nach meinem, diesem letzten Brief an das vielleicht ja auch für Lobbyarbeit befangene Sozialgericht, vielleicht ja nur noch im Dienste dieses m.E. Verbrecherkartells aus Krankenkassen und Medizinische Diensten, wurde es sehr ruhig.

Na ja, da die mal einen sehr beschämenden Anhang an mich versandten, eine Entscheidung zu einem ganz anderen Patienten, den man in einem Altersheim anketten muss, ja ich habe es irgendwie mit Patientenverwechslungen und ich denen auch schrieb, dass meine dazugehörige Ärztin sehr aufgebracht war hinsichtlich der Schweigepflichtverletzung durch das Gericht und ich den Hinweis gab doch besser keine Praktikanten mit meinem komplexen Fall betraut zu haben.

Ich bin schon länger nicht mehr aktuell auf eine Entscheidung angewiesen, jedoch spielt es dennoch für kommende gesundheitliche Verschlechterungen eine große Rolle und daher hat das billige Kalkül auf Zeitspielerei auch nicht funktioniert und hier das Gericht von mir angekündigt mit einer Beschwerde zu rechnen hat...
Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.

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Re: Die Hölle auf Erden...

Beitrag von Birdie » 27.01.13, 11:40

Beitragszahler hat geschrieben:
Ich kann den Umkehrschluss zur Knechtschaft auch nicht erkennen, das habe ich nicht verstanden.
Kann es sein, dass Sie da etwas metapherbehaftet überspitzt reagieren, auf eine von sich aus sich immer überspitzt darstellende Realität?
Wissen Sie, ich verstehe einfach zu wenig.
Zu Ihrem persönlichen Problem kann ich mich nicht äußern, da ich Ihre Situation nicht kenne. Ich hatte in meinem Leben auch schon große Probleme, allerdings weniger mit der KK als mit Ärzten. Die KK habe ich zweimal gewechselt und nun ist Ruhe.

Was die Eidgenossen betrifft, so habe ich nur eine logische Schlußfolgerung gezogen, denn wenn sich die Eidgenossen nicht unter unsere Kechtschaft begeben würden, dann müssen wir ja zwangsläufig unter ihrer stehen und das ist mir nun wirklich völlig neu. Ich verstehe auch nicht, wie das vor sich gehen sollte.
Das war alles, nichts Metapherbehaftetes.

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Zur Auflösung...

Beitrag von Beitragszahler » 27.01.13, 11:46

...so hatten Sie zu schnell mit einer Metapher auf eine Metapher reagiert und da kann ich jetzt auch nicht weiterhelfen.

Natürlich kennen Sie mein Problem nicht.
Erzählte ich, dass ich eines hätte?

Nein, ich denke eher, dass andere viele mit mir hatten und haben.

Ach, Sie haben nur! Probleme mit Ärzten gehabt?
Na, dann bleibt es doch überschaubar...
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