116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

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Jule90
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116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Jule90 » 19.01.13, 09:28

Das ist unmöglich!

Gestern Abend, halb zehn, rief meine Mutter mich ganz aufgebracht an. Sie bräuchte unbedingt einen Arzt, wie sie denn nun den Dr. Hausarzt erreichen könne?
Ich: Garnicht! Du musst die 116117 anrufen, da kann dir jemand weiterhelfen, die kommen auch notfalls zu dir.
Gesagt getan.
Kurze Zeit später rief ich bei ihr an um zu hören wie es ihr geht, ob sie jemand erreicht hat?
Sie: Ne, da ging keiner ran :?.

Das gleiche hatte ich vor einiger Zeit auch schonmal. Am Wochenende ein AB nicht vertragen, was tun? Da angerufen, tatsächlich ein Computerdings erreicht, PLZ durchgegeben,..."Tut uns leid, für Ihren Wohnort steht kein Notdienst zur Verfügung." :shock: was soll dann der ganze Firlefanz?

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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Lizard » 19.01.13, 22:55

http://www.116117info.de/html/14.php

"Die 116 117 funktioniert derzeit noch nicht überall: Baden-Württemberg, das Saarland sowie Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen folgen."

Vielleicht ist Ihre Region noch nicht erreichbar ?

In meiner Region findet man diverse "Not"rufnummern in der lokalen (kotenlosen) Zeitung.
Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung für Ärzte:
Mein Beitrag ist eine Stellungnahme, die auf den vorliegenden Angaben beruht. Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Jule90 » 19.01.13, 23:07

Die Nummer funktioniert und laut dem Link ist bei uns auch der Notdienst erreichbar. Aber die Sache ist die, dass ständig besetzt ist. Meine Mutter hat über eine Stunde versucht durch zu kommen. Keine Chance! Sie hat es dann aufgegeben da auch die Beschwerden langsam weniger wurden. Aber das ist doch nicht Sinn der Sache!

Wie ich ja auch schon die Erfahrung mit der Nummer gemacht habe, bin nach etlichen Versuchen durch gekommen und gelangte an einen netten Computer, jadoch war kein Notdienst in der Umgebung bekannt. Ich musste ins über 20km entfernte Krankenhaus fahren :?

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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Lizard » 19.01.13, 23:21

Das ist natürlich ungünstig :? Sinn der Sache, kann das ja nicht sein.

Gibt es keine alternativen Nummern ?
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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Jule90 » 19.01.13, 23:32

Es gab mal eine kostenpflichtige Nummer die aber durch die 116 117 ersetzt wurde. In der lokalen Zeitung steht auch nur diese. Sonst gibt es außer der 112 keine.
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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Humungus » 20.01.13, 07:51

Rufen Sie doch mal die KV an und fragen Sie nach, was da los ist. Vielleicht ist da die Notdienstgruppe zusammengebrochen, so dass auf die Klinik verwiesen werden muss.

Was mich wundert: die 116 117 ist für sämtliche Fachgruppen zuständig. Normalerweise müssten Sie im Rahmen eines Auswahlprozesses gefragt worden sein, welchen Arzt Sie benötigen. War das so?

Die alte kostenpflichtige Nummer war 01805-191212, es macht aber keinen Unterschied, wo man anruft. Die 14 Cent pro Minute kann man sich also sparen.

Eine Fahrtstrecke von 20 Kilometern? Für den augenärztlichen Notdienst wäre das toll. Die Notdienstgruppen hier in der Gegend sind im Umkreis bis zu 80 Kilometer groß. Im schlimmsten Fall muss der Patient dann das auf sich nehmen.

Der Ärztemangel ist nur eine Illusion der Patienten und Ärzte. Sagen die Politiker und KrankenKassen. :twisted:
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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von jaeckel » 20.01.13, 08:24

Humungus hat geschrieben:Der Ärztemangel ist nur eine Illusion der Patienten und Ärzte. Sagen die Politiker und KrankenKassen.
Ich erlebe derzeit in einem KV-überversorgten Gebiet Folgendes: Keine Niederlassungsmöglichkeiten, weil überversorgt. Nachts u. am WE Telefonschleifen des ÄBD oder angebliche Nachalarmierung des Rettungsdienst-(112)-Notarztes ohne dass ein ÄBD Arzt je zuvor vor Ort gewesen wäre. Eine Bronchitis wird dann schnell zur Pneumonie, eine Blutdruckentgleisung zum hypertensiven Notfall oder eine Vigilanzstörung eines Dementen Altenheimpatienten zum Apoplex umgedeutet. Man will nachts und am WE offensichtlich nicht gern raus und bezahlt die Aushilfsärzte viel zu schlecht. Wie es ist, geht es ja auch. Nur eben viel teuerer für die Kassen, letztlich für die Versichertengemeinschaft, da ein NEF-Einsatz zurecht viel viel mehr kostet als der ÄBD. Mein Eindruck ist, dass das auf Dauer auf die Niedergelassenen zurückfallen wird.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Humungus » 20.01.13, 09:43

jaeckel hat geschrieben:Keine Niederlassungsmöglichkeiten, weil überversorgt.
Die nominelle Überversorgung hat wenig mit dem Faktischen zu tun. Ärzte, die "austrudeln", die erkrankt sind, die Dienst nach Vorschrift machen (voller KV-Sitz=20 Stunden Kassensprechstunde pro Woche).
Nachts u. am WE Telefonschleifen des ÄBD oder angebliche Nachalarmierung des Rettungsdienst-(112)-Notarztes ohne dass ein ÄBD Arzt je zuvor vor Ort gewesen wäre. Eine Bronchitis wird dann schnell zur Pneumonie, eine Blutdruckentgleisung zum hypertensiven Notfall oder eine Vigilanzstörung eines Dementen Altenheimpatienten zum Apoplex umgedeutet. Man will nachts und am WE offensichtlich nicht gern raus und bezahlt die Aushilfsärzte viel zu schlecht.
Das muss man mit der KV besprechen (was sicherlich nicht leicht ist, und die Möglichkeiten der KV sind auch begrenzt).
Mein Eindruck ist, dass das auf Dauer auf die Niedergelassenen zurückfallen wird.
Das ist gut möglich. Ich kenne die Situation bei Ihnen nicht persönlich, kann mir aber vorstellen, dass sich hier ein Prozess verselbständigt: Frustration, innere Emigration, sinkender Einsatz/Motivation. Es wird vielen Niedergelassenen schlicht egal sein, Hauptsache Kopf einziehen. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung ist dann zu geringe Triebfeder, um etwas zu ändern. In Bayern wurde die Bereitschaftsdienstordnung geändert, in erster Linie, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Die Versorgungsumkreise werden vergrößert werden, Dienstgruppen sollen mindestens 6 Mitglieder haben (was heißt, dass man alle sechs Wochen "ran" muss, und zwar normalerweise für eine ganze Woche), es sei denn, sie wollten freiwillig kleiner bleiben.

Konsequenz wird sein, dass die Patienten weiter fahren müssen (bzw. der Arzt), und die Dienste "voller" werden. Damit soll vermieden werden, dass "Randgruppen" - wie beispielsweise Augenärzte - zum allgemeinen Notdienst verpflichtet werden müssen. In einem solchen Fall wäre die Folge logischerweise ebenso eine wesentlich höhere Frequenz von Einschaltung des Notarztes bzw. stationärer Einweisung.

Mein erster Notdienst in diesem Jahr war übrigens überraschend ruhig, trotz des Wegfalls der 10-Euro-Kassenmaut. Muss am schlechten Wetter gelegen haben.
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... man ... bezahlt die Aushilfsärzte viel zu schlecht...

Beitrag von PR » 20.01.13, 09:59

Geht jedenfalls bei uns nicht, lieber Kollege Jäckel.

In Südbaden gibt es wenige größere - von Kollegen ! - relativ professionell gemanagte Vertreterpools. Die kriegen den gesamten abgerechneten Umsatz einszueins, und zwar sofort. War Nullumsatz, gibts am Wochenende und Feiertag 350, unter der Woche 170 Stutz. Im Anschluss an den Dienst sitze ich zwei bis vier Stunden da und kloppe die Papieraufschriebe der Vertreter in meine Maschine, sonst krieg ich von der Kavau garnix wieder. So viel kostet es mich in jedem Fall, einmal ruhig zuhause geschlafen zu haben.

Übrigens hat man auch bei uns Dienstbezirke zusammengelegt und damit in der Fläche mindestens verdoppelt.

2 km südlich und 5 km westlich von hier machen niedergelassene Ärzte überhaupt keinen öffentlich organisierten Notdienst, und, was soll ich sagen, weder die Schweizer noch die Elsässer machen mir bislang einen ausgestorbenen Eindruck...

Achsoja: demnächst gibts bundeslandweit die totale Notdienstreform. Die Kavau denkt an mit Arzt plus Helferin auszustattende neu zentral einzurichtende Notdienstpraxen, deren Jahresumsatz auf 160.000 Stutz veranschlagt wird. Das ist ein Drittel mehr als ich in tagsüber-Vollzeitarbeit in einer Fachpraxis umsetze. Finanzierung durch die Landeskassenärzteschaft.

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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Jule90 » 20.01.13, 11:12

@Humungus
Ich wurde nach bekanntgabe der PLZ direkt an das Krankenhaus verwiesen, ohne zu fragen worum es geht. Es war ja auch nur ein Computer am anderen Ende. Fahrdienst fehlanzeige.
Gut 20km sind nicht die Welt, wenn es einem gut geht oder gefahren wird. Beides war jedoch nicht der Fall, so hieß es also mit Fieber und dickem Kopf ins Auto und los.
Habe eben mal auf der zuständigen Seite der KVNO geschaut. Die Nummer wurde vom Dienst für Gesellschaftspolitik mit dem dfg Award und damit als "Herausragende Innovation für das Gesundheitswesen" gekürt. :shock: unglaublich!

Da das ganze bei mir selbst schon fast ein halbes Jahr her ist, weiß ich nicht mehr ganz genau wie das Telefonat damals ablief. Ich weiß nur, dass ich an die Klinik verwiesen wurde und generell keine Fragen am Telefon beantwortet werden. Auch soll man, wenn man in die Warteschleife kommt nicht auflegen. Irgendwann kommt man durch :roll:, das wusste meine Mutter nicht, ich auch nicht.

Warum ist es egal wem man die 14 Cent/Min. zahlt? Die 116 117 ist doch kostenlos, oder irre ich mich da?

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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Humungus » 20.01.13, 11:55

Jule90 hat geschrieben:Da das ganze bei mir selbst schon fast ein halbes Jahr her ist,
...kann es sein, dass es damals noch Umstellungsprobleme gab. Probieren Sie es doch jetzt mal.
Auch soll man, wenn man in die Warteschleife kommt nicht auflegen. Irgendwann kommt man durch :roll:, das wusste meine Mutter nicht, ich auch nicht.
Na, aber es wird doch angesagt, dass man warten soll, oder? Die Nummer leitet zu Call-Centern der KV weiter, in Bayern gibts meines Wissens 3, das heißt, manchmal (wenn gerade alle Bohnen gegessen haben) kann es zu einer Überlastung kommen. Häufen sollte es sich aber nicht.
Warum ist es egal wem man die 14 Cent/Min. zahlt? Die 116 117 ist doch kostenlos, oder irre ich mich da?
Na eben, darum kann man sich die alte 0180er-Nummer sparen, auch, weil man durch sie nicht anders behandelt wird.
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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Beitragszahler » 20.01.13, 11:59

Also, das Thema bin ich schon vor vielen Jahren durch, also das mit dem "Ärztlichen Nicht(Not)Dienst".

1. Klappt das selbst in Großstädten eher schleppend und sich die Dörfler deshalb bestimmt nicht zur Förderung der Urbanisierung entschließen müssen.

2. Die dann auftauchenden Ärzte oftmals eben auch nicht mehr machen können, als das was man nicht auch selbst aus Hausapotheke und gesundem Menschenverstand heraus machen oder lassen könnte.
Und dann gibt es obendrauf ja doch oftmals nur den bestellten Abtransport ins KH und der Betroffene oder Angehörige eben doch gleich die Feuerwehr hätte rufen können.

3. Würde ich hier nicht antworten, wenn ich nicht aus mehrfacher eigener Erfahrung heraus im Falle eines vermuteten Notfalles einen Vorschlag hätte, basierend auf meiner Handlungsweise:
Einfach selbst in eine Notfallambulanz fahren oder sich mit privatem PKW oder Taxi dorthin bringen lassen und das für mich mehrfach die einfachste, schnellste und beste Lösung war.

Das hat mehrfach für akute Nephrolithiasis, Appendizitis mit Peritonitis, Meningoenzephalitis, etc., so gut funktioniert, sonst könnte ich hier ja nicht mehr schreiben, ich vielleicht auch nicht so ängstlich bin als lebenslanger Dauerpatient, ich mich immer damit tröstete, dass ja überhaupt ein Behandlungsziel in Aussicht steht, ich mir ohnehin immer vorstellte so zu leben wie in einer Zeit ohne solchen Schnick und Schnack...
Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.

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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Dr. A. Flaccus » 20.01.13, 15:22

Guten Tag!

Was mir so auffällt:
Sie bräuchte unbedingt einen Arzt
Und nach einer Stunde...
Sie hat es dann aufgegeben da auch die Beschwerden langsam weniger wurden.
War das ganze also am Ende gar nicht notwendig? (Was für Beschwerden waren es denn?)

Ich habe nicht selten den Eindruck, es wird oftmals zu schnell ein Arzt in Anspruch genommen. Viele Dinge - so wohl auch hier - lösen sich durch Abwarten auch von allein.

Das grundsätzliche Problem (Erreichbarkeit der Notfallnummer) bleibt aber bestehen. Hier lohnt es sich nachzufragen.

Gruß

A. Flaccus
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Jule90 » 20.01.13, 15:34

Hallo,
Dr. Flaccus hat geschrieben: War das ganze also am Ende gar nicht notwendig? (Was für Beschwerden waren es denn?)
Sie beschrieb angangs nur plötzlich augetretene Quaddeln am ganzen Körper die gejuckt haben. Als ich gestern nochmal nachfragte sagte sie, dass noch ein ziemliches Wärmegefühl (ebenfalls am ganzen Körper) und allgemeines "Unwohlsein" hinzu kam. Sie ist sonst überhauptnicht der Typ der schnell zum Arzt geht (Edit: ich habe über ein Jahr gebraucht um sie zu überzeugen zum Lungenfacharzt zu gehen. Sie wollte nicht, obwohl sie schon massive Probleme hatte) daher denke ich dass sie nicht übertrieben hat. Sie hat dann auch die ganze Nacht schlecht geschlafen.
Wenn ich die Symptome google, lese ich immer von einer allergischen Reaktion die auch durchaus hatte schlimmer werden können. Oder käme auch etwas weitaus harmloseres in Betracht?

Jule
Zuletzt geändert von Jule90 am 20.01.13, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 116117, unter dieser Nummer erhalten Sie...-keine Hilfe

Beitrag von Beitragszahler » 20.01.13, 15:41

Dr. A. Flaccus hat geschrieben:...Ich habe nicht selten den Eindruck, es wird oftmals zu schnell ein Arzt in Anspruch genommen. Viele Dinge - so wohl auch hier - lösen sich durch Abwarten auch von allein...
Den Eindruck habe ich auch gewinnen müssen, dass sich manche Zeitgenossen zu pathologisch überbesorgt hingeben.
Und solche Patienten mache ich potentiell mit dafür verantwortlich, dass es evtl. bei anderen Patienten, so wie es bei mir mehrfach so geschehen ist, nicht mehr ernst genommen werden.
So, wie z.B. hier unter http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewt ... 27#p510027 oder unter http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewt ... 53#p509653 oder unter http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewt ... 03#p509603 oder, oder... es da noch eine Ecke mehr gibt.
Zum Glück gab es aber auch das Gegenteil...
Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.

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