Ärzte und Korruption

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jaeckel
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Re: Ärzte und Korruption

Beitrag von jaeckel » 18.01.13, 16:04

dora hat geschrieben:geht aus dem Artikel nicht hervor.
Das kann man errechnen. Wenn man will. Und Ermittlungen sind was anderes als Ergebnisse, die dann auch den Namen Betrug verdienen.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

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Die genauen Zahlen

Beitrag von PR » 18.01.13, 16:09

s o l l niemand nachvollziehen können, dora.

Es ist i m m e r vom G e s u n d h e i t s w e s e n die Rede, und am Rande davon, dass Material-Lieferanten (das sind Großhändler, Importeure Apotheken, Sanitätshäuser usw.usw.), Dienstleister (das sind Kliniken, Pflegedienste, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Krankenschwestern, Ärzte usw.usw.) involviert seien. Und in der Überschrift steht: Staazahnwalt ermittelt wegen Korruption gegen Ärzte...

Das i s t eine konzertierte Aktion. Man braucht kein Psychotiker zu sein, um das zu e r k e n n e n .

Es g i b t einflussreiche Gruppen in Deutschland, deren vordringliches Ziel es ist, die Kranken im Land mit ihren Ärzten im Land grundstürzend zu entzweien.


Meiner ehemaligen Partei hab ich zweizwanzig Jahre lang gesagt: wenn Ihr d a s alles durchsetzen wollt, was ihr da wollt, müsst Ihr die Patienten und ihre Ärzte auseinanderbringen, und dazu ärztlichen Berufsordnungen umschreiben. Von d e n Kerlen hatte nie einer die cojones dazu.

Dieser Tage kommt ein von m e i n e n Patienten mal ganz sicher nicht Beauftragter von der CSU daher und sagt: der Staat muss die Berufsordnung für Ärzte neu schreiben. Der ältliche Knabe weiß nicht mal, dass der Staat das garnicht kann.

Füüürchtehet Öheuch Nihiicht !

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Re: Ärzte und Korruption

Beitrag von dora » 18.01.13, 16:31

Nun will der Gesundheitsminister juristische Schritte gegen korrupte Ärzte ermöglichen.
das wäre doch eine gute Möglichkeit.

Humungus
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Re: Ärzte und Korruption

Beitrag von Humungus » 18.01.13, 16:43

Der Begriff "juristische Schritte gegen korrupte Ärzte" ist eine contradictio in se, denn man ist erst korrupt, wenn man bereits strafrechtlich wegen Korruption verurteilt wurde.

Das Thema Sondergerichtsbarkeit gegen eine Berufsgruppe ist hier bereits besprochen worden.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

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Re: Ärzte und Korruption

Beitrag von dora » 18.01.13, 16:57

man ist korrupt ind dem Moment wo man sich der Korruption hingibt,
man ist ein Dieb in dem Moment wo man stiehlt
man ist ein Mörder in dem Moment wo man mordet,

die Verurteilung erfolgt erst nach der Nachweisbarkeit, aber der Tatbestand besteht schon vorher :!:

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dora, merken Sie nicht,

Beitrag von PR » 18.01.13, 16:58

wie Sie mitsamt der gesamten Öffentlichkeit von den Schreihälsen in Politik und Kassen vergackeiert werden ?

Was hat der Minnister gesagt ? Er wird juristische Schritte ermöglichen ?
dora, die sind längst möglich und finden statt. Sonderstaazahnwaltliche Ermittlungen, bei denen Kliniken und Praxen für Tage und Wochen lahmgelegt sind und die Patienten nicht mehr versorgen können, weil Rechner und Karteikarten konfisziert sind. Und wie viele Verurteilungen gabs die letzten zehn Jahre ?

Was hat der Minnister gesagt ? gegen korrupte Ärzte ?
dora, wenn wer gegen korrupte Ärzte vorgehen will, müssen die von einem Gericht als korrupt erkannt werden. Haarscharf dies hat es die letzten zehn Jahre in e x t r e m wenigen Fällen gegeben.

Der Minnister hat geplaudert, dora. Gesagt hat er n i x .

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Re: Ärzte und Korruption

Beitrag von Beitragszahler » 18.01.13, 17:23

dora hat geschrieben:...aber der Tatbestand besteht schon vorher...
Sorry, aber das ist nicht so mit dem sogenannten Tatbestand.
Es ist immer! erst nur ein Verdacht, selbst wenn genau gewusst wurde, dass der das oder jenes gemacht hätte.
Daher auch immer schön fleißig "mutmaßlich" sagen, bitte schön.

Es ist allerdings richtig, dass die unter der Knute der interessenskollidierenden (politischen!) Innenministerien stehenden wohl nicht unabhängigen (juristischen!) Staatsanwaltschaften, zunehmend unbewiesenen Tatbestand vor Beweis stellen.

Es gibt da so ein paar Experten, landauf, landab, denen ist doch mal aufgefallen, dass die Staatsanwälte in Italien tatsächlich unabhängig sind.
Da es so einige Berichte gibt, dazu mal eine Kostprobe unter dem hier anzuklickenden Titel Der unabhängige Staatsanwalt - das italienische Modell

Ja, auch mit so etwas bin ich leider schon ein kleiner Semi-Spezialist geworden und so wie mit meinen unglaublichen medizinischen Geschichten und Recherchen und deren knallhart bewiesenem Wahrheitsgehalt, ist es auch mit einer anderen meiner wohl nur exotischen Lebensgeschichten, zu der ich einen realen Kriminalroman verfasst habe und mal sehen, jedenfalls so einige Verantwortliche nach meinen Konfrontationen jetzt gar nicht wissen, was die machen sollen und erst einmal in Deckung gegangen sind...
Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.

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Re: Ärzte und Korruption

Beitrag von dora » 18.01.13, 17:36

@beitragszahler

bitte komplett zitieren, dann stimmt die Aussage auch
die Verurteilung erfolgt erst nach der Nachweisbarkeit, aber der Tatbestand besteht schon vorher

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Re: Ärzte und Korruption

Beitrag von Beitragszahler » 18.01.13, 17:50

Ach dora, ich betrachte es im gesamten Kontext und deshalb kann ich doch kein als Halbzitat zur Belehrung dienendes Rechtslehregedicht als Vollzitat basieren:
Und im Kontext begann es doch mit den Diskussionen zu Behauptungen, also mit vorwiegend leerlaufenden Verdächtigungen, die eben keinen Tatbestand begründen.
Es ist aber aufgrund falscher Verdächtigungen und sehr mangelhafter oder korrupter Beweisführung so, dass es Unschuldige gibt, denen dann ein Tatbestand unterstellt wird und das soll gar nicht so selten geschehen.
Wann gab es dann also einen Tatbestand, wenn es nie eine Tat gab?
Oder wie ist es mit Verjährung? Darf der vielleicht ja bewiesene Tatbestand dann noch also solcher gewertet werden?
Oder ein verurteilter und immer noch mutmaßlicher Täter geht in Revision. Ist es dann schon ein Tatbestand?
Und wieso heißt es doch selbst in der Presse immer wieder auch bei verurteilten Tätern: "Der, die Mutmaßliche"?
Ich bin kein Jurist, ich bin kein Mediziner, jedoch stelle ich meine Fragen einfach, logisch und dumm und lasse es mir auch gerne erklären, da habe ich doch gar kein Problem damit, nur hilft es ja jetzt auch nichts sich an so einer hier unwichtigen Kleinigkeit festzuknabbern...
Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.

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