Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl ...

Moderator: DMF-Team

marvy66
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 120
Registriert: 02.04.09, 18:33

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von marvy66 »

@PR
ich finde Ihre Polemik anmaßend und unerträglich!
Sie können die Krankenkassen noch so oft Sie wollen, als Kranke Kasse beschimpfen. Ihnen sei aber gesagt, dass wir eines der bestfunktionierenden Gesundheitswesen der Welt haben! Wenn Sie sich in Deutschland mit seinen Krankenkassen nicht wohl fühlen, gehen Sie in ein beliebiges Land dieser Erde und sehen Sie, ob es Ihnen dort besser gefällt.

Solang sollten Sie das Forum mit Ihren Kommentaren verschonen.ö

Übrigens: jeder Patient, der sich dafür interessiert, kennt den Unterschied zwischen kurativ und präventiv.

jule_jule
DMF-Mitglied
Beiträge: 37
Registriert: 13.10.10, 16:56

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von jule_jule »

marvy66 hat geschrieben:@PR Ihnen sei aber gesagt, dass wir eines der bestfunktionierenden Gesundheitswesen der Welt haben!
Es war einmal vor langer, langer Zeit ... - so fangen nämlich alle Märchen an, Marvy66, die Sie hier erzählen. Unser Gesundheitssytem ist nicht bestfunktionierend, sondern das Gegenteil ist der Fall. Dieses System ist marod und überholt, nicht funktionierend - oder leben Sie etwa noch in Bismarcks Zeiten?

marvy66 hat geschrieben:@PR ich finde Ihre Polemik ...
Wo sehen Sie hier Polemik? Es ist lediglich die Wahrheit, die PR hier publiziert.
marvy66 hat geschrieben:@PRSolang sollten Sie das Forum mit Ihren Kommentaren verschonen.
Wenn PR`s Kommentare Sie kognitiv überfordern, lesen Sie sie doch nicht. Ich finde die Zeilen lesenswert - aber man muss diese eben interpretieren können, um den Sinn zu verstehen.
marvy66 hat geschrieben:@PRÜbrigens: jeder Patient, der sich dafür interessiert, kennt den Unterschied zwischen kurativ und präventiv.
Sie verstehen PR`s Aussage nicht. Es geht nicht um die Begriffsbedeutung "kurativ" vs. "präventiv" an sich, sondern um den Begriffsinhalt - was fällt alles hierunter (der Begriff "impliziert" ist bei der Interpretation zielführend). Und dies hat PR nochmals eindeutig erklärt:
PR hat geschrieben:die/der mir hätte sagen können, warum und wozu es einen Pap, eine Chlamydien-PCR, eine Sonographie, eine Mammographie, eine Coloskopie sowohl kurativ als auch präventiv gibt, für wen wann was gilt und was das sonst noch alles impliziert.

marvy66 hat geschrieben:gehen ... in ein beliebiges Land dieser Erde
Dies sollten Sie sich nicht wünschen, sonst müssen Sie in Zukunft erst einige Fremdsprachenkurse absolvieren, bevor Sie Ihren Behandler kontaktieren - aber ob Sie diese bestehen ;-)?

Birdie
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 288
Registriert: 03.12.06, 12:00
Wohnort: München

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von Birdie »

Ich kann marvy66 zur zustimmen.
Auch die tatkräftige Unterstützung von PRs Unverschämtheiten durch Kollegen macht dessen Arroganz und immer wiederkehrende Patientenbeschimpfung nicht besser. Aber worauf die Verleumdung der Krankenkassen und ihrer Mitarbeiter abzielt liegt ja auf der Hand. PR denkt natürlich, daß die dummen Patienten das nicht merken, ich denke aber, da irrt er sich.

Im übrigen ist eine typisch deutsche Eigenheit, das eigene Land runterzumachen. Wenn sie dann ins Ausland gehen merken sie plötzlich, daß das Gras auf der anderen Seite des Zauns durchaus nicht grüner ist, ganz im Gegenteil.

jule_jule
DMF-Mitglied
Beiträge: 37
Registriert: 13.10.10, 16:56

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von jule_jule »

Birdie hat geschrieben:PR denkt natürlich, daß die dummen Patienten das nicht merken, ich denke aber, da irrt er sich.
Sie verkehren hier wohl etwas, Birdie, denn es ist nämlich so: Sie IRREN, Birdie, und die "dummen" (um bei Ihrer Wortwahl zu bleiben) Patienten, MERKEN ES - "dumm" gelaufen, nicht wahr?
Die "dummen" Patienten sind sich nämlich bewusst, wie sie von Kranken Kassen (GKV) angelogen und betrogen werden - wo bitte schön, soll es sich hier dann um Verleumdung handeln? Sind Sie sich der Semantik dieses Wortes überhaupt bewusst? - wohl eher nicht.

Ich kann nämlich von mir wahrlich nicht behaupten (so wie Sie es unterstellen), als Zwangsmitglied der GKV, welches für hohe Beiträge minderwertige oder keine Leistungen erhält, stupid zu sein. Und viele Zwangsmitglieder, die Sie hier als "dumm" bezeichnen, haben ebenfalls das falsche Spiel der kranken GKV durchschaut. Diese Personen sind wohl nicht so kognitiv minderbemittelt, wie Sie es gern hätten - ich weiß, dies ist nicht in Ihrem Sinne, Birdie, und zum "Leidwesen" der ach so armen Kranken Kasse, die sich jetzt auch noch mit aufsässigen Mitgliedern auseinandersetzen müssen, die es wagen, zu rebellieren und aus der Reihe zu tanzen.

Ich habe meine Meinung, als ein Zwangsmitglied der GKV, bereits hier kundgetan und zitiere:
... dass die Aufgabe des Staates, Leben und körperliche Unversehrtheit der Menschen zu schützen, dann nicht mehr erfüllt ist, wenn er diese Menschen zur Teilnahme an einem ineffektiven Gesundheitssystem zwingt. Und die gesetzliche Zwangsteilnahme an einem funktionsunfähigen Gesundheitssystem (GKV) stellt eben einen Eingriff in den o.g. grundrechtlichen Bereich dar. Insofern ist die gesetzliche Aufrechterhaltung des funktionsunfähigen Gesundheitssystems verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen. Wenn dem gesetzlich Zwangsversicherten GKV-Patienten nicht die erforderliche medizinische Hilfe angedeihen (und dies ist in unserem Gesundheitssystem der Fall und Leistungen werden bewusst vorenthalten) kann, noch er selbst aus verbliebenen eigenen Mitteln (und z. B. eine doppelte Vollversicherung oder teure medizinische Behandlungen zu bezahlen ist nicht möglich) fähig ist, Hilfe auf anderem Wege zu beziehen, versagt der Staat in der Erfüllung des grundrechtlichen Schutzauftrages. Die Zwangsmitgliedschaft in der GKV und die (horrende) Beitragspflicht bei nicht effektiv erbrachtem Gesundheitsschutz zeigt eindeutig eine inakzeptable Leistungsdifferenz. Wenn schutzlosen Patienten Behandlungen durch die GKV trotz Beschwerden verweigert und vermeidbare Todesfälle hingenommen werden, weil notwendige medizinische Leistungen verwehrt wurden, so ist dies ein ungerechtfertigter Eingriff des Staates in das obige Grundrecht.

Selbstverständlich verstößt die Zwangsmitgliedschaft in der GKV auch gegen das GG Art. 2 Abs. 1, denn die Handlungsfreiheit ist für den Zwangsversicherten eingeschränkt.
Er hat u.a. nicht die Möglichkeit, selbst über seinen Körper, seine Gesundheit und Leben zu entscheiden.

Und somit darf es eine Zwangsversicherung wie die GKV nicht mehr geben – die Wahlfreiheit der Krankenversicherung muss für alle gelten.
Im Übrigen, Birdie, falls Sie nur ein wenig medizinische Fachkenntnis besitzen, müssen Sie wissen, dass viele IGEL-Leistungen medizinisch notwendig (vor allem auch im Rahmen der Vorsorge) sind, jedoch von den GKV-en ihren Zwangsmitgliedern vorenthalten und verweigert werden, indem die GKV die Kosten nicht erstattet. Fragen Sie sich doch mal, weshalb die PKV solche Vorsorgemaßnahmen erstattet, die dem GKV-Patienten verwehrt bleiben. Wobei sich der Kreis dann wieder schließt und man nur festhalten kann: Zwangsmitglieder der GKV werden von ihren Kranken Kassen belogen und betrogen.

Birdie
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 288
Registriert: 03.12.06, 12:00
Wohnort: München

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von Birdie »

@jule_jule

Auch durch Wiederholung werden Unterstellungen nicht wahrer und Ihr Versuch mich in die Ecke der Ungebildeten und Unwissenden zu stellen ist einfach nur lächerlich. Ich irre mich also, haben Sie und PR denn die Wahrheit gepachtet? Schämen Sie sich nicht, ständig mit unbeweisbaren Behauptungen "argumentieren" zu wollen und User, die nicht ihrer Meinung sind, einfach zu beleidigen und niederzumachen.

Nehmen Sie endlich zur Kenntnis, daß Ärzte keine "Götter in Weiß" mehr sind. Sie hätten gerne Patienten, mit denen Sie privat abrechnen können. Wäre eine feine Sache für Sie, für die Patienten allerdings weniger. Die, die sich dann einen Arztbesuch nicht mehr leisten können, interessieren Sie nicht, den Hippkratischen Eid gibt es ja auch nicht mehr. Also ist der Weg frei.

klaus1
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 102
Registriert: 01.10.12, 19:22

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von klaus1 »

Danke an marvy66 und birdie - sie bringen die Diskussion auf den Punkt.

Zuerst fand ich die Beiträge des Forennutzers PR ja noch ganz amüsant, wie er seine doch wohl massiven Probleme in einem unbändigen Hass gegen das hiesige Gesundheitssystem (für ihn personifiziert in den Krankenkassen) zum Ausdruck brachte. Vor allem seine bruchstückhafte Wortwahl, sein stammeln, trugen doch durchaus zur Erheiterung bei.
Inzwischen nervt das nur noch. X Themen wurden von ihm eröffnet, nur damit er immer seine gleichen Hasstiraden ablassen kann.
Dazu der Beifall der immer gleichen Forennnutzer, unter denen wohl auch einige praktizierende Mediziner sein sollen - bilde sich dazu jeder seine eigene Meinung.

Nun haben wir auch jule_jule, überzeugte PKV-Vertreterin, die die GKV generell verunglimpft und uns auch wieder die "unbedingte Notwendigkeit von IGEL-Leistungen" schmackhaft machen will. Wer das nicht begreift, wird von ihr als "kognitiv minderbemittelt" verunglimpft, noch ein paar weitere Fremdworte eingestreut und als Garnierung den (angeblichen) Bezug zum GG draufgegeben.

PR und jule_jule, wenn es für Sie hier so grausam und unerträglich ist, dann ziehen sie doch ins "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" - das Gesundheitssystem dort ist doch für die Reichen ein Paradies, ein großer Teil der Bevölkerung bleibt jedoch auf der Strecke. Es gibt auf diesem Planeten auch sonst noch "genug" Länder wo es lediglich privat Versicherte gibt - ein Eldorado nicht nur für sie beide, sondern auch für Leistungsanbieter, die Gewinnmaximierung als das allein Seeligmachende verstehen.

Ich bin froh, dass ich diesbezüglich in einer Solidargemeinschaft lebe, dass es die Pflichtversicherung in der GKV für weite Bevölkerungsgruppen gibt, dass die Starken den Schwachen helfen. Das macht den eigentlichen Wert einer menschlichen Gesellschaft aus. Ich sage das als durchaus kritischer Zeitgenosse, der das Gesundheitssystem nicht nur in einem Gesellschaftssystem erlebt hat, der auch der Meinung ist, dass große Teile der Gelder anders verteilt werden müssen - gerade hin zum Gesundheitswesen. Verbessern kann man viele Dinge, aber auch stolz darauf sein, was die Menschen hier geschaffen haben.

klaus
(nur als Hinweis für jule_jule: Sie brauchen mich nicht als minderbemittelt bezeichnen, ich kann auch einen HS-Abschluss und einen Doktortitel vorweisen)

PS @ admin: Mein Vorschlag ist, dieses Thema zu schließen, da es zum eigentlichen Anliegen des Themenerstellers keinerlei Bezug mehr hat.

Humungus
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 5083
Registriert: 10.09.07, 14:30

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von Humungus »

Mit gegenseitigen Anschuldigungen zerschießt man nur den Thread. Man sollte sich überlegen, wer davon profitiert!

Nochmal sachlich: jeder, der hier kein Adlatus einer KrankenKasse ist, sollte sich äußern: wie kann es sein, dass schon vor 40 Jahren von Fachleuten laut gesagt wurde, dass auf Glaukom frühuntersucht werden muss - und dass ein Richter der gleichen Meinung war

und dass KrankeKassen und "Monitore" (bezahlt von den KrankenKassen bzw. dem Spitzenverband: http://www.igel-monitor.de/Ueber_uns.htm) das leugnen?

Ist das menschlich?

PS den Thread schließen, Klaus? Nicht doch, wir können ja bei der Sache bleiben. Besonders, nachdem ich Ihre Antwort zu meinen Argumenten gelesen habe.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Birdie
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 288
Registriert: 03.12.06, 12:00
Wohnort: München

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von Birdie »

Welche Argumente?

Meinen Sie die Glaukom Untersuchung? Nun, ich lasse die schon seit Jahren machen weil ich erblich belastet bin. Die 15 Euro zahle ich gerne, auf keinen Fall ist das für mich ein Grund, IGEL Leistungen in Bausch und Bogen für notwendig zu erklären.
Was da so im allgemeinen angeboten wird ist überflüssig und ich bin absolut dagegen, daß die Kasse diese Dinge bezahlt. Falls sie mich jetzt wirder mal als Laie, der keine Ahnung hat, abqualifizieren wollen, dann erinnere ich Sie an den Richter, den sie anführen - der war ja wohl auch Laie.

Ich hab zwar nicht promoviert, aber ein HS-Studium habe ich auch, wenn auch in den Geisteswissenschaften und die zählen ja für manche Leute sowieso nicht.

jule_jule
DMF-Mitglied
Beiträge: 37
Registriert: 13.10.10, 16:56

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von jule_jule »

@klaus1:
1. ... ich bin nicht im medizinischen Bereich tätig - Woher haben Sie diese Weisheiten? - Deshalb habe ich persönlich auch keinen Grund, um auszuwandern.

2. ... ob man es PKV nennen will oder nicht, wesentlich ist die Reformierung des Gesundheitssystems mit Abschaffung der GKV - ich bin nur ein Zwangsmitglied dieses GKV-Vereines und somit Leidtragende wie viele, die keine Leistungen bekommen.

3. ... ich bin eine mündige Patientin, deshalb kann ich unterscheiden, welche IGEL notwendig sind und nicht - leider haben Sie den Sinn meiner Argumentation nicht interpretieren können. Es geht um sinnvolle IGEL-Leistungen, die seitens der GKV erstattet werden müssten, man es jedoch nicht tut. Meinen Sie, die PKV bietet ihren Mitgliedern sinnfreie Leistungen an und bezahlt hierfür noch Geld? Also, wieso sind IGEL-Leistungen der GKV (z. B. im Rahmen der Vorsorge) in der PKV erstattungsfähig? - weil es eben Sinn hat.
klaus1 hat geschrieben:dass die Starken den Schwachen helfen"
... hier verwechseln Sie wohl etwas, die Starken sind nicht in der GKV, sondern der PKV versichert (siehe GKV-Vorstände, Politiker, Beamte etc.). Abgezockt wird somit die Mittelschicht, die hohe Beiträge zahlt, jedoch minderwertige oder keine Leistungen erhält und stetig Zuzahlungen leisten muss.
klaus1 hat geschrieben:Inzwischen nervt das nur noch... Themen wurden von ihm eröffnet
... wieso lesen Sie es dann oder gibt es doch ein Verständnisproblem?
klaus1 hat geschrieben:(nur als Hinweis für jule_jule: Sie brauchen mich nicht als minderbemittelt bezeichnen, ich kann auch einen HS-Abschluss und einen Doktortitel vorweisen)
An welcher Stelle habe ich Sie persönlich als "minderbemittelt" bezeichnet? Ich kann mich nicht erinnern, Ihren Namen jemals erwähnt zu haben, weil Sie als Person für mich völlig uninteressant sind. Und sollten Sie sich durch einen Passus angesprochen fühlen, kann ich dies nicht ändern: ein Sprichwort sagt: "Getroffene Hunde bellen."

Im Übrigen interessiert es mich nicht, ob Sie promoviert haben, einen HS-Abschluss, Real-, Mittelschulabschluss oder gar keinen Abschluss besitzen. Da es für Ihr Ego jedoch wichtig zu sein scheint, dies hier explizit aufzuführen, nehme ich dies tolerant zur Kenntnis.

Selbstverständlich frage ich mich auch (um zum Thread-Thema zurückzukommen), wie man als angeblicher Dr. (welcher Studienrichtung auch immer, Medizinstudium schließe ich aus) nicht erkennt, dass es zweifelsfrei sinnvolle Vorsorgeleistungen gibt, die eben nicht von der GKV erstattet werden und man als Zwangsmitglied zum IGEL-n gezwungen ist (wobei die Ärzte hierbei völlig unschuldig sind, sondern diese nur im Sinne einer optimalen medizinischen Versorgung dem Patienten anbieten). Ich bestreite nicht, dass es auch sinnfreie IGEL gibt und verweise wieder auf den mündigen Patienten.
Zuletzt geändert von jule_jule am 06.12.12, 17:28, insgesamt 1-mal geändert.

Helmes63
Topicstarter
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 470
Registriert: 24.08.06, 10:36
Wohnort: Nörvenich

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von Helmes63 »

Das IGEL-Leistungen etwas in Verruf geraten sind hängt aber auch mit Einschränkungen
des Leistungskatalogs zusammen. Es ist nach meinem Eindruck hier auch teilweise zu
einer Verlagerung auf die voll-zuzahlungspflichten Service-Angebote gekommen. Den Ärzten
fehlt wohl auch der Spielraum mehr : konkret der GKV-Leistungskatalog kennt keine Behandlungsoptionen bei bestimmten Krankheiten. Das verstärkt den beschriebenen Effekt !!!

jule_jule
DMF-Mitglied
Beiträge: 37
Registriert: 13.10.10, 16:56

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von jule_jule »

@Birdie
Birdie hat geschrieben:Ich hab zwar nicht promoviert, aber ein HS-Studium habe ich auch,
Gut zu wissen, Ego befriedigt und nun ist alles wieder gut ;-).
Birdie hat geschrieben:Die 15 Euro zahle ich gerne
Wieso soll ein GKV-Zwangsmitglied, welches regelmäßig seine Beiträge zahlt, sinnvolle medizinische Leistungen selbst tragen? Wo ist hier der Sinn? - dies ist nämlich der Unsinn.

Ist Ihnen auch bewusst, dass es Patienten gibt, die sich finanziell keine IGEL leisten können - und wenn es nur 15 Euro sind? Wollen Sie diesen Menschen wertvolle Lebenszeit nehmen, nur weil eine ernste Erkrankung nicht frühzeitig erkannt werden konnte? Wo bleibt das angebliche (hier viel zitierte) "Solidargefühl"?

Eine Solidargemeinschaft ist die GKV nämlich schon lange nicht mehr und wird es auch nicht mehr. Dieses GKV-System ist obsolet.

Birdie
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 288
Registriert: 03.12.06, 12:00
Wohnort: München

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von Birdie »

jule_jule hat geschrieben:@Birdie
Birdie hat geschrieben:Ich hab zwar nicht promoviert, aber ein HS-Studium habe ich auch,
Gut zu wissen, Ego befriedigt und nun ist alles wieder gut ;-).
Ach nein, das ist nur ein Hinweis für Sie und Herrn PR, da Sie beide offenbar glauben, ich sei der deutschen Sprache nicht mächtig.
Für mein Ego brauch ich sowas nicht, ich weiß, was ich wert bin.

Birdie hat geschrieben:Die 15 Euro zahle ich gerne
Wieso soll ein GKV-Zwangsmitglied, welches regelmäßig seine Beiträge zahlt, sinnvolle medizinische Leistungen selbst tragen? Wo ist hier der Sinn? - dies ist nämlich der Unsinn.
Zwangsmitglied ist Blödsinn. Ich bin froh, daß wir in Deutschland Krankenkassen haben und jeder krankenversichert sein muß.
Ihre ständigen Unterstellungen und die sinnbefreite Polemik gegen die Krankenkassen macht allerdings eine vernünftige Diskussion über Mängel und deren Abhilfe schlicht unmöglich.
Ist Ihnen auch bewusst, dass es Patienten gibt, die sich finanziell keine IGEL leisten können - und wenn es nur 15 Euro sind? Wollen Sie diesen Menschen wertvolle Lebenszeit nehmen, nur weil eine ernste Erkrankung nicht frühzeitig erkannt werden konnte? Wo bleibt das angebliche (hier viel zitierte) "Solidargefühl"?

Eine Solidargemeinschaft ist die GKV nämlich schon lange nicht mehr und wird es auch nicht mehr. Dieses GKV-System ist obsolet.
Jetzt wird’s lustig. Sie propagieren eine “Gesundheitsreform”, die den Ärzten ermöglicht unkontrollierte Abrechnungen mit den Patienten zu machen, die das Geld erstmal auslegen müssen und dann sehen, wie sie das ersetzt bekommen und mir werfen Sie vor, den Menschen Lebenszeit nehmen zu wollen.

Das ist der Gipfel der Heuchelei!

marvy66
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 120
Registriert: 02.04.09, 18:33

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von marvy66 »

@jule_jule
"Sie verstehen PR`s Aussage nicht. Es geht nicht um die Begriffsbedeutung "kurativ" vs. "präventiv" an sich, sondern um den Begriffsinhalt - was fällt alles hierunter"

jule_jule doch, da widerspreche ich Ihnen! Ich als mündiger GKV Patient kann verstehen und nachvollziehen, weshalb z.B. eine Sono mal kurativ und mal präventiv sein kann. Und mir ist klar, wann es eine Kassenleitung und wann IGEL ist. Um Humungus zu bedienen: gleiches gilt für die Glaukomuntersuchung. Bin ich nun zu blöd und zu dumm, weil mir der Unterschied klar ist? Weil, so passe ich ja keinesfalls in Ihr Schema...
Und ich bin sogar höchst dankbar, dass es in Deutschland dieses System der gesetzlichen Krankenversicherung gibt. Schlimm, oder?
Und ganz bestimmt möchte ich nicht mit Bismarkszeiten tauschen, da hätte ich mit meiner Krankheit keine 2 Jahre überlebt. Aber das geht dann ja auf Kosten der armen zwangsversicherten Mittelschicht, die Sie gerne vor solchen Ausnutzern wie mir schützen möchten.

Zynisch und menschenverachtend sind Ihre Kommentare.
Das Sie es nötig haben, für PR zu antworten, obwohl ich Sie nicht angesprochen hatte, spricht auch für sich.

Ihnen sei aber ebenso wie PR gesagt, dass wir eines der bestfunktionierenden Gesundheitswesen der Welt haben! Wenn Sie sich in Deutschland mit seinen Krankenkassen nicht wohl fühlen, gehen Sie in ein beliebiges Land dieser Erde und sehen Sie, ob es Ihnen dort besser gefällt.
Schauen Sie sich ruhig um in der Welt - Sie werden beides finden: Staaten, in denen das Gesundheitswesen besser oder schlechter funktioniert. Sie müssen nicht in Deutschland leben :-)

"Dies sollten Sie sich nicht wünschen, sonst müssen Sie in Zukunft erst einige Fremdsprachenkurse absolvieren, bevor Sie Ihren Behandler kontaktieren - aber ob Sie diese bestehen ;-)?"
...spricht für Ihre schlechte Kinderstube und Ihr mangelndes Leseverständnis.

marvy66
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 120
Registriert: 02.04.09, 18:33

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von marvy66 »

@Helmes63
Zitat:
"... es gibt inzwischen eine Reihe von Vorsorge-Dienstleistungen die außerhalb des Leistungskataloges
angeboten werden. Ich persönlich finde dies durchaus lobenswert. Allerdings kommt damit auch die
quälende Frage auf: welche Vorsorge-Untersuchungen sind notwendig und welche nicht. Man müsste
theoretisch erst einmal ein individuelles Risikoprofil erstellen. Bei dieser unklaren Sachlage habe ich
bspw. persönlich nur die Krankheitsbilder im Kopf die in der Familienhistorie belegt sind: in der
Annahme dass der genetischer Faktor einen Aufschluß gibt welche Krankheitsrisiken individuell be-
gründet sind."

Ich stimme Ihnen zu, man hat die Qual der Wahl!
Allein das zeigt, auf welch hohem Stand die Medizin derzeit ist, dass so viele Untersuchungen vorbeugend/zur Vorsorge kostengünstig angeboten werden können.
Die Wahl haben Sie, im günstigsten Fall haben Sie einen Hausarzt/Hausärztin, die Sie gut und passend zu Ihrem individuellen Gesundheitszustand und Risikoprofil berät und behandelt.

Schade, dass der Thread zwischenzeitlich weit an Ihrer Frage vorbei geht...

marvy66
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 120
Registriert: 02.04.09, 18:33

Re: Vorsorge-Katalog als IGEL-Leistungen : die Qual der Wahl

Beitrag von marvy66 »

@jule_jule

"ich bin nur ein Zwangsmitglied dieses GKV-Vereines und somit Leidtragende wie viele, die keine Leistungen bekommen."

welche Leistungen hätten Sie denn gern? Dialyse? MRT-Schädel? Krebstherapie? neues Hüftgelenk?
Brauchen Sie alles gar nicht? dann erfreuen Sie sich Ihrer Gesundheit und seien Sie dankbar dafür. Und falls Sie eines Tages eine Dauerbehandlung wegen chronischer Krankheit benötigen, nicht mehr arbeitsfähig sind und mithin nur noch geringe Beiträge einzahlen, Sie ein schwerer Unfall ereilt - Sie können sich darauf verlassen, dass die Solidargesellschaft der GKV auch für Sie Notfallmediziner, ein Krankenhausbett, Medikamente, Therapien etc. bereithält

(Das alles wünsche ich Ihnen nicht)

Antworten