2. Klasse-Patient

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Humungus
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Humungus » 18.07.12, 09:02

In Ihrem verlinkten Bereich zahlen beide PKV-Tarife die Fahrt:
ferner sind die Aufwendungen für einen Rettungstransport erstattungsfähig. (...) KVE3:Ja. Der Hin- und Rücktransport zum und vom nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus ist erstattungsfähig.
(was der Tarif PS2 sagt ist mir nicht klar)
Ebenso erstattungsfähig sind Transportkosten zur ambulanten Notfallbehandlung,(...) Ja. Der Hin- und Rücktransport zum und vom nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus ist erstattungsfähig.
Natürlich kann man von sich aus einen Krankentransport von den Leistungen ausschließen, aber: wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht?

Leider haben Sie nicht erwähnt,
- welche Versicherungen und Tarife genau hier verglichen wurden
- wieviel die Versicherungen kosten
- wer den Vergleich initiiert und ins Netz gestellt hat.

Vielleicht könnten Sie das beantworten, dann ist die Information vollständiger.

EDIT: ich habe jetzt den anderen Teil Ihres Links gefunden: http://www.bhs-invest.de/fileadmin/user ... nd_GKV.pdf

Man sieht, dass die Tarife recht günstig (für eine Frau im gebärfähigen Alter) sind.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Clauddi
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Clauddi » 18.07.12, 18:53

Sehr geehrter Herr Dr. Flaccus,

es ist schade, dass man hier im Forum als unglaubwürdig bezeichnet wird, wenn man Kritik am System oder an Ärzten äußert. Es liegt im Gesundheitssystem so vieles im Argen, dass man dagegen gemeinsam, Ärzte und Patienten, vorgehen und nicht die Patienten als unglaubwürdig abqualifizieren sollte.

Der Preis für den Krankentransport war in der Tat 498 Euro. Ich kann Ihnen gern durch PN die Rechnung schicken. Der Preis ist übrigens für alle gleich, das hat, wie ein anderer User behauptet, überhaupt nichts mit privater oder gesetzlicher Versicherung zu tun und auch nicht mit dem Tarif, den man als Privatpatient abgeschlossen hat.

Der Rücktransport aus dem Krankenhaus - übrigens mit dem gleichen Wagen, einer der beiden Rettungsassistenten war sogar auch beim Hintransport anwesend - kostete nur 70 Euro. Die Begründung dafür war, dass man ja bei der Rückfahrt genau wusste, um wen und um was es sich handelte, bei der Hinfahrt aber habe man das nicht gewusst. Dabei hatte mein Nachbar nur ganz ruhig gesagt, dass seine Nachbarin gefallen sei, sich den Fuß verletzt habe und nicht auftreten könne. Er hat auch gesagt, dass ich bei Bewusstsein und ansprechbar sei und mir außer den Schmerzen im Fuß nichts fehle. Wieso sagt man dann, man hätte nicht gewusst, was einen erwartet??? Das Krankenhaus hat ja auch nur einen normalen Krankenwagen und keinen Notarzt geschickt. Für den Notarztwagen hätten sie sogar knapp 1000 Euro abgerechnet, das muss man sich mal vorstellen!

Das Ganze ist doch reine Abzocke! Ich kann Kasse und Beihilfe verstehen, dass sie das nicht bezahlen wollen, denn mit ihnen wurde ja auch der Vertrag über den Preis nicht geschlossen. Auf Nachfrage teilte man mir mit, dass der Vertrag mit allen gesetzlichen Krankenkassen und mit einer einzigen Privatkasse, die aber leider nicht meine ist, und überhaupt nicht mit der Beihilfe abgeschlossen wurde. Alle anderen Privatkassen und die Beihilfe können sich daher erfolgreich weigern, den Betrag zu zahlen. Sie könnten natürlich auch zahlen, aber welche Kasse oder Beihilfe zahlt schon, wenn sie nicht dazu verpflichtet ist?

Ich verstehe auch nicht, warum die gesetzlichen Krankenkassen diesen Unsummen zugestimmt haben. Sie hätten es in der Hand gehabt, hier dem Krankenhaus Einhalt zu gebieten.

Der Rücktransport wurde mir erstattet.

Viele Grüße, Claudia

Ralf Tillenburg
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Ralf Tillenburg » 18.07.12, 19:57

Hallo,

kann es sein, dass wir uns in der Diskussion zu sehr in die Details verlieben? Und dass wir die PKV verwechseln mit der für Beamte (leider) eingeschränkte 30%-PKV mit 70%-Beihilfe? Ich denke, das ist nicht das gleiche. Und die Beihilfe hat in der Tat die Leistungen drastisch eingeschränkt - einseitig zu Lasten der Betroffenen, wie ich finde. Aber das hat - sorry - nur wenig mit PKV zu tun.

Was den Krankentransport betrifft, halte ich aus der Sicht eines niedergelassenen Arztes die beschriebene Situation absolut für glaubwürdig. Manchmal habe ich echt das Gefühl, von dort erpresst zu werden ("Wir haben grad keinen Krankenwagen, wenn Sie wollen, dass zeitnah etwas passiert, können wir Ihnen einen Rettungswagen anbieten"). Problem: es gibt keinerlei Möglichkeit, das zu überprüfen.

Und was den NAW betrifft: 1000 Euro sind real. Was mich dabei aber zutiefst erschüttert: Als früherer NAW-Arzt sind die Patienten in der Regel, wenn der NAW kommt, von mir gut versorgt, mit Infusion, entsprechenden Medikamenten, ggf. Intubation und Beatmung. Was bekomme ich dafür? Meist nichts. Was bekommt der NAW? 1000 Euro - für einen einfachen Transport!

Ohne Worte! Das ist die Realität! Aber ich wette, dass dies keinen Politiker interessiert, und auch nicht den von der Fahne gesprungenen Optiker der Piraten!
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Facharzt für Allgemeinmedizin
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doratheexplorer
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von doratheexplorer » 18.07.12, 21:25

Hallo,

mhh ich glaube ich hab das nicht ganz so verstanden. Es war die Rede von einem Krankentransportwagen zuerst? Ein Krankentransportwagen ist aber nicht mit einem Rettungsassistenten besetzt? Oder täusche ich mich da? Oder war es doch ein Rettungswagen?

In den Niederlanden kostet ein Rettungswagen Einsatz auch gut über 400 Euro. Und in Australien zahlt man mal eben 1800 Euro und dementsprechend besser verdienen die Paramedics auch.

Lg Dora

Clauddi
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Clauddi » 18.07.12, 23:15

Hallo, Dora,

ich als Laie verstehe das Ganze ja auch nicht. Da ruft man die 112 an, wie man es gelernt hat, schildert den Fall. und dann kommt ein 'Krankenwagen' ohne Blaulicht, mit zwei 'Sanitätern', wer das genau ist, weiß man ja auch nicht, und man wird ins Krankenhaus gebracht. Ob das nun ein 'Krankentransportwagen' oder ein 'Rettungswagen' ist, das erfährt man nicht. Es waren zwei Personen in dem Wagen, beide stützen mich, als ich in den Wagen humpelte. Dort wurde ich in einen Rollstuhl gesetzt. Der eine der beiden fuhr den Wagen, der andere blieb hinten bei mir sitzen. Im Krankenhaus wurde ich auf eine Art fahrbare Liege gelegt und zur Notaufnahme gefahren, wo ich geröngt wurde. Dann kam ich auf die Station.

Wie dem auch sei, es ist müßig hier weiter zu diskutieren, denn das System versteht ja doch kein Laie. Ich weiß nur, dass ich auf dem Geld für den Transport sitzen bleibe und dass mir das finanziell schwer fällt. Ich weiß auch, dass ich kein zweites Mal die 112 für mich selber anrufen werde.

Ich habe den Leuten bei der 112 vorgeschlagen, dass sie den Anrufern den Preis nennen und gleich sagen, dass Privatpatienten den Transport selber bezahlen müssen. Dann kann man ja überlegen, ob man nicht doch lieber ein Taxi ruft. Es sei denn, es liegt ein lebensbedrohlicher Notfall vor, dann wird man sicherlich nicht über den Preis sprechen.

Ich wollte auf die z. T. unhaltbare Situation der Privatversicherten und Beihilfeberechtigten hinweisen, die in unserem Gesundheitssystem - entgegen dem, was man allgemein glaubt - die Gelackmeierten sind. Sie werden medizinisch nicht besser behandelt als die Kassenpatienten, sie werden menschlich oft erheblich schlechter behandelt ('Privatpatient' ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Schimpfwort geworden), und sie müssen für ihre Gesundheit teilweise erhebliche Summen aus eigener Tasche bezahlen, obwohl sie nicht reicher sind als der durchschnittliche Kassenpatient. So erklärt sich auch die Tatsache, dass Privatpatienten wesentlich seltener zum Arzt gehen als gesetzlich Versicherte.

Ich danke allen Diskussionsteilnehmern für Ihre Bereitschaft zu diskutieren.

Viele Grüße, Claudia

Dr. A. Flaccus
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Dr. A. Flaccus » 20.07.12, 08:51

Zum Thema Kosten im Bereich Rettungsdienst:

In Deutschland steht flächendeckend bei einem Notfall innerhalb von 15 min. ein Rettungswagen vor der Tür.
Wenn´s sein muß auch mit Notarzt.

Rund um die Uhr stehen dafür Rettungswagen mit 2 Rettungsassistenten und Notarztfahrzeuge mit Rettungsassistent und Arzt bereit.
24 Std., 365 Tage im Jahr. Überall in Deutschland.
Rettungshubschrauber mit weiterem Personal unterstützen den Rettungsdienst zusätzlich.

Das alles kostet Geld. (incl. Benzin, Fahrzeugwartung, Abschreibung, Neuanschaffung, Medikamente usw.)
Und für einen 30-Minuten-Einsatz zahlt man eben die anteiligen Ruhe- oder Stillstandzeiten mit.
So ist das System gedacht und nur so läßt es sich finanzieren.

Wenn wir über die Höhe der Kosten diskutieren, müssen wir auch festlegen, wo wir sparen wollen.
Reichen uns in Zukunft auch 20 oder 30 min, Wartezeit, wenn jemand klinisch tot auf der Strasse liegt?

Ich wiederhole mich: Wir jammern auf hohem Niveau und die Kosten für den Rettungsdienst machen bei den Gesundheitsausgaben keine 3% aus.
Die Summe dafür halte ich für gut investiert, denn durch die Vermeidung von Folgeschäden werden wesentlich höhere Kosten im Verlauf eingespart.

Und noch ein Wort zum speziellen Fall: Ein frischer Fußbrauch ist ein Notfall. Der Disponent kann am Telefon - Schilderung hin oder her - nicht ermessen, ob nicht ein größerer Gewebeschaden am Fuß vorliegt. Eine Traumaversogung ist zeitkritisch, weil durch die Schwellung zusätzliche Schäden entstehen können.
Daher wird in der Regel ein zeitnah verfügbares Rettungsmittel ( :arrow: Rettungswagen) disponiert.
Aus meiner Sicht ist der Ablauf daher völlig korrekt.

A. Flaccus

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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von doratheexplorer » 20.07.12, 09:13

Hallo,

Da kann ich Dr. Flaccus nur zustimmen !! Es ist sehr schade, dass über Preise geschimpft wird und viele eigentlich gar nicht wissen was alles dahinter steht.

Lg Dora

Clauddi
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Clauddi » 20.07.12, 20:33

Hallo,

ich moniere ja nicht nur den Preis, sondern in erster Linie die Tatsache, dass ich als Privatpatient den Transport aus eigener Tasche bezahlen muss. Ein Kassenpatient braucht keinen Cent zu bezahlen , wenn er als Notfall in ein Krankenhaus gebracht wird, und das ist auch gut so.
Ich möchte als Privatpatient nur genau so gut behandelt werden wie ein Kassenpatient und auch das bezahlt bekommen, was dieser bezahlt bekommt. Ich bezahle mehr an Krankenkassenkosten als ein gesetzlich Versicherter und bekomme viel weniger bezahlt.
Ich habe meine geplante Ferienreise mit einigen Freundinnen abgesagt, und ich versuche auch auf jede andere Weise das Geld, das ich für meinen Fussbruch (es sind ja nicht nur die Transportkosten) aus eigenenr Tasche bezahlen muss, einzusparen. Sicherlich jammere ich auch auf hohem Niveau, denn eine Ferienreise ist natürlich nicht lebensnotwendig. Aber ich muss mich auch sonst sehr einschränken, besonders auch im medizinischen Bereich. Ich habe starke Rückenbeschwerden, und der Orthopäde wollte mich unbedingt in die Röhre stecken. Das aber lasse ich nicht machen, denn wer weiss, was dabei wieder für Kosten auf mich zukommen, die ich selber bezahlen muss.

Ich weiss auch von Kolleginnen und Kollegen, die ich ja, wie ich im anderen Thread schrieb, berate, dass sie z. T. notwendige Untersuchungen und medizinische Maßnahmen nicht machen lassen aus Angst, die Kosten nicht bezahlen zu können. Ich berichtete ja auch schon von einem Fall, wo eine Kollegin einen Kredit aufnehmen musste, um die ihr nicht erstatteten Kosten bezahlen zu können.

Wenn Sie, Dr. Flaccus und Dora, die Kosten für Ihre Behandlungen und die Rettungswagen aus eigenen Tasche bezahlen müssten, würden Sie das sicher auch monieren.

Ich hoffe, dass das Privatpatienten-System bald abgeschafft wird, damit auch Privatpatienten alles bezahlt bekommen, was medizinisch notwendig ist.

So, ich habe jetzt genug gejammert. Ich hoffe, ich muss nie wieder ins Krankenhaus. Ich werde mich bemühen, möglichst gesund zu leben, damit ich nie wieder einen Arzt brauche.

Viele Grüße, Claudia

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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von doratheexplorer » 21.07.12, 12:07

Hallo Claudia,

ich habe nur damit sagen wollen, dass so ein hoher Preis nicht von ungefähr kommt. Aber wie ich gesagt habe, ist es ein Witz dass sie auf ihren Kosten sitzen geblieben sind.

Aber ganz ehrlich kann da irgendwas mit ihrer Versicherung nicht stimmen. Ich habe es noch nie erlebt, dass man als Notfall den Transport wirklich selbst zahlen muss, wenn man eine normale Krankenversicherung hat, die das eigentlich abdecken muss.

Haben sie denn rechtlich nachgefragt bei einem Rechtsanwalt ob das mit Rechten Dingen zu geht?

Lg Dora

Humungus
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Humungus » 21.07.12, 12:20

Rechtsberatung ist hie rnicht erlaubt. Es wäre aber sehr hilfreich, wenn Sie den Ablehnungsbescheid bzw. die Abrechnung der PKV hier einstellen würden. Selbstverständlich ohne Namen, Versicherungsnummer etc!
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GS
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Re: 2. Klasse-Patient - ein Fake? -

Beitrag von GS » 21.07.12, 21:47

Guten Abend,

ich lese hier schon länger mit und habe zunehmend den Eindruck, dass diese Claudi ein Fake ist, von wem auch immer und warum auch immer hier eingeschoben - mit aufwendig konstruierter Story, zugegeben. Das lässt immerhin auf ein gesteigertes Interesse an der Meinungsbildung von Mitlesern schließen.

Mehrfach aufgefordert, nähere Angaben zu Ihrem Fall zu machen, im Rahmen des hier im Forum Erlaubten, geht sie "er?" darauf gar nicht ein. Warum nicht?

Jetzt, wo sie ihren Auftrag offenbar erfüllt hat, verabschiedet sie sich. Naja, Reisende soll man nicht aufhalten (Helmut Schmidt 1982).

Gruß von
Gerhard
Besuche bereiten immer Freude - wenn nicht beim Kommen, dann beim Gehen!

Clauddi
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Clauddi » 21.07.12, 23:48

Hallo, GS,

ich bin kein Fake. Solche Unterstellungen verhindern eine sachliche Diskussion.

Ich habe keine aufwändige Story konstruiert (warum sollte ich?), sondern nur meinen Fall geschildert.
Und welchen Auftrag sollte ich hier erfüllen?
Hier schildern Patienten ihre Fälle, und der Auftraggeber sind sie selber.

Ich habe im Augenforum, übrigens als Antwort auf eine andere Userin, die Ähnliches berichtete, alle hier im Forum erlaubten Angaben zu meinem Fall gemacht. Sie dürfen dort gerne den Beginn der Diskussion nachlesen.

http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewt ... 7&t=114849

Dort werden Sie auch lesen, dass ich den Thread nicht eröffnet habe, und dort werden Sie auch erfahren, von wem ich hier, wie Sie schreiben, 'eingeschleust' wurde, nämlich von 'Humungus', :wink: . Der schrieb im letzten Post dort:

'Öffnen Sie doch einen Thread im Forum Gesundheitspolitik. Der Bereich Augenheilkunde wird naturgemäß von wenigen Ärzten und Patienten frequentiert, und es wäre auch treffender, das thema in der Gesundheitspolitik zu diskutieren.'

So bin ich in diesen Thread gekommen.

Ich war lange Zeit Personalratsvorsitzende und werde deshalb auch nach meiner Pensionierung noch von Kolleginnen und Kollegen um Rat gefragt. Ich weiß daher, dass mein Fall kein Einzelfall ist.

Wenn Sie eine reale Person sind, können wir uns gern per PN weiter unterhalten. In welchem Bundesland wohnen Sie? Ich wohne, wie ich schon mehrfach schrieb, in Schleswig-Holstein.

Viele Grüße, Claudia

@ Humungus
Darf ich hier Ablehnungsbescheide etc. unter Nennung der Krankenkasse und des betreffenden Sachbearbeiters sowie unter Nennung der Beihilfestelle und des dortigen Sachbearbeiters einstellen?

Viele Grüße, Claudia

error6
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von error6 » 22.07.12, 00:25

Clauddi hat geschrieben: Ich möchte als Privatpatient nur genau so gut behandelt werden wie ein Kassenpatient und auch das bezahlt bekommen, was dieser bezahlt bekommt.
und der Orthopäde wollte mich unbedingt in die Röhre stecken. Das aber lasse ich nicht machen, denn wer weiss, was dabei wieder für Kosten auf mich zukommen, die ich selber bezahlen muss.
Ich hoffe, dass das Privatpatienten-System bald abgeschafft wird, damit auch Privatpatienten alles bezahlt bekommen, was medizinisch notwendig ist.
So, ich habe jetzt genug gejammert.
ja

Humungus
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von Humungus » 22.07.12, 06:53

Clauddi hat geschrieben:Darf ich hier Ablehnungsbescheide etc. unter Nennung der Krankenkasse und des betreffenden Sachbearbeiters sowie unter Nennung der Beihilfestelle und des dortigen Sachbearbeiters einstellen?
Nein, es ist besser, wenn Sie sämtliche Dinge, die auf eine bestimmte Person oder Kasse hinweisen, unkenntlich machen. Aber mich (und sicherlich auch viele andere hier) würden die Gründe der Ablehnung brennend interessieren.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

doratheexplorer
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Re: 2. Klasse-Patient

Beitrag von doratheexplorer » 22.07.12, 09:22

Hallo Claudia,

ja mich würde der Ablehnungbescheid auch sehr interessieren.
Ich weiss ja nicht bei welcher Versicherung sie sind, aber wie sie sehen gibt es auch viele Privatversicherte die diesen Satus auch haben.

Z.B werden Lasertherapien zur dauerhaften Enftfernung von Haaren bezahlt !!! Da finde ich es fraglich ob es medizinisch notwendig ist solche Eingriffe zu bezahlen?

Ich habe im Durchschnitt 400-500 Euro die letzten Monate gezahlt für die GKV inklusive Zuzahlungen, Heilmittel. Ich bin sicherlich auch nicht reich und merke doch einen grossen Unterschied zwischen Privat und Gesetzlicher.

Jedoch bin ich froh eine solch gute Absicherung zu haben, denn im Notfall weiss ich, dass ich das wichtigste bekomme sprich Op usw. Ich habe inzwischen nämlich auch am eigenen Laib erfahren wie es im Ausland abläuft und wieviel es im Ausland kostet.

Lg Dora

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