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medizin-forum.de • Thema anzeigen - PM: Ärzte sollten Budgetgrenzen nicht überschreiten
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BeitragVerfasst: 12.07.18, 15:17 
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Is doch wurscht, wie man die Schikanen an den Patienten bezeichnet...es wird der Falsche geprügelt und das besonders Schlimme daran ist, finde ich, dass man wissentlich den Falschen prügelt, nur weil er das schwächste Glied in der Kette zu sein scheint.


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BeitragVerfasst: 12.07.18, 15:26 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Ich schätze, dass die Zahl nicht zwischen Einzelarzt-Praxis und Mehrärzte-Praxis unterscheidet. Fairerweise müsste man den Umsatz pro Arzt kennen und bewerten.
Stat. Bundesamt hat geschrieben:
Die Einnahmen der Arztpraxen lagen im Jahr 2015 bei durchschnittlich 507 TEUR je Praxis. Dies gilt für Praxen, die als Einzelpraxis oder als fachgleiche Berufsausübungsgemeinschaft geführt wurden


Einzelpraxen:
Einnahmen 375.000 Euro, Reinertrag je Praxisinhaber 191.000 Euro

Statistisches Bundesamt: Kostenstruktur bei Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Praxen von psychologischen Psychotherapeuten

PR hat geschrieben:
Ihre Durchschnittspielchen, timmiezwo, die sind sowas von abgedroschen, und richtiger werden sie vom Wiederkäuen halt auch nicht.

Einnahmen Durchschnitt: 507.000 Euro - Median: 373.000 Euro

By the way: Für die Verteilung der Honorare sind immer noch die Kassenärztlichen Vereinigungen zuständig ...nicht die Krankenkasse und auch nicht der Patient


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BeitragVerfasst: 12.07.18, 16:23 
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Timmie2 hat geschrieben:
Einzelpraxen:
Einnahmen 375.000 Euro, Reinertrag je Praxisinhaber 191.000 Euro


Jepp, das klingt schon glaubhafter und passt zu den Zahlen, die ich kenne.
Timmie2 hat geschrieben:

By the way: Für die Verteilung der Honorare ist immer noch die KBV zuständig ...nicht die Krankenkasse und auch nicht der Patient


Schon, aber die KVen können auch nur das (un)gerecht verteilen, was ihnen "schuldbefreiend" zugeteilt wird.
An der Stelle muss ich doch nochmals betonen, dass die beneidenswerten Umsätze, die die Ärzte machen, halt oft Umsatzanteile enthalten, bei denen man darüber diskutieren kann, ob sie tatsächlich unter ethischen Gesichtspunkten getätigt werden oder eher unter betriebswirtschaftlichen (um mich mal sehr vorsichtig auszudrücken)

Ich denke, ein für redliche Arbeit anständig bezahlter Arzt würde weniger den Drang verspüren, sich mit IGeL-Vereinbarungen aufzuhalten oder AWB-Berichte zu verfassen. :wink:


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BeitragVerfasst: 12.07.18, 16:36 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Schon, aber die KVen können auch nur das (un)gerecht verteilen, was ihnen "schuldbefreiend" zugeteilt wird.

Wird auch nicht weniger
PR hat geschrieben:
Man hört immer das Gleiche: "Die Patienten haben gezahlt, die Patienten haben Anspruch"
Bitte erwähnen Sie auch, wieviele Milliarden die Patienten insgesamt zahlen und wieviel davon an die Ärzte geht. Und wieviel davon anderweitig verschleudert wird

GKV -Kennzahlen und Faustformeln


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BeitragVerfasst: 13.07.18, 00:30 
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verteilen nicht "gerecht". Denn dieses Wort spielt im Sozialgesetzbuch Nummer Tinnef gar keine Rolle. Und was Anderes als SGB V spielt in den KVen keine Rolle. Keine.

Aus demselben Grund zahlen die kranken Kassen als der andere Teil des Schweinesystems nicht "gerecht". Vielmehr versuchen sie, mit den Beiträgen ihrer Mitglieder zuallererst und klammheimlich ihr noch stets unter dem Teppich gehaltenes Pensionslastenproblem zu lösen, und sodann - auch im SGB V vollkommen illegal - Kapital aufzubauen, weil sie sich einbilden, in Kürze mal als "die globalen Anbieter von Gesundheit" auftreten zu können, vielleicht so ähnlich wie Kaiser Permanente, aber da müssen sie sich eben auf echt privatwirtschaftliche Konkurrenz gefasst machen und sich gegen die wappnen.

Patienten und i h r e Bedürfnisse spielen im Schweinesystem insgesamt überhaupt keine Rolle.

Leider werden die Patienten massiv daran gehindert, das zu kapieren, werden dazu also noch viel Zeit brauchen. Dem Schweinesystem ein Ende zu bereiten, das wär dann nochmal was ganz Anderes...

PR

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 Betreff des Beitrags: GK-versichert
BeitragVerfasst: 13.07.18, 01:12 
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Das kann eigentlich nur ein Witz gewesen sein, Vagus. Bedeutet doch GK "gesetzliche Kasse". Und eine Kasse ist halt nu mal keine Versicherung, und ist das noch nie gewesen. Die tut nur so.

Bin verschiedentlich durchaus ernstlich auf die Hilfen diverser Kollegen angewiesen gewesen. Sie haben mich noch immer alle gefragt, ob ich so versichert bin, dass sie mir eine ganz normale Rechnung schreiben können.

Konnt sie versichern: das ist und bleibt auch so, nachdem meine Bruttorente das letzte Bruttogehalt meiner letzten wichtigsten Mitarbeiterin um ein paar hundert Euronen unterschreitet.

Ich mag einfach Flatrate nicht, denn die verdirbt den Charakter.

PR

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BeitragVerfasst: 13.07.18, 08:57 
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Timmie2 hat geschrieben:
Einzelpraxen:
Einnahmen 375.000 Euro, Reinertrag je Praxisinhaber 191.000 Euro
Merken Sie was? Das ist doch irgendwie deutlich niedriger als die vorher von Ihnen genannten Zahlen.

Und wie kommts? Ganz einfach: die Großzentren ziehen die Gewinne im Schnitt massiv nach oben.

Zitat:
Einnahmen Durchschnitt: 507.000 Euro - Median: 373.000 Euro
Und wieder klingelts: plötzlich ist nur noch von den Einnahmen, und nicht mehr vom Erlös die Rede.

Und der Median ist erheblich niedriger als das arithmetische Mittel.

Heißt: sehr viele Praxen sind Einzelpraxen. Die hohen Zahlen, die die Politik und Kassen und auch die "Selbstverwaltung" gerne nennen, speisen sich aus den Millionenzentren, die von Politik, Kassen und der "Selbstverwaltung" gefördert und gefordert werden.

Heißt: die Versorgung in der Fläche macht der dumme PR, der sich auch noch anfeinden lassen muss. Den Rahm aber schöpft das Großzentrum mit den vielen Knechten ab, die die Operationszahlen generieren. Die haben mit dem Budget ja auch kein Problem, denn da ist konservative Medizin monetär nur Zubrot. bzw. Investition für das große Geld.

So einfach zu verstehen für jeden...für den Bibelfesten: Mt. 13, 10-17

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BeitragVerfasst: 13.07.18, 10:10 
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PR hat geschrieben:
Und was Anderes als SGB V spielt in den KVen keine Rolle. Keine.


Der Mantelvertrag Ärzte sollte aber durchaus auch eine Rolle spielen, oder?
PR hat geschrieben:
Vielmehr versuchen sie, mit den Beiträgen ihrer Mitglieder zuallererst und klammheimlich ihr noch stets unter dem Teppich gehaltenes Pensionslastenproblem zu lösen,...


Das sollten sie aber inzwischen nicht mehr haben. Pensionszahlungen gehen längstens über 2 Jahre nach Beendigung der Tätigkeit hinaus, das wurde aber afaik vor mindestens 4-5 Jahren abgeschafft.

PR hat geschrieben:
..und sodann - auch im SGB V vollkommen illegal - Kapital aufzubauen, weil sie sich einbilden, in Kürze mal als "die globalen Anbieter von Gesundheit" auftreten zu können, vielleicht so ähnlich wie Kaiser Permanente, aber da müssen sie sich eben auf echt privatwirtschaftliche Konkurrenz gefasst machen und sich gegen die wappnen.


Das ist für mich wieder eine neue Facette des Gesundheitsirrsinns. Wer kann denn "globaler Anbieter von Gesundheit" werden, wenn er weder das nötige Personal akquirieren noch bezahlen kann? Können Sie das konkretisieren?
PR hat geschrieben:
Patienten und i h r e Bedürfnisse spielen im Schweinesystem insgesamt überhaupt keine Rolle.


Doch, aber nur pro forma. Und nur, solange der Michel tatenlos zusieht und keine Gesundheits-AfD auf den Plan ruft. Ich denke und beobachte, dass Patienten ggü. ihren Ärzten selbstbewusster auftreten und besser ihre Rechte kennen. Omnipräsente Vorfälle von abgewiesenen oder schlecht behandelten Patienten machen zudem die Runde.
Ich glaube, wir sehen hier in das berühmte Schlangenei.

Humungus hat geschrieben:
Und wieder klingelts: plötzlich ist nur noch von den Einnahmen, und nicht mehr vom Erlös die Rede.


Naja, der Außenstehende kann nicht wissen, wie groß der Erlös(!) einer Praxis ist, da diese Zahl auch davon abhängt, welchen personellen "Luxus" sich der Arzt gönnt, ob er mehr oder minder Regressen ausgesetzt ist und "Nebenverdienste" hat.
Zwar kursieren Zahlen über das privat zu versteuernde Einkommen mancher Fachärzte, aber mehr als ein Durchschnitt und evtl. Spekulation können die Zahlen nicht sein.
Ich glaube aber, dass der sog. Deckungsbeitrag II bei Ärzten in einer Größenordnung liegt, bei dem viele andere Berufsgruppen vor Neid erblassen.


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BeitragVerfasst: 13.07.18, 10:21 
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Hallo lieber PR
"Sie haben mich noch immer alle gefragt, ob ich so versichert bin, dass sie mir eine ganz normale Rechnung schreiben können."- vor grauen Zeiten war es völlig unüblich, einem Kollegen überhaupt eine Rechnung zu stellen. Daraus resultierte ja auch der mickrige Ärzterabatt, den z.B. meine Allianz gewährt. Wenn überhaupt Kollegen/ Kolleginnen eine Rechnung gestellt werden sollte, so sollte sie m.E. nur die Unkosten decken wie z.B. Materialkosten. Eine "normale" Rechnung wäre ja Faktor 2,3. Aus " Anstandsgründen" besteht immer die Möglichkeit, den Faktor deutlich zu reduzieren, eine Liquidation mit einem höheren Faktor als 2,3 fände ich sehr beschämend und das Ansetzen- wenn überhaupt- eines deutlich darunter liegenden Faktors dürfte den Liquidierenden nicht ärmer machen.
Vergessen sollten die Kollegen auch nicht, dass meist eine relativ hohe Selbsbeteiligung abgeschlossen wurde, um die Versicherungsbeiträge bzw. deren Höhe wenigstens noch etwas erträglich zu halten, bedeutet aber immer noch, dass meist kleinere Rechnungen selbst somit oft getragen werden.
Das Ganze gilt natürlich nur für den ambulanten Bereich.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 13.07.18, 10:34 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Ich glaube aber, dass der sog. Deckungsbeitrag II bei Ärzten in einer Größenordnung liegt, bei dem viele andere Berufsgruppen vor Neid erblassen.
Genau. Darum sind ja Niederlassungen dermaßen begehrt, dass sie in bestimmten Bereichen gar nicht mehr stattfinden.

:ironie: Mein Gott, die Ärzte sind noch zu blöd zum Geldscheffeln!

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 Betreff des Beitrags: Kann nur wiederholen, was
BeitragVerfasst: 13.07.18, 12:24 
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die KV mir zum Verkaufswert (0 €) meiner Praxis gesagt hat: "Sie hatten doch gewusst, dass Sie zusätzliche Einnahmen generieren müssen !"

Solli Herr Fischer, die Zeiten mit "keine Rechnung unter Kollegen" sind definitiv vorbei. Das kann sich keiner mehr leisten.

PR

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BeitragVerfasst: 13.07.18, 15:02 
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Humungus hat geschrieben:
Genau. Darum sind ja Niederlassungen dermaßen begehrt, dass sie in bestimmten Bereichen gar nicht mehr stattfinden.

:ironie: Mein Gott, die Ärzte sind noch zu blöd zum Geldscheffeln!


:o

Ich frage mich, woher junge, niederlassungswillige Ärzte schon von vornherein wissen, was an einem Standort unter 'm Strich nach einem Jahr "'rumgekommen" sein würde, wenn es selbst alte Hasen nicht wissen und blindlings in Regressforderungen laufen?!

Ich frage mich, wieso Banken Geld für Praxisgründungen herausrücken, wenn diese heutzutage regelmäßig angeblich hohe Kreditausfallrisiken bergen?!

"Geld scheffeln" wie anno dunnemals ist freilich für uns alle vorbei, aber d'rauflegen werden die Ärzte auch nicht gerade.
Ein Lebensmitteldiscounter arbeitet mit 1-2% Umsatzrendite, Optiker übrigens mit 10-15%.
Macht der Discounter also 300.000€ Umsatz, bleiben vor Steuern 6000€ p.a. übrig. Selbst der legt scheinbar nicht d'rauf, immerhin scheint genug Kohle erarbeitet worden zu sein, direkt neben der Konkurrenz ein Zweitgeschäft zu eröffnen.


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BeitragVerfasst: 13.07.18, 17:46 
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Humungus hat geschrieben:
Und wie kommts? Ganz einfach: die Großzentren ziehen die Gewinne im Schnitt massiv nach oben.
Ist auch viel einfacher Patienten zu schikanieren als sich mit den Reichen und Mächtigen anzulegen, als Teil der „Intelligenzija“ will man schließlich dazugehören, gell?

Humungus hat geschrieben:
Heißt: die Versorgung in der Fläche macht der dumme PR, der sich auch noch anfeinden lassen muss
Kein Kassenpatient lässt sich gerne als Schmarotzer beschimpfen, zumal es nichts „umsonst“ gibt.

Die Arztpraxis ist keine Kaufhalle, das Krankenhaus kein Supermarkt und die Gesundheit keine Ware, sondern ein Menschenrecht! (Klaus-Dieter Kolenda, Facharzt)


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BeitragVerfasst: 13.07.18, 19:59 
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Timmie2 hat geschrieben:
Ist auch viel einfacher Patienten zu schikanieren als sich mit den Reichen und Mächtigen anzulegen, als Teil der „Intelligenzija“ will man schließlich dazugehören, gell?
Ich weiß, dass ich als Teil der Intelligenzija bei Linken und Rechten verhasst bin, weil ich denke. Vielleicht können Sie mir erklären, warum nach rechten Revolutonen Akademiker hofiert und geschmiert werden, während sie im realen Sozialismus und Kommunismus schnell an der Wand stehen. (Zurzeit scheine ich also nicht zu einer gefährdeten Spezies zu gehören)

Übrigens denkt der Rest der Bevölkerung auch. Was das nun mit der Budgetdiskussion zu tun hat erschließt sich mir nicht. Wer beim Bäcker nicht zahlen will kriegt keine Brötchen.

Dass es - natürlich! - nicht die Schuld der Patienten ist, dass die Leistungen limitiert sind, sowohl in Qualität als auch in der Menge, weiß auch die Junta aus Politik und Kassen. Man muss eben immer so geschickt sein sein Versagen anderen in die Schuhe zu schieben. Das, Timmie, gelingt aktuell nicht mehr ganz so gut, wie die enttäuschenden Wahlergebnisse beweisen.

Zitat:
Kein Kassenpatient lässt sich gerne als Schmarotzer beschimpfen, zumal es nichts „umsonst“ gibt.

Die Arztpraxis ist keine Kaufhalle, das Krankenhaus kein Supermarkt und die Gesundheit keine Ware, sondern ein Menschenrecht! (Klaus-Dieter Kolenda, Facharzt)
Der Kollege ist privatärztlich tätig. Man sollte ihn darauf hinweisen, dass eine Liquidation "in Anlehnung an die GOÄ" abmahnfähig ist, denn eine Privatliquidation muss nach GOÄ erfolgen. Aktuell besteht übrigens keine Altersgrenze mehr für das Erwerben von Kassenarztsitzen. Der Kollege könnte also seine Expertise durchaus der breiten Masse angedeihen lassen. Inhaltlich gebe ich ihm selbstverständlich recht. Der Kommerzialisierung des Gesundheitswesens sollte ambulant und stationär unbedingt Einhalt geboten werden. Als ersten Schritt schlage ich vor Politikern wie beispielsweise Karl Lauterbach (SEPD), Daniel Bahr (FDP), Ullalla Schmidt (SEPD), Birgit Fischer (SEPD) während und auch nach ihrer "produktiven" Zeit als Parlamentarier Neben- und Hauptjobs in der Gesundheitsindustrie zu verweigern. Um die Gerechtigkeit weiter zu erhöhen sollten sie - wie auch alle anderen Politiker - automatisch Mitglied einer Gesetzlichen Krankenkasse werden, damit Karl Lauterbach sein armes Dasein als Privatpatient nicht weiter beklagen muss. Und natürlich gehen auch keine Auslandsbehandlungen. Jeder sollte eben die Medizin schmecken, die er selber angerührt hat.

Nur zum Verständnis, denn Barnie sprach mehrfach das Ende des Jahres an: die meisten Budgets gelten quartalsweise.

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BeitragVerfasst: 13.07.18, 20:32 
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Da hocken ja wieder die richdichen Fachleutz zusammen und geben Ratschläg !

Wie läuft man denn n i c h t in Regressforderungen ?
Indem man Leistung verweigert und sagt: mein Budget ist zuende, das zahlt die Kassen nicht, ich hab meine Verordnungsrichtgröße überschritten, und so halt, reine Patientenschikanierung eben.

Die Banken hatten in der Vergangenheit tatsächlich keine bedeutenden Kreditausfälle bei den Ärzten. Hat damit zu tun, dass sie sich 1. die g e s a m t e n KV-Umsätze verpfänden lassen. 2. wo immer es geht die ggf. auch Geld verdienende Familie mit in Haftung nehmen. Ich hätte 1997 nicht in bessere Praxisräume umziehen können ohne die Mithaftung meiner Hauptsponsorin mit ihrem Direktorengehalt und ihrer Lebensversicherung. Hat auch damit zu tun, dass bei Ärzten nach einer Insolvenz nicht selten berufsrechtliche Konsequenzen folgen.

Nur: die Nachfolgegeneration fragt schon gleich gar nicht nach Krediten, überlässt das Investieren den Investoren, lässt sich den qualitätsgesicherten perfekten Arbeitsplatz und das Mitarbeiterteam stellen und sagt dann dem Investor, wieviele Wochenstunden Teilzeit.

Ich kenne ganz gewiss einen Haufen Leutz, denen das Lästern in Kürze im Hals stecken bleiben wird.

PR

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