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Endometriose
Artikel ID: 45
Dieser Artikel wurde 30684 mal aufgerufen
Verfasst von: Mosimo
Verfasst am: 12.06.05, 09:36
Artikel Beschreibung: Aufklärung über Entstehung,Diagnosefindung,Therapie inkl.Selbsttest
Externer Link zu diesen Artikel:
https://www.medizin-forum.de/phpbb/kb.php?a=45
Endometriose

Ca. 75 % aller geschlechtsreifen Frauen leiden unter Endometriose.
Damit ist es die häufigste Frauenkrankheit.
Endometriose beeinflußt nicht nur die Gesundheit in starken Maße, sondern führt auch sonst zu Einschnitten im sozialen, familiären und beruflichen Umfeld.

Was ist Endometriose?

In der Gebärmutterhöhle wächst, von den weiblichen Geschlechtshormonen ( Östrogene und Progesteron) abhängig, alle 4 Wochen eine Schleimhaut ( Endometrium) heran, diese dient der Einnistung eines befruchteten Eies.
Wächst diese Schleimhaut außerhalb der Gebärmutter, so nennt man das Endometiose.
Die Gebärmutterschleimhaut kommt normalerweise nur in der Gebärmutterhöhle vor. Aber sie kann auch an unterschiedlichen Orangen auftreten. Dabei unterscheidet man:

Endometriose im Genitalbereich:

* im Eileiter
* im Eierstock
* in der Gebärmutterwand
* an den Bändern der Gebärmutter
* am Bauchfell des kleinen Beckens
* an der Harnblase ( extragenitale Endometriose)
* in der Scheide

Endometriose außerhalb des Genitalbereiches:

* am und im Darm
* am Nabel
* in der Blase
* u. U. auch an der Lunge, der Haut oder an anderen Organen .Die Herde können sich im schlimmsten Falle sogar ein Gehirn ansiedeln.

Wie macht sich Endometriose bemerkbar?

Bei nicht jeder Frau ist die Krankheit mit Schmerzen verbunden. Viele der betroffenen Frauen verspüren nur während der Menstruation starke, wehenartige Schmerzen mit übermäßig starken Blutungen und Schleimabsonderungen.
Da Schmerzen während der Periode in unserer Gesellschaft als \"normal und nicht behandlungsbedürftig\" angesehen werden, scheuen die meisten Frauen den Gang zum Gynökologen. Erst bei gravierenden Scherzen außerhalb der Periode suchen sie einen Arzt auf. Meist ist die Endometriose dann \"explodiert\" und die Herde haben sich schon an anderen Organen angesiedelt, es entstehen immer neue Zysten, die Eileiter, Eierstöcke verkleben, der Darm und die Blase werden befallen. Die einzige Behandlungsmöglichkeiten sind dann immer häufigere Operationen, bei denen die Herde entfernt werden. Ist der Organbefall sehr weit vortgeschritten, droht meist der Verlust des Organs, sprich dem Eierstock, der Gebärmutter, Teile des Darms ,der Blase und der Harnleiter. Das verkleben der Eileiter und Eierstöcke zieht eine meist nicht zu behebende Unfruchtbarkeit nach sich.

Diagnosefindung

Endometriose kann NICHT durch tasten oder Ultraschall diagnostiziert werden. Diese Untersuchungen liefern nur Hinweise. So können lediglich Zysten und Myome festgestellt werden. Bei einem Endometrioseverdacht wird im allgemeinen eine Laparoskopie angeordnet, wobei dann evtl. Vorhandene Herde und Verklebungen beseitigt werden können.

Laparoskopie

Dafür wird unterhalb des Bauchnabels ein ca. 1 cm goßer Schnitt gemacht und zwei kleinere Schitte jeweils rechts und links über der Schamgrenze. Zudem füllt man die Bauchöhle mit ca. 3 Liter CO2 Gas um einem besseren Überblick zu bekommen. Durch ein Führungsrohr wird ein Laparoskop in den Bauchraum geführt, durch die beiden kleinen Schnitte führt man Zusatzinstrumente, mit denen der Arzt Endo-Herde und Zysten sowie kleine Gewebeproben entnehmen kann. Manchmal wird durch die Scheide eine Hohlsonde bis in die Gebärmutter geführt, damit kann die GM besser positioniert werden.

Komplikationen und Nebenwirkungen

Es ist sehr selten, dass Verletzungen oder eine Durchstoßung von Organen oder Blutgefäßen auftreten. Einzig unangenehm ist, dass sich das Gas im Körper verteilt und sich meist im Schulter und Nackenbreich ansiedelt. Das führt zu Verspannungsschmerzen. Nach einer komplikationslosen Bauchspiegelung kann man das Krankenhaus meist nach 3 Tagen verlassen.

Welche Möglichkeiten zur Therapie gibt es?

Um die Therapiemaßnahmen besser zu verstehen, ist es wichtig, zu verstehen, dass Endometriose eine meist hormonell abhängige Erkrankung ist. Aber es wird auch diskutiert ob psychische Probleme, ein instabiles Immunsystem oder eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielen. Besonders die Östrogene, die hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet werden,spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Somit begünstig ein Rückgang der Östrogene auch den Rückgang der Endo-Herde, sie werden buchstäblich \"eingetrocknet\". In der Regel wird nach einer operativen Entfernung der Endomtrioseherde eine medikamentöse Hormontherapie vorgeschlagen. Dabei gibt es einmal das Gelbkörperhormon (Gestagene) und zum anderen Medikamente, die die Produktion von Östrogenen stark vermindern. Meist laufen diese Hormontherapien über 3 bzw. 6 Monate und man wird in dieser Zeit künstlich in die Wechseljahre versetzt. In dieser Zeit bleibt der Eisprung und auch die Regel meist aus. Nicht immer hat eine Hormontherapie den gewünschten Erfolg. Bei manchen Frauen bilden sich trotz Hormongaben neue Herde. Daher wird meist nach 6 Monaten ein sogenannter \"Second Look\" gemacht, wieder in Form einer Bauchspiegelung.

Fachärzte

Endometriose ist eine noch nicht vollständig erkundete Krankheit. So gibt es wenige Ärzte, die sich richtig damit auskennen. Ein normaler Gynäkologe ist in den meisten Fällen mit der Diagnosefindung und Therapie hoffnungslos überfordert. Dennoch gibt es einige Kliniken, die sich auf Endo spezialisiert haben

Fachkliniken nach Postleitzahlen:

Uni-Klinik Carl Gustav Carus
Hr. Prof.Dr.med. W. Distler
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
Telefon: 0351- 458 3420
Fax: 0351- 458 4329

Uni Klinik Leipzig
Hr.Prof.Dr.med. H.Alexander
Phillip-Rosenthal-Str.55
04103 Leipzig
Telefon: 0341- 9723 410
Fax: 0341- 9723 509

Kreiskrankenhaus Torgau
Hr.Prof.Dr.med. G. Gööretzlehner
Christiani-Str. 1
04860 Torgau
Telefon: 03421- 772 500
Fax: 03421- 771 009

Uni Frauenklinik Kiel
Fr.Prof.Dr.med. L. Mettler
Michaelisstr. 16
24105 Kiel
Telefon: 0431- 597 2086
Fax: 0431- 597 2149
Mail: Lmettler@email.uni-kiel.de
Endo-Sprechstunde:
Donnerstag 14:00 bis 16:00 Uhr und tgl. nach Vereinbarung unter 0431- 597 2077

©Simone Schloos


Endometriose - Symptome, Selbsttest und Therapie

Endometriose ist eine sehr komplexe Erkrankung. Die Symptome und Folgen sind daher vielfältig und können einzeln oder kombiniert auftreten. Dabei stehen die Beschwerden nicht immer in direktem Verhältnis zum Grad der Ausbreitung der Endometriose. Das heißt, kleinere Endometrioseherde können heftige Beschwerden verursachen, während Frauen mit ausgedehnten Herden unter Umständen nichts von ihrer Krankheit bemerken. Es gibt auch Endometrioseherde ohne Wachstumstendenz und ohne Krankheitswert.

Oft beschriebene Beschwerden und Symptome:

· Bauch- und Rückenschmerzen, die oft auch in die Beine ausstrahlen, vor und während der Menstruation

· Starke und unregelmäßige Monatsblutungen

· Schmerzen während und nach dem Geschlechtsverkehr

· Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen

· Schmerzen während des Eisprungs

· Plötzliche Ohnmachtsanfälle im Zusammenhang mit Menstruationsschmerzen

· Blasen- und Darmkrämpfe

· Schmerzen bei Blasen- und Darmentleerung sowie bei Darmbewegungen

· Zyklische Blutungen aus Blase oder Darm

· Ungewollte Kinderlosigkeit

·

Verbunden mit diesen Symptomen können sein:

· Müdigkeit und Erschöpfung

· Vermehrtes Auftreten von Allergien und anderen Autoimmunerkrankungen

· Erhöhte Infektanfälligkeit während der Menstruation

·

Therapie

Vor dem Beginn einer Therapie sollte immer in einem ausführlichem Gespräch mit dem Arzt das Ziel der Therapie geklärt werden. Was soll erreicht werden und welche Ziele sind für die Patientin vorrangig? Für viele Frauen steht die Erreichung von Schmerzfreiheit oder die Erfüllung des Kinderwunsches im Vordergrund. Daraus muß sich ein auf den individuellen Fall zugeschnittenes und differenziertes Behandlungskonzept ergeben.

Bei der meist langjährigen Behandlung muß bedacht werden, daß Körper und Psyche der ganzen Persönlichkeit betroffen sind.

Die Patientinnen sind häufig einem enormen Leidensdruck ausgesetzt, so dass die Behandlung durch den Frauenarzt in vielen Fällen nicht ausreicht. Es sollte daher ein Team von Spezialisten aus den Gebieten der Schmerztherapie, Psychosomatik und Ganzheitsmedizin eng zusammenarbeiten, um mit der Patientin den für sie besten Weg im Umgang mit der Erkrankung zu finden.

Die diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung) ist gleichzeitig der erste Schritt einer chirurgischen Therapie.

Bei der Operation können die Herde durch Koagulation (Verdampfung, Verkochung) mit Hochfrequenzstrom, Hitze oder Laser zerstört oder durch Schnitt entfernt werden.

Das gesunde Gewebe der befallenen Organe muß geschont werden. Die Entfernung ganzer Organe wie z.B. Eierstock/Gebärmutter ist im allgemeinen nicht notwendig.

Bei großflächigen Endometrioseherden, massiven Verwachsungen oder deren Auftreten an ungünstigen Stellen kann sich auch ein Bauchschnitt (Laparatomie) erforderlich machen.

Es ist wichtig von einem erfahrenen Operateur behandelt zu werden, der sorgfältig den ganzen Bauchraum nach Endometrioseherden absucht, diese erkennt und mit geeigneter Technik entfernt.

Gerade nach der Operation muß auch die weitere Therapie auf die Wünsche und Bedürfnisse der Patientin zugeschnitten sein.

Schmerztherapie

Durch die Gabe von Schmerzmedikamenten wird der durch die Endometriose verursachte Schmerz behandelt. Diese Medikamente haben keinen Einfluß auf den Verlauf der eigentlichen Erkrankung.

Man spricht daher von einer \"Symptomatischen Therapie\".

Hormontherapien

Da ein Teil des Endometriosegewebes durch Östrogene, also durch bestimmte weibliche Geschlechtshormone aktiviert wird, zielen die verschiedenen Hormonbehandlungen auf die Unterdrückung der Östrogenausschüttung ab. Dies kann z.B. durch die Gabe von Gestagenen (Gelbkörperhormon, wird in der zweiten Zyklushälfte vom Eierstock gebildet) erreicht werden.

Zum anderen ist eine vollständige Unterdrückung der Bildung weiblicher Geschlechtshormone - also das Herbeiführen einer Art zeitlich begrenzter künstlicher Wechseljahre - durch die Behandlung mit GnRH-Analoga möglich. Dadurch können bei vielen Frauen eine Zeit lang die Schmerzen oder die Neubildung von Endometrioseherden verhindert oder verringert werden. Die Nebenwirkungen dieser Behandlung sind individuell sehr unterschiedlich und teilweise beträchtlich.

Sie können durch die sogenannte \"add-back-Therapie\", also die Verabreichung von Östrogenen oder auch Östrogen-Gestagen-Kombinationen in niedriger Dosis, abgeschwächt werden.

Eine milde Wirkung als \"Zügel\"-Therapie gegen das Wiederauftreten bzw. Weiterwachsen der Endometriose bietet die \"Pille\", wobei auch hier bevorzugt gestagenbetonte Präparate eingesetzt werden.

Ergänzende Behandlungsmöglichkeiten:

Neben den schulmedizinischen Behandlungsmethoden sind insbesondere nach einer Operation auch andere Behandlungswege, die sogenannten alternativen Heilmethoden, denkbar.

Bei allen stehen die Ziele im Vordergrund, die Symptome zu reduzieren, die Schmerzen zu verringern und das Wohlbefinden der Frau physisch und psychisch wieder herzustellen oder zu stärken.

Es gibt bereits positive Erfahrungen mit Akupunktur, Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), Homöopathie und der Pflanzenheilkunde.

Außerdem kann durch eine sinnvolle Umstellung der Ernährung die Erkrankung positiv beeinflußt werden.

Quelle: www.endometriose.de

Habe ich Endometriose? Ein Test

1. Haben Sie schmerzhafte Regelblutungen?

° (fast) immer

° gelegentlich

° selten

° nie

Falls ja: Wann setzen die Schmerzen ein?

° einige Tage vor der Blutung

° mit der Blutung

Falls ja: Wann sind diese Schmerzen am stärksten?

° vor Einsetzen der Blutung

° mit Einsetzen der Blutung

Falls ja: Bestehen diese Blutungsschmerzen von Anfang an, d.h., mit der ersten Regelblutung in Ihrem Leben?

° ja

° nein

2. Haben Sie unabhängig von der Regelblutung an vielen Tagen im Monat Unterleibschmerzen, und eine Darmerkrankung ist nicht bekannt?

° häufig

° gelegentlich

° nie

Falls ja: Sind diese Schmerzen ausgeprägt oder leichter?

° ausgeprägt

° leicht

3.Haben Sie manchmal Schmerzen beim Geschlechtsverkehr?

° ja

° nein

Falls ja: Sind diese Schmerzen positionsabhängig?

° ja

° nein

Falls ja: Wo treten diese Schmerzen beim Geschlechtsverkehr dann auf?

° tief in der Scheide

° im kleinen Becken

° am Scheideneingang

4. Haben Sie immer wieder vor/während der Regelblutung Blutbeimengungen beim Wasserlassen und/oder beim Stuhlgang?

° ja

° nein

5. Haben Sie unerfüllten Kinderwunsch?

° ja

° nein

6.Nehmen Sie zur Zeit die Pille?

° ja

° nein

Sollten Frage 1 und 2 mit \"häufig bzw, ständig\" und die anderen Fragenb überwiegend mit \"Ja\" beantwortet sein, dann liegt der Verdacht auf eine Endometriose nahe und ein Arztbesuch ist unumgänglich! Bei dem Arztgespräch ist Ehrlichkeit am aller wichtigsten. Falsche Scham nützt nichts! Und nur so kann der Arzt vernünftig handeln, zu einer Laparoskopie raten bzw. bei bestätigten Verdacht eine passende Therapie einleiten.

Quelle: www.endometriose.de

Endo und Arbeit

Viele Frauen können / dürfen auf Grund der Krankheit keine schweren,körperlichen Arbeiten verrichten.Das sollte man sich von seinem Arzt attestieren lassen. Ferner haben die meisten Arbeitgeber auch kein Verständis dafür, dass man vielleicht 2-3 mal im Jahr ins Krankenhaus muß, sich öfter einer Schmerztherapie unterziehen muß, oder ganz einfach wegen extrem starken Schmerzen nicht zur Arbeit kann. Dies führt über kurz oder lang in den meisten Fällen zur Kündigung. Deshalb sollte man mit seinem Gynäkologen sprechen,ob es sinnvoll ist,einen Antrag auf Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung zu stellen.Der Schwerbehindertenantrag wird in der Regel nur bewilligt,wenn schon ein schwerer Organbefall oder die Entfernung von Eierstöcken,Uterus ect. vorliegen.Eine Gleichstellung hat man schon mit 30 %, während man erst mit 50% als schwerbehindert gilt. Die Anträge werden beim örtlichen Versorgungsamt gestellt. Wer im Sozialverband Deutschland ist (ehemals Reichsbund) kann ihn auch darüber stellen. Die Bearbeitung dauert allerdings bis zu 6 Monaten und in den meisten Fällen gibt es einen Ablehnungsbescheid.Begründet wird dieser damit,dass es sich bei Endometriose um eine \"alterspezifische Funktionsstörung\" handelt! Da dies nicht der Fall ist (da die Krankheit altersunabhängig ist),kann ich nur raten,im Falle einer Ablehnung Widerspruch einzulegen.Sollte mindestens eine Gleichstellung durchgesetzt werden,so hat man wenigstens einen gewissen Kündigungsschutz bei Krankheit.Wenn man einen positiven Bescheid beim Arbeitgeber vorlegen kann,dann sollte man auch mit offenen Karten spielen und berichten,welche Krankheit man hat.Denn Chef und Kollegen werden sich sost vielleicht wundern,warum man -gerade bei Befall der Blase und des Darms- so häufig auf die Toilette muß!Je mehr Aufklärung im Umfeld herrscht,desto besser!

Eigene Erfahrung

Das führen eines Schmerztagebuches ist auch oft hilfreich. Es funktioniert so ähnlich wie der Zykluskalender.Allerdings sollte nicht nur die Intensität der Schmerzen aufgezeichnet werden,sondern auch die Umstände,unter denen sie beobachten wurden.Streß ist genau wie schwere körperliche Anstrengung vielfach ein Auslöser. Man kann auch anhand einer Ernährungsumstellung selber versuchen,etwas entgegen zu wirken.Fettarme und zuckerarme Kost stehen am Anfang,in Kombination mit ballaststoffreichen Nahrungsmitteln.Alkohol und Zigaretten sollten vermieden werden.Als Nahrungsergänzungsmittel haben viele Frauen gute Erfahrungen gemacht mit Enzymen und Weihrauchkapseln.

Ganz wichtig ist auch,dass man trotz Schmerzen versucht,etwas leichten Sport zu treiben: walken,Radfahren,schwimmen und das stärken der Beckenbodenmuskulatur haben sich dabei bewährt.Oft kostest es enorme Überwindung,sich trotz Schmerzen sportlich zu betätigen. Sport hat aber den Effekt,dass der Körper von dem eigentlichen Schmerz ablenkt wird.Auch autogenes Training,Yoga und sonstige Entspannungsübungen tragen zu mehr Wohlbefinden bei.

Allerdings sollte man auch eine positive Lebenseinstellung haben!Da sollte man sich nicht scheuen,notfalls einen Psychologen zur Hilfe zu nehmen.Auch die Familie sollte über die Krankheit möglichst umfassend informiert sein.Gerade in der Partnerschaft sollte der Partner wissen,warum man nicht mehr so die Lust auf Sex wie früher hat.Man sollte dabei offen über seine Schmerzen reden und sich nicht in andere Ausflüchte retten.Sollte es doch zu einer psychischen Krise kommen,sind Selbsthilfegruppen zu empfehlen.

Aus eigener Erfahrung mit der Krankheit kann ich sagen, dass man sich trotz der Schmerzen,der Therapien,häufigen Arztbesuchen und Operationen nicht zu sehr in die Krankheit reinsteigern sollte.Mir hat es sehr geholfen,indem ich sie als ein Teil von mir angenommen habe.Sie ist da und wird auch nie wieder verschwinden.Sich über Endo umfassend zu informieren ist richtig,aber man sollte nicht auf jeden kleinen Stich im Unterleib achten und sich Gedanken machen,dass dort evtl. wieder neue Herde und Zysten entstanden sind.Es hört sich komisch an,aber versucht einfach mal,mit euren \"Innereien\" zu sprechen.Während einer Entspannungsübung kann man sich mental z.B. auf seine Eierstöcke konzentrieren und sie einfach \"ausschalten\".Man kann es mit einem trotzigen Kind vergleichen: wenn es rumtrotzt und nur Ärger macht,wird es eher Ruhe geben,wenn man nicht mehr drauf eingeht,sondern seine Zeterei einfach ignoriert.Das funktioniert bei Endo genauso.Einfach mal richtig \"schimpfen\" wenn es wirklich wieder heftig weh tut und dann sagen: \"Mach ruhig so weiter,ich werde nicht mehr auf dich achten!\" Mir hat das jedenfalls sehr geholfen-auch wenn am Ende nach 20 Jahren \"Endokarriere\" meine Gebärmutter und 4,5 cm der Blase entfernt werden mußten. Seit der Op im November 2004 habe ich Ruhe.

Endometriose-Foren

http://www.endometriose-vereinigung.de ( einige Bereiche nur nach Anmeldung zu erreichen)

http://www.endomaulwurf.de

http://www.habeebee.de ( Forum und Chat für Betroffene)
zusammengestellt von ©Simone Schloos

_________________
Gruß
S.


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