Verfasst am: 10.05.09, 14:01 Titel: Seltene Blutgruppe-Gibt es Alternativen zur Vollblutspende?
Hallo allerseits,
ich hoffe ich bin hier richtig, falls nicht kann mich ja einer der Mods verschieben.
Ich habe laut http://www.blutspendehamburg.de/blutspender-gesucht/bg_calc
eine Blutgruppe (A ccD.Ee K+), die nur 0.43731 % der deutschen Bevölkerung besitzt.
Da ich weiß, dass aufgrund von Rhesus- und Kellfaktorunverträglichkeiten Bluttransfusionen problematisch werden können überlege ich kein Vollblut mehr zu spenden. Ich bezweifele nämlich ob es sich für irgendjemanden lohnt, dass ich Blut spende, wenn man es vermutlich nicht gebrauchen kann.
Meine Frage also: Wie verhält sich die Blutgruppenunverträglichkeit bei Thrombozyten- oder Plasmaspende? Würde ich mehr Menschen helfen können, wenn ich mich einer Komponentenspende unterziehen würde oder könnte man meine Spende genauso wenig gebrauchen wie Vollblutspenden?
auch wenn ich Ihnen bei Ihrer Frage nicht helfen kann, so sollten Sie vielleicht einmal überlegen, dass laut dieses Rechners für immer 1% der Bevölkerung eine Blutspende von Ihnen verträglich wäre. Das sind immerhin über 800.000 Menschen..!
Mit freundlichem Gruß, _________________ der Matze,
Gesundheits- und Krankenpfleger
Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen verfasst und ersetzt nicht die Konsultation eines Arztes.
Erst mal vielen Dank für die Antwort. Und natürlich ist es wahr, dass 800000 Menschen in ganz Deutschland viele Menschen sind. Trotzdem besteht nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass mein Blut Verwendung findet, zumal Vollblut nur eine sehr begrenzte Aufbewahrungszeit hat und das Blut auch nur am Spendeort vergeben wird.
Deswegen nochmal die Frage:
Zitat:
Wie verhält sich die Blutgruppenunverträglichkeit bei Thrombozyten- oder Plasmaspende? Würde ich mehr Menschen helfen können, wenn ich mich einer Komponentenspende unterziehen würde oder könnte man meine Spende genauso wenig gebrauchen wie Vollblutspenden?
zum Thema sehr geringe Wahrscheinlichkeit noch eine Überlegung von mir: Im Normalfall wird die Blutgruppe verwendet die auch der Spender hat. Seltene Blutgruppen werden seltener gespendet und seltener gebraucht, sollte sich also die Waage halten. Ich hatte dazu mal ein Link der zur Verteilung/Spender/Empfänger genauer war, finde ihn im Moment nicht falls ich ihn noch finde poste ich ihn später. Reinerbige K+ können z.B. nur K+ bekommen. Denen bringt es also nichts das K+ selten ist und die meisten K- haben und vertragen.
Gut Rhesusfaktor negativ, Blutgruppe 0 ist im Notfall flexibler verwendbar.
Zur Frage zwei Anmerkungen:
Vollblut wird meines Wissens auch aufgetrennt in Plasma und Erythrozyten (auch aus Gründen der Haltbarkeit).
Eine Komponentenspende wird das Blut gleich aufgetrennt und der Rest fließt zurück (das ist also der Hauptunterschied). D.h. häufigere Spenden sind möglich, allerdings ist das Risiko für den Spender auch höher.
Ansonsten bei so konkreten Fragen beim zuständigen Blutspendedienst nachfragen oder an einer Uniklinik beim Blutspendedienst, meistens gibts da auch E-Mail-Ansprechpartner die relativ zügig und kompetent antworten, hab ich selbst schon ausprobiert.
Viele Grüße Damiana
P.S. danke für den Link den hatte ich auch schonmal gesucht (sollte mir sowas immer gleich abspeichern) _________________ Vertrauen Sie jedem?
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!
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