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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Muskelschwäche prämenstruell
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 Betreff des Beitrags: Muskelschwäche prämenstruell
BeitragVerfasst: 17.10.17, 09:07 
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Registriert: 17.10.17, 08:35
Beiträge: 3
Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,
Ich habe ein Problem, und mein Frauenarzt und Hausarzt behaupten, das könne nicht sein. Ich wüsste gern, ob sie schon einmal so etwas gehört haben.
Seit mehreren Jahren ging es mir prämenstruell fürchterlich. Aber nicht Schmerzen, sondern es ist eine Muskelschwäche. Lange habe ich mir eingeredet, es sei nur Einbildung, aber heute glaube ich das nicht mehr. Es wird schlimmer. Mittlerweile bin ich allerdings auch in den Wechseljahren, bin 54 Jahre alt, seit etwa 2 Jahren keine Blutung mehr. Trotzdem fühle ich mich weiter prämenstruell, nur jetzt viel häufiger. Brüste sind druckempfindlich, Wassereinlagerungen,Weinerlichkeit, Ziehen im Unterbauch. Nur bluten tut es nicht.

Das, was mir Sorgen macht, ist aber die Muskelschwäche. Seit Jahren schaffe ich an diesen Tagen nicht, Essen zu kochen, Dosen öffnen, Töpfe heben, Wasserkocher bedienen usw. Die Arme sind wie Blei. Die Beine sind steif und stechen, laufe ganz bockelig, kann die Fahrradpedale nicht treten. Ich sehe verschwommen. Immer hoffte ich, in den Wechseljahren geht das weg, aber es wird mehr. Mein Darm arbeitet dann nicht mehr. Mehrere Tage, so etwa 4-5, kein Stuhlgang, keine Blähung, kein Blubbern, egal was ich esse. Man sieht, wie der Bauch dicker wird. Danach gehts wieder los, und dann muss ich anfangs mehrmals am Tag.
Frauenarzt fühlt sich nicht zuständig. Neurologe findet nichts, meint, das ist endokrinologisch. Endokrinologe stellte Hashimoto mit TPO-Antikörpern von 14500 fest, bekomme LT 75. Es gibt allerdings uralte Werte, die nach Hypophysenproblem aussahen, nur heute bestätigt sich das nicht mehr.
Was jetzt anfängt, mir Panik zu machen, ist dass das Herz herumholpert, teilweise mit Übelkeit bis zum Brechreiz. Das ist doch auch ein Muskel? Und wenn alles immer schwächer wird? Aber es ist immer dasselbe, nur wenn ich mich prämenstruell fühle,(momentan ist das aber alle 2 Wochen!) geht der Hokuspokus los. Habe ich dann Termin, ist alles bestens, auch der Kardiologe fand nichts, da war auch nichts, mir ging es gut. Aber wenn es mir schlecht geht, bin ich gar nicht in der Lage, eine Arztpraxis zu erreichen.
Haben Sie eine Idee? Nächste Woche möchte ich meinen Hausarzt bitten, mir noch einmal Blut abzunehmen. Eine Freundin, Krankenschwester, meinte, es könnte eine Elektrolytentgleisung sein? Kaliummangel z. B.? Welche Blutwerte sollte ich bestimmen lassen?
Vielen, vielen Dank !


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 Betreff des Beitrags: Re: Muskelschwäche prämenstruell
BeitragVerfasst: 23.10.17, 07:44 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 11019
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
die geschilderten Beschwerden sehen eher nach einer Hormonstörung aus. Wie hoch war denn bei der letzten Ultraschalluntersuchung die Schleimhaut aufgebaut? Hat man seit 2 Jahren keine Blutungen mehr, ist man bereits in der Postmenopause. Lassen Sie FSH und LH, ferner Estradiol bestimmen. Auch könnte für einige Monate an die Verordnung eines hormonellen Präparates gedacht werden- zumindest versuchsweise, um zu sehen, ob sich das Bild der Beschwerden verändert. Da Sie aber postmenopausal sind, muß es ein Präparat sein, dass in jeder Tbl. das Estradiol und das Gestagen enthält, also nicht sequentiell wie bei den Präparaten im Klimakterium.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Muskelschwäche prämenstruell
BeitragVerfasst: 02.11.17, 11:07 
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Registriert: 17.10.17, 08:35
Beiträge: 3
Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,
In der Zwischenzeit ist es so weit entgleist, dass ich schließlich doch einen Krankenwagen gerufen habe. Ich lag im Bett, kriegte nicht richtig Luft, kam nicht mehr bis auf die Toilette, die Augen waren knallrot und brannten. Hatte derart Herzstolpern, dass ich Angst bekam und wusste mir nicht mehr zu helfen.
Im Krankenhaus hat man wirklich festgestellt, dass ich Herzrhythmusstörungen habe. Aber es gab nur einen einzigen Wert, der sehr auffällig war, man meint jetzt, ich bin mit Jod vergiftet. Also der Wert im Urin ist normal bis 300, und ich hatte 524. Nun soll ich doch wieder zum Endokrinologen wegen der Schilddrüse, und man hat mir geraten, erstmal auf Milchprodukte zu verzichten. Seitdem fühle ich mich langsam etwas besser.

Ich danke Ihnen trotzdem sehr für die nette Antwort, und wenn ich beim Endokrinologen bin, werde ich natürlich alle Hormone überprüfen lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Muskelschwäche prämenstruell
BeitragVerfasst: 02.11.17, 16:42 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11019
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
hoffentlich geht es Ihnen jetzt deutlich besser. Die geschilderten Symptome sehen in der Tat nach einer thyreotoxischen Krise ( Stadium 1 ) aus. Aber wieso es hierzu gekommen ist bei lediglich 75 Mikrogramm L-Thyroxin? Normalerweise sind hierfür Dosen von deutlich über 100-150 Mikrogramm nötig. Es wäre daher interessant zu wissen, ob und wann zuletzt TSH und fT3 und fT4 bestimmt wurde. Da sieht man dann deutlich, ob eine Überdosierung vorliegt.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Muskelschwäche prämenstruell
BeitragVerfasst: 02.11.17, 19:47 
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Registriert: 17.10.17, 08:35
Beiträge: 3
Hallo Herr Dr. Fischer,
Nein, die Schilddrüsenwerte waren nicht entgleist. Einen Tick tiefer als sonst war der TSH, aber das hielt man für bedeutungslos. Man hat mich gefragt, ob ich eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel hatte, weil ich zuviel Jod im Körper hatte. Hatte ich aber nicht.
Jetzt hat eine Ernährungsberaterin in der Klinik mir geraten, auf alle Milchprodukte zu verzichten, weil da das meiste Jod drin sei. Ich muss dazu sagen, wegen Vorbeugung gegen Osteoporose hatte ich bewusst viel davon gegessen. Und ich habe Selen verschrieben bekommen und soll wegen der hohen Schilddrüsenantikörper(diesmal 15300) nochmal zum Endokrinologen gehen.
Ehrlich gesagt verstehe ich es noch nicht so richtig, aber im Moment fühle ich mich wirklich etwas besser.

Nochmal vielen Dank!


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