Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ein kleiner Ausblick auf 2017
Aktuelle Zeit: 24.11.17, 13:00

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 148 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 10  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 16.08.16, 00:04 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2020
Interviews mit den gesundheitspolitischen Sprecherinnen der Bundestagsfraktionen
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... litik-2016
Welche gesundheitspolitische Reform war die wichtigste der vergangenen drei Jahre? Was muss im verbleibenden Jahr unbedingt noch angepackt werden? Und welche Themen werden im Bundestagswahlkampf 2017 eine Rolle spielen? Das Deutsche Ärzteblatt hat den gesundheitspolitischen Sprecherinnen der Bundestagsfraktionen acht Fragen gestellt.

Am Ende des Interviews kam noch die Frage, ob sich, seitdem sie in der Gesundheitspolitik sind, die Beziehung zu ihrem Arzt verändert hat.
Frau Maria Michalk, CDU/CSU: „Das Arzt-Patienten-Verhältnis bleibt immer ein persönliches Vertrauensverhältnis. Das gilt auch für Abgeordnete, gleich, in welchem Ausschuss gearbeitet wird. Bisher bin ich Gott sei Dank relativ selten auf ärztliche Versorgung angewiesen gewesen. Deshalb konnte ich auch keine Veränderung feststellen.“
Frau Hilde Mattheis, SPD: „Nein, eigentlich nicht. Ich hatte zuvor ein gutes Vertrauensverhältnis zu meinem Arzt und das habe ich weiterhin.“
Frau Kathrin Vogler, Die Linke: „Meinen Hausarzt kenne ich schon sehr lange und wir verstehen uns auch privat gut. Außer, dass ich bei Arztbesuchen immer ein bisschen mehr Zeit für aktuelle Diskussionen mitbringen muss, hat sich da nichts verändert.“
Frau Maria Klein-Schmeink, Bündnis 90/Die Grünen: „Ein bisschen, aber nicht allzu sehr. Generell ist mein Verständnis für die Systemzwänge, in der sich die Ärztinnen und Ärzte bewegen müssen, gestiegen.

Warum ich das Letzte grad herausgreife, ist, dass sich alle 4 offensichtlich keine großen Sorgen darüber machen, dass sich durch die Gesundheitspolitik überhaupt das Arzt-Patient-Verhältnis ändern wird. Durchblicken die ihre eigene Politik nicht?
Egal, welche Partei, es ist weder von Bezahlung noch von Regressen die Rede. Alle haben unterschiedliche Pläne, aber die Schablone Arzt – Patient = persönliches Vertrauen scheint nicht als veränderbar wahrgenommen zu werden.

Frdl. Grüße
Christiane


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Schizo, gell ?
BeitragVerfasst: 16.08.16, 00:29 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.03.05, 23:51
Beiträge: 6235
Wohnort: Lörrach
Das Grundproblem ist: die kennen ihre eigenen Gesetze nicht.
Weil sie sie nicht gelesen und erst recht nicht verstanden haben.
Weil die zweckdienlich verfasst sind: niemand soll sie verstehen.

PR

_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die Nummer zur Sicherheit


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 27.08.16, 13:38 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2020
Auf der einen Seite sieht die Bundesregierung keinen Grund, sich einzumischen, damit lebensnotwendige Medizin sicher und immer zur Verfügung steht,
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... ieren.html
und auf der anderen Seite wird überlegt, einen ganzen Berufsstand ins Aus zu schicken:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 06931.html
Solche krassen Gegensätze fördern m. E. nicht eben das Vertrauen.

Frdl. Grüße
Christiane


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 27.08.16, 18:55 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.03.05, 23:51
Beiträge: 6235
Wohnort: Lörrach
Aber dass die kranken Kassen mit ach so solidarischen Mitgliederbeiträgen und Staatsknete medizinischen Kokolores zahlen, das ist durchaus skandalös.

PR

_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die Nummer zur Sicherheit


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 27.08.16, 19:37 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 04.06.13, 11:38
Beiträge: 767
Christianes Herz hat geschrieben:
...und auf der anderen Seite wird überlegt, einen ganzen Berufsstand ins Aus zu schicken:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 06931.html
Solche krassen Gegensätze fördern m. E. nicht eben das Vertrauen.


Einen Berufsstand ins Aus schicken? Durch die Kostenübernahme von Homöopathika "im Promille-Bereich"?
Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst, oder?
Lt. PR nützt der "Kokolores" sowieso nichts, folglich gehen den Ärzten diese Patienten auch nicht verloren, gell!

Selbst wenn durch Alternative Heilkunde die "Schulmedizin" ernsthaft in Gefahr wäre, wäre der Erfolg von Homöopathie und Konsorten u.a. dem Gebaren vieler Ärzte zuzuschreiben, die ihre Kundschaft(!) geradezu in die Arme von Heilpraktikern, Anthroposophen usw. treiben, unter denen es freilich - wie bei den Schulmedizinern auch - Lumpen und Betrüger gibt.
Was glauben Sie denn, warum sich die Kassen genötigt fühlen, "als Marketing-Instrument" Homöopthika bezahlen zu müssen? Weil' s keiner will??
Fragen Sie doch mal PR, wieviele Zeitfenster er den Terminvergabestellen meldet!? Immer mehr Ärzte nehmen "wg. Überlastung" schon gar keine Kassenpatienten mehr auf! Und da wundert man sich, dass die Leute auf (vermeintliche) Alternativen zurückgreifen??!!

Übrigens: Brüggen ist auch kein Beleg für die Unwirksamkeit von alternativer Medizin, sondern für die Unfähigkeit des Systems.
Wenn es ein niederländischer Pfuscher schafft, hier in D am Patienten herum"therapieren" zu dürfen, stimmt nicht etwas an der Homöpathie nicht, sondern an den Zulassungsverfahren.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Tausche "Aus" in "eine Ausbildung"
BeitragVerfasst: 27.08.16, 23:55 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2020
Herr Hecken:
… Bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs müsse eine homöopathische Therapie auch Selbstzahlern verboten werden können, solange die Wirksamkeit nicht mit Studien belegt worden sei. „Da brauchen wir ganz klare Verbote“, sagt Hecken. Schließlich gehe es hier „nicht um Befindlichkeiten, sondern um Menschenleben …
Das klingt danach, als würde er sich doch den ganzen Berufsstand vornehmen wollen. Und nicht „nur“ den Kassen die Kostenübernahme verbieten. Viele Menschen (mich eingenommen) erfahren jetzt aber auch erst einmal, dass Heilpraktiker wohl keine Ausbildung haben müssen. Das vermutet kaum jemand im regelungsliebenden Deutschland. Ich war noch nie bei einem, eine Kollegin hat sich bei einer Brustkrebserkrankung mit Weißdorn (meine ich mich zu erinnern) zusätzlich behandeln lassen und sie war sehr angetan. Das ist jetzt aber fast 7 Jahre her. Die Bekannten/Nachbarn, denen ich manchmal behilflich bin, wünschen sich von ihren Kassen vernünftige Hilfsmittel/Leistungen von "ihren" Ärzten. Nicht von Heilpraktikern. Das ist deren Anspruch. Ganz massiv.

Mein eigentlicher Anlass zum Einstellen war aber der Unterschied, der gemacht wird. Die Reaktionen bei den Heilpraktikern, obwohl die Hintergründe noch gar nicht klar sind, weil „es geht ja schließlich um Menschenleben“ und im Fall der Lieferschwierigkeiten passiert nix bzw. es besteht kein Handlungsbedarf, obwohl die Ursachen lange klar sind. Als ginge es da nicht um Menschenleben.

Frdl. Grüße
Christiane


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 28.08.16, 08:49 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 823
Christiane Herz hat geschrieben:
Viele Menschen (mich eingenommen) erfahren jetzt aber auch erst einmal, dass Heilpraktiker wohl keine Ausbildung haben müssen. Das vermutet kaum jemand im regelungsliebenden Deutschland.
Die übliche Medienpropaganda. Heilpraktiker brauchen eine staatliche Erlaubnis und müssen sich einer amtsärztlichen Prüfung unterziehen. Patienten werden immer mehr entmündigt, aber natürlich geht’s nicht nur ums Geld, neiiin…alles nur im „Patienteninteresse“, gell PR?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Hier geht mir zu viel durchenand.
BeitragVerfasst: 28.08.16, 18:13 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.03.05, 23:51
Beiträge: 6235
Wohnort: Lörrach
Heilpraktiker brauchen seit dem Gröfaz eine staatliche Erlaubnis, aber die kriegt jeder, der noch keine Silberlöffel gestohlen aber eine Hauptschule besucht hat. Kenn solchene und solchene, mir nehmen die weder meine Patientinnen noch meine Arbeit weg und auch nicht ab. Wenn der Heilpraktiker deren Beschwerden zum Verschwinden bringt, ist das doch prima. Wenn ich von dort aber neuerdings ganze Seiten A 4 abenteuerlichster Laborergebnisse präsentiert krieg mit Aufforderung zur Interpretation, dann wer' ich sauer. Insgesamt: wenn kranke Kassen sowas erstatten, ist das illegal. Auch ohne Hecken.

Es liegt nicht in meinem Interesse, es ist Unfug, die Heilpraktiker "abschaffen" zu wollen, das kann der Hecken gar nicht, er darf es auch nicht, viel schlimmer: für die ist er in gargargarkeiner Weise zuständig,

aber es gibt da ein paar logische Inkongruenzen und somit Erklärungsbedarf seitens der Regierenden. Und dann Handlungsbedarf, mE in Richtung Anforderungen an die professionellen Qualifikationen der HP.

Natürlich ist Hecken's Idee: HP dürfen sich nicht an Krebskranken versuchen, genau so absurd wie deren stümperhaften Versuche und leeren Versprechen. Aber der ist ja wohl auch bloß Jurist, der Herr Hecken, und illustriert damit die Miserer 'schländischer Gesundheizpolitik überhaupt: kein Fachmann weit und breit.

PR

_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die Nummer zur Sicherheit


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 28.08.16, 20:11 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 823
PR hat geschrieben:
Heilpraktiker brauchen seit dem Gröfaz eine staatliche Erlaubnis, aber die kriegt jeder, der noch keine Silberlöffel gestohlen aber eine Hauptschule besucht hat.
Ja ne is klar. In diesem hundsmiserablen Bildungssystem kennt schließlich jeder Hauptklässler Mitralklappenprolaps oder ischämische Attacke, weiß Laborbefunde einer Nierenerkrankung zuzuordnen oder ein Blutbild zu deuten und Symptome einer Schizophrenie oder Nebenwirkungen bei Überdosierung von Kalium sind doch eh ein Klacks, deshalb fallen bei der Kenntnisprüfung auch zwei Drittel durch.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt ob der Wirkstoff verunreinigt war oder falsch dosiert eingesetzt wurde, es sei aber auch nicht auszuschließen, dass die Patienten an ihrer weit vorangeschrittenen Krebserkrankung gestorben sind. Die meisten der Patienten waren austherapiert. Klingt natürlich wesentlich unspektakulärer als die reißerischen Presseberichte diverser Wissenschaftsjournalisten.

PR hat geschrieben:
Auch ohne Hecken.
Hecken fordert eine Verbotsmöglichkeit für Heilpraktiker und den Nachweis der Evidenz über eine Metaanalyse, deren Ergebnis (auch ohne hellseherische Fähigkeiten) bereits absehbar ist.

PR hat geschrieben:
mE in Richtung Anforderungen an die professionellen Qualifikationen der HP

Dann nehmen wir uns doch die Schweiz als Beispiel und machen die Heilpraktikertätigkeit zu einem Ausbildungsberuf (Fachrichtungen Ayurverda, Homöopathie, traditionelle chinesische Medizin und traditionelle europäische Naturheilkunde). Das hätte wenigstens Hand und Fuß anstatt immer wieder dieselbe Sau durchs Dorf zu treiben.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.08.16, 21:56 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.03.05, 23:51
Beiträge: 6235
Wohnort: Lörrach
hat schlicht die Überschrift "Thema verfehlt". Liegt außerhalb seiner Reichweite, issernich für da.
Das einzige was er in diesem Zusammenhang kann, ist, die Versicherungsaufsicht dazu zu bringen, die Finanzierung von Kokolores aus Kassenbeiträgen zu unterbinden. Bei allen kranken Kassen außer dem System AOK, noch so was Krankes.

PR

_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die Nummer zur Sicherheit


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 28.08.16, 22:34 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 823
PR hat geschrieben:
Liegt außerhalb seiner Reichweite, issernich für da.
Macht ihm gar nix, dafür lässt er sich auch öffentlich schelten. Seiner Meinung nach solle Kassen untersagt werden "Dinge zu bezahlen, für die es keine Evidenz gibt" Wissen Sie etwa nicht welches Einsparpotenzial das bietet?
Nur für 11% von 3.000 Behandlungsleistungen liegt Evidenz für Nutzen vor - bei 50% weiß man gar nichts.
"Qualitätsoffensiven" verschlingen nicht nur Beitragsgelder und verschleiern die Zahlungsströme, sie bieten auch Orientierung bei Leistungskürzungen (Rationierung und Priorisierung). Damit setzt im Gesundheitssystem derselbe Wandel ein, der in anderen Bereichen sozialstaatlicher Sicherungen (Bsp.Rente) längst zu beobachten ist. Die Sozialsysteme werden ausgehebelt zugunsten Privatisierung und privatwirtschaftlicher Gewinninteressen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 29.08.16, 16:16 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.03.05, 23:51
Beiträge: 6235
Wohnort: Lörrach
in jedweder Debatte hier.

Grad in dem Fall greift es mal nicht. Der Hecken, so frech wie er ist, und sein Laden sind dafür da, an sehr sehr großen Tischen auszumauscheln, wofür "solidarisch" kranke Kassen da sind = zahlen müssen. Da bin ich nicht grundsätzlich gegen. Es soll rationiert werden (Lauterbach), es wird rationiert,(ich, seit Langem), es soll beim Kokolores angefangen werden zu rationieren. Man nennt dies "Priorisierung". Es ist ein aus verarmten Planwirtschaften bekanntes Instrument zur "gerechtestmöglichen" Mängelverwaltung. Aber auch dieses Wort mögen Sie ja bekanntermaßen nicht.

Wenn es im Übrigen für den Großteil ärztlichen Tuns keine "aktuelle" standardisiert erhobene "Evidenz" gibt, dann handelt es sich bei diesem Großteil um Lehrbuchwissen aus dem
jahrtausendealten Wissensschatz der Medizin. Ist also ist nix, was Sesselpuper kapieren und nachkontrollieren können müssen, ist aber das, was von uns Ärzten jeden Tag an Wissensvoraussetzung verlangt und geliefert wird.

So, und der Hecken, der ist definitiv nicht dafür da, die Heulpraktiker "abzuschaffen".

PR

_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die Nummer zur Sicherheit


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 29.08.16, 20:09 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 04.06.13, 11:38
Beiträge: 767
PR hat geschrieben:

Wenn es im Übrigen für den Großteil ärztlichen Tuns keine "aktuelle" standardisiert erhobene "Evidenz" gibt, dann handelt es sich bei diesem Großteil um Lehrbuchwissen aus dem jahrtausendealten Wissensschatz der Medizin. Ist also ist nix, was Sesselpuper kapieren und nachkontrollieren können müssen, ist aber das, was von uns Ärzten jeden Tag an Wissensvoraussetzung verlangt und geliefert wird.


Ah ja, reklamiert aber ein Anwender alternativer Therapien "altes Wissen" für seine Leistungen, dann zählt das nicht?!
Mir klingt es noch im Ohr, das Argument der ach so elitären gwupper, dass das "alte Wissen" der Alternativtherapeuten nicht immer bestes Wissen sein müsse.
Offenbar legt man sich die Argumente nach Bedarf zurecht....

Nochmals: Im Artikel von Christiane ist die Rede von einem "Promille-Bereich", in dem sich die Leistungen der GKV für "Kokolores" bewege. Glauben Sie wirklich, es würde an der Situation mancher Ärzte auch nur andeutungsweise etwas ändern, wenn es diese Leistungen nicht gäbe?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Nö, nix
BeitragVerfasst: 29.08.16, 21:52 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.03.05, 23:51
Beiträge: 6235
Wohnort: Lörrach
Kranke Kassen werden für die berufliche Zukunft ihrer Sesselpuper eher mehr als weniger ausgeben wollen und das auch durchsetzen. Die Frage: wer soll denn noch die zahlen, die im Gesundheizwesen die Arbeit machen ? wird dadurch immer irrelevanter. Schon auch, weil sich kaum noch einer findet, der das noch will (im Gesundheizwesen die Arbeit machen).

PR

_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die Nummer zur Sicherheit


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 29.08.16, 22:30 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2020
Beim Einstellen der beiden Artikel ging es mir eher um sehr kranke Patienten und die gesetzlichen Kassen. Ich finds nicht richtig, dass Herr Hecken die Toten in Brüggen benutzt, um jetzt bei der den gesetzlich Versicherten verfügbaren Medizin „aufzuräumen“, sich aber andererseits nicht bemüßigt sieht, die Bundesregierung anzustoßen, damit die sich darum kümmert, dass lebensnotwendige Medizin sicher und gewährleistungsfähig greifbar ist. Er macht einen Nebenschauplatz auf. M. E. Was nützt das eine ohne das andere?

Frdl. Grüße
Christiane


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 148 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 10  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!