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Verlustangst - Angst vorm Alleinsein - bitte Infos

 
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Malamala
Interessierter



Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 29.07.10, 20:54    Titel: Verlustangst - Angst vorm Alleinsein - bitte Infos Antworten mit Zitat

Hm, ich hab heute schonmal hier geschrieben, kann den Beitrag aber nicht finden ... Ich bin schon in therapeut. Behandlung, es ist aber noch eine Weile bis zum nächsten Termin und ich hoffe, mir kann hier jemand ein paar Tipps geben bzw. seine Erfahrungen schildern.

Meine Situation: Ich bin schon immer eher ängstlich. Seit ich meinen Mann kenne, habe ich Angst, ihm könnte etwas Schlimmes passieren. Seit der Geburt meiner Tochter vor 4 Monaten ist das jetzt noch extremer. Ich hab jetzt Angst, den beiden könnte etwas passieren. Meist denke ich in Extremen, dass sie z.B. sterben könnten. Es ist, als wöllte ich mit dem Schlimmsten vertraut sein, weil ich es sonst nie aushalten könnte. Mit meiner Therapeutin bin ich so weit, dass wir von Verlustangst sprechen. Ursächlich ist wohl eine lange Mobbingzeit während der Gymnasiums-Zeit. Da ich gezwungenermaßen immer allein war, habe ich wohl jetzt so sehr Angst davor, dass meine 2 wichtigsten Menschen mich verlassen könnten.

Meine Frage: Verlustangst und Angst vor dem Alleinsein - Welche Strategien könnten mir helfen? Gibt es Literatur zu diesem Thema? Welche Erfahrungen habt ihr?
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Daya
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Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beiträge: 877
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 30.07.10, 09:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Malamala,
diese Strategien solltest Du mit Deinem Psychotherapeuten besprechen, der Deine Problematik auch kennt. Machst Du Verhaltenstherapie?
Grüßle Daya
_________________
Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist
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Malamala
Interessierter



Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 30.07.10, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Deshalb hatte ich ja geschrieben, dass ich schon in Behandlung bin. Es ist aber keine direkte Verhaltenstherapie, sondern "tiefenpsychologisch" (steht im Behandlungskonzept).

Ich hätte nur gerne mehr Informationen zu diesem Thema und eben Erfahrungsberichte von Leuten, denen es ähnlich geht. Den Verlustangst muss es meiner Meinung nach schon öfter geben. Mir tut es gut, wenn ich andere Blickwinkel kennenlerne. Smilie Z.B. beim Schreiben dieses Threads hier habe ich mich hinterher schon viel besser gefühlt und konnte endlich mal durchschlafen.
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Daya
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Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beiträge: 877
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 30.07.10, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Malamala,
sorry, ich wollte Dich nicht verärgern. Jedenfalls würdest Du in einer Verhaltenstherapie solche Strategien lernen. Und jeder entwickelt ja andere Strategien.
Meiner Tochter geht es ähnlich wie Dir (auch mit dem Essen wie Du unter "Ernährung" schreibst) und ihr geht es besser seitdem sie in Therapie ist. Wenn Dir das auch nicht wirklich weiterhilft.
Gruß Daya
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Malamala
Interessierter



Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 30.07.10, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Daya, keine Angst, ich bin nicht verärgert. Smilie Wie bei deiner Tochter offenbar auch, hat mir die Therapie schon sehr weiter geholfen. Nur ist durch die Geburt alles nochmal etwas hochgekocht und da will ich nochmal dran arbeiten. Ich habe aber leider nur noch 3 Termine übrig und muss dann 2 Jahre Pause machen. Deshalb möchte ich noch auf diesem Weg nach möglichen Strategien suchen. Würdest du mir kurz beschreiben, wie es bei deiner Tochter ist?
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Daya
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Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beiträge: 877
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 31.07.10, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Malamala,
das ist natürlich schlimm, daß die Therapie jetzt aufhört, wo sie erst anfängt, Dir gut zu tun.

Meine Tochter hat große Angst, ihre Eltern zu verlieren, was ja unweigerlich kommen wird. Aber sie ist jetzt schon zeitenweise panisch. Ein bisschen ruhiger ist sie geworden seitdem sie einen Freund/Partner hat.
Und abnehmen will sie schon seit Jahren, ist aber jetzt erst erfolgreich. Sie ernährt sich nach der Lebensmittelpyramide und gönnt sich ab und zu was Süßes. Seitdem sie weiß, sie "darf" Süßes, ist die Gier nicht mehr so groß.
Gruß Daya
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Malamala
Interessierter



Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 02.08.10, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist schade, dass deine Tochter da auch betroffen ist. Aber für mich ist das schon wieder ein bisschen beruhigend, weil es nicht nur mir so geht. Ich habe mir jetzt viele Gedanken gemacht, wie ich damit umgehen könnte. Am Ende muss ich mich der Angst wohl stellen und mit ihr leben lernen. Dann werde ich bei den schlimmsten Ängsten ansetzen und in Gedanken durchspielen, was passiert, wenn das wirklich eintrifft?

Ich habe auch festgestellt, dass ich bislang eine Art Vermeidungsstrategie fahre. Wenn es zu schmerzlich wird mit der Verlustangst, gehe ich auf Distanz zu den Menschen, die ich liebe. Es ist so eine Art Selbstschutz. Das möchte ich aber auf keinen Fall! Denn der Kontakt zu meinem Mann hat schon gelitten und ich will die schöne enge Bindung an meine Tochter nicht gefährden!

Eine weitere wichtige Frage ist mir auch eingefallen. Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich die Verlustangst nicht mehr (in diesem Maß) habe?

Das wird sicher ein ganzes Stück Arbeit, aber Schritt für Schritt packe ich das schon. Sehr glücklich Danke für's Zuhören.
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Daya
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Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beiträge: 877
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 03.08.10, 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Malamala,
da hast Du Dir ein schönes Stück Arbeit vorgenommen! Und das willst Du alles alleine durchspielen?
Was passiert eigentlich, falls.... ist ein guter Ansatz. Erst kürzlich habe ich das auch mit meiner Tochter durchgesprochen und sie hat sich dann besser gefühlt, weil sie gesehen hat, dass es weitergeht. Kannst Du mit Deinem Partner auch darüber reden?
Wie ist es mit dem Essen im Moment?
Ich habe auch mit meiner Tochter darüber geredet, ob sie Dir nicht direkt schreiben möchte, aber sie hat Angst, damit von außen konfrontiert zu werden, das ist ihr zuviel.
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Renate02
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Anmeldungsdatum: 28.04.2008
Beiträge: 995

BeitragVerfasst am: 03.08.10, 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte früher auch einige phobie-ähnliche Ängste (keine Ahnung, ob es schon "leichte" Phobien waren). Die sind ganz "von selbst" wieder verschwunden, als ich mein Selbstwertgefühl aufgebaut habe.

Ich weiß nicht, ob das übertragbar ist - wie gesagt, bei mir war's nie so heftig wie bei Dir und Dayas Tochter - aber schaden kann's nichts. Allerdings ist der Aufbau des Selbstwertgefühls auch nicht ganz einfach...
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Malamala
Interessierter



Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 03.08.10, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ganz alleine durchziehen werde ich es nicht. Ich werde die letzten 3 Therapiestunden nutzen und kann mit meinem Partner gut reden. Am meisten bringt es mir, wenn ich meine Gedanken aufschreibe. Da bekomme ich viel Klarheit. Es ist ok, wenn deine Tochter da nicht direkt mit mir Kontakt aufnehmen möchte.

Ich denke, dass es auch mit am Selbstwertgefühl liegt. Es war ja schon wesentlich schlimmer und hat sich bis zur Geburt gebessert. Die Geburt war, wie gesagt, nochmal ein Auslöser. Ich vermute, weil ich mich in die Mutterrolle erst einfinden muss. Wenn ich mich richtig eingefunden habe, wird es sich höchstwahrscheinlich wieder bessern. Smilie Ich meine, Selbstwertgefühl baut sich nicht von alleine auf. Da muss ich nochmal überlegen, ob bzw. wie ich das machen kann.
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Renate02
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Anmeldungsdatum: 28.04.2008
Beiträge: 995

BeitragVerfasst am: 05.08.10, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Mir persönlich hat Kampfkunst geholfen - aber da ist jeder anders und jedem hilft etwas anderes...

Die Kampfkunst, für die ich mich entschieden habe, beinhaltet auch De-eskalationsstrategien, was ich persönlich sehr angenehme finde. Man lernt, Grenzen zu ziehen und sich selbst zu schützen, muss sich nicht alles gefallen lasen und das nach Möglichkeit so, dass auch der andere sein Gesicht wahren kann.

Aber im Prinzip hilft alles, was Dir das Gefühl gibt, dass Du es gut kannst und was Dir Freude macht - basteln, malen, bildhauen, Sport, ehrenamtliche Tätigkeit, ... ganz egal.
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Malamala
Interessierter



Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 05.08.10, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Renate02 hat folgendes geschrieben::
Aber im Prinzip hilft alles, was Dir das Gefühl gibt, dass Du es gut kannst und was Dir Freude macht - basteln, malen, bildhauen, Sport, ehrenamtliche Tätigkeit, ... ganz egal.


Ja, das ist ein schöner Anhaltspunkt. Ich schreibe gerne Gedichte, male ab und zu und neuerdings koche ich auch gerne, dann noch Bauchtanz, Freunde treffen, singen für's Baby... mal sehen, das kann ich ja noch ausbauen. Smilie
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