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medizin-forum.de • Thema anzeigen - G.A.R.D. Ausbildung
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 Betreff des Beitrags: G.A.R.D. Ausbildung
BeitragVerfasst: 18.01.09, 16:43 
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Hallo liebe Leser,

Ich bin ganz neu hier, bin auch nur durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und freue mich riesig endlich mal meine Fragen zu stellen ( und vielleicht auch Antworten zu bekommen)

Mein Username ist leider noch nicht richtig, denn ich bin noch keine RettAss! Ich habe mich bei der G.A.R.D. in HH beworben und nach einer Woche einen Termin fürs Vorstellungsgespräch bekommen. Man was habe ich mich gefreut. Ich hatte schon lange vor eine Ausbildung im Rettungsdienst zu machen, aber leider hatte ich nie die finanziellen Möglichkeiten dazu. Vor kurzen habe ich dann gesehen das es diese Ausbildung auch mit Vergütung gibt (und 1 Jahr länger). Jetzt erhoffe ich mir ein Paar Informationen über die Ausbildungsstätte. Wer hat dort eine Ausbildung gemacht bzw weiß etwas? In einer Woche habe ich dort mein Vorstellungsgespräch und bin schon total aufgeregt. Es wäre wirklich mein größter wunsch dort eine Ausbildung zu machen....

Genug geschwärmt.

Ich bin dankbar für jede kleine Info :lol:

MFG
[/b]


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BeitragVerfasst: 18.01.09, 23:25 
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Willkommen jana,

hier im Forum solltest du Deine Antworten finden, wennich mich recht erinnere haben wir den einen oder anderen G.A.R.D. ler hier aber ob es hier jemanden gibt der die Ausbildung bei denen gemacht hat weis ich nicht. Es ist soweit ich weis ein solides Unternehmen welches ein wenig rettung und sehr viel KBF fährt so wie es in HH halt üblich ist. Die Ausbildung wird bezahlt aber du verpflichtest dich danach eine gewisse Zeit bei denen zu arbeiten ich glaube auch für etwas weniger Geld. Das dritte Jahr kommt zustande das du wärend der Zeit nach deiner RettSan Ausbildung (3 Monate) vermehrt auch auf einem KTW eingesetzt wirds um ein wenig Geld einzufahren. Die Ausbildung ist also keine 3-Jährige Ausbildung im Sinne des Erfinders sondern wie so oft ein Konstrukt um es praller und qualifizierter aussehen zu lassen und um es für den AG finanzierbar zu machen. Es ist auf jeden Fall ein Einstieg wenn du sonst nicht die Mittel hast und über die Firma habe ich nichts all zu arges in erfahrung gebracht bisher. Es ist hat kein Wohlfahrtsverein sondern eine private Firma, aber ich glaube auch bei DRK und Co weht der Wind mitlerweile scharf.
Ich wünsch dir alles Gute und viel Erfolg mit deinem Gespräch.
PS. Die Schule von denen hat den Ruf das den RS alle schaffen (sollst ja arbeiten) und der RA normal schwer ist wie an anderen Schulen auch. Wenn du da durchrasselst ist es dein Problem. Weitere Anläufe zahlen sie dir nicht.


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BeitragVerfasst: 22.01.09, 13:00 
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Beiträge: 277
Mußt du selbst wissen, ob du für deine Ausbildung bezahlen willst bzw. während dessen ohne Gehalt arbeiten möchtest und dann rausgeworfen wirst oder ob du nicht bezahlen willst, sondern bezahlt werden möchtest (wenn auch nicht soooo gut) und danach sogar "übernommen" werden kannst.


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BeitragVerfasst: 05.02.09, 11:20 
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Wohnort: Hamburg
Hallo liebe Mitleser,

als überzeugter GARDist möchte ich mich hier mal kurz äußern, um mit gefährlichem Halbwissen aufzuräumen!

1. Die G.A.R.D. ist ein privates Rettungsdienstunternehmen, welches aber den Status der Gemeinnützigkeit hat. Wenn man genauer hinschaut firmiert es wie viele (DRK)Rettungsdienste auch, als gGmbH. Damit ist die G.A.R.D. im Sinne des Gesetze genauso viel oder genauso wenig privat wie viele Ausgliederungen der Hilfsorganisationen!

2. Die Ausbildung der G.A.R.D. zum RettAss (m/w) ist drei Jahre lang, das ist richtig. Weiterhin ist richtig dass zu Beginn der Ausbildung der Lehrgang zum RettSan absolviert wird. Danach erfolgt ein Einsatz von ca. einem Jahr auf dem KTW. Dies dient zum Einen der Finanzierung der Ausbildung, zum Anderen haben die Azubis hier auch die Möglichkeit den Umgang mit Patienten zu lernen, ausreichend Ortskenntnis in Hamburg zu erlangen. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit über bezahlte (!) Sanitätsdienste etwas Notfallerfahrung zu sammeln.

3. Die G.A.R.D. wächst stetig. Neben interessanten Aufgabengebieten die sich in einer kleinen Rettungsdienstorganisation nie ergeben würden, hat das auch den Vorteil dass du als Ausgelernte(r) immer ein Übernahmeangebot bekommst!

4. Geschätzt wirst du ein Verhältnis RTW/KTW von 50 % erleben, allerdings wird auch mit dem RTW Krankentransporte gefahren. So dass sich das Verhältnis auf ca. 75 % zu ungunsten der Notfälle verschiebt. Die Notfallzahlen entwickeln sich aber stetig nach oben. Die G.A.R.D. ist mittlerweile auch im öffentlichen Rettungsdienst in Niedersachsen mit 3 RTWs und einem NEF eingebunden.

5. Natürlich erhalten "Durchfaller" die Möglichkeit ihre Prüfung zu wiederholen (egal ob RettHelf, RettSan, RettAss), und diese ist kostenlos, die Ausbildungsvergütung wird natürlich weiter bezahlt.

@ Jana: Warte dein Vorstellungsgespräch ab, Herr Roeder oder Frau Hilchenbach werden deine Fragen gerne beantworten. Wenn du das Gespräch "bestehst" wirst du zu einem Probearbeiten eingeladen. Dabei wirst du eine Schicht auf dem KTW, eine auf dem RTW erleben. So haben wir die Möglichkeit dich kennen zu lernen, und du uns. Dort hast du auch die Chance dich mit unseren Mitarbeitern zu unterhalten, evtl. auch mit Azubis. Wenn du danach weiter Fragen hast, kannst du dich gerne per PM an mich wenden.

Freundliche Grüße


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BeitragVerfasst: 06.02.09, 15:40 
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4. Geschätzt wirst du ein Verhältnis RTW/KTW von 50 % erleben, allerdings wird auch mit dem RTW Krankentransporte gefahren. So dass sich das Verhältnis auf ca. 75 % zu ungunsten der Notfälle verschiebt. Die Notfallzahlen entwickeln sich aber stetig nach oben. Die G.A.R.D. ist mittlerweile auch im öffentlichen Rettungsdienst in Niedersachsen mit 3 RTWs und einem NEF eingebunden.

Wie geht das, wenn man 51% Notfallrettung fahren muss. Also Notfalleinsaetze, nicht nur auf dem RTW sitzen.
Da wird es dann schon schwierig seinen LRW Status aufrecht zu halten, bzw. die Stunden annerkannt zu bekommen?!

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BeitragVerfasst: 06.02.09, 17:41 
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Hallo Sascha,

wie du im sicher weisst, ist der Status Lehrrettungswache nicht an die Anzahl der RTW/KTW-Schichten gekoppelt, sondern neben der Vorhaltung geeigneter Unterrichtsmaterialien auch am Vorhandensein eines Notarztsystems.

Zudem ist es Sache des einzelnen Bundeslandes was genau verlangt wird im Bereich der Stunden für das Anerkennungsjahr. In Hamburg ist es meines Wissens im Moment so, dass überwiegend RTW-Stunden vorhanden sein müssen, und da wir auch in Hamburg in Deutschland sind sprechen wir von 801 RTW-Stunden (oder mehr) um das zu erfüllen. Da unsere Azubis aber deutlich mehr Stunden während ihrer Ausbildung erbringen ist es überhaupt kein Problem diese Vorgaben zu erfüllen.

Freundliche Grüße


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BeitragVerfasst: 06.02.09, 22:29 
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Da hast Du mich falsch verstanden.
Nach RettAssPr Verordnung ist fuer das Annerkennungsjahr ein Verhaeltnis von 51% Notfallrettung vorgesehen. D.h. das 51% aller Einsaetze des Jahres Notfalleinsaetze sein muessen, um die Stunden anerkannt zu bekommen.
Sonst koennte man ja ausch auf dem KTW seinen RA machen, oder dort wo es MZFs gibt, die aber fast nur KTW Transporte fahren. Das ist dann ja nicht Sinn der Sache.
Da es ein Bundesgesetzt ist, muss sich jedes Bundesland, so sehe ich die Sache, daran halten. Also keine Laendersache.

Lieben Gruß

Sascha Steingrobe

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BeitragVerfasst: 06.02.09, 23:48 
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Hallo,

bei uns im Hause bin ich thematisch nicht mit diesen Inhalten befasst. Deshalb werde ich dazu nicht viel sagen. Allerdings sind mir in dieser Hinsicht keinerlei Probleme bekannt.

Nicht zu vergessen ist, dass unsere Azubis 3 Jahre im Fahrdienst tätig sind, und somit auch kein Anerkennungjahr i. e. S. absolviert wird, sondern nach dem bestandenen RettAss-Examen noch eine Reststundenanzahl erbracht wird.

Mir ist weder in Hamburg noch in einem anderen Bundesland ein Fall bekannt, in dem wirklich jeder Einsatz nachgewiesen werden muss.

Gruß


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BeitragVerfasst: 13.03.09, 20:53 
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S_Steingrobe hat geschrieben:
Sonst koennte man ja ausch auf dem KTW seinen RA machen, oder dort wo es MZFs gibt, die aber fast nur KTW Transporte fahren. Das ist dann ja nicht Sinn der Sache.
Da es ein Bundesgesetzt ist, muss sich jedes Bundesland, so sehe ich die Sache, daran halten. Also keine Laendersache.


@ Sascha

Hier bei uns im Kreis werden neben zwei NEF nur MZF im regulären Rettungsdienst / qualifizierten Krankentransport eingesetzt. Die Wachen des beauftragten DRK - KV dürfen sich trotzdem Lehrrettungswachen nennen. Geht also auch in niedersachsen so.

Bis denne
Frank


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BeitragVerfasst: 14.03.09, 05:30 
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Moin Frank,

klar geht auch in Niedersachsen...Kenne auch einige Bereich wo das so gehandhabt wird.
Problem ist nur, das du eben auf die 51% Notfallrettung insgesamt kommen musst.
Da hatten die Bereiche teilweise schon ein Problem, das zu gewaehrleisten.

Lg.

Sascha

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BeitragVerfasst: 17.03.09, 00:40 
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Hier will man auf keinen Fall die Trennung von Notfallrettung und Krankentransport (ist meine ehemalige Dienststelle), angeblich ist es effektiver und günstiger. In wie weit die Kollegen bei der RA - Ausbildung dann auf ihre 51 % Notfallrettung kommen, da halte ich mich dann mal vorsichtig zurück :shock:


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BeitragVerfasst: 01.06.09, 21:14 
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Wenn man mal die Internetseite der G.A.R.D. GmbH genau betrachtet, sollte man ehrlich gesagt den dortigen Betriebsrat vermissen ;)

Ich könnte dir noch eine Menge von ehemaligen Mitarbeitern berichten, die einiges über das Unternehmen erzählen können.


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BeitragVerfasst: 11.08.09, 15:44 
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Halli Hallo Ihr lieben,

nach etwas längerer abstinenz werde ich mal wieder etwas schreiben "müssen", da ich noch so viele Fragen habe.

Bislang habe ich die Ausbildung nicht begonnen, da mir persönliche Dinge dazwischen gekommen sind, leider.

Wie so vielen, geht es mir so, das dies mein Traumberuf ist. Ich bin nicht so ein Typ Mensch, der "total auf Blaulicht steht"

Ich hoffe das mir meine paar Fragen beantwortet werden können, würde mich auf jeden Fall freuen:

Die "3" jährige Ausbildung bei der GARD wird ja vergütet, aber die Frage ist, bei den geringen Gehalt und den Lebenskosten (Versicherung) bleibt ja von 500 Euro nicht viel übrig. Der Bafög Beitrag würde bei mir auch nur bei ca 187 Euro liegen. Nun zur Frage: Kann man sich neben der Ausbildung durch Fahrten etwas dazu verdienen oder bleibt es bei den 500 Euro (in 1. Jahr).

Leider ist mir schon des öfteren zu Ohren gekommen, das die GARD`ler nicht kollegial wären... Nach der Kommunikation die ich bislang hatte konnte ich das in keinster Weise feststellen, alles lief immer höflich ab. Ist das Neider? oder etwas wahres dran?

Würde mich wirklich sehr freuen, wenn mir jemand noch etwas schreiben könnte, gerne auch per ICQ oder MSN.

Hoffe das ich dieses, spätestens nächstes Jahr bei der GARD meine Ausbildung anfangen kann und bin echt für jedes Info dankbar

gvl

Jana


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 11:04 
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In anderen Berufen bekommt man im ersten Lehrjahr nur um die 300 Euro. Also so schlecht stehst du dann gar nicht da.
Und Schichtzulagen werden je nach dem noch zusätzlich gezahlt.


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BeitragVerfasst: 01.09.09, 13:47 
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Hallo,

da ich derzeit selbst die Ausbildung zum RA mache kann ich dazu sagen:

1. Gefordert werden von der Landesschulbehörde 1600 Arbeitsstunden im RD/KT, wovon die überwiegende Anzahl (> 50%) im RD abgeleistet werden muss. Wird ein RTW "zweckentfremdet" und als KTW eingesetzt, kann die diensthabende Besatzung ja nichts dafür. Allerdings kommt es ja auch vor, dass ein (Notfall)KTW einen Notfalleinsatz fahren muss, was dann ja wieder für einen kleinen Ausgleich sorgt.

2. In HH und Umgebung sind Wohnungen sehr teuer. Wenn man sich allerdings mit einem WG-Leben oder ähnlichem anfreunden kann, sollte man kaum Probleme haben.

3. Natürlich wird über jedes Unternehmen "gelästert". Besonders die Privaten sind davon betroffen. Ich finde davon muss sich jeder seinen eigenen Eindruck machen.
Ich kann dazu aber sagen das ein ehemaliger Kollege bei GARD arbeitet und von dem habe ich noch nie eine Beschwerde gehört.

_________________
Schweb wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene


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