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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schulen in Berlin
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 Betreff des Beitrags: Schulen in Berlin
BeitragVerfasst: 30.07.08, 10:50 
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Hallo, ich bin der neue...
...erlaubt mir mich kurz vorzustellen: ich hab dieses Jahr mein Abi gemacht und habe vor Medizin zu studieren. Da man aber mit einem Schnitt von 2,0 ein paar (8-10) Wartesemester hat, werde ich vorher ein Jahr ins Ausland gehen und anschließend hier in Berlin eine Ausbildung zum RA machen, weil ich später eh etwas in die Richtung Notfallmedizin machen möchte.
Hier nun meine Fragen:
Gibt es Leute in diesem forum, die mir etwas zu den beiden Schulen Medakademie und NAW Berlin erzählen können? Gibt es Erfahrungsberichte? Wie ist der Ruf dieser Schulen? Die Ausbildung an der NAW ist ca.600€ teurer, liegt dies an qulitativen Unterschieden? Vielen Dank fürs Lesen und hoffentlich fürs Beantworten


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BeitragVerfasst: 02.12.08, 08:15 
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Hallo,

ich hoffe, Du hast Dich nicht für die MedAk entschieden.


Zuletzt geändert von kleenetnix am 02.12.08, 08:37, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 02.12.08, 08:20 
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Und natürlich kann man NAW wärmstens empfehlen.
Sie sind vielleicht teurer, aber dort sitzen die, die immer am Ball bleiben und Dir eine klare Antwort geben können.
Dort bist Du als Schüler wichtig.


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BeitragVerfasst: 09.12.08, 08:32 
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Tzja, und nun, kurz vor den Prüfungen, nehmen die internen Querelen so zu, daß die Schüler sich auf keine Aussage mehr verlassen können.

Mir tun inzwischen nicht nur die Schüler leid, sondern auch einige Dozenten.


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BeitragVerfasst: 09.12.08, 08:40 
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Das ist leider aber an vielen RD-Schulen so!

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BeitragVerfasst: 09.12.08, 10:10 
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hmmm....so massiv ? Unvorstellbar, oder ?
Die Schüler kaufen teure Bücher um sich dann sagen zu lassen : alles umsonst, wichtig sind die Handouts ....

Nur haben eben diese Schüler nie welche bekommen, weil Kopien zu teuer für die Schule sind.

Ist es in den anderen Schulen auch so, daß die Schüler kommen und gehen, wann sie wollen ? Essen im Unterricht ? Quatschen ? So laut, daß keiner mehr dem Unterricht folgen kann ??

Sehr beunruhigend...

Grüssle


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BeitragVerfasst: 09.12.08, 11:54 
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Meine Besorgnis liegt im verwirren der Schüler durch unterschiedliche Lehrmeinungen der Dozenten. Da Rate ich unseren werdenden RAs immer nur sich an die Meinung zu halten, die der Dozent hat der die Prüfung mit abnimmt. Die tatsächliche Ausbildung findet m.M.n. dann eh im Jahrepraktikum statt, wo sicher auf das viele Grundwissen, welches an der RD-Schule gelehrt wurde zurückgegriffen wird. Aber in der Praxis läßt sich einiges einfacher verstehen und auch erklären.

Wenn ich deine Aussage betrachte, dann Frage ich mich zum einen ob die Schüler denn tatsächlich diesen Beruf ergreifen wollen, denn ohne Grundlagen keine suffiziente weitere Ausbildung möglich und somit keine guten Vorraussetzungen fürs Abschlußgespräch. Zum anderen erhärtet es den Verdacht, dass einige RD-Schulen nur Geld mit der Ausbildung verdienen wollen, ob es dann später Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt gibt kann ja egal sein, weil der eigenen Klingelbeutel ist ja gefüllt.

Wieder ein weiterer Ruf für die 3-jährige Ausbildung, denn hier würde dann nur nach Personalbedarf ausgebildet und nicht die Jahrespraktikanten als billige alternative zum zweiten "Mann" mißbraucht, an die man sich ja nur 1 Jahr binden muß.

Gruß

Markus

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BeitragVerfasst: 09.12.08, 12:23 
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Jepp, das mit den unterschiedlichen Lerhmeinungen unterschreibe ich blind.
In der Prüfung sollte eben dieser Dozent sitzen - ebenfalls korrekt, nur leider nicht möglich, da eben dieser Dozent abserviert wird.
Übrigens einer, dem sein Beruf am Herzen liegt.
Und klar nehmen die Schulen das Geld und der Rest geht sie dann nichts mehr an.

Die 3 jährige Ausbildung hat auch noch den Vorteil, daß im Prüfungsausschuß Unabhängige sitzen - und nicht 3 aus der Schule und 2 von Ausserhalb - ein ziemliches Mißverhältnis, so sie jemanden auf dem Kicker haben, gelle ?

Ich versteh sowieso nicht, wieso so ein verantwortungsvoller Job von privaten Schulen ausgebildet wird. Da kann doch jeder machen, was er will.
Achja, und noch eine kurze Anmerkung von mir : Ich finde es äußerst und unumstritten wichtig, daß ein RettAssi Symptome erkennt. Aber völlig überflüssig, daß er mit dem Notarzt über Mikrobiologie fachsimpeln kann.
Ich stell mir das so vor : Da liegt der Patient, und die beiden schwafeln und schwafeln bis der Ärmste nur noch röchelt .....*zwinker*
Du weißt sicher, wie ich das meine.

Zja, und dann das Problem mit dem Anerkennungsjahr - genau, wenn man einen Platz gefunden hat, geht die Praxis los. Das ist gut so.
Bei einer 3 jährigen Ausbildung könnte man das eher und intensiver einbauen.

Warum wurde das bloß schon nicht längst per Gesetz verabschiedet ???

Grüssle


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BeitragVerfasst: 09.12.08, 21:39 
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Weil die Mühlen langsam mahlen. Aber alles wird gut! *kopfschüttel*

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BeitragVerfasst: 15.02.10, 10:53 
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Beiträge: 53
Wohnort: Berlin
Guten Morgen,

ich habe bisher von beiden Schulen nicht allzuviel Gutes gehört.
Nur zu NAW: auch unserer Organisation wurde von dieser Schule viel an Ausbildung angeboten. Jedoch auf unsere (ich sitze hier mit am Schreibtisch für die Abteilung Ausbildung und Ehrenamt) Nachfragen zu Ermächtigung und, und, und...gab es keine Antworten. Ich denke eine Schule die vernünftig ausbildet hätte hier kein Problem dazu Stellung zu nehmen.
Schließlich wollen wir unsere Helfer ja nach der Ausbildung auch so einsetzen können, und nicht die Ausbildung wiederholen müssen, weil sie dann nicht anerkannt wird.
Das waren aber unsere Bedenken nach der nicht erfolgten Korrespondenz...

Ich kenne die preislichen Unterschiede nicht, aber ich weiß, dass es auch noch die Rettungsdienstschule der Feuerwehr gibt und das DRK hat ja eben auch eine staatlich anerkannte Rettungsassistenschule...
und beides in Berlin

Ich würde mich da im Entscheidungsfall wohl eher auf die "großen" Anbieter verlassen als auf private.
Denn wenn die Ausbildung am Ende nicht anerkannt wird, ist das Geld wohl trotzdem weg.
Also vorher immer ganz genau schlau machen - schützt vor späterem Schaden.

Liebe Grüße
Marco

_________________
Wenn jeder nur ein bißchen mehr noch Kind wär´, dann wäre die Welt viel erwachsener...


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BeitragVerfasst: 05.09.10, 11:28 
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Hallo,

nun, da finde ich diese Gesprächsrunde ja sehr interessant.:)
Also, ich kenne beiden Schulen sehr gut und intensiv, da ich in beiden Instituten gearbeitet habe, nun hier aber nicht wirklich näher dazu Stellung beziehen möchte.

Da ich nun als Leiter eines Schulungs- und Simulationszentrum in Berlin tätig bin, welches dieses Jahr neu eröffnet hat, bin ich daran interessiert uns hier auch mal vorzustellen.
Die Fa. incentiveMED kennen vielleicht einige aus dem Bereich Aus-, Fort- und Weiterbildung. Wir haben uns gerade die internationalen anerkannten und auch international weiterführenden Weiterbildungen auf die Fahne geschrieben. Daher sind wir die einzigen in Deutschland, die eine 1 jährige Weiterbildung zum European Emergency Medical Service Paramedic geschaffen haben, welcher in vielen Ländern der Welt mittlerweile anerkannt ist. Weiterführend bieten wir im Bereich Intensivtransport einen 3 wöchigen Lehrgang an, der intensiv auf dieses Fachfeld vorbereitet. Wir sehen einen 2,5 Tage Divi Kurs als nicht erfolgversprechend, wenn es um so umfangreiche Kenntnisse geht. Daher haben wir den Kurs "Fachrettungsassistent für Intensivtransport" bzw. für die EEMS-Paramedics den "European Critical Care Paramedic" Kurs etabliert. Mittlerweile kommen viele Organisationen aus dem Bereich Intensivtransport und lasse Ihr Personal bei uns weiterbilden.
Wir gehören sicherlich nicht mehr zu den kleinen "privaten" Anbietern, dennoch steht bei uns eindeutig mehr Klasse statt Masse auf der Fahne. Kurse von mehr als 15 Personen im RA und RS sowie in den Weiterbildungen wird man bei uns nicht finden, da es pädagogisch und im Klasssengefüge absolut keinen Sinn macht. Struktur von Beginn bis Ende der Ausbildung ist gewährleistet was mich immer bei manchen Schulen abschreckt. Auch diese Powerpoint Pädagogik, die unproduktiv und vor allem pädagogisch und didaktisch eher was für die untere Schublade ist, gehört der Vergangenheit an. Gute Unterrichte führt man durch Lebendigkeit und Verständnis und nicht dadurch, das 50 Folien in 10 min,. auch einen Film ergeben.
Skirpt oder Handout als Verpflichtung finde ich fragwürdig, gerade wenn hier keine Fachbücher für die Ausbildung benutzt werden. Grundlage für eine Ausbildung ist die weitere Bearbeitung der Themen durch den Schüler zu Hause. Dafür braucht man ein Buch. Auch für Gruppenarbeiten ist es die Basis, um diese überhaupt sinnvoll durchführen zu können. Das sind einige Details, die mich manchmal bei RD Schulen verzweilfeln lassen.
Diese Geschichte mit den "privaten Schulen" etc. finde ich nicht als richtig dargestellt. Es sind alles private Schulen!! Es gibt keine staatliche Schulen für den Rettungsdienst, sondern nur staatl. anerkannte Schulen. Daher ist auch eine Schule der HiOrg eine "private" Schule und nichts weiter. Dennoch findet man bei den HiOrg Schulen häufig eine engstirnige und von der HiOrg vorgegebene Schulmeinung zu vielen Dingen, gerade in Rechtsfragen, die nicht unbedingt stimmig sind, mit der derzeitgen Situation und allgemeinen Rechtsauffassung. HiOrg Schulen sind prinzipiell nicht schlechter und besser als die "anderen privaten" Schulen. Zu guter letzt kann man nicht wirklich sagen, welche guten Ansätze eine Schule hat und welche schlechten. Hier wäre ein Scoring-System mit Übersicht und einheitlichem Stempel für Qualität bei diesen gesamten Schulbild notwendig. Dennoch wollen dieses die meisten Schulen nicht, da sie sich dann über die Schulter blicken lassen müssen und ggf. eine schlechte Bewertung abfallen würde.

Nun, ich bin gespannt was in diesem Bereich in der Zukunft passiert. Aber solange noch RAiP im Rettungssanitäterbereich und RettAssbereich ausbilden und unterrichten dürfen, solange Rettungssanitäter ohne Rettungsdiensterfahrung und Weiterbildungen, sowie auch RAiP die Schulleitung in Schulen übernehmen dürfen, solange mache ich mir wenig Gedanken über durchweg gute Schulen in diesem Bereich.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Steingrobe

_________________
Advanced Care Paramedic - Queensland Ambulance Service (Australia)


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BeitragVerfasst: 26.11.10, 20:30 
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Beiträge: 2
Wenigstens haben die anderen Schulen es nicht nötig, hier Werbung zu machen. Insbesondere nicht mit Ausbildungen, die mehr Buchstaben für ihre Abkürzungen benötigen, als das Wort "Rettungssanitäter" enthält. Meine Meinung: Wer 2 Visitenkarten braucht um alle seine Qualifikationen unterzubringen, hat eindeutig zu wenig Zeit in der Realität im deutschen Rettungsdienst verbracht. Solange mir ein diastolischer Wert auch ohne vorhandenes Stethoskop stolz angesagt wird, sollte man sich über die Basisausbildung des Rettungsfachpersonals Gedanken machen. Wer dann noch Lust, Zeit und vor allem viel Geld übrig hat und invasive Maßnahmen unter Umgehung deutscher Gesetze (Arztvorbehalt einiger Maßnahmen) am wehrlosen Patienten anwenden möchte - dann lohnt sich eine gefühlt 10- jährige Ausbildung zum Weltparamedic ganz sicher.

Grüße an die Mitfühlenden

Sandro


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BeitragVerfasst: 26.11.10, 21:22 
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Registriert: 13.07.08, 20:59
Beiträge: 262
Wohnort: Queensland - Australien
Hallo Sandro,

ich finde es ja immer schön wenn ich auch mal auf negative Kritik reagieren kann, denn sie ist ehrlich gesagt, rar gesäht.

Nun zu Ihren Ausführungen.
Punkt eins machen wir nicht direkt Werbung sondern informieren hier. Das ist auch der Sinn eines Forums. Man tauscht sich aus und informiert.
Vorerst weiß ich nicht, wo Ihr Frust herkommt. Mir ist es auch egal, denn am Anfang stand die Berufswahl und die Wahl wo ich das ausüben möchte. Daher bitte ich, dass wir in konstruktiven Gesprächen hier uns bewegen.

1. Ich habe sicherlich mit 14 Jahren deutschem Rettungsdienst ausreichend Erfahrung gesammelt in dem was Deutschland anbelangt und was auch in Deutschland möglich ist. Mir scheint, dass es bei Ihnen nicht so viele sind, oder sie einfach zu wenig rumgekommen sind.
Der Arztvorbehalt gilt nicht für den Rettungsassistenten und den Rettungsdienst (Nadler et. al. - Arztvorbehalt im Rettungsdienst 2010), weiterhin kenne ich keine Gesetze die mir erweiterte Tätigkeiten verbieten sollten. Hier gibt es derzeit genügend Gutachten, Urteile (Mayen etc) die das bestätigen. Also bitte nennen sie, wer mir was verbieten sollte, ausser mein nicht vorhandenes Wissen und Fähigkeiten.

2. Was Sie gegen die Abkürzung einzuwenden haben, verstehe ich nicht. Sie sind überall in der Medizin und auch im Rettungsdienst zu finden. Punkt. Und ob und wieviele ich hinter meinen Namen setze, macht micht nicht zum besseren Menschen, aber zu jemanden, der nicht stehen bleibt und sich weiterbildet, was hier in Deutschland ja eher nicht der Fall ist. Lesen Sie mal amerikanische oder canadische oder australische Fachliteratur der Notfallmedizin. Sie werden es dort auch bei den Autoren widerfinden.
Warum wir uns in Deutschland immer verstecken und so wenig Stolz auf das sind was wir darstellen und sind, verstehe ich nicht. Das ist definitiv in den Paramedicnationen anders und das macht sie denke ich auch aus. Sie identifizieren sich mit dem was sie tun und zeigen das auch offen. Nicht um zu posen, es gehört einfach dazu. Wir verstecken uns nur und sagen noch nicht mal mit Stolz, das wir Rettungsassistent etc. sind. Warum, weil die breite Masse des RD in Deutschland einfach schlecht ist. Das ist so und das kann ich nach meinen zahlreichen Jahren RD in Deutschland sicher evaluieren.

3. Meine Maßnahmen die ich als EEMSP, ECCP und auch als CC-EMT-P der University of Maryland erworben habe, habe ich unter Fachärztlicher Supervision sauber erlernt und trainiert, geprüft bekommen und halte mich jährlich über eine erneute Supervision fit darin. Wenn ich narkose mache oder eine Thoraxdrainage lege, dann habe ich das intensiv trainieren müssen und sehr gut beigebracht bekommen. Sonst würde ich das auch nicht durchführen. Der Vergleich mit deem wehrlosen Patienten ist nicht nur lächerlich sondern auch grotesk. Kein Paramedic macht in der Welt irgendwas, was er nicht 100% abgenommen bekommen hat und beherrscht. Daher kann man sicher darauf vertrauen, was die Jungs können und was nicht. Genauso habe ich meine Maßnahmen sichern müssen.
Komisch das sogar die neuen ERC Guidelines besagen, das die Paramedicgeführten Nationen ein deutlich besseres Outcome bei Reanimationen mit ROSC haben, als die Arztdominierten Nationen. mh....ob das wohl an der Einheitlichkeit, der Qualität der Maßnahmen und den jährlichen Überprüfungen liegen mag??? Ich glaube schon.

Fazit: Wir haben eine sehr hohe Akzeptanz in Deutschland bei denen die was zu entscheiden haben und auch sich mit einer hohen Qualität in der Aus- und Weiterbildung der Notfallmedizin auseinandersetzen. Nicht umsonst sind wir Kooperations und Schulungspartner von vielen Rettungsdienstbereichen, Kliniken und führen internationale Projekte im Auftrage von verschiedenen Nationen durch, Ihre Rettungsdienststrukturen zu professionalisieren und zu erweitern. Wenn wir nur heiße Luft blasen würden, dann wäre das einmal so, aber wir hätten sicherlich keine Folgeaufträge, die aber nun seit einigen Jahren bestehen.

Also lieber Sandro. Ich weiß nicht wo ihre Probleme liegen. Obs der Job ist, das Geld, die Anerkennung. Aber ich weiß eines. Das wenn Sie uns und mich wirklich kennen würden, die Arbeit die wir leisten um denjenigen, die sich dafür interessieren, ein hohes Maß an Wissen, Sicherheit bei der Arbeit mit dem Patienten und auch Skills bieten, anders schätzen würden.

Somit verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Sascha Steingrobe

_________________
Advanced Care Paramedic - Queensland Ambulance Service (Australia)


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BeitragVerfasst: 27.11.10, 07:00 
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Registriert: 26.11.10, 20:21
Beiträge: 2
Chapeau! :)

Sandro


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