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medizin-forum.de • Thema anzeigen - 30Std. Fortbildung durch medizinstudium erledigt?
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BeitragVerfasst: 26.10.07, 15:40 
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Beiträge: 10
Wohnort: Marienheide --->Köln--->Greifswald
Hallo zusammen...ich und viele meiner Mitstudenten haben vor ihrem Studium(medizin) eine Ausbildung zum RS bzw. RA gemacht.
Einige von uns arbeiten neben dem studium noch als RS/RA.
Nun hat sich uns die frage gestellt ob es möglich ist, sich die 30 Stunden Fortbildung im Jahr zu ersparen (es kostet Geld und Zeit die wir nicht haben...ausserdem gibt es hier so weit ich weis keine Fortbidungen im block sondern nur als 2 stunden pro Woche System auf den wachen). Und ich habe das Gefühl das ich mich mit meinem Studium genug weiter bilde.
Nun die frage: gibt es eine Gesetzliche grundlage auf die ich mich da berufen kann.
an wenn muss ich mich wenden ...(ich denke mal an den ärztlichleiter RD hier an der Uni??)?
hat jemand damit schon Erfahrungen gesammelt...(vieleicht sogar in Greifswald)?

über antworten freue ich mich

grüsse Jan


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BeitragVerfasst: 26.10.07, 16:47 
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DMF-Moderator

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Hallo Jan,

eine ewig diskutierte Frage :-)
Antwort: Weder im RettAssG noch in der RettAssAPrV ist von einer 30-stündigen Pflichtfortbildung die Rede. Die Fortbildungspflicht resultiert also entweder aus dem jeweils gültigen Rettungsdienstgesetz der Länder (das ist nur in ganz wenigen Ländern der Fall, bspw. Niedersachsen) oder aus einer Forderung des Arbeitgebers. Demzufolge liegt es auch im Ermessen des Arbeitgebers Umfang und Art der Fortbildung festzulegen.
Fortbildungen im Block könnte man in der Anästhesie, Notaufnahme usw. abhalten. Der Greifswalder Notärztetag wird ebenfalls als zweitägige FoBi anerkannt.

Bleibt wohl nur der Gang zum Arbeitgeber, welche Regelung er sich von seinen Pauschalkräften wünscht. Im Sinne des Gesetzes hat ein 400 Euro RA oder eine gelegentliche Aushilfe allerdings die gleiche Bringepflicht wie ein festangestellter RA. Schlimmstenfalls bist du für den Arbeitgeber eben nicht mehr im Rettungsdienst einsetzbar.

§5 Gesetz über den Rettungsdienst für das Land Mecklenburg-Vorpommern
(Rettungsdienstgesetz - RDG M-V) hat geschrieben:
Wer Notfallrettung oder Krankentransport betreibt, ist verpflichtet, für eine regelmäßige Fortbildung des Personals zu sorgen. Die Fortbildung hat sich darauf zu richten, daß das Personal den jeweils aktuellen medizinischen und technischen Anforderungen gerecht wird. Auf Verlangen sind der zuständigen Behörde die Fortbildungsmaßnahmen und die Teilnahme an diesen nachzuweisen.



Gruß,

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 26.10.07, 17:21 
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Interessierter

Registriert: 31.08.06, 21:53
Beiträge: 10
Wohnort: Marienheide --->Köln--->Greifswald
hi eric...du bist doch auch bei hks....weist du wie das da ist( schick mir doch mal ne mail...muss man ja nich hier gequatschen)


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BeitragVerfasst: 26.10.07, 17:43 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Sollen doch alle was davon haben :-) Ausserdem hab ich nix zu verbergen....

Dröseln wirs mal auseinander: Das Rettungsdienstgesetz sagt es doch ganz klar. Es geht um aktuelle medizinische und technische Anforderungen des Rettungsdienstes. Jetzt büffeln alle Medizinstudenten artig Anatomie und Biochemie und beschäftigen sich mit den Anforderungen einen Arzt-Patienten-Gespräches.... wo bleibt in den Jahren die Notfallmedizin?
Seit ein paar Wochen wurde im Greifswalder Rettungsdienst ein neues "Reanimations-Brett" eingeführt, das sollte man sich mal angesehen haben. Die jährliche Zertifizierung durch den ÄLRD zur Notkompetenz sollte obligat sein, damit eben dieser im Ernstfall den Kopf für einen hinhält.

Man verzeihe mir den etwas harten Ton, aber ich denke, es ist klar, worauf es hinausläuft. Medizin studieren und Rettungsdienst sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Gruß,

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 26.10.07, 17:47 
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Registriert: 02.07.06, 12:42
Beiträge: 252
Wohnort: Verden
Moin Jan

für NRW gilt folgendes: Das Rettungsdienstpersonal (§ 4 = RH, RS und RA) ist nach § 5 (Gesetzliche Verhaltensregen für das Rettungsdienstpersonal) verpflichtet, jährlich an 30 Stunden aufgabenbezogene Fortbildungen teilnehmen und nachweisen.

Bis denne
Frank


Zuletzt geändert von FLindi am 27.10.07, 20:28, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 27.10.07, 19:30 
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DMF-Moderator

Registriert: 30.01.05, 10:41
Beiträge: 983
Hallo !

Ich verstehe die Interessen schon, Synergismen zu nutzen könnte ja wirklich toll sein. Aber seien wir mal ehrlich, welchen Stellenwert hat die Notfallmedizin im Studium und auch der klinischen Medizin ?

30 Stunden Notfallmedizin im ganzen Studium wäre doch ein Traum. Daher denke ich, sollen Rettungsdienst-bezogenen Fortbildungen als solche besucht werden. Blockveranstaltungen können dies sicher vereinfachen, man muss sich halt umhorchen, wo was läuft und auch anrechenbar ist. Siehe Beispiel von Erik.

Sollten einzelne Lehrveranstaltugen sich explicit mit dem Thema Notfallmedizin befassen, ist eine Anrechenbarkeit vielleicht möglich, die Anzahl dieser Veranstaltungen sind jedoch meist sehr gering.

mfG

Erbschwendtner

_________________
Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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