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medizin-forum.de • Thema anzeigen - ANERKENNUNGSJAHR BEI PRIVATEM RETTUNGSDIENST
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BeitragVerfasst: 20.09.07, 10:35 
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Beiträge: 1
Hallo ans Forum,

ich stehe momentan vor der schwierigen Suche nach einem Praktikumsplatz für das Anerkennungsjahr als Rettungsassistent.
Bis jetzt habe ich nur eine Zusage eines privaten Rettungsdienstes, der eine staatlich anerkannte Lehrrettungswache unterhält.
Allerdings habe ich jetzt mehrmals gehört, dass ein Anerkennungsjahr bei einem privaten Anbieter nicht in allen Bundesländern anerkannt wird.
Im Umkehrschluss heißt das also, dass ich gezwungen bin bei Hilfsorganisationen wie DRK, JUH etc. mein Praktikum zu absolvieren, was aber häufig bedeutet das ich das Jahr ehrenamtlich bzw. zu einem Hungerlohn ableisten muss.
Kann mir vielleicht jemand einen Präzedenzfall oder ähnliches liefern, worin das Problem mit den privaten Anbietern geschildert wird?


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BeitragVerfasst: 20.09.07, 10:43 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Hallo Rabaka,

es gibt dazu keinen Präzedenzfall. Wenn es sich um eine anerkannte Lehrrettungswache handelt, darf Ihnen die Behörde die Urkunde, die zum Tragen der Berufsbezeichnung berechtigt, nicht verweigern. Ggf. können Sie sich vorher bei der zuständigen Stelle (Regierungspräsidium bzw. Landesprüfungsamt für Heilberufe) informieren. Zuständig ist immer die Stelle, wo Sie Ihre schulische Ausbildung absolviert haben.

Laut einem Urteil des LAG Dresden (googeln Sie mal) sind Verträge in denen das Anerkennungsjahr unentgeltlich absolviert wird sittenwidrig. Unter Umständen könnten Sie also auch im Nachhinein entgangenes Gehalt einfordern.

Viel Erfolg !

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 20.09.07, 21:11 
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Interessierter

Registriert: 12.06.07, 16:04
Beiträge: 16
Guten Abend,
soweit ich weis gab es am LAG Dresden nur einen Vergleich. Das Gericht hat klar gemacht, daß die HIOG bei einem Urteil auch nachzahlen muss. Daher war es Billiger dem Vergleich zuzustimmen was die ja auch getan haben. Wäre es zu einem Urteil gekommen wäre das ein Grundsatzurteil und man hätte jeden Bezahlen müssen, was natürlich noch teurer gekommen wäre. Nicht dumm ne`.

Im übrigen habe ich mein Anerkennungsjahr auch bei einem Privaten gemacht und es gab keine Schwierigkeiten. Den meisten Gesundheitsämtern oder Feuerwehren ist es glaube ich auch egal.

Tschüss

Kai


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BeitragVerfasst: 21.09.07, 06:47 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Bitte sehr: URTEIL im Namen des Volkes - Revision zurückgewiesen.

Die Revision vor dem BAG Erfurt zog das DRK Dresden selbst zurück, als das BAG signalisierte dem LAG in seinem Urteil folgen zu wollen. Damit haben wir zwar kein Grundsatzurteil, aber zumindest einen Präzedenzfall.

Schönes Wochenende allen.

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 11.09.08, 09:09 
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Registriert: 01.02.06, 16:45
Beiträge: 277
Erik Eichhorn hat geschrieben:
Laut einem Urteil des LAG Dresden (googeln Sie mal) sind Verträge in denen das Anerkennungsjahr unentgeltlich absolviert wird sittenwidrig. Unter Umständen könnten Sie also auch im Nachhinein entgangenes Gehalt einfordern.
Viel Erfolg !


Ganz aktuell dazu : http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewt ... 916#379916


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BeitragVerfasst: 10.10.08, 17:36 
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Registriert: 01.02.06, 16:45
Beiträge: 277
Der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht hat heute stattgefunden. Ich habe den Saal mit einer Abfindung in Höhe von mehreren tausend Euro und einem guten Arbeitszeugnis verlassen.

Ich kann nur jedem dazu raten es mir gleich zu tun.


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