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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Hibbelig-aufgeregt- trotzdem RS werden?
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BeitragVerfasst: 05.06.07, 20:04 
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Registriert: 05.06.07, 19:50
Beiträge: 2
Hallo,
ich bin gan z neu hier und hoffe, dass der Beitrag hier in diesen Forenbereich passt...

Ich bin bereits seit 2 Jahren Sanitätshelferin. Seit letztem Jahr fasziniert mich der Beruf RS/ Ra zzunehmend, so dass ich dieses Jahr eine Art "Schnupperpraktikum" auf dem RTW machen durfte (insgesamt 4 Wochen).
Jetzt durfte ich zwei drei Mal tatsächlich an einem Patienten arbeiten. Dabei ist mir (und wohl auch allen anderen) aufgefallen, dass ich wahnsinnig hibbelig und nervös bin. Bei einem Polytrauma war ih so nervös, dass ich kaum das Braunülenpflaster aufkleben konnte.
Meine Kollegen meinten, dass sich das noch geben werde, da ich die richtige Ausbildung noch gar nicht begonnen habe.
Ich bin mir jetzt sehr sehr unsicher, denn die Ansgst, etwas falsch zu machen, hat mich in der letzten Woche im Praktikum völlig übermannt.
Jetzt meine Frage: Lohnt sich die Ausbildung noch oder meint ihr, dss man dieses Aufgeregtsein gar nicht mehr in den Griff bekommt??
(Ich bin euch total dankbar für eure ehrliche Meinung)


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 Betreff des Beitrags: Nur Mut
BeitragVerfasst: 05.06.07, 22:15 
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Registriert: 28.03.07, 05:27
Beiträge: 52
Wohnort: Gera
Hallo Julie80,
ich denke, jeder der heute ach sooo erfahrenen Kollegen hat einmal nervös und aufgeregt im RD begonnen. Wenn die Kollegen/innen ehrlich sind, kann bestimmt jeder mindestens einen der erlebten ersten Notfalleinsätze minutiös wiedergeben. Bei meiner ersten Sondersignaleinsatzfahrt (Grund: Kopfplatzwunde nach Schlägerei) war ich so aufgeregt, dass mir die Kniee zitterten und es mir schwer fiel, Gas-und Bremspedal vernünftig zu bedienen.
Nun ist eine Polytraumaversorgung nicht gerade das, was man zum Berufseinstieg als den Gradmesser nehmen sollte. Dieses Verletzungsmuster treibt meiner Meinung nach allen beteiligten Rettern (egal welche Ausbildung) auch nach Jahren der Erfahrung noch den Schweiss auf die Stirn.
Grundvoraussetzung für eine suffiziente Patientenversorgung ist jedoch eine solide Grundlagenbildung, welche wenn ich es richtig verstanden habe (im Sinne einer RS/RA-Ausbildung)noch nicht vorhanden ist. Deshalb geht man ja erst in eine Schule, um dort zu lernen, wie man in Notfallsituationen arbeiten sollte und wie man sich selbst "in den Griff" bekommt . Also wenn der Wille so stark ist, in diesem Beruf arbeiten zu wollen und diese erlebten Realsituationen dich psychisch nicht "umgehauen" haben, dann bleib am Ball und lasse dich vernünftig ausbilden!
Aber denke immer daran, der Wille allein reicht nicht aus! Man muss auch zu Lernen bereit sein und das nicht nur während der Ausbildungszeit!!!
Fehler machen wir alle. Es gilt, die Anzahl dieser durch Wissen, welches in der Praxis jederzeit abrufbar sein sollte, zu minimieren.
Also: Viel Erfolg bei der Umsetzung deiner Berufsziele!

Bis denne


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BeitragVerfasst: 06.06.07, 21:17 
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Registriert: 27.01.07, 13:57
Beiträge: 364
Wohnort: Schwarzwald
Ich glaube, fast jeder, wo das erste mal mit Patienten konfrontiert wird, ist nervös. Als ich meine ersten Praktia-Schichten hatte, konnte ich meine Nervösität auch kaum verbergen. Daß dies dummerweise noch Nachtschichten waren, machte alles noch schlimmer, denn ich brachte kein Auge zu.
Wieviele Schichten bist du denn nun schon gefahren?
Wenn es dir hilft, dann sage deinem RA, daß du erstmal weiterhin nur zuschauen willst. Es ist auch dem Patienten nicht geholfen, wenn du vor Aufregung beim Blutdruckmessen keine Töne hörst, oder den Puls nicht fühlen kannst, und dann immer jemand nachmessen muss.

Wenn du wirklch interesse an dem Berufsbild RA hast, rede mit dem Wachenleiter, und frage, ob du nach den 4 Wochen noch hin und wieder auch mal am WE mitfahren darfst. Nur wenn du regelmäßig Patientenkontakt hast, und dich auch an die Einsätze im allgemeinen gewöhnst, wirst du ruhiger. Auch viele SanDienste bei gewissen Veranstaltungen helfen, um einfach eine gewisse Routine reinzubekommen.


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BeitragVerfasst: 09.06.07, 13:21 
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Registriert: 06.12.06, 10:12
Beiträge: 123
Sehr geehrte Julie80,
es ist glaube ich sehr normal, wenn man bei den ersten Einsätzen nervös ist. Ich war es auch und als der Melder dann mal ging immer tierisch aufgeregt. Bin ich heute immernoch, bin zwar auch noch nicht so lange dabei und auch nicht mehr in dieser Form, aber man sollte sich fragen: warum ist man nervös?....weil man Angst hat etwas falsches, Patientenschädigendes zutun....wenn der Patient einem wichtig ist, ist das doch nicht schlecht. Man sollte, wie Herr Franko schon mitteilte natürlich nachher aus dem Einsatz immer möglichst viel lernen, den Einsatz nochmal im Kopf abspielen und sich selber viele Fragen stellen. Wenn man das tut, dann gelangt man bald zu einer gewissen Sicherheit, die die Nervösität langsam einschränkt.


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BeitragVerfasst: 18.06.07, 14:36 
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Registriert: 05.06.07, 19:50
Beiträge: 2
Vielen lieben Dank an alle.
Jetzt nch einigen weitern Schichten geht es plötzlich...Hatte einige Gespräche mit dem LRA und bin ausschließlich bei ihm mitgafahren, so dass wir wunderbar über die Einsätze sprechen konnten.. Da er sehr ruhig ist, hat er mir sehr sehr geholfen.


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BeitragVerfasst: 18.06.07, 15:48 
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Registriert: 27.01.07, 13:57
Beiträge: 364
Wohnort: Schwarzwald
Das ist ein gutes Zeichen.

Es war bei mir auch so, daß ich, wenn ich meinem RA (LRA) vertrauen konnte, mich viel besesr fühlte. Auch, wenn er mich hin und wiedre mal plötzlich vor ganz gemeine Situationen stellte.


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