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medizin-forum.de • Thema anzeigen - RettAss dann Studium
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 Betreff des Beitrags: RettAss dann Studium
BeitragVerfasst: 10.12.04, 10:29 
hallo an alle die mir helfen können.

bei mir entwickelt seit längerer Zeit der Wunsch Medizin zu studieren, vor allem auch da ich seit einigen Monaten im Rettungsdienst als Zivi tätig bin.
Mein Problem ist, dass mein Abischnitt mit 2,7 nicht gerade zu den Besten gehört.

Ich habe mir allerdings die Alternative angesehen erst die 2-jährige Ausbildung zum RettAss zu machen um dann aufgrund meiner Wartezeit an einen Studienplatz zu gelangen.

Wie sinnvoll ist das?
Kann ich mein Vorwissen dann im Studium benutzen?

Schreibt mir alles was mir helfen kann

Vielen Dank im Voraus

Mfg Dicker


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.12.04, 10:43 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Hallo Dicker (ist der Name Programm?),

schön, daß du Spaß an der Arbeit im RD gefunden hast. Aber allgemeingültige Antworten auf deine Fragen
Zitat:
Wie sinnvoll ist das?
Kann ich mein Vorwissen dann im Studium benutzen?

kann ich Dir natürlich auch nicht geben. Ich denke, wenn du Spaß daran hast, mach den Kurs. So hast du die Chance auch während dem Studium zu fahren und Dir ggf. das Studium zu finanzieren.
Das Studium selbst denke ich, wird dir nur wenig leichter fallen. Die Kenntnisse zu Anatomie und Physiologie die der RA vermittelt bekommt sind allenfalls rudimentär zu sehen. Im Bereich der Terminologie dürfte dir evtl. ein kleiner Vorsprung gewiss sein.

Viel Glück auf deinem Weg....

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.12.04, 12:32 
Vielen Dank erstmal

Nein der Name ist nicht Programm, ist mein Spitzname!

Danke nochmals


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.12.04, 13:48 
Hallo Dicker ! :D

Ich habe es ähnlich gemacht. Aber nicht wegen des Notenschnittes.

Ich habe viel gelernt, vor allem im Umgang mit Patienten und Notfällen. Das ist ein Gebiet was im Studium nicht so sehr vermittelt wird. Das Studium wird nicht leichter dadurch, aber in weiterer Folge das Arbeiten, du kannst die Patienten besser einschätzen und bist in Notfällen ruhiger.

mfg

g@st


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BeitragVerfasst: 10.12.04, 17:47 
Hi Dicker,

zur Kombi Rettungsdienst-Studium kann ich Dir nichts sagen. Ich bin Arzt, arbeite als Notarzt und würde Dir vom Medizinstudium an sich abraten oder zumindest raten, Dir das genau zu überlegen !
Folgende Gründe:
-das Studium ist mit 12 Semestern sehr lang, d.h. Du brauchst MINDESTENS 6 Jahre, bis Du fertig bist. Wähend des Studiums absolvierst Du OHNE Bezahlung: 2 Monate Krankenpflegepraktikum + 4 Monate Famulaturen während der Semester"ferien" sowie 12 Monate praktisches Jahr. Ist also auch eine Sache der Finanzen (hier einen ganz lieben Dank meinen Eltern !!!), denn während der Praktika kann man kaum mehr nebenher arbeiten.
-wenn Du mit dem Studium durch bist, mußt Du noch jahrelang (Minimum 4 Jahre !) im Krankenhaus und/oder Arztpraxen "knechten", um die Facharztweiterbildung zu absolvieren. In dieser Zeit verdienst Du mit dem Grundgehalt nach BAT nicht viel mehr, als ein RA mit Schichtzulagen (in der Arztpraxis sogar eher weniger). Arbeitspensum in der Klinik pro Woche ca. 60-90 Stunden, falls das EU-Arbeitszeitgesetz (wie zu befürchten) auch weiterhin nicht umgesetzt wird.
-mit dem bestandenen Facharzt kannst Du entweder als Oberarzt weitermachen, falls Du eine der wenigen Stellen ergatterst, d.h. zur 40 h-Woche kommen noch Minimum 100 h im Monat schlecht bezahlte Bereitschaftsdienste. oder Dich niederlassen in eigener Praxis, was finanziell extrem kostspielig und zur Zeit nur noch in "unlukativen" ländlichen Gebieten möglich ist.

Ich bin seit Ende 1986 mit dem Studium fertig, seit 1995 Facharzt für Innere Medizin. Die normale Zeit bis zum Facharzt Innere sind 6 Jahre, was aufgrund des riesigen Kataloges zu erfüllender Untersuchungen mit meist mehrfach nötigen Klinikwechseln gar nicht zu schaffen war.
Nach dem Studium war ich dank Ärzteschwemme erstmal ein Jahr arbeitslos, dann bis 1999 in verschiedenen Kliniken und einer Praxis tätig. Danach konnte ich weder die Nachtdienste, noch die vielen Arbeitsstunden mehr ertragen, habe dann die Akutmedizin verlassen und in einer Überdruckkammer gearbeitet (eher langweilig), danach dann in einem Plasmaspende-Center (nervtötend), bis ich seit 2002 wieder in die Notfallmedizin eingestiegen bin. Seit August diesen Jahres arbeite ich freiberuflich als Notärztin und bin total happy ! Ist aber eher selten, so einen Job zu kriegen, da die meisten Notarztstandorte von Klinikärzten besetzt werden (ist billiger !), d.h. Du mußt dann den Klinikjob in Kauf nehmen, um Notarzt fahren zu können.

Naja, ich hab jedenfalls mal unter 16 jahrelang im Beruf tätigen Klinik-Kollegen eine Umfrage gemacht, wer nochmal Medizin studieren würde. Resultat: EINER hätte es nochmal gemacht mit der Begründung, daß er nicht wüsste, was er sonst machen solle. Alle anderen würden es nicht mehr studieren, nicht weil der Beruf an sich nicht schön ist, sondern wegen der erdenschlechten Arbeitsbedingungen.

Bevor Du die Entscheidung triffst, ein Medizinstudium zu beginnen, würde ich Dir dingend raten, Dich mal mit fertigen Ärzten zu unterhalten, wie die Ihren Job und di Arbeitsbedingungen finden. Ich hatte damals leider keine Gelegenheit dazu und wusste echt erst Ende des Studiums, auf was ich mich da eigentlich eingelassen habe...

Ich wünsche Dir viel Glück bei Deinen Entscheidungen nd viel Spaß im Rettungsdienst !

doc-in-not


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.12.04, 19:44 
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Interessierter

Registriert: 03.11.04, 09:52
Beiträge: 5
Wohnort: Hannover
Also ich habe mich genau für den Weg entschieden den Du anstrebst, im übrigen auch wegen des doch etwas zu schlechten Abi-Schnittes :lol:

Ich würde es auf jeden Fall immer wieder so machen. Die Ausbildung zum RettAss war schon an sich sehr interessant und ich habe auf jeden Fall eine ganze Menge gelernt. Das kommt einem im Studium doch sehr zu gute. Vor allem bei den alltäglichen Aufgaben in den Praktika, wie z.B. i.v. Zugänge usw., merkt man doch einen erheblichen Vorsprung gegenüber den Komillitonen. Auch im Umgang mit den Patienten ist man um einiges sicherer.

Trotzdem will ich mich auch dem vorherigen Beitrag anschließen, das Medizin-Studium bzw. der Beruf des Arztes (wie auch alle anderen medizinischen Berufe) ist heutzutage mit vielen Entbehrungen verbunden. Die Arbeitsbedingungen sind schlecht und die Bezahlung doch ziemlich miserabel (von wegen Medizin-Studium und dann fette Kohle :wink: ). Man sollte sich also genau überlegen ob man wirklich dahinter steht, dann wird man in diesem Beruf auch seine Erfüllung finden.

_________________
Der Autor ist Rettungsassistent und Student der Medizin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.12.04, 17:45 
Also ich bin in meinem Job glücklich.

Medizin sofort und jederzeit wieder.

Das einzige was mich etwas genervt hat, waren (sinnlose) Teile vom Studium.

Wunschberuf: Arzt !!!

Aber die Kollegen haben schon recht, wenn die Motivation nicht stimmt, dann ist kein Traum sondern ein Alptraumjob.

Aber für mich bleibt es mein Traumjob :lol: :wink: :lol:

mfg

g@st


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 Betreff des Beitrags: Motivation ?
BeitragVerfasst: 12.12.04, 09:34 
g@st hat geschrieben:
Also ich bin in meinem Job glücklich.

Medizin sofort und jederzeit wieder.

Das einzige was mich etwas genervt hat, waren (sinnlose) Teile vom Studium.

Wunschberuf: Arzt !!!

Aber die Kollegen haben schon recht, wenn die Motivation nicht stimmt, dann ist kein Traum sondern ein Alptraumjob.

Aber für mich bleibt es mein Traumjob :lol: :wink: :lol:

mfg

g@st


Hallo g@st,

also an meiner Motivation liegt es meines Erachtens nicht, daß ich den Beruf des Arztes nicht nochmal ergreifen würde. Der Beruf an sich ist sehr schön, oft interessant und auch persönlich bereichernd (jetzt als Notarzt find ich das sogar zu 100 %).
Es sind vornehmlich die Arbeitsbedingungen, der enorme Verlust an privater Lebensqualität durch die Arbeitszeiten sowie zu einem kleineren Teil auch die völlig maßlose Anspruchshaltung einiger Patienten (vor allem derer, die den Arzt mit einer Autoreparaturwerkstatt verwechslen- grins), wegn derer mir über längere Zeiten die Lust am Arztsein vergangen ist.

Sicher kommt es auch sehr darauf an, welches Fachgebiet und welche Art der Tätigeit (Klinik, Praxis ect.) man ausübt. Daß Du als Arzt total glücklich bist, freut mich wirklich, würde mich aber auch interessieren, was genau Du fachlich machst und wie lange schon.

Einen kollegialen und freundlichen Guß von doc-in-not !


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.12.04, 09:51 
Hallo Doc in Not !

Das möchte ich nicht im Forum posten.

Schick mir Deine mail Adresse an Notfallmedizin@gmx.de :lol:
dann melde ich mich bei Dir mit einem Kurzlebenslauf :oops:

liebe Grüsse

g@st :D


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 Betreff des Beitrags: Wartesemesteranerkennung
BeitragVerfasst: 08.03.05, 13:37 
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DMF-Mitglied

Registriert: 08.03.05, 13:03
Beiträge: 27
Hallo zusammen!
Aaalso: Ich raufe mir derzeit auch die Haare, ob ich zum nächsten Wintersemester versuchen soll, mich um einen Medizinstudiumsplatz zu bewerben.
Ich bin jetzt 24 Jahre alt, seit 2000 im RD tätig und seit 2 Jahren RettAss. Habe vorher Abi gemacht mit einem NC von 3,3 :-(.
Weiss jemand von Euch wie das aussieht mit der Anerkennung von Wartesemestern? Jemand in meinem Bekanntenkreis behauptete neulich, meine gesamte Berufszeit würde als Wartesemester anerkannt, obwohl ich bisher noch nicht eingeschrieben war. Stimmt das oder wie ist da die Regelung? Wird z.B. Zivildienst und Ausbildungszeit auch anerkannt?
Weiterhin hab ich gehört, dass an der RWTH Aachen (meine Wunschuni) mittlerweile nur noch ein Modellstudiengang Medizin angeboten wird, der vor allem in den ersten beiden Semestern deutlich näher an der Praxis sein soll als bisher. Weiss jemand von Euch da näheres zu?

Vielen dank im voraus für alle Antworten (die da hoffentlich kommen werden.)

Paramed911


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.03.05, 14:19 
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DMF-Mitglied

Registriert: 18.12.04, 14:16
Beiträge: 42
stimmt. es wird alle zeit zwischen der erlangung der hochschulreife (abi) und jetzt angerechnet, auch wenn du dich nicht beworben hast.... ausser du warst für einen anderen studiengang eingeschrieben.

lehre, etc wird voll angerechnet.

ich für meinen teil will auch medizin studieren - auch wenn ich warten muss! -, und nicht wegen des geldes, des prestiges, der quälenden arbeitszeiten usw. sondern einfach weil mich die ganze sache von vornherein fasziniert hat, und das mit allen facetten!

grüße
Peter

_________________
Diagnose, die - Ärztliche Kunst; besteht darin, den Gesundheitszustand der Börse eines Patienten festzustellen, um zu wissen, wie krank man ihn machen darf.
(Ambrose Bierce)


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 Betreff des Beitrags: danke!
BeitragVerfasst: 08.03.05, 14:25 
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DMF-Mitglied

Registriert: 08.03.05, 13:03
Beiträge: 27
Hey. Das ging ja mal fix!
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich interessiere mich aus ähnlichen Gründen für Medizin wie Du. Wenn ich reich werden wollte, würde ich wohl doch was anderes studieren müssen :wink:
Ich hoffe, 10 Wartesemester reichen bei mir aus, damit mein Traum vom Studium diesen Herbst in erfüllung geht.

Dir weiterhin ebenfalls viel Erfolg und danke für die Info.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.03.05, 15:37 
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DMF-Mitglied

Registriert: 18.12.04, 14:16
Beiträge: 42
sollte durchaus reichen! 8ws ist normalerweise standart

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Diagnose, die - Ärztliche Kunst; besteht darin, den Gesundheitszustand der Börse eines Patienten festzustellen, um zu wissen, wie krank man ihn machen darf.
(Ambrose Bierce)


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BeitragVerfasst: 09.03.05, 12:13 
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DMF-Mitglied

Registriert: 08.03.05, 13:03
Beiträge: 27
Kann mir denn einer von Euch sagen, ob ich das irgendwo schlüssig nachsehen kann, ob das ausreicht? Aus der Homepage der ZVS werde ich nicht so wirklich schlau. Wird der NC pro Wartesemester aufgewertet? Wenn ja, in welcher Höhe?

Vielen Dank für alle Antworten!

Paramed911


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