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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ausbildung Rettungshelfer
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 Betreff des Beitrags: Ausbildung Rettungshelfer
BeitragVerfasst: 30.04.05, 10:40 
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Moinsen,
mein Sohn macht seit dem 18.4. seinen Zivildienst bei den Maltesern in BS und beginnt am kommenden Montag in der Nähe von Neuenkirchen/Oldenburg seinen Lehrgang zum Rettungshelfer.

War dort shcon mal jemand von hier? Wie läuft der lehrgang dort ab? Er hat bei sich auf der Dienststelle leider niemanden,den er fragen könnte-ist aber natürlich super neugierig. Was wird gelehrt? Nur Theorie oder auch Praxis??? Reicht dieser lehrgang aus,um ihn nach 4 Wochen im Hausnotruf einzusetzten??

Danke schon mal für eure Antworten.

_________________
Gruß
S.


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BeitragVerfasst: 30.04.05, 14:08 
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Hallo!

Hm bei den Maltesern, ja? das tut mir leid :lol:

nein spaß beiseite! auch wenn ich bei einem konkurrenz bin denke ich das der lehrgang in etwa gleich aufgebaut ist. er dauert 4 wochen und vermittelt kenntnisse über häufige notfälle und die damit verbundenen maßnahmen. besonders wird dabei auf die lebenswichtigen bereiche wie Bewusstsein, Atmung und Kreislauf gelegt. bei mir war es so das jeweils nach den ersten drei wochen eine prüfung geschrieben wurde und in der letzten woche eine praktische wie schriftliche prüfung abgelegt wurde. außerdem wurde eine zertifizierung für die anwendung von AED's gemacht.
Weiterhin gehört zur Ausbildung ein 2 wöchiges Klinikpraktikum und ein 2 wöchiges Rettungswachenpraktikum.
Mich wundert allerdings das sie etwas von 4 wochen geschrieben haben, da meines wissens die ausbildung insgesammt mindestens diese 8 wochen in anspruch nimmt.

Schade das sich bei der Dienststelle wie es scheint niemand verantwortlich fühlt. Trotzdem ihrem Sohn viel Spaß und Erfolg bei seinem Lehrgang!

Gruß Johannes


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BeitragVerfasst: 01.05.05, 18:43 
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Wohnort: Hackenheim
Im Grunde genommen hast du mit deinen 8 Wochen ja recht. Aber es ging ja bloß um die 4 Wochen Theorie. Aber wie er schon sagte: Die 4 Wochen (die meiner Meinung viel zu kurz sind) beinhalten alle wichtigen Themengebiete, die ein Rettungshelfer [eventuell Rettungssanitäter] zum Arbeiten benötigt. Bei meiner Ausbuildung haben wir ganz klein angefangen: Von der Zelle zum Gewebe bis hin zum Organ. Und dann alle relevanten wichtigen Notfälle der einzelnen Bereiche (internistisch, pädiatrisch, chirurgisch usw.). Innerhalb dieser 4 Wochen habe ich lediglich eine Prüfung in der Frühdefibrillation gehabt, eine in der Herz-Lungen-Wiederbelebung und zu guter letzt eine schriftliche Erfolgskontrolle. Am letzten Tag haben wir noch ein (eigentlich) unbewertetes praktische Fallbeispiel gehabt. Jedoch musste man dann den Grundlehrgang wiederholen, wenn man folgeschwere Fehler dabei machte. Naja, aber wie du sehen kannst, sind diese 4 Wochen von Bundesland zu Bundesland anders. Zum Rettungshelfer in Hinsicht auf das Praktikum ist es hier in Rheinland - Pfalz ebenso. Wie das genau in Niedersachsen (?) ist, weiß ich nicht wirklich *gg*...

Ich finde es auch schade, wenn niemand von seiner Dienststelle weiß, was da so in der Schule praktiziert wird. Ist es das erste mal, dass sie einen Zivi da hin schicken? Informiert sich der Dienstleiter nicht darüber, wo hin er seine zukünftigen Kräfte hinschickt? Traurig eigentlich, wenn man nichts darüber weiß bzw. nichts wissen will. :cry: ...

PS: Jede Rettungsdienstschule bzw. Schule, die Rettungshelfer / - sanitäter ausbildet, legt immer einen anderen Schwerpunkt auf die Auswahl der Themen. Das heißt, beim RotKreuz legt man mehr wert auf das, bei den Maltesern auf etwas anderes. Die Themengebiete sind sehr weitläufig und die 4 Wochen dafür viel zu kurz!!!!


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BeitragVerfasst: 02.05.05, 08:05 
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Registriert: 17.02.05, 12:03
Beiträge: 655
Wohnort: Niedersachsen
Danke euch beiden!
Dann werden wir uns wohl überraschen lassen.Sohnemann ist unterwegs nach Ostfriesland für die nächsten 4 Wochen-anschließend muß er ein 2 wöchiges Praktikum machen...Mehr weiß er nicht...Ich finde es eben auch alles seeeehr kurz

_________________
Gruß
S.


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BeitragVerfasst: 04.05.05, 06:38 
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Registriert: 09.02.05, 09:26
Beiträge: 74
Ich finde schon, dass diese Grundlagenausbildung lange genug ist.
Das meiste bekommt man eh danach im Praktikum und dann in den Einsätzen mit den erfahrenen Kollegen beigebracht.


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BeitragVerfasst: 04.05.05, 17:31 
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Registriert: 10.02.05, 19:59
Beiträge: 22
ja aber aufpassen!

es gibt doch erhebliche disskrepanzen zwischen dem was man in der schule lernt und dem was einem die "erfahrenen Kollegen" beibringen.

das geht sowohl in die positive wie auch negative richtung...

nicht das sich jemand auf den schlipps getreten fühlt, aber es gibt leute die sind resistent gegen neues.. so nach dem motto "ZIVI!!! Das ham wir immer schon so gemacht!" :D

Außerdem kommen immer wieder neue erkenntnisse dazu und um diesen ganzen stoff wirklich gut zu vermitteln, so das ihn auch alle verstanden haben, bräuchte man wie virus schon sagt viel länger. es ist einfach doch verdammt viel für 4 wochen.


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BeitragVerfasst: 05.05.05, 18:20 
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Registriert: 13.01.05, 20:07
Beiträge: 194
Wohnort: Hamburg
Hallo Forum,

zum Thema der RettHelf ausbildung habe ich ein einen paar anderen Themen (ging hier hauptsächlich um Ausbildungen allgemein) mehrmals Stellung bezogen. Der Knackpunkt hierbei ist das diese Ausbildung nicht staatlich geregelt ist. Je nach Bundesland ist dieser Kurs unterschiedlich lange und z.T. wird auch unterschiedlicher Inhalt gelehrt.

Zu Virus und Bambi. Ihr habt unterschiedliche Auffassung zur korrekten Länge der Ausbildung. Das ist natürlich legitim, aber Ihr solltet euch bewusst sein das ein RettHelf (egal welches Bundesland) im RD nie eigenverantwortlich eingesetzt wird. Ihm steht immer (!!) ein RettSan oder ein RettAss zur Seite. Dh. die Hauptaufgabe des RettHelf ist das assistieren und fahren (das hört sich abwertend an soll es aber nicht!). Hierfür ist m.E. durchaus lang genug.
Ein Zivi der im Hausnotruf eingesetzt wird arbeitet dagegen im Regelfall alleine und damit auch verantwortlich. Das der Sohn von Mosimo die Ausbildung zum RettHelf bekommt finde ich sehr gut. Wird er im Rahmen seiner Tätigkeit mit einer akuten Situation konfrontiert kann er die i.d.R. erkennen und qualifizierte erste Hilfe leisten bis RTW und evtl. NEF (bzw. NAW) eintrifft/treffen.
Ausbildungsinhalte sind grob in drei Bereiche einzugliedern:

Medizinische Grundlagen:
Um was es sich hierbei Handelt ist eigentlich schon erkenntlich. Themenbereiche wie Histologie (Gewebslehre), Anatomie (Aufbau des Körpers) und Physiologie (Funtkionsweise des Körpers) sind die Hauptpunkte.

Spezielle Notfallmedizin:
Hier werden gängige Notfallbilder (z.B. Herzinfarkt oder Schlanganfall) durchgesprochen. Besonderen Wert wird hierbei auf Erkennen (Syptomie) und Therapie (Basics) gelegt.

Organisation/Einsatztaktik:
Hier wird Ihr Sohn einen kurzen (weil "kleiner Kurs") Einblick in die o.g. Themenbereiche bekommen. Große Eckpunkte hierbei sind zum Beispiel der MANV (Massenanfall von Verletzten und/oder Erkrankten) oder Vorgehen an der Einsatzstelle.

Wie schon gesagt dieser Kurs ist sehr kurz, aber für die gestellten Aufgaben m.E. ausreichend. Vielleicht wittert Ihr Sohn ja Rettungsdienstluft und hat ein Berufsziel in der Richtung. Viele "Ex-Zivis" bleiben im Rettungsdienst hängen.

Gruß


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