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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Rettungssanitäterin im Praktikum : Hilfe...:
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BeitragVerfasst: 01.07.11, 19:47 
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Registriert: 01.07.11, 19:23
Beiträge: 2
Hallo,

ich tätige die Ausbildung zur Rettungssanitäterin.
Nachdem ich die 160 Std Theorie absolviert habe, galt es ein vierwöchiges Krankenhauspraktikum zu finden, was innerhalb knapp 2 Monaten gelungen ist.
Ein Rettungswachenpraktikum dauerte da bei mir schon einiges länger :(
Seit dieser Woche habe ich nun damit begonnen. Diese Woche bin ich KTW gefahren, jeden Tag mit zwei anderen Mitarbeitern. Von einfach nur mitgefahren (also keinerlei Erklärungen (Montag) bis gute Einarbeit (heute) war jeder Tag anders. Ich habe mich so durchgefragt und hoffentlich halbwegs gut durchgekämpft :?
Ab Montag soll ich nun auf dem RTW mitfahren. Nun habe ich doch sehr große Angst! Zum einen ist die Theoretische Ausbildung (man hat ja insgesamt 2 Jahre Zeit, diese abzuschließen) schon etwas her. Wobei, ich habe mir immer mal wieder die Unterlagen und Bücher angeschaut um nicht komplett rauszukommen, während ich auf der Suche nach Praktika war.
Zum anderen weiß ich überhaupt nicht, wie ich mich verhalten soll, bzw. was von mir (Praktikanten überhaupt) verlangt wird am ersten Tag auf einem KTW.

Ich empfand die Theoretische Ausbildung als gut. Es war zwar sehr viel, aber es hat auch Spaß gemacht. Habe aber in der Schule auch angemerkt, dass ich die Praxis zu wenig fand. Heute fragte mich ein Mitfahrer, ob ich mich denn mit dem Funk auskennen würde. Ich sagte, dass ich davon nie gehört habe (hatte es mal in einem Buch aus Interesse angelesen) aber in der Theoretischen Ausbildung haben wir darüber nie gesprochen. Der Mitfahrer war sehr erstaunt, denn er sagte, dass das Teil der Theoretischen Ausbildung sein sollte. Aber er war sehr nett und hat mir alles erklärt. Da ich Angst hatte, das wieder zu vergessen, habe ich mir alles aufgeschrieben.
Wie ist das bei euch gewesen? Wie war euer erster Tag auf dem RTW? Theoretisch war ich eine nicht ganz schlechte Schülerin, aber bekanntermaßen sieht die Praxis ja doch anders aus :wink: Könnt ihr mir eure Erfahrungen berichten?

Vor Ort ist doch keine Zeit um etwas zu besprechen, Fragen zu stellen.

Ich finde die Ausbildung schon interessant! Fühle mich aber irgendwie "alleine" gelassen. :?


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BeitragVerfasst: 02.07.11, 09:34 
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Registriert: 27.02.06, 11:39
Beiträge: 299
Wohnort: Reutlingen (D Ba-Wü)
Hallo Helpi,

es ist schon einiges an Wasser die verschiedene Flüsse heruntergelaufen, seit ich in deiner Situation war, dennoch erinnere ich mich gut, mir ging es ähnlich...

Zunächst mal meine Ansichten, was ich von einem RS-Praktikannten am ersten Tag auf dem RTW erwarte :)

- Pünktlichkeit
- Ordentliches Auftreten (Saubere Dienstkleidung, Schuhe zu)
- Interesse

So, nun zu deiner Situation, ich denke es ist wichtig, dass du mit deinen Kolleginnen und Kollegen am Montag zu Dienstbeginn gleich reinen Tisch machst. Erzähle was du bereits erlebt hast, wo du noch keine Ahnung hast, was du für Erwartungen hast. Sie werden dann ihre Ansicht auch preisgeben. Alles weitere liegt bei den Kolleginnen und Kollegen, sei interessiert, sofern du kannst hilfsbereit und wenn Zeit dafür ist stell Fragen.

Gibt es ein Testatheft, Lernzielkatalog o.ä. deiner Schule? Wenn ja nehm das mit!

Ich wünsch dir eine schöne, interessante RTW-Schicht, berichte doch bitte.

Grüße,

Markus Bela

_________________
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77


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BeitragVerfasst: 16.07.11, 14:16 
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Registriert: 01.07.11, 19:23
Beiträge: 2
Hallo,

erst einmal vorweg: vielen Dank für deine Antwort.

Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, Interesse (Frage viel, weil es mich wirklich interessiert) sind bei mir auch selbstverständlich! Da gab es auch nie Probleme.

Der erste Tag war ok. Dafür wurde es ab dem zweiten Tag schwieriger. Da wir Pratkikanten immer in anderen Teams eingeteilt sind und JEDER, wirklich JEDER Rettungsassistent viele Dinge anders handhabt, abgesehen davon, was teilweise im Lehrbuch steht, war es für mich schwierig eine "richtige" Richtung zu finden. Somit wirke ich, glaube ich, bis heute etwas dumm, umständlich oder so in der Art.

Leider habe ich zwei negative Seiten: die eine ist, ich lerne sehr viel durch zusehen oder abgucken. Soll ich gleich aber etwas selber machen, so frei nach dem Motto "Learning bei doing", wird es für mich schwer, zumindest am Anfang, denn dann habe ich das zwar selbst gemacht, aber dadurch konzentriere ich mich dann nur auf die wichtigsten Schritte (man ist ja dann auch noch nervöser) und vergesse die anderen. Wenn ich oft zusehen kann, dann achte ich viel mehr und genauer auf alles (auch auf die Zwischenschritte - bildlich dargestellt)
Mein zweiter Nachteil: ich brauche gerade am Anfang etwas woran ich mich festhalten kann, also ein festes Schema nach dem ich lernen und arbeiten kann.

Beides scheint im Rettungsdienst nicht wirklich zu funktionieren irgendwo ja auch verständlich. Jeder Patient ist anders, reagiert oftmals auch anders mit Symptomen.(Manchmal ist es aber auch so typisch, wie im Lehrbuch beschrieben ;-)) Jeder Mitarbeiter arbeitet anders, hat andere Vorstellungen. Andererseits macht es das alles auch schwierig für Praktikanten. Vielleicht bin ich aber auch zu blöd um das zu verstehen, das kann natürlich auch sein.
Einmal habe ich das Problem angesprochen. Angeblich ging es jedem so. Oft wird auch gesagt, dass die Erfahrung alles ist und das ja "nur" ein Praktikum. Sicher, das mag so vielleicht sein. ABER: Ich habe jetzt noch ein paar Tage Praktikum. Im Winter würde ich dann die Prüfung machen, zwischenzeitlich ist nichts. Nach dieser Prüfung würde ich mich ja bewerben. UND DANN? Dann bin ich auch nicht weiter von der Erfahrung her als jetzt.

Die anderen sind aber alle sehr professionell. Gut, sie arbeiten z.T. schon zehn Jahre und mehr in dem Beruf als Rettungsassistent. Trotdem...

Einmal sollte ich komplett und alleine einen Einsatz übernehmen. (Die anderen zwei kamen natürlich mit, aber ich sollte eben alles andere tun) Eigentlich wußte ich soweit, was ich zu tun habe. (Wäre auch richtig gewesen, sogar lt. Lehrbuch). Doch dann handelte ich völlig unsicher, weil ich ein paar Tage zuvor es von einem Mitarbeiter anderes gesehen habe.

Und mich soll man dann auf Patienten drauf los lassen? Nein, das kann nicht Sinn und Zweck sein.
Theoretisch weiß ich viel. Man kann mich viel fragen über Funktion des menschlichen Körpers. Auch einzelne Krankheitsbilder weiß ich, aber ich kann es einfach nicht so schnell umsetzen. Bis dahin sind die anderen schon fertig mit dem Einsatz, wenn ich jetzt mal etwas übertreiben darf.

Ich weiß nicht. Insgesamt würde es mir Spaß machen. Ich kann auch ziemlich viel ab (schlimme Verunfallte etc.) Kann auch schwere Patienten tragen, packe also mit an. Assistenz ist auch weniger ein Problem, wobei hier es auf den Fall ankommt.
Andererseits überlege ich, das Praktikum und die Prüfung noch zu machen, einfach, damit ich es zuende gebracht habe und entweder nur im Krankentransport etwas zu machen oder ich werde mich noch für weitere Praktikums bewerben um auch mal andere Rettungswachen und Teams zu sehen und um weiter Praxiserfahrungen zu sammeln. Wobei das wahrscheinlich ein Wunschtraum ist, denn ein Rettungswachenpraktikum für Rettungshelfer oder Rettungssanitäterausbildung zu finden war ja schon schwierig und ob das organisatorisch sonst so möglich ist? Auch überlege ich einfach weitere Lehrgänge zu besuchen, die so angeboten werden um immer wieder zu üben, aber eben nicht im direkten Notfall. Vielleicht bekomme ich dann eine Richtung?

Ich lerne mich hier auch selbst ganz neu kennen und das macht mir teilweise Angst, teilweise macht es mich auch stolz. Aber ob das letztenendes gut ist, das weiß ich nicht. Gut, damit meine ich, dass ich gut werde in diesem Job. Denn nur dann könnte ich mir vorstellen darin auch wirklich zu arbeiten, sonst würde ich es unfair gegenüber den Patienten empfinden.

Ich muß noch dazu schreiben, dass zwei erschreckende Dinge passiert sind, für die niemand etwas konnte. Es ist mit den Patienten in dem Sinne nichts passiert, aber die Technik gab auf. Seit dem brauchte ich auch erst ein paar Tage um dieses "Trauma" loszuwerden. Daher benutzte ich dann auch die Technik sehr unsicher.

Ich empfinde das alles als schwierige Situation.
Es ergeht den anderen Praktikanten auch nicht sehr viel anders, sagen sie. Einem Praktikant geht es jeden morgen auch schlecht. Aber ich habe das Gefühl, dass die irgendwie diese ganzen Unsicherheiten kompensiert haben und da bin ich einfach noch nicht. :cry: :oops: :roll:

Auch die Meinungen der anderen gegenüber mir sind sehr unterschiedlich. Von sehr gut und mitdenkend und freundlich bis unsicher reicht alles...


verzweifelte, aber herzliche Grüße


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BeitragVerfasst: 21.07.11, 08:24 
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Registriert: 07.05.07, 16:24
Beiträge: 56
Wohnort: Sachsen
Hallo Helpi!

"es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" oder "aller Anfang ist schwer".....klingt alles blöd-ist aber so.;-)
nicht gleich die Flinte ins Korn werfen!
Du bist ja noch nicht soo lange dabei, du bist Lernende und da darf es noch Schwächen geben.
ich als LRA habe nun schon einige Praktikanten betreut, von schlecht bis sehr gut, alles dabei. Ein Jahrespraktikant konnte nach 9 Monaten noch immer nicht die RR-Manschette anlegen bzw. unser Blutabnahmesystem richtig vorbereiten.... :cry:
Bleib dran, orientiere dich nach vorn.Sicherlich hast du mittlerweile jemand auf der Wache mit dem du vernünftig reden Kannst, frag ob es so in Ordnung ist, was du das nächste mal machen kannst-und auch willst....
Auch eine Einsatznachbesprechung hilft-der Fall allgemein und was deine Aufgabe war, was du dir zugetraut hättest..
Und draussen läuft dann doch einiges anders als in der Schule, der Sache solltest du beim RS-Praktikum nicht so viel Interesse schenken, die Prüfung machst du in der Schule-dort musst du es so machen wie es in der Schule gefordert wird;-)

Weitere Fragen? gern...

Grüsse


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