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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Hirnschaden und Alkoholkonsum...
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 Betreff des Beitrags: Hirnschaden und Alkoholkonsum...
BeitragVerfasst: 04.09.14, 15:56 
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Registriert: 04.09.14, 15:42
Beiträge: 2
Hallo,
ich muss nun einfach mit "jemanden" reden. Da ich keinem in meinem Bekanntenkreis groß davon erzählen möchte, mache ich das nun hier Anonym. Ich weiß nicht genau, was ich mir davon erhoffe.

Ich bin Ende 20 und seit einigen Monaten in einer Beziehung mit einem Mann. Er hat seit seiner Geburt bzw Geburtsbedingt quasi einen kleinen Hirnschaden. Man merkt es ihm kaum an. Er ist feinmotorisch "normal", hat zwar eine Fehlstellung des Fußes, aber es sei dahin gestellt woher die kommt. Seine Reaktionsfähigkeit ist etwas verlangsamt. Manchmal stottert er leicht. Von Anfang an bekam er sämtliche Therapien und kann heute ein ganz normales Leben führen. Sein Abi hat er bestanden, noch Studiert er wird aber hoffentlich nächstes Jahr seinen Bachelor in der Tasche haben.
Warum ich das erwähne ?
Und was das mit Alkohol zu tun hat ?

Nun, wir sind schon eine Weile zusammen. Und ich merke immer mehr, wie viel er trinkt. Und in welchem Tempo dies geschieht. Bier ist Bier - kein Wasser. Und er konsumiert recht viel so wie ich eine gewisse Regelmäßigkeit erkenne die mir Sorgen bereitet.
Zumal er ein gewisses Suchtpotential zu haben scheint, er hat eine beachtliche Zeit seines Studiums "verspielt" und war Spielsüchtig - PC Spiele. Zweiteres weiß ich durch seine Mutter - er selber spricht ungern über seine Vergangenheit, geht aber an sich offen mit seinem Hirnschaden um. Zumindest mir gegenüber.

Alkohol ist natürlich nie gesund. Das ist wahrscheinlich jedem Bewusst.
Aber... Alkohol und ein kleiner Hirnschaden...
Das macht mir Angst. Und Sorgen. Ich will ihn nicht ändern - ihm nichts verbieten. Aber in wünsche mir, dass er weniger trinkt. Seltener Trinkt und schon gar nicht diese Mengen dann konsumiert.

Und die Folgen - Alkohol und dieser Hirnschaden.... kennt sich da jemand aus ? Ich finde im Internet jeeede Menge - nur nichts was ich "brauchen" kann. Zumal ich keine genauere Diagnose habe :-/

Danke fürs Lesen


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 Betreff des Beitrags: Re: Hirnschaden und Alkoholkonsum...
BeitragVerfasst: 04.09.14, 17:33 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
hat er ein Frontallappen Schädigung?

Wenn ja: Es besteht ein höheren Suchtgefahr als bei nicht/andere Hirnbeschädigte.
Muss man etwas schneller und konsequenter eingreifen. Tendenz zu fixieren, weniger Hemmung, Belohnungssystem oft angeknackst (Zwangsstörungen und ADHS sind Frontallappenerkrankungen). Gilt jedoch auch für Kleinhirnpatienten (gleiche Verbindung), benehmen sich auch so.

Da wohl vermutlich schon Spielsucht??? Suchtpotential ist an sich höher. Hirnschaden hin oder her.

Alkohol und Hirnschaden (ohne Epilepsie/Medikamenten) Alkohol an sich macht nichts (Hirnsubstanz mäßig gesehen) anders als bei Gesunde aus - Abusus macht alle blöd, erhöht Demenzrisiko. Jedoch wenn ein Koordinationsstörung/motorische Störung besteht, ist natürlich das Verletzungsgefahr dementsprechend höher.

Alles Gute
Muppet


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 Betreff des Beitrags: Re: Hirnschaden und Alkoholkonsum...
BeitragVerfasst: 04.09.14, 18:37 
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Registriert: 04.09.14, 15:42
Beiträge: 2
danke Muppet für deine Antwort.

Ob eine Frontallappen Schädigung vorliegt weiß ich leider nicht. Er auch nicht.
Allerdings sagt er, dass die Hirnströme unregelmäßig laufen und das die Gehirnhälften vertauscht laufen. An sich ist er Linkshänder - ist aber rechtshänder.
Die Diagnose ist schon "ewig" her. Er ist allerdings in unregelmäßigen Abständen beim Neurologen.
Glaub das nächste mal geh ich mit, finde das ganze so oder so sehr spannend.

Auf der einen Seite beruhigt mich natürlich das Alkohol sein Hirn nicht mehr schädigt wie meines.
Das er ggf aber eine Höhere Suchtneigung hat leider nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hirnschaden und Alkoholkonsum...
BeitragVerfasst: 02.07.15, 10:50 
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Registriert: 02.07.15, 10:29
Beiträge: 29
Diese Unwissenheit kann nur durch einen Arzt geklärt werden. Doch viele Scheuen diesen Weg zur Erkenntnis


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