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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Trockener Alkoholiker und Schmerzmittel
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BeitragVerfasst: 26.06.13, 18:07 
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Hallo
Ich frage wegen eines Freundes,er war früher starker Alkoholiker,er ist seit 10 Jahren
trocken.Er hat noch andere Gesundheitliche Probleme,ein starkes Rückenleiden,er hat
deswegen oft starke Schmerzen.Er lehnt jegliche Medikamentöse Therapie ab.kann es sein das er
keine Medikamente nehmen darf,weil er mal Alkoholiker war,wegen der Leber.Er redet mit mir nicht darüber,und ich mache mir Gedanken,warum er keine Schmerzmittel nimmt.Er ist 60 jahre alt.
Gruß


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BeitragVerfasst: 16.07.13, 13:46 
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Interessierter

Registriert: 16.07.13, 13:07
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Ich denke schon, dass er das nicht macht weil es ihm gesundheitlich eh schon nicht so gut geht und er hat bestimmt auch Angst wieder von irgendetwas abhängig zu sein. So war es bei einem Bekannten von mir auch, er hatte einfach Angst nocheinmal dasselbe durchzumachen. Versuche noch ein mal mit deinem Freund zu reden. Vielleicht öffnet er sich ja doch noch und du kannst ihm helfen. Viel Glück.


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BeitragVerfasst: 21.07.13, 22:21 
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Ich denke auch das es gut wäre mit deinem Freund zu reden und ihn zu motivieren den Weg in eine, den Umständen, angepasste Medikation zu suchen
Auch wenn ein chronisch Abhängiger darauf achten soll was er sich zu sich nimmt, wird sein Arzt unter Berücksichtigung aller Indikationen schon was finden
Das er GAR KEINE Medikamente mehr nehmen darf..... mag ich mir nicht vorstellen. Heute nicht mehr, selbst wenn die Leber oder der ganze Abdominalbereich also auch Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm, stark oder irreversibel geschädigt sind (Oder was auch immer sonst noch)

Oder hast Du Dich mal mit dem Gedanken auseinander gesetzt, das es auch andere Gründe haben könnte!

C


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BeitragVerfasst: 21.07.13, 22:50 
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Beiträge: 193
Hallo
Was für andere Gründe meinst du?
Gruß


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BeitragVerfasst: 22.07.13, 00:42 
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Registriert: 13.05.13, 13:55
Beiträge: 83
Nun, ich habe mit solchen Dingen recht häufig zu tun. Und selbst ohne jemandem etwas konkret und vorauseilend
zu unterstellen, sollte man auch die Möglichkeit eines Rückfall in Betracht ziehen.
Ich habe da schon die unglaublichsten Sachen erlebt. Da beeindrucken mich auch 10 Jahre Abstinenz nicht so sehr
Und akuter Konsum würde natürlich schon einiges erklären. Auch Alkohol wird von verzweifelten Menschen als eine Art Medikation eingesetzt

Es ist nur eine theoretische Möglichkeit, aber es ist eine. Ich behalte mir aber immer alle Betrachtungs- und Handlungsoptionen offen
und schließe nie etwas per se aus.

C.


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BeitragVerfasst: 22.07.13, 06:11 
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Beiträge: 4216
Tatsächlich gibt es Schmerz- und Beruhigungsmitteln die Ex-Alkoholiiker nicht nehmen sollten - Abhängigkeitsgefahr. IBU, Diclo und Co. sind definitiv keine Daueroption, wg. Magen/Leber.
Allerdings für Rückenschmerzen kann man gut Antidepressiva einsetzten - extrem wenig Abhangigkeitspotential, gut schmerzlindernd und greifen nicht die Magenschleimhaut an (was ja bei Alkoholiker beschädigt sein kann). Man muss nur ab und zu die Leberwerte kontrollieren - ist aber meist unproblematisch.
Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 22.07.13, 13:59 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
Meike 21 hat geschrieben:
Hallo
Was für andere Gründe meinst du?
Gruß


manche Alkoholiker sind, oder waren auch Medikamentenabhängig und sollten daher keine Schmerzmittel mehr nehmen um die Abhängigkeit nicht wieder zu starten.
Zitat:
IBU, Diclo und Co. sind definitiv keine Daueroption, wg. Magen/Leber.

es gibt Schmerzpatienten die das jahrelang einnehmen, mit Magenschutz eig kaum problematisch.Dachte bisher dass diese Med. mehr auf die Nieren gehen ?


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BeitragVerfasst: 23.07.13, 23:27 
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Registriert: 24.09.06, 19:37
Beiträge: 193
Hallo
Kann mir mal jemand erklären,er hat immer
ein rotes Gesicht, dauernd seit Jahren,was ist das?
Ich glaube der oberkörper ist auch rot,richtig sagen kann ich das nicht weil er stark
behaart ist.
Gruß


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BeitragVerfasst: 24.07.13, 16:12 
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Registriert: 13.05.13, 13:55
Beiträge: 83
Meike 21 hat geschrieben:
Hallo
Kann mir mal jemand erklären,er hat immer
ein rotes Gesicht, dauernd seit Jahren,was ist das?
Ich glaube der oberkörper ist auch rot,richtig sagen kann ich das nicht weil er stark
behaart ist.
Gruß


Gibt es nicht schon einen Thread von Ihnen und Fragen über diesen Bekannten, das mit dem roten Gesicht kommt mir doch bekannt vor?
viewtopic.php?f=91&t=119094
Und da wurde schon auf wesentliche Dinge hingewiesen, auch in Bezug auf psychische Erkrankungen, evtl. Rückfallmöglichkeiten/Konstellationen etc.
und darauf das es für die Rötungen einige Ursachen gibt.

Ergänzend möchte ich sagen, das ein Mensch der alkoholfreies Bier trinkt keine wirkliche und absolute Abstinenzentscheidung getroffen hat.
Und dabei lassen wir die unendliche Diskussion darüber was und wieviel den nun wirklich drin ist, völlig weg.
Es ist und bleibt Bier und er trinkt es bewusst, also hat er keinen endgültigen Cut gemacht und hat sich eine Brücke gesucht über die trotzdem gehen kann.
Das dokumentiert das noch vorhandene Verlangen danach. Versuchen Sie doch mal rauszukriegen ob er auch noch Lebensmittel isst, die Alkohol enthalten.
Das ist dann in der Regel der nächste Schritt das Konzept aufzuweichen.

Und ganz allgemein kann ich ihnen glaubhaft versichern, dass keine noch so schockierende Erfahrung einen AKTIV Abhängigen davon abhält wieder etwas zu nehmen. Und das reden von Ärzten schon gar nicht (jedenfalls nicht lange)
Der Suchtdruck und das Verlangen dominiert den Menschen absolut, dem ordnet sich alles unter.

Aber wie schon gesagt möchte ich ihrem Freund damit nichts per se unterstellen, sondern nur Möglichkeiten beleuchten.
Wenn sie ihm wirklich helfen wollen, tun sie sich einen Gefallen und versuchen sie konkrete Details herauszufinden.
Keine Vermutungen und Glauben und Geschichten.

C


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BeitragVerfasst: 26.07.13, 13:38 
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Beiträge: 193
Hallo
Ich hab überhaupt keine Erfahrungen mit so einer Problematik,was für Details soll ich den rausfinden,wie denn soll ich ihm helfen?
Was würde passieren wenn er sich das Trinken wieder anfängt?Was für folgen hätte das für seine Gesundheit?
Gruß


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BeitragVerfasst: 26.07.13, 13:52 
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Beiträge: 3416
Zitat:
Was würde passieren wenn er sich das Trinken wieder anfängt?Was für folgen hätte das für seine Gesundheit?


woher sollen wir das wissen, wir wissen ja nichtmal was er genau hat und wie lange und wieviel er vorher detrunken hat. Prognosen können wir hier nicht stellen.


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BeitragVerfasst: 26.07.13, 14:01 
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Beiträge: 193
Hallo
Ich hatte mal geschrieben das er vor 10 Jahren an der Bauchspeicheldrüse Operiert
worden ist und auf intensiv Stadion gelegen hat,seitdem trinkt er nichts mehr.
Früher hat er immer harte Sachen zu sich genommen,Weinbrant Jägermeister,auch Bier.
Jahrelang ,ich glaub von Jugend auf,jetzt ist er 60jahre.
Gruß


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BeitragVerfasst: 26.07.13, 17:21 
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noch neu hier

Registriert: 25.05.13, 18:34
Beiträge: 2
Meike 21 hat geschrieben:
Hallo
Ich frage wegen eines Freundes,er war früher starker Alkoholiker,er ist seit 10 Jahren
trocken.Er hat noch andere Gesundheitliche Probleme,ein starkes Rückenleiden,er hat
deswegen oft starke Schmerzen.Er lehnt jegliche Medikamentöse Therapie ab.kann es sein das er
keine Medikamente nehmen darf,weil er mal Alkoholiker war,wegen der Leber.Er redet mit mir nicht darüber,und ich mache mir Gedanken,warum er keine Schmerzmittel nimmt.Er ist 60 jahre alt.
Gruß

Meine Meinung:Bin selbst betroffener Ex...seit 85 trocken,ohne Rückfall,ohne Gruppe,oder,oder.... Aber:Mein Hausarzt sagte mir damals 3 Jahre maximal.wenn ich so weiter mache.Reha 4 Monate,,und das war nicht leicht ich habe nie wieder einen Tropfen angefasst.Gut heute habe ich andere Probleme,geblieben ist no Alk,keine Angst vor Medikamenten-Saufen ist Kopfsache,und nach 10 Jahren Abstinenz sollte er wissen,was gut oder schlecht ist.


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BeitragVerfasst: 26.07.13, 19:04 
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Registriert: 13.05.13, 13:55
Beiträge: 83
Es ehrt sie das sie sich über ihren Bekannten soviel Sorgen und Gedanken machen, aber wirklich hilfreich ist es immer noch nicht
Bei übermäßigem und jahrelangen Alkoholmissbrauch ist immer ein bunter Strauß von internistischen und neurologischen Folgeschäden möglich
(Unter anderem auch eine Bauspeicheldrüsenentzündung, nur so am Rande)
Es wurde ja schon angesprochen, ein konkreten Schluss auf die akute Situation ihres Freundes geht damit immer noch lange nicht!
Selbst die Frage wie SIE ihm helfen können, kann hier eigentlich keiner wirklich nachhaltig beantworten. Wir kennen weder Ihren Bekannten, seine Lebensumstände
noch seine psych./physich.-Gesamt-Situation.
Was unternimmt er denn selbst in Bezug auf die von Ihnen angesprochenen Sachverhalte? Haben sie ihn schon mal direkt angesprochen, wie er sich sieht und fühlt?
Wenn ihnen der Mensch soviel wert ist, sollten sie AKTIV werden und sich ein klares Bild verschaffen.
Am besten sie sprechen ihn unmittelbar auf ihre Sorgen an? Dann wird sich etwas mehr zeigen.
Unter Umständen braucht er professionelle Hilfe. Aber auch das kann keiner wirklich wissen
In der Situation wie sie jetzt besteht wird es irgendwann eher zur Belastung für sie selbst
Das sollten sie vermeiden.

C.


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BeitragVerfasst: 01.08.13, 11:30 
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DMF-Moderator

Registriert: 02.10.05, 07:21
Beiträge: 840
Wohnort: Lemgow Kreis Lüchow-Dannenberg
Ich darf mich dem guten Wort von convaincu anschließen. Die ehrliche
Antwort bekommst Du nur von ihm, wenn er denn will. Spekulationen
unsererseits sind hier auch nicht erwünscht.
Wenn Du ehrlich helfen willst, dann musst Du diese Fragen an ihn direkt
stellen und hoffen, dass Du eine ehrliche Antwort bekommst. Das ist
auch für Dich besser. Sonst legst Du irgendwann ein Co-Verhalten an
und das ist ebenso schwer wie das Verhalten eines Abhängigen.

Hab einfach Mut und mach einen Schritt nach vorn.
Viel Mut und Kraft.

_________________
Mit freundlichem Gruß
Alida Prahm
Moderation Brennpunkt Alkohol


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