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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Wie gehen Angehörige damit um?
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 Betreff des Beitrags: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 25.07.12, 04:57 
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Interessierter

Registriert: 18.07.12, 06:54
Beiträge: 8
Wollte mich mal umhören, wie Angehörige mit der Situation umgehen, wenn Familienangehörige Alkoholiker sind? Mein Onkel ist schon seit Jahren vom Alkohol abhängig. Er hat schon einige Entziehungskuren hinter sich und bleibt danach nie für lange Zeit trocken. Irgendwann bringt ein Tropfen das (sein) Fass zum Überlaufen und der Alkohol ist zurück. Habe aber auch festgestellt, dass er nie so richtig weg will vom Alkohol. In manchen Gesprächen sagt er, ist doch viel schöner mit Alkohol (sinnbildlich gemeint). Kennt irgend jemand die Situation, wenn der Betroffene eigentlich weiß das er ein Problem hat, aber nicht wirklich davon weg kommen will (weil das Leben anscheinend einfacher ist)?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 01.08.12, 08:46 
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DMF-Mitglied

Registriert: 30.07.12, 20:53
Beiträge: 36
ja, mein ex freund. Scheine immer wieder auf Typen hinein zufallen, die Alkoholiker sind.

Mein Exfreund meinte, dass er nicht auf den Genuss verzichten wollte, er trank täglich 5-10 Bier (0,5l).
Wenn er weniger Bier trank, nahm er noch zusätlich eine halbe Flasche Weißen Rum, oder ähnliches.

Am Anfang traute ich mich nicht ihn darauf anzusprechen. Es wird schon wieder, dachte ich mir, aber es wurde immer ärger.

Meine Mutter trank auch, verheimlichte es aber. Sie trank jeden Tag 2-4 liter Wein, 2-3 Bier und wurde richtig agressiv. Sie leugnete jeden Schluck. Mein Vater hat sich eingeredet, dass sie Hormonschwankungen hat, wenn sie wieder einen Rausch hatte, und den hatte sie fast jeden Tag.

Er leugnet bis heute, dass sie Alkoholikerin ist/war. Heute trinkt sie viel weniger, da sie Medikamente nehmen muß, die sich mit Alkohol nicht vertragen. Sie hatt keine Räusche mehr. Alle Achtung sag ich dazu.
Man kann den Menschen nicht helfen, der sich nicht helfen lassen will. Er muss selbst den Knacks spüren und einen Eisernen Willen haben.

Mein jetziger Freund konnte sich auch auffraffen. Das heißt aber nicht, dass er für de rest seines Lebens trockenbleibt. Aber ich hoffe es und unterstütze ihn dabei.

Ich wünsche dir viel Stärke und Geduld.

lg

_________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 18.02.13, 11:59 
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Interessierter

Registriert: 14.02.13, 15:11
Beiträge: 5
Also bei meiner Freundin in der Familie ist die Mutter alkoholabhängig. So richtig scheint sich aber keiner zu trauen mit ihr darüber zu reden. Es gibt immer nur Andeutungen...! Ich kann und werde mich da nicht einmischen, da es wenn dann entweder von der betroffenen Person selbst zu Einsicht kommen muss oder aber die direkten Angehörigen das Thema ansprechen. Mit meiner Freundin haben ich schon einige male darüber gesprochen, da es sie wirklich sehr belastet. Aber es ist der Familie allgemein so, dass Problemen gerne aus dem Weg gegangen wird. Als Außenstehender ist es immer einfach zu sagen, nu mach doch mal, sprich doch mal das Thema an... aber für die direkten Familienangehörigen ist das meist nicht so einfach. Sie wollen keinen Familienzwist hervorrufen.

Oftmals muss erst etwas passieren bis gehandelt wird. Meine Freundin und ich haben eine 5 Monate alte Tochter und sollte ich bemerken, dass die Mutter meiner Freundin beim Besuch betrunken sein sollte so werde ich sofort mein Kind schnappen und gehen. Hier geht es schließlich um MEIN Kind. Eventuell wird auch dann endlich mal das Thema angesprochen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 25.07.13, 17:42 
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DMF-Mitglied

Registriert: 13.05.13, 13:55
Beiträge: 83
Auch wenn der Ausgangsbeitrag schon etwas älter ist. Das Thema ist immer relevant.
Die Antwort ist schlicht und einfach, meistens sind die Angehörigen überfordert. Aber das kann man ihnen nicht zu Vorwurf machen (am Anfang)
Die Interventionen gehen von Drohen und verurteilen über belehren und moralisieren bis hin zu ignorieren.
Zugriff auf den Abhängigen und die Situation haben sie nicht wirklich. Der eingangs beschriebene Onkel hat ja offensichtlich nur Phasen der Trockenlegung hinter sich
und nie eine wirklich Abstinenzentscheidung getroffen und damit auch keine wirkliche Therapie gemacht, die die vorhandene seelische Schieflage anpackt.
Der emotionale Cut zum Alkohol ist nicht da.

Es wäre die Aufgabe von Profis herauszufinden was die Gründe sind warum er den Weg in die Abstinenz vermeidet.
Fürchtet er die Veränderung oder den dafür notwendigen Aufwand, vermutete er Nachteile für sich (weniger Aufmerksamkeit), passt ihm die Strategie und die Vorgehensweise nicht.
Denn es reicht nicht nur eine Therapiemotivation zu erzeugen, sondern auch eine entsprechende Veränderungsmotivation die aufrechterhalten werden muss.
Dabei sollte dann durchaus die Familie und das Umfeld eingebunden werden. Den die sollen sich mitverändern und lernen. Dann wird ein Schuh draus

Zeigt der Betroffene aber gar keine Bereitschaft zur Veränderung müssen die Angehörigen darüber nachdenken das sie sich Co-abhängig machen und instrumentalisiert werden. Dann gilt es Entscheidungen zu treffen.....

C.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 25.07.13, 21:52 
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Registriert: 30.04.06, 16:16
Beiträge: 596
convaincu hat geschrieben:
Es wäre die Aufgabe von Profis herauszufinden was die Gründe sind warum er den Weg in die Abstinenz vermeidet.
Fürchtet er die Veränderung oder den dafür notwendigen Aufwand, vermutete er Nachteile für sich (weniger Aufmerksamkeit), passt ihm die Strategie und die Vorgehensweise nicht.
Denn es reicht nicht nur eine Therapiemotivation zu erzeugen, sondern auch eine entsprechende Veränderungsmotivation die aufrechterhalten werden muss.

Das ist also die Theorie, Deine Theorie....
Die Praxis sieht leider gänzlich anders aus.
Ist nicht bös gemeint, aber das sieht mir nicht nach
empirischen Erfahrungen aus.
:) error6


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 26.07.13, 14:23 
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Registriert: 13.05.13, 13:55
Beiträge: 83
error6 hat geschrieben:
Das ist also die Theorie, Deine Theorie....
Die Praxis sieht leider gänzlich anders aus.
Ist nicht bös gemeint, aber das sieht mir nicht nach
empirischen Erfahrungen aus.
:) error6


Hallo
in der Tat es ist zuerst einmal die Theorie, aber nicht von ungefähr beginnt die Beschreibung im Konjunktiv.
Und steht nicht am Anfang immer eine These oder eine theoretisches Modelll das sich dann an der realen Praxis ein/abschleift?
Und nirgendwo steht, dass es immer funktioniert, dass wäre vermessen.
Es gibt eine Menge Menschen (Betroffene und Angehörige) die sich noch nicht einmal mit den theoretischen Ansätzen beschäftigt haben.
Das die Praxis gänzlich anders aussieht würde ich so nicht unterschreiben, aber das sind wahrscheinlich Nuancen, Fakt ist das es zu oft nicht greift

C.

Ach so fast hätte ich es vergessen. Da war doch noch was, die empirischen Erfahrungen
Ich selbst habe eine Sucht gestoppt und arbeite seit Jahren beruflich, wie privat/ehrenamtlich mit psych./suchtkranken Menschen und ihren Angehörigen zusammen.
Empirisch genug?...wenn nicht dann muss ich wohl damit leben nie welche zu haben :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 01.08.13, 11:39 
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DMF-Moderator

Registriert: 02.10.05, 07:21
Beiträge: 840
Wohnort: Lemgow Kreis Lüchow-Dannenberg
Ich denke mal, viele hier haben ihre Erfahrungen damit gemacht,
wie "man" trockener Alkoholiker wird. Und für jeden ist das etwas
ganz Besonderes, es auch zu bleiben.
Und egal, welche Hilfe in welcher Form angeboten wird: Entscheiden
kann immer nur der Abhängige. Da kann ich noch so viel Weiterbildung
haben, wie ich will. Wenn er nicht will, kann ich nichts machen. :lol:

_________________
Mit freundlichem Gruß
Alida Prahm
Moderation Brennpunkt Alkohol


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 02.07.15, 11:02 
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Registriert: 02.07.15, 10:29
Beiträge: 29
Ich bin direkt betroffen...Als Angehöriger darf man nicht aggressiv reagieren....doch der zerfall ist schlimm mit anzuschauen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 07.07.15, 22:41 
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Registriert: 27.06.15, 07:01
Beiträge: 55
Wohnort: Bonn
In meiner Praxis sehe ich alle möglichen Reaktionen der Angehörigen.
- "Na so schlimm ist es ja nun auch noch nicht"
- "Selbst schuld, ich habs ihm ja gesagt"
- "Der packt das schon irgendwie auch so"
- "Mein Mann? Neee, er trinkt nur ab und zu!"
- "Was ist denn so schlimm daran mal ein Bierchen zu trinken?"
- "Soll sie sich doch tot saufen"
Zitate der Partner meiner Patienten.
Viele sind aber auch ratlos, traurig, deprimiert, verheimlichen es oder helfen sogar durch direkte Beschaffung von Alkohol, einige sind auch zuversichtlich und motiviert, andere abgeschottet und gleichgültig und die meisten schämen sich. Naja.

_________________
Ich bin Daenerys Sturmtochter vom Blut des alten Valyria, und ich nehme mir, was mein ist! Mit Feuer und mit Blut werde ich es mir holen!
- Khaleesi


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 31.07.15, 11:59 
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Registriert: 30.06.15, 12:38
Beiträge: 15
Wohnort: Karlsruhe
Ich habe auch schon alles mögliche probiert, es hat nichts geklappt, im Gegenteil. Derzeit behandel ich Ihn (Mein Vater) einfach so als wäre er kein Alkoholiker und probiere in bestimmten Situationen an seine Eigenverantwortung sich selbst und seiner Familie gegenüber zu appellieren (ganz dezent, er fühlt sich sehr schnell angegriffen). Ich bringe des Öfteren mal gesunde Lebensmittel vorbei oder lasse mal eine Lektüre über "gesünderes Leben" oder "was Alkohol oder Zigaretten mit unserem Körper anstellen" liegen. Ich probiere auf dem Weg ein Bewusstsein für seine eigene Gesundheit in Ihm zu wecken. Und es gab laut Mutter wirklich schon Tage, an denen er sich mit sich und seiner Gesundheit beschäftigt hat (gab es davor nie). Das Trinken hat er noch nicht aufgehört, aber scheint wohl etwas besser geworden zu sein. Ich hoffe ja auf den Tag an dem es von Ihm aus kommt.

Aus der Bekanntschaft kenne ich 2 Fälle in denen, die Kinder Nachwuchs bekommen haben und als Bedingung damit die Eltern(bzw. Vater) den Enkel sehen dürfen, kein Alkohol mehr getrunken werden darf. Der Vater war innerhalb weniger Tage Trocken und das bis heute (ca. 2,5 Jahre). Der andere Vater hat mit Rauchen aufgehört, aber das nur für ca. 1 Jahr und dann wohl wieder angefangen. Das nur als Erfahrung anderer :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 23.01.16, 14:15 
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Beiträge: 2
Ich bin mit Alkoholismus quasi "aufgewachsen" familienbedingt. Die betroffene Person in meiner Familie hat immer - trotz vieler Rück- und Fehlschläge - Unterstützung erhalten. Auch Verständnis für dieses in der Gesellschaft noch nicht wirklich akzeptierte Problem kam von außerhalb.

Außgrenzung oder Gelächter fand nie statt. Wichtig ist nur, das man zu dem Problem steht und es nicht versucht schön zu reden nach dem Motto "Ja ich trinke viel, aber Du trinkst ja auch öfter mal". Dann wird man auch von anderen akzeptiert und unterstützt.

Gruß,
Andre

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 02.11.16, 15:45 
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Registriert: 02.11.16, 15:32
Beiträge: 1
Ehemann meiner Schwester hat mehr als 15 Jahren gesauft. mehrmals war er im Krankenhaus fast an der Schwelle des Todes. Aus Mitleid ist sie mit ihm geblieben, er hatte niemanden mehr wer ihm helfen konnte. Jetzt ist er seit etwa 5 Stunden trocken... leider hat sehr ernsthafte gesundheitliche Probleme, sie können nicht mehr Kinder haben. Sie ist 35 und hat keine Hoffnungen auf glückliches Familienleben mehr, obwohl er nicht mehr trinkt und kümmert sich sehr um sie. wirklich ist es schrecklich...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 20.11.16, 23:00 
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Interessierter

Registriert: 17.11.16, 12:30
Beiträge: 10
Wie man als Angehöriger damit umgeht?
Viele schlecht, einige gar nicht, einige wenige schaffen es auf realistische Weise, die nächsten verdrängen es. Es gibt zig Varianten, damit "umzugehen".
Meine Mutter versuchte es zu verschweigen,
Meine jüngere Schwester reagierte (als sie es heraus bekam) jedesmal hysterisch, wenn sie nur Alkohol sah,
Und ich... Nun ich war RADIKAL.
Ein paar mal habe ich meinen Vater gebeten, dass er das Trinken doch bitte sein lassen solle. Immerhin ist es nicht selbstverständlich, und ein großes Glück, 3 (!) Herzinfarkte zu überleben, und das sollte man nun nicht auf anderem Wege ruinieren.
Nachdem dies ignoriert wurde, habe ich VORERST "locker gelassen".
Wenn es eines gibt, was ich abgrundtief hasse, dann ist es betteln! Also bettelte ich nicht mehr hinter, sondern beobachtete meinen Vater. Ich fand ALLE Verstecke, wo er die Hochprozentigen versteckte. Geschickt in den Zwischenräumen de Wände von der Garage, hinter den Balken, in alten Kanistern und noch einige mehr. Meine erste Handlung schlug fehl, ich hatte an jede der 12 Flaschen einen Zettel geklebt, mit der Aufschrift "wir brauchen Dich noch". Darauf reagierte mein Vater schlicht mit Unverständnis, und der Aussage, er lasse sich nicht von einem Teenager (15 Jahre) kontrollieren. Auch das auskippen sämtlicher Vorräte war keine gute Idee....
Fortan ignorierte ich seine Gefühlsausbrüche, denn man lernt in den Augen zu sehen ob jemand alkoholisiert ist...
Mit 17 ging ich von meinem Elternhaus weg. Ich hatte mich bewusst für eine Ausbildung weiter weg von Zuhause entscheiden. Nun trennten uns knapp 250km, und eine Stunde Fährfahrzeit. Für mich hat es gereicht Abstand zu gewinnen, und zu erkennen, dass dieses Problem in frühester Kindheit meines Vaters angefangen hatte. Als drittjüngster Sohn (9 Kinder insgesamt) sollte er an ein Paar abgegeben werden, welches keine Kinder bekommen konnte, als Gegenleistung sollten meine Großeltern monatlich Geld und Verpflegung für die restliche Familie erhalten. Mein Vater war damals so traurig, dass er jede Nahrungsaufnahme verweigerte. Nun schlussendlich landete er wieder in seiner Familie und war voran ungeliebt. Der Rest seiner Lebensgeschichte tut nichts zur Sache.
Ich für meinen Teil bin heute (mit 25J.) stolz auf ihn. Wir hatten nie ein leichtes Verhältnis, aber als ich gelernt hatte ihn zu verstehen und auch lernte seine Trigger zu deuten bzw zu erkennen, konnte ich ihm und auch meiner Mutter und Schwester helfen. Mein Vater trinkt "nur noch" 1-2 mal die Woche Abends ein Glas Rotwein. Ausschlaggebend dafür war meine Schwangerschaft vor 2 Jahren. Ich habe lediglich gesagt, dass meine Tochter ihren Großvater so lieben lernen soll wie er ist, mit all seinen Gefühlen und Vasetten die nun mal zu einem langen Leben dazu gehören, und dass er sich klar sein muss, dass er sie nicht halten darf, wenn er Alkohol getrunken hat. Zu erst war er sehr getroffen, doch mittlerweile spricht er mir oft seinen Dank aus. Wir besuchen meine Familie 4x im Jahr, und meine Tochter liebt ihren "Mopi". Heute wirkt mein Vater ausgeglichener und redet endlich offener, zumindest mit mir und meiner Mutter.
Ich meide Alkohol strikt, aber das liegt auch an meinem Gesundheitszustand (Herzinsuffizienz), aber das ist eine andere Geschichte.
Letztlich muss jeder seinen Weg finden für sich und sein Gewissen.
Alles Gute für alle Angehörigen und Betroffenen, es gibt immer einen anderen Weg, man muss nur lernen ihn zu gehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 21.11.16, 14:01 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3413
Zitat:
Mein Vater trinkt "nur noch" 1-2 mal die Woche Abends ein Glas Rotwein.


halte ich bei einem Alkoholiker für unmöglich 8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gehen Angehörige damit um?
BeitragVerfasst: 04.05.17, 14:49 
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Registriert: 16.11.16, 09:36
Beiträge: 3
Was ich sicher zu diesem Thema sagen kann, dass mit Alkoholiker keine Familie haben kann. Meine Mutter ist 43, da unser Vater nach dem Unfall gestorben ist, hat sie einen Mann kennengelernt. Am Anfang war er so nett mit mir und meiner Mutter, er war aber kein Deutsche und sprach nicht so gut auf Deutsch. Sie haben zusammen 6 Monate gewohnt, er hat niemals Alkohol getrunken, sagte einfach, dass er das nicht mag und seine Religion lies auch nicht. 2 Jahre später begann er wieder zu trinken…es war schrecklich… er konnte die ganze Woche zu Hause im Internet hocken und trinken sooooo viel Alkohol dass ihr euch nicht vorstellen könnt! Wir wollten ihm helfen, aber er sagte uns immer, dass es keine Krankheit ist, dass es so viele Leute mit solcher Situation gibt… Meiner Meinung nach ist es Krankheit, die man unbedingt heilen muss. Als Resultat konnte er keine Kinder haben, sein Spermiogramm war zu schlecht…deshalb musste meine Mutter an die Reproduktion Klinik anwenden, sonnst hätte ich jetzt keinen Bruder. Aber das ist schon andere Geschichte. Ich wollte nur behaupten, dass unsere Gesundheit das Wichtigste im Leben ist! Wenn wir gesunde Kinder haben möchten, müssen wir unseren Körper, unsere Gesundheit pflegen!


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