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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Prostatitis Nachwirkungen?
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 Betreff des Beitrags: Prostatitis Nachwirkungen?
BeitragVerfasst: 04.10.06, 18:25 
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Interessierter

Registriert: 04.10.06, 15:50
Beiträge: 9
Hallo,

vor ca. 3 Wochen hatte ich massive Probleme mit Fieber, Stuhlgang, usw. Mein Urin "enthielt" Leukozyten, so daß mein Hausarzt mich mit Verdacht auf Harnwegsinfektion mit Antibiotika über 5 Tage behandelt hat. Unglaublich, da ich eigentlich meine massiven Probleme beim Stuhlgang erwähnt hatte und er doch alleine schon deswegen nicht auf eine Harnwegsinfektion schließen kann, oder?

Inzwischen ist das FIeber sowie die Probleme beim Stuhlgang weg. Allerdings bekam ich 1 Woche nach Einnahme der Antibiotika wieder leichte(!) Schmerzen im Dammbereich. Ich also zum Urologen, der eindeutig Prostatitis diagnostizierte und mir wieder für 5 Tage Antibiotika verschrieb. Zwischendurch merke ich nichts, auch während/nach einer Ejakulation hatte ich zuletzt keine Probleme.
Der Urin ist inzwischen in Ordnung.

Nun werde ich allerdings wieder skeptisch, weil ich heute bereits den ganzen Tag eine Art Ziehen und Stechen im Dammbereich bemerke.

Beim Wasserlassen habe ich erstaunlicherweise absolut keine Probleme

Muß ich damit rechnen daß die Prostatitis noch nicht vollständig ausgeheilt ist und ich bis zum völligen Abklingen der Sympthome schon wieder Antibiotika nehmen muß?

Gibt es Erfahrungswerte hinsichtlich der Dauer einer Prostatitis?

Vielen Dank im Voraus für Eure Bemühungen.

Gruß
MaxG


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BeitragVerfasst: 04.10.06, 19:35 
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DMF-Mitglied

Registriert: 05.09.06, 20:43
Beiträge: 28
Hallo MaxG
Das hört sich jedenfalls nach einer akuten Prostatitis an und ich wage zu bezweifeln ,daß man sie so einfach nach 5tagen Antibiotika wegkriegt!
Lies dich am besten mal ein wenig durchs Forum ,aber erschreck nicht,
weil es eine unendliche Geschichte werden könnte :(
Im Anfangsstadium, einem versierten Arzt Deines Vertrauens und dem Forum
hast Du gute Karten schnell davon los zu kommen!!

Viel Glück und Gruß Noah Goa


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BeitragVerfasst: 04.10.06, 22:25 
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DMF-Mitglied

Registriert: 12.09.05, 13:34
Beiträge: 44
So gings bei mir auch los, allerdings hatte ich von Beginn an eklatante Schwierigkeiten beim Wasserlassen.

Eine längere ABX-gabe empfehle ich Dir dringend! Das hätte mich vor verdammt langen Querelen bewahrt!

Gruß


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BeitragVerfasst: 05.10.06, 07:19 
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Interessierter

Registriert: 04.10.06, 15:50
Beiträge: 9
Besten Dank für Eure ernüchternden Antworten :(

Hauptsache ist zumindest für mich, daß ich diese massiven Darmprobleme nicht mehr bekomme. Solche Bauchschmerzen in Form von Koliken hatte ich schon lange davor nicht mehr.

Seltsam, daß sich ein- und dieselbe Krankheit bei Betroffenen so unterschiedlich darstellt.

Gruß
Max


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BeitragVerfasst: 05.10.06, 10:36 
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DMF-Moderator

Registriert: 24.11.04, 11:03
Beiträge: 1191
Wohnort: HH
MaxG hat geschrieben:
Seltsam, daß sich ein- und dieselbe Krankheit bei Betroffenen so unterschiedlich darstellt.


Hallo,
ob sich's um ein und dieselbe Krankheit handelt, könnte man nur beurteilen, nachdem die Krankheitsentstehung incl. -ursachen erkannt wären. In den meisten Fällen gelingt diese Erkenntnis aber nicht und die Benennung der Beschwerden mit Prostatitis ist nur eine Verlegenheitsdiagnose, die leider auch die kaum bestätigte Auffassung einer ursächlichen Harnwegs-/Prostataentzündung vermittelt.
Bezüglich der Dauer von "Prostatitiden" kann man m.W. keine verlässliche Aussage machen. Es gibt derzeit noch keine hinreichend entwickelten Methoden, mit denen Fälle sytematisch erfaßt und verfolgt werden können. Epidemiologische Erhebungen und Expertenschätzungen deuten an, daß 20 bis 50% der Männer irgendwann in ihrem Leben mal unter entsprechenden Beschwerden leiden. Der Anteil derer, die langfristig massiv betroffen sind, wird aber im geringen einstelligen Prozentbereich angegeben. Letztere trifft man natürlich eher in einem Forum wie diesem.
Zum Thema "akute Prostatitis". Die von dir beschriebenen Symptome/ Befunde deuten nach meinem laienhaften Wissen nur (noch) partiell darauf hin. Typisch für aktuen Prostatitiden sind z.B. massenhafter Bakterienbefall im Urin und eine extrem druckschmerzhafte Prostata. Höhere Dosen Antibiotika (ABX) müßten bei der akuten Form auch helfen. Daß frühe und hochdosierte ABX- Gaben generell einen langfristigen Prostatitisverlauf ersparen können, ist aber ein verbreiteter Irrtum. Die meisten Fälle reagieren von Anfang an nicht oder nur geringfügig auf ABX.
Gruß
O. Urban


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BeitragVerfasst: 05.10.06, 18:19 
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Interessierter

Registriert: 04.10.06, 15:50
Beiträge: 9
Mal 'ne blöde Frage:

"darf" ich eigentlich mit meiner Frau schlafen?

:roll:

Gruß

Max


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BeitragVerfasst: 05.10.06, 18:31 
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DMF-Mitglied

Registriert: 05.09.06, 20:43
Beiträge: 28
Klaro auch mit dreien :wink:


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BeitragVerfasst: 07.10.06, 11:15 
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Interessierter

Registriert: 04.10.06, 15:50
Beiträge: 9
Leider konnte mir auch mein Urologe nicht sagen, wie und wodurch eine Prostatitis entsteht.


Welche Euch bekannten Ursachen können zu einer Prostatits führen?

Ist es möglich, daß eine Prostatits durch Entzündungen der Bänder und Gelenke im Lendenwirbelsäulenbereich oder Kreuzbein entstehen kann?

Gruß
Max


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BeitragVerfasst: 12.10.06, 10:51 
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noch neu hier

Registriert: 11.10.06, 07:52
Beiträge: 2
Hallo,

auch mich hat es erwischt
Bis zum Juli diesen Jahres hatte ich keine Probleme diesbezüglich. Jährlich gehe ich zur Vorsorgeuntersuchung zum Urologen, Ergebnis o. B.
Ich bin Jahrgang 1954, sportlich sehr aktiv, Hobbyrennradfahrer. Von heute auf morgen hatte ich Probleme beim Wasser lassen einhergehend mit Fieber 39°C. Samstag zum Bereitschaftsarzt mit zusätzlichen Beschwerden im Unterbauch. Es wurde Antibiotika verschrieben. Am Sonntag ging garnichts mehr, zur Notaufnahme in`s Krankenhaus gefahren, Katheder wurde gesetzt, es wurde eine stark vergrößerte Prostata festgestellt, der Urin war dunkel, rot gefärbt, erhöhte Temperatur war immer noch gegeben. 39°C. Am Montag bin ich zum Urologen zur Weiterbehandlung, zusätzlich habe ich Alpha-Blocker erhalten. Am gleichen Tag war ich fieberfrei, der Katheder wurde am Mittwoch, am vierten Tag, wieder entfernt und es ging mir wesentlich besser.
Nach drei Wochen im Urlaub gingen die Probleme wieder los mit sehr starken Harndrang trotz nur gering gefüllter Blase. In der Notaufnahme in einen Krankenhaus von MeckPom, wurde mir wieder ein Katheder gesetzt und ich wurde stationär aufgenommer. Die Urin und Blutbefunde waren nicht die Besten. Sofortige Schmerztherapie und Behandlung mit Antibiotika brachten leichte Erfolge. Von meinem Urologen am Heimatort wurde ich dann weiter behandelt und bis anfang September Krankgeschrieben. Es kam noch eine Nebenhodenentzündung hinzu.
Ende September wurde eine Blasenspiegelung durchgeführt weil nach dem Wasser lassen Blut kam. Ergebnis o.B. Gleichzeitig habe ich Beschwerden in der Leiste, mal schwächer mal stärker, einhergehend mit einem Ziehen im Hodenbereich bis in den Rücken. Blut in der Samenflüssigkeit tritt auch auf, jetzt aber schon weniger. Behandlung mit Antibiotika. Nachuntersuchung erfolgt Ende Oktober.
Welche Ursachen können dieses Krankheitsbild noch auslösen?
Welche Ursachen können überghaupt vorliegen?
Kann man den Radsport trotzdem weiter machen?


Zuletzt geändert von pepo54 am 12.10.06, 12:01, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12.10.06, 11:31 
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Registriert: 07.04.05, 07:17
Beiträge: 174
Wohnort: stuttgart
Bei einer akuten Prostatitis sollte man das Radfahren unterlassen. Ich selber habe das Radfahren 8 Jahre lang unterlassen und habe dieses Jahr im Frühjahr wieder damit begonnen hin und wieder zu fahren. Es kam zu keinen Verschlechterungen der Schmerzen. Seit 6 Wochen mache ich als Ausgleichssport (2-3mal die Woche) ausschliesslich Radtouren und siehe da auch keine Symptomverschlechterung.

Gruss Thomas


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 Betreff des Beitrags: Behandlung mit Alpha-Blocker
BeitragVerfasst: 15.10.07, 15:09 
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Interessierter

Registriert: 04.10.06, 15:50
Beiträge: 9
Hallo nochmal,

nachdem nun ziemlich genau ein Jahr vergangen ist, bin ich aufgrund von immer noch gelegentlichem "Ziehen" im Damm sowie leicht verstärktem Harndrang nicht sicher, ob ich diese Sympthome "behalte" oder nicht, bzw. ob ich immer noch chronische Prostatitis habe.

Die genannten Alpha-Blocker soll ich auf Anweisung meines Urologen seit Mai nur noch alle 2 Tage nehmen, und sie nach Verbrauch der Packung absetzen.

Zur Zeit ist es so, daß ich zwischendurch das Euch sicherlich bekannte Ziehen im Dammbereich über einige Tage verspüre, andererseits aber wochenlang "Ruhe" ist.

Gestern noch hatte ich nach einer Ejakulation leichte Schmerzen im Dammbereich. Wasserlassen völlig schmerzfrei.

Die Prostata an sich ist nicht vergrößert.

Kann man die Sympthome als "Nachwirkungen" oder "Aufflackern" der vergangenen akuten Prostatitis beschreiben? Mein Urologe sagt immer, dass sich bzgl. dieser Krankheit das meiste im Kopf abspiele.

Ich bin nicht sicher, ob ich die Alpha-Blocker völlig absetzen soll oder ob dann wieder alles von vorne loesgeht. Hatte vor einigen Monaten wieder über einige Tage massive Probleme mit der Verdauung (die damals in direktem Zusammenhang mit der Prostatitis standen).

Danke und Gruß
Max


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis Nachwirkungen?
BeitragVerfasst: 07.06.17, 08:42 
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Interessierter

Registriert: 04.10.06, 15:50
Beiträge: 9
Hallo zusammen,

inzwischen sind einige (10) Jahre vergangen. Mein letzter, unten stehender Beitrag war von 2007. Bereits 2008 hatte ich einen massiven Divertikulitis-Schub und bin operiert worden. Wahrscheinlich gabe es einen Zusammenhang zwischen der DIvertikulitis und der Prostatitis. Nach weiteren ca. 2 Jahren Einnahme von Tamsulosin sind auch die Prostata-Beschwerden vollständig abgeklungen.

Seit nunmehr wiederum 1 Jahr habe ich (im Vergleich zu damals) geringe, jedoch sehr störende Probleme wie morgendlicher Ausfluß aus dem Glied, gelegentlich Brennen an der Eichelspitze (hatte ich schon als Kind), allerdings nicht beim Wasserlassen, ab und an gehemmter Stuhlgang und Urinstrahl. Ejakulationen sind schmerzfrei, ebenso verspüre ich gelegentlich am Steißbein leichte Schmerzen.

In der Zwischenzeit habe ich wiederum 3 Monate Tamsulosin eingenommen (bei normalem PSA-Wert), wonach auch die o.g. Beschwerden eine Zeitlang verschwunden sind. Nach Absetzen des Medikaments stelle ich fest, dass die o.g. Beschwerden im Abstand von ca. 1 Woche wieder für 1 Tag (nur teilweise) auftauchen, dann aber wieder vollständig, z.T. über Nacht verschwinden. Auch der Harnstrahl ist dann völlig normal.

Ich zögere, die Einnahme von Tamsulosin fortzuführen, in der Hoffnung, dass die Beschwerden verschwinden. Wie sind Eure Erfahrungen mit der Einnahme und dem Absetzen von Tamsulosin?

Sollte nach Eurer Einschätzung dessen Einnahme (u.U. in geringerer Dosis fortgeführt werden? Wie erfahre ich, ob und wie lange ich das Medikament einnehmen muss? Denn ich war ja wie beschrieben nach Absetzten des Medikaments wochenlang beschwerdefrei.

Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße
Max


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis Nachwirkungen?
BeitragVerfasst: 19.06.17, 11:26 
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DMF-Mitglied
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Registriert: 23.02.10, 10:15
Beiträge: 110
Ich habe den Wirkstoff über einen Zeitraum von 2 1/2 Jahren genommen. Wirkung war damals: Leichte entspannende Wirkung, sowie retrograder Samenerguß :(
Mit dem Absetzen hatte ich keine Probleme. Im Gegenteil: der retrograde Samenerguß wwar plötzlich weg :D


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