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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Prostatitis? -unklare Symptomatik bei schwankenden PSA
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BeitragVerfasst: 24.09.06, 12:30 
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Registriert: 06.09.06, 13:03
BeitrÀge: 4
hallo
bin 56 Jahre, neu hier und hinsichtlich der Symptomatik bei Prostatitis ziemlich verunsichert.
Ich hatte nach einem akuten hoch fieberhaften Racheninfekt vor 8 Wochen - per Zufall entdeckt wegen vergrĂ¶ĂŸerter Prostata mit 50 ml im Sono - hohe, aber dann abfallende PSA-Werte:
1. 25.08.06 19,2
2. 05.09.06 12,5
3. 19.09.06 7,3

letzter Ausgangswert vor 1 Jahr 2,6 !!!
Zwischen dem 1. und dem 3. PSA-Wert lagen 2,5 Wochen Einnahme von Ciprobay 2x500mg
Der Urologe meint, dass alles fĂŒr eine (akute?) Prostatits spricht.
Weitere Kontrollwerte folgen!

Was mich (und den Urologen auch ein wenig) wundert, ist die Tatsache, dass ich keinerlei typische Beschwerden habe, außer irritativen Symptomen wegen der großen Prostata (nĂ€chtl. Wasserlassen u.Ă€., das aber schon lange!)! Keine Schmerzen, kein Brennen beim Wasserlassen, keine Probleme beim Sex, Urin mehrfach o.B.
TRU und Tastbefund sowie MR sind unauffÀllig!

Allerdings hatte ich im Rahmen der HalsentzĂŒndung (eitrige, lacunĂ€re Angina) typische Infektbeschwerden und dazu - und das ist jetzt wieder das auffĂ€llige:
heiße HĂ€nde und FĂŒĂŸe, Herzjagen und Unruhe und Schlaflosigkeit sowie Schwitzen und allgemeines Schlappsein und ErschöpfungsgefĂŒhle.


Nun zu meiner Frage:
Können diese eher unspezifischen Symptome mitunter auch Zeichen einer (evtl. wieder aufflackernden) Prostatitis sein?
Mein Urologe meint eher nein!
Aber was ist zu tun?
weitere PSA-Kontrollen werden erfolgen, aber ich habe einen Urlaub geplant, bei dem ich mich körperlich belasten werde.
Haben schon andere im Forum solche Symptome einer Prostatitis gehabt?

Bin dankbar fĂŒr ein paar Hinweise!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25.09.06, 16:33 
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DMF-Moderator

Registriert: 24.11.04, 11:03
BeitrÀge: 1191
Wohnort: HH
Hallo,
die genannten Symptome sind auch fĂŒr Prostatitis unspezifisch.
Daß der erhöhte PSA- Wert von einer ProstataentzĂŒndung (Prostatitis) herrĂŒhrt, wĂ€re eine (spkulative) Möglichkeit. Eine akute Form ist aus den von ihnen genannten Symptomen nicht ersichtlich. Bei der akuten Prostatitis handelt es sich um eine akute Infektion der Prostata, die von Fieber, SchĂŒttelfrost und Harnverhalt begleitet sein kann. Als Erreger gelten insbesondere Bakterien der im Darm siedelnden Art Escherichia coli. Diese sind massenhaft im Urin nachweisbar. (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Prostatitis ). Nach meinem laienhaften VerstĂ€ndnis, könnte eher eine asymptomatische Prostatitis vorliegen. Diese From wird bei urologischen Untersuchungen hĂ€ufig beilĂ€ufig festgestellt und von den Betroffenen zumeist nicht bemerkt. Ob sich aus der asymp. Prostatitis eine der schmerzhafte P. entwickelt, ist m. W. nicht genau erforscht.
MfG
O. Urban


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 Betreff des Beitrags: "asymptomatische" Prostatitis
BeitragVerfasst: 25.09.06, 18:33 
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Registriert: 06.09.06, 13:03
BeitrÀge: 4
Danke fĂŒr die Antwort, Herr Urban!

Wie hÀufig sind denn die "asymptomatischen" Prostatitiden?
Wer kann darĂŒber aus eigener Erfahrung im Zusammenhang mit erhöhten PSA-Werten berichten?
Macht denn dabei eine Behandlung mit Cipro oder anderen Antibiotika ĂŒberhaupt Sinn?
Aber unabhÀngig davon:
Irritierend sind sie ja dennoch, die (immer noch zu) hohen PSA_Werte, wenn auch Meldungen wie die folgende beruhigend wirken könnten:
http://www.uroonkologie.de/nachrichten/nachrichten_archiv_details.asp?id=108

mfG
holdoc


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 Betreff des Beitrags: Re: "asymptomatische" Prostatitis
BeitragVerfasst: 25.09.06, 19:29 
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DMF-Moderator

Registriert: 24.11.04, 11:03
BeitrÀge: 1191
Wohnort: HH
holdoc hat geschrieben:
Wie hÀufig sind denn die "asymptomatischen" Prostatitiden?holdoc

DarĂŒber gibt's m.W. keine genauen epidemiologischen Erhebungen. Empirische Erfahrungen aus uro- und andrologischen Sprechstunden legen aber eine hohe "Dunkelziffer" nahe. Angeblich sind bei bis 50% der untersuchten MĂ€nner erhöhte EntzĂŒndungsmarker in Ejakulatproben feststellbar. Im Vergleich zu schmerzhaften Prostatitissyndromen mit hohem Leidensdruck sind die asymptomatischen FĂ€lle klinisch allerdings auch weniger relevant.
Zumeist wird man asymptomatischen FĂ€lle wohl mit Antibiotika z.B. Gyrasehemmer wie Cipro einsetzen, obwohl die EntzĂŒndungen gerade bei chronischen Prostatitiden selten durch Bakterien bzw. Bakterien allein verursacht sind.
Die Ansenkung des PSA kann sich, sofern eine Korrelation mit Bakterien besteht, bis zu drei Monaten hinziehen.
Neben der von ihnen zitierten Studie gibt es noch weitere, die einen (allerdings diagnostisch kaum belastbaren) Zusammenhang zwischen PSA und Prostatitis aufzeigen.
MfG
O. Urban


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BeitragVerfasst: 01.08.17, 15:52 
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Registriert: 08.11.15, 00:09
BeitrÀge: 4
Hallo,

Ich bin selbst kein Fachmann und kann daher nicht wirkliche eine kompetente EinschĂ€tzung der Situation geben. Ich kann aber als Betroffener zumindest einen Tipp geben. Als ich mich zum ersten Mal mit PSA beschĂ€ftigen durfte habe ich lange nach nĂŒtzlichen Quellen gesucht. Bei dieser Suche bin ich unter anderem auf die Website der ALTA Klinik gestoßen. Neben vielen Infos rund um PSA und Prostata im Allgemeinen, bieten die auch einen tollen Service an. Man kann ein Formular mit seinen persönlichen Daten ausfĂŒllen (PSA-Werte, ZeitabstĂ€nde, Alter, bisherige Diagnosen und und und) und bekommt anschließend innerhalb von wenigen Tagen eine kostenlose(!) EinschĂ€tzung der Situation via Mail. NatĂŒrlich wird hier keine Garantie ĂŒbernommen, aber um eine schnelle Zweitmeinung einzuholen ist das echt klasse.
Vielleicht hilft das ja weiter. Das entsprechende Formular findest du unter https://www.alta-klinik.de/de/psa-wert/ ... t-analyse/

Schöne GrĂŒĂŸe


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