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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Mut fĂŒr alle mit frischer Diagnose "chronische Prostatitis"
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BeitragVerfasst: 16.06.17, 22:05 
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Hallo,

Wie so oft im Internet liest man auch hier fast nur die FÀlle mit negativen Erfahrungen und lÀnger, teils erfolgloser Krankheitsgeschichte.

Deswegen denke ich, dass man auch mal positive Erfahrungen hier schreiben sollte. Auch wenn ich hier relativ allein bleiben werde (wer meldet sich schon an, um zu schreiben, dass es ihm gut geht? :) )

Ich habe im November 2016 sehr plötzlich ein starkes Ziehen im Dammbereich gehabt. Gleichzeitig hatte ich stÀndig Harndrang.
Letzteres hatte ich darauf zurĂŒck gefĂŒhrt, dass ich sehr viel getrunken habe aufgrund einer ErkĂ€ltung. Daran lag es aber nicht. Weniger trinken half nichts.
Zum Arzt gegangen bin ich aber letztendlich, weil ich Errektionsprobleme hatte. Entweder habe ich ihn beim Sex gar nicht hoch bekommen oder er wĂŒrde nach 1-2 Minuten direkt wieder schlaff.
Also ab zum Urologen..und der war super! Hat mich untersucht (Ultraschall Prostata, Urinprobe,...) und meinte daraufhin "sie haben eine chronische prostatitis. Tun Sie mir einen Gefallen: Sie gehen jetzt hier raus mit dem Gedanken, dass sie nicht krank sind! Und Errektionsprobleme hatten wir doch alle schon mal"
Dazu verschrieb er mir noch Pollstimol fĂŒr 3 Monate.

Viele wĂŒrden sich jetzt nicht ernst genommen fĂŒhlen von ihrem Arzt. FĂŒr mich ist das genau die richtige Einstellung. Klar hat es mich belastet, aber ich bin ĂŒbergeugt, dass gerade bei dieser Erkrankung Lockerheit eine entscheidende Rolle spielt.
Meine Frau ist zum GlĂŒck super verstĂ€ndnisvoll und einfĂŒhlsam. Wenn es anfangs nicht geklappt hat beim Sex, hat sie mir immer wieder den Druck genommen und war absolut locker.
Mein schmerzbild hat sich in den ersten Wochen nochmal ordentlich geÀndert. Die Dammschmerzen wurden weniger, die Analschmerzen mehr. Alternativ dazu ein diffuser Schmerz zwischen Penis und Bauchnabel oder auch mal an der Penisspitze.
Ich habe mich dann noch zu einem Besuch beim Proktologen durchgerungen und meine HĂ€morrhoiden entfernen lassen. War kein großer Akt. Waren nur Stufe 1-2 und ließen sich mit 2 Spritzen veröden.

So wurde es ĂŒber die Wochen gaaanz langsam besser. Pollstimol habe ich fleißig eingenommen. Beim Sex hat es auch immer besser geklappt. Vor allem hatte ich selbst auch wieder Lust drauf. War anfangs komplett weg.
Und irgendwann im Februar hatte ich einen Tag, an dem mir auffiel, dass ich nichts mehr spĂŒre vom Druck oder Schmerz. NatĂŒrlich gab es dann ab und an wieder Situationen, in denen ich etwas gemerkt hatte. Vor allem beim Sitzen.

Aber es wĂŒrde immer besser.

Jetzt nach einigen Monaten bin ich komplett Beschwerdefrei. Ich weiß, dass die RĂŒckfallquote Relativ hoch ist. Aber falls es nochmal kommen sollte, werde ich wieder so locker wie möglich an die Sache heran gehen werde. Alles andere fĂŒhrt nur zu zusĂ€tzlichen Verkrampfungen.

Ich möchte hier niemanden in seiner persönlichen Krankengeschichte diskreditieren.
Aber es ist mir ein BedĂŒrfnis allen anderen, die hier frisch reinlegen Mut zu machen.

Solche Erfahrungsberichte haben mir nÀmlich anfangs komplett gefehlt. Man liest nur von erfolglosen Behandlungen oder erfolgreichen kostspieligen Spezialtherapien in der Schweiz. Das hatte mich damals kaum ermutigt :)


Also: Kopf hoch! Locker bleiben. Das wird wieder


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BeitragVerfasst: 19.06.17, 11:20 
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Die Aussage des Urologen finde ich geradezu fahrlÀssig. So einen hatte ich auch beim Beginn der Geschichte vor 22 Jahren.
Das mag bei einigen Betroffenen funktionieren, jedoch bei sehr vielen funktioniert das eben auch nicht.
Wenn es bei Dir nicht weggegangen wÀre, mit seiner Empfehlung, was hÀtte er denn dann als nÀchstes Getan?


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BeitragVerfasst: 19.06.17, 11:22 
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thomas. hat geschrieben:
Die Aussage des Urologen finde ich geradezu fahrlÀssig. So einen hatte ich auch beim Beginn der Geschichte vor 22 Jahren.
Das mag bei einigen Betroffenen funktionieren, jedoch bei sehr vielen funktioniert das eben auch nicht.
Wenn es bei Dir nicht weggegangen wÀre, mit seiner Empfehlung, was hÀtte er denn dann als nÀchstes Getan?


"Solche Erfahrungsberichte haben mir nÀmlich anfangs komplett gefehlt. Man liest nur von erfolglosen Behandlungen oder erfolgreichen kostspieligen Spezialtherapien in der Schweiz. Das hatte mich damals kaum ermutigt :)"

Auch die positiven Erfahrungsberichte gibt es genĂŒgend in diesem Forum. Mann muss nur entsprechend suchen :o


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BeitragVerfasst: 30.06.17, 17:30 
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Ich unterschreibe den ersten Beitrag zu 100% !!!
Nicht die Antibiotika heilen einen, sondern die Einstellung !!!
Komisch das bei beschwerdenfreien Personen teilweise mehrere Bakterien gefunden werden als bei MĂ€nnern mit Beschwerden!


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BeitragVerfasst: 03.07.17, 13:55 
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Hallo Fernando777,

wie hast Du denn das Problem in den Griff bekommen?


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BeitragVerfasst: 03.07.17, 19:03 
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Hi,
FĂŒr mich ist das Wichtigste die Einstellung...dann sollte man sich hinterfragen, ob nicht psychische Probleme bestehen (hĂ€ufig auch nur unterbewusst).
Klar sollte man Urin, Ejakulat & Abstriche machen um zu sehen ob Bakterien vorliegen...bei mir immer negativ!
Ich halte es fĂŒr absolute Verlegenheit von Ärzten AB zu verschreiben ohne Nachweis, wir leben im Jahr 2017, wenn ein Organ entzĂŒndet ist, wird man Bakterien finden sofern welche vorhanden...
Daher rate ich allen, hinterfragt euch bzw euer Leben und rÀumt auf! Bleibt positiv, weil nur so gibt ihr dem Körper das Signal gesund werden zu wollen...AB ist nichts anderes als Symptombekampfung...
Ich habe in meinen 2.5 Jahren kein einziges AB genommen (und keine weiteren Medikamente) und mir geht es wieder super, dank Aufarbeitung und Psychotherapie.
Hier noch ein Artikel
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/m ... ng-ia.html

Jeder muss selber wissen wie er mit Krankheiten umgeht, fĂŒr mich ist JEDE Krankheit nur ein Zeichen dafĂŒr, dass irgendwas im Leben und emotionalen Bereich nicht stimmt...nicht umsonst stimmen fast alle Punkte, wenn man im Internet die psychosomatischen GrĂŒnde fĂŒr die jeweilige 'krankheit' nachliest.

Wie gesagt, bei vielen 'gesunden' werden mehr Höhere Bakterienanzahlen als bei MÀnnern mit Beschwerden!

Viel GlĂŒck an alle!


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BeitragVerfasst: 04.07.17, 07:50 
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Fernando777 hat geschrieben:
Ich halte es fĂŒr absolute Verlegenheit von Ärzten AB zu verschreiben ohne Nachweis, wir leben im Jahr 2017, wenn ein Organ entzĂŒndet ist, wird man Bakterien finden sofern welche vorhanden...


Wie gesagt, bei vielen 'gesunden' werden mehr Höhere Bakterienanzahlen als bei MÀnnern mit Beschwerden!



Ich finde, da in den beiden SĂ€tzen wiedersprichst du dir selbst ein wenig. (oder ich habe es falsch verstanden). Hier gibt es ja keine wirklichen Nachweise, da "gesunde" ja nicht zum Urologen rennen und ihr Ejakulat untersuchen lassen...

Ich bin mittlerweile bei 4 Urologen vorstellig geworden. Bei allen 4 wurden immer Keime gefunden, auch in signifikanter Anzahl. 2 Urologen sind dieser Bakterienthese gefolgt, die anderen beiden haben gesagt, damit hat es nichts zu tun, die Ursache kommt aus dem Becken. 1 Urologe hat mittels abtasten immer geprĂŒft, ob die Prostata entzĂŒndet ist (jedesmal so gewesen, mal mehr, mal weniger)

Ich denke, selbst unter den Urologen herrscht eine riesengroße Ratlosigkeit, was Bakterien in der Prostata angeht. Ich habe fĂŒr mich entschieden, auf eine Art und Weise mein eigener Arzt zu werden, den Urologen betrachte ich als reine UnterstĂŒtzung. Habe seit 3 Tagen mal wieder eine AB Einnahme hinter mir. AuffĂ€llig war, das die Symptome nach ca. 7 tagen besser wurden. Sobald dann aber dur die tabletten der Darm gestreikt hat und der Durchfall dazu kam, habe ich gewisse Symptome wieder gemerkt. Bin nun gespannt auf den nĂ€chsten Abstrich, wobei ich denke, das sich nicht viel VerĂ€ndert haben wird. Der Beckenthese von den 2 Urologen bin ich auch eine Zeit lang gefolgt (Beckenbodentraining beim Physio). Dort habe ich aber relativ schnell festgestellt, das meine Ursache hier nicht liegt, da ich ausschliesslich EntzĂŒndliche Beschwerden habe und keinerlei Schmerzen/Verkrampfungen im Becken.


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BeitragVerfasst: 04.07.17, 09:10 
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BeitrÀge: 49
Naja bei Forschungen werden natĂŒrlich auch 'gesunde' Menschen getestet & da wĂŒrde eben festgestellt, dass bei MĂ€nnern ohne Beschwerden teilweise Ă€hnliche oder mehr Bakterien gefunden wurden... Darauf war das von mir bezogen :-)
Jeder muss es selber wissen, allerdings bin ich auch der Meinung, dass der Körper selbst mit den Bakterien fertig werden muss...
Aber jeder ist sein eigener Arzt und muss seinen eigenen Weg gehen! Niemand ist gleich, deshalb hilft auch nicht jedem das gleiche...
und du merkst ja, das AB hilft dir auch nicht wirklich...


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BeitragVerfasst: 04.07.17, 22:04 
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Registriert: 17.12.15, 21:35
BeitrÀge: 108
In der letzten Zeit habe ich hier so viel Unsinn gelesen, dass ich einiges kurz klar stellen wollte.

M.diddy hat geschrieben:
Also ab zum Urologen..und der war super! Hat mich untersucht (Ultraschall Prostata, Urinprobe,...) und meinte daraufhin "sie haben eine chronische prostatitis. Tun Sie mir einen Gefallen: Sie gehen jetzt hier raus mit dem Gedanken, dass sie nicht krank sind! Und Errektionsprobleme hatten wir doch alle schon mal"


Eine Prostatitis ist eine Infektion der Prostata. Wenn weder Urinprobe, noch Ultraschall der Prostata darauf hinweisen, dass es tatsĂ€chlich eine Infektion ist, ist das eben keine Prostatitis. Der Urologe, der dann trotzdem diese Diagnose fĂ€llt, ist nicht super sondern hat keine Ahnung, was eine Prostatitis ist. Es ist fĂŒr mich auch kaum vorstellbar, dass ein Urologe mĂ€nnliche Patienten einfach nur so nach Hause schickt, allerdings war mir es genauso passiert.

thomas. hat geschrieben:
Die Aussage des Urologen finde ich geradezu fahrlÀssig. So einen hatte ich auch beim Beginn der Geschichte vor 22 Jahren.
Das mag bei einigen Betroffenen funktionieren, jedoch bei sehr vielen funktioniert das eben auch nicht.
Wenn es bei Dir nicht weggegangen wÀre, mit seiner Empfehlung, was hÀtte er denn dann als nÀchstes Getan?


Kann ich nur 100% zustimmen!

Fernando777 hat geschrieben:
FĂŒr mich ist das Wichtigste die Einstellung...dann sollte man sich hinterfragen, ob nicht psychische Probleme bestehen (hĂ€ufig auch nur unterbewusst).


So werden Patienten mit zum Teil erheblichen Beschwerden, gar (wie ich) mit horrenden Schmerzen als depressiv eingestuft, was natĂŒrlich eine Schande ist, vor allem natĂŒrlich fĂŒr alle Urologen und Ärtze, die Patiente nicht ernst nehmen, obwohl diese Schmerzen sie zu schaffen machen.

Fernando777 hat geschrieben:
Klar sollte man Urin, Ejakulat & Abstriche machen um zu sehen ob Bakterien vorliegen...bei mir immer negativ!


Wenn alle Proben negativ sind, hat der Patient eben keine Prostatitis, sondern ein Beckenschmerzsyndrom. In 90-95% aller 'Prostatitis'-FĂ€lle fehlt jeder Hinweis auf eine Infektion.

Fernando777 hat geschrieben:
Ich halte es fĂŒr absolute Verlegenheit von Ärzten AB zu verschreiben ohne Nachweis, wir leben im Jahr 2017, wenn ein Organ entzĂŒndet ist, wird man Bakterien finden sofern welche vorhanden...


Bakterien sind ein Zeichen von Infektion, keineswegs automatisch von EntzĂŒndung. AB sind bei einer Infektion richtig, bei einer EntzĂŒndung braucht keiner automatisch AB.

Fernando777 hat geschrieben:
Ich habe in meinen 2.5 Jahren kein einziges AB genommen (und keine weiteren Medikamente) und mir geht es wieder super, dank Aufarbeitung und Psychotherapie.


Gut fĂŒr Dich! Allerdings gibt es deutliche Beweise dafĂŒr, dass Beckenbodenphysiotherapie in den meisten FĂ€llen wohl hilft, wobei viele Beckenbodenphysiotherapeuten leider keine Erfahrung mit MĂ€nnern haben und dementsprechend die passende Behandlung nicht anbieten können.

Fernando777 hat geschrieben:


Im Internet wird hier und da die SeriositĂ€t dieses 'Zentrums der Gesundheit' in Frage gestellt. Sicherlich liest man dort neben nĂŒtzlichen Infos auch einiges, was keineswegs wissentschaftlich erprobt ist.

Fernando777 hat geschrieben:
Jeder muss selber wissen wie er mit Krankheiten umgeht, fĂŒr mich ist JEDE Krankheit nur ein Zeichen dafĂŒr, dass irgendwas im Leben und emotionalen Bereich nicht stimmt...


Diese Behauptung, die ĂŒbrigens auf nichts beruht, nehmen viele Patienten mit chronischen Schmerzen ihren Ärtzen ĂŒbel, fĂŒhlen sich ganz zurecht in Ihren Schmerzen unverstanden. Jede Krankheit, jeden Schmerzzustand auf dieser Art und Weise auf die Psyche zurĂŒckzufĂŒhren ist schlicht und einfach eine Schande!


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BeitragVerfasst: 10.07.17, 07:25 
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BeitrÀge: 132
Luxemburger1977 hat geschrieben:
In der letzten Zeit habe ich hier so viel Unsinn gelesen, dass ich einiges kurz klar stellen wollte.

M.diddy hat geschrieben:
Also ab zum Urologen..und der war super! Hat mich untersucht (Ultraschall Prostata, Urinprobe,...) und meinte daraufhin "sie haben eine chronische prostatitis. Tun Sie mir einen Gefallen: Sie gehen jetzt hier raus mit dem Gedanken, dass sie nicht krank sind! Und Errektionsprobleme hatten wir doch alle schon mal"


Eine Prostatitis ist eine Infektion der Prostata. Wenn weder Urinprobe, noch Ultraschall der Prostata darauf hinweisen, dass es tatsĂ€chlich eine Infektion ist, ist das eben keine Prostatitis. Der Urologe, der dann trotzdem diese Diagnose fĂ€llt, ist nicht super sondern hat keine Ahnung, was eine Prostatitis ist. Es ist fĂŒr mich auch kaum vorstellbar, dass ein Urologe mĂ€nnliche Patienten einfach nur so nach Hause schickt, allerdings war mir es genauso passiert.

thomas. hat geschrieben:
Die Aussage des Urologen finde ich geradezu fahrlÀssig. So einen hatte ich auch beim Beginn der Geschichte vor 22 Jahren.
Das mag bei einigen Betroffenen funktionieren, jedoch bei sehr vielen funktioniert das eben auch nicht.
Wenn es bei Dir nicht weggegangen wÀre, mit seiner Empfehlung, was hÀtte er denn dann als nÀchstes Getan?


Kann ich nur 100% zustimmen!

Fernando777 hat geschrieben:
FĂŒr mich ist das Wichtigste die Einstellung...dann sollte man sich hinterfragen, ob nicht psychische Probleme bestehen (hĂ€ufig auch nur unterbewusst).


So werden Patienten mit zum Teil erheblichen Beschwerden, gar (wie ich) mit horrenden Schmerzen als depressiv eingestuft, was natĂŒrlich eine Schande ist, vor allem natĂŒrlich fĂŒr alle Urologen und Ärtze, die Patiente nicht ernst nehmen, obwohl diese Schmerzen sie zu schaffen machen.

Fernando777 hat geschrieben:
Klar sollte man Urin, Ejakulat & Abstriche machen um zu sehen ob Bakterien vorliegen...bei mir immer negativ!


Wenn alle Proben negativ sind, hat der Patient eben keine Prostatitis, sondern ein Beckenschmerzsyndrom. In 90-95% aller 'Prostatitis'-FĂ€lle fehlt jeder Hinweis auf eine Infektion.

Fernando777 hat geschrieben:
Ich halte es fĂŒr absolute Verlegenheit von Ärzten AB zu verschreiben ohne Nachweis, wir leben im Jahr 2017, wenn ein Organ entzĂŒndet ist, wird man Bakterien finden sofern welche vorhanden...


Bakterien sind ein Zeichen von Infektion, keineswegs automatisch von EntzĂŒndung. AB sind bei einer Infektion richtig, bei einer EntzĂŒndung braucht keiner automatisch AB.

Fernando777 hat geschrieben:
Ich habe in meinen 2.5 Jahren kein einziges AB genommen (und keine weiteren Medikamente) und mir geht es wieder super, dank Aufarbeitung und Psychotherapie.


Gut fĂŒr Dich! Allerdings gibt es deutliche Beweise dafĂŒr, dass Beckenbodenphysiotherapie in den meisten FĂ€llen wohl hilft, wobei viele Beckenbodenphysiotherapeuten leider keine Erfahrung mit MĂ€nnern haben und dementsprechend die passende Behandlung nicht anbieten können.

Fernando777 hat geschrieben:


Im Internet wird hier und da die SeriositĂ€t dieses 'Zentrums der Gesundheit' in Frage gestellt. Sicherlich liest man dort neben nĂŒtzlichen Infos auch einiges, was keineswegs wissentschaftlich erprobt ist.

Fernando777 hat geschrieben:
Jeder muss selber wissen wie er mit Krankheiten umgeht, fĂŒr mich ist JEDE Krankheit nur ein Zeichen dafĂŒr, dass irgendwas im Leben und emotionalen Bereich nicht stimmt...


Diese Behauptung, die ĂŒbrigens auf nichts beruht, nehmen viele Patienten mit chronischen Schmerzen ihren Ärtzen ĂŒbel, fĂŒhlen sich ganz zurecht in Ihren Schmerzen unverstanden. Jede Krankheit, jeden Schmerzzustand auf dieser Art und Weise auf die Psyche zurĂŒckzufĂŒhren ist schlicht und einfach eine Schande!


Sehr schön wieder mal von Dir zu hören. Mit dieser Aussage triffst Du den Nagel auf den Kopf. einer meiner ersten Urologen sagte ml zu mir, als seine AB- Therapie keine Wirkung mehr zeigte: "DafĂŒr bin ich jetzt nicht mehr zustĂ€ndig, das ist jetzt Aufgabe eines Neurologen". RĂŒckblickend betrachtet: UnverschĂ€mt und zeugt von Null Sachverstand.
Leider passiert es auch heute noch viel zu oft, das Betroffene von Ärzten aus Ratlosigkeit zum Psychologen bzw. Neurologen geschickt werden. Das kann bei einem geringen Teil der Patienten anschlagen, beim Großteil wirkt es nicht.
Was ich aus meiner Sicht weiterempfehlen kann, ist der Gang zu einem Schmerztherapeuten. Wenn man da einen guten erwischt und den Weg konsequent geht kann einem das den Leidensdruck um vielfaches verringern.


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