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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Wieder Beschwerden nach 10 Jahren...
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 Betreff des Beitrags: Wieder Beschwerden nach 10 Jahren...
BeitragVerfasst: 12.06.17, 19:52 
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Hallo zusammen,
Das letzte Mal war ich ca. 2007 in diesem Forum (meine damaligen Beitr├Ąge sind leider nicht mehr da?)...
In K├╝rze:
- erstmals Beschwerden Ende 2002: schmerzen zwischen penis und harnblase, Diagnose des Urologen: prostatitis
- damals wurden keine Bakterien nachgewiesen, trotzdem Antibiotika verschrieben. Au├čer Fluorchinolonen hat nix gewirkt, mit cipro hatte ich R├╝ckf├Ąlle meist schnell wieder im Griff. Aber maximal 2-3 Monate, dann ging es wieder von vorne los
- dazwischen habe ich alphablocker & cernilton genommen, ohne Erfolg
- regelm├Ą├čig brokkolikur: lindernd, aber nicht wirklich heilend
- Ende 2005 bekam ich Probleme mit den Kniesehnen auf cipro, so dass dieser Weg verbaut war
- ich war schon angemeldet bei Dr. Guercini zur AB-Injektion, machte zusammen mit meinem Uro aber noch einen Versuch mit Autovaccinen: Treffer! Deutliche Verbesserung, zu 99% beschwerdefrei
- jahrelang hin und wieder leichte R├╝ckf├Ąlle, die ich mit 2-3 Tagen Brokkoli problemlos in den Griff bekam
- seit 2013 wurde das schwieriger: zuletzt habe ich die Symptome im Herbst 2016 mit einer Woche Heilfasten + Brokkoli in den Griff bekommen, seit Februar ist es wieder wie 2003...
- deswegen erneuter Anlauf mit Autovaccinen, habe heute die letzte von 10 Injektionen bekommen - bislang leider wirkungslos.
- immerhin vertrage ich Cipro wieder - mein rettungsanker... aber es ist nat├╝rlich nur eine Frage der Zeit bis das wieder auf die Sehnen geht.

Vermutlich also chronisch bakterielle Prostatitis (auch wenn nur f├╝r die autovaccine Erreger nachgewiesen wurden: einmal staphylokokken, einmal e-coli)

Meine Fragen:
Hat hier jemand positive Erfahrungen mit bromelain + quercetin + cipro gemacht? Hab mir den Kram jetzt bestellt und werde das wohl bald ausprobieren...


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BeitragVerfasst: 25.06.17, 13:16 
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Zwei Wochen weiter: deutliche Linderung durch Cipro, kein f├╝hlbarer zus├Ątzlicher Effekt durch Quercetin und Bromelain. Zwei Tage nach Absetzen des Antibiotikums sind die Symptome wieder voll da... kann das ├╝berhaupt so schnell gehen? Ich frage mich ob da vielleicht doch ne psychische Komponente dabei ist...
Kann mir jemand im Raum OS/BI/MS eine f├Ąhige urologische Praxis nennen, die die Schulbuchm├Ąssige Diagnose (4 Gl├Ąser etc) macht?


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BeitragVerfasst: 26.06.17, 10:21 
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├ähnlich war der Verlauf zu den Zeiten, als ich noch unter chron. bakterieller Prostatitis gelitten habe. 10Tag ABX, dann war es f├╝r 2-3 Wochen besser, danach kamen die Beschwerden schleichend wieder. H├Ątte ich heute wieder die Probleme, w├╝rde ich f├╝r mind. 4Wochen ABX nehmen, damit ein R├╝ckfall ausgeschlossen werden kann. Ich habe die bakterielle Entz├╝ndung damals ├╝brigens mit Eigenbluttherapie weg bekommen.


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BeitragVerfasst: 26.06.17, 19:03 
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Thomas, in welcher Form wurde die Eigenbluttherapie durchgef├╝hrt?


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BeitragVerfasst: 28.06.17, 07:30 
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Hallo Bodo,

ich war damals bei einer Heilpraktikerin. Mir wurde Blut aus dem linken Oberarm "abgezapft", dann in einem Ger├Ąt verr├╝hrt und mit irgendwelchen Zutaten verfeinert. Dann wurde das Gemisch in die Pobacke injiziert.
Nach 3 oder 4 Behandlungen hatte ich dann keine entz├╝ndlichen Beschwerden mehr.


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BeitragVerfasst: 28.06.17, 09:36 
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Danke Thomas, das kommt dann in die engere Wahl.
Im Augenblick ist es bei mir wieder ├╝bler geworden, hatte gestern Blut & Leukos im Urin (erststrahl, mittelstrahl sauber). Da die Beschwerden schon 2 Tage nach Absetzen des Cipro zur├╝ckkamen, hat mir der Uro jetzt Cefuroxim verschrieben. Mal schauen ob es wirkt.


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BeitragVerfasst: 29.06.17, 07:31 
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Aus Erfahrung kann ich Dir nur raten das AB mind. 4 Wochen, besser 6 Wochen am St├╝ck zu nehmen. Wenn das neue AB nicht wirkt, w├╝rde ich es nochmal mit Cipro ├╝ber 6Wochen versuchen.


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 19:48 
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Cefuroxim ohne Wirkung...
Mein Urologe hat mir jetzt dazu geraten, die Uniklinik Gie├čen aufzusuchen - seiner Meinung nach die kompetenteste Anlaufstelle f├╝r prostatitis in D.
Sofern die (bakterielle) Entz├╝ndung dort best├Ątigt wird, k├Ânnte eine Entfernung (turp) die ultima Ratio sein...
alternativ vorher nochmal 40 Tage levofloxacin.
Erst noch mal eine Nacht dr├╝ber schlafen....


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BeitragVerfasst: 20.07.17, 08:28 
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Wer hat Dir denn eine TURP vorgeschlagen? Vor 15 Jahren gab es aus unserem amerikanischen Vergleichsforum Berichte von Betroffenen, welche aufgrund von Prostatitis, sich einer TURF unterzogen: Resultate waren von keiner Verbesserung, bis zu deutlicher Verschlechterung, mit retrogradem Samenergu├č, sowie unkrontrollierbaren Harnverlust, usw.

Hast Du schon mal Deinen Beckenboden auf Verspannungen/Triggerpunkte untersuchen lassen?


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BeitragVerfasst: 25.07.17, 19:28 
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Nein, noch nicht - aufgrund der Vorgeschichte, insbesondere der 8-j├Ąhrigem fast symptomlosen Zeit nach der Autovaccinetherapue, gehe ich von einer bakteriellen Entz├╝ndung aus.
Ich hatte heute einen ersten Termin beim Heilpraktiker, der will erstmal die darmflora checken... das hab ich noch nie gemacht, schaden kann es ja nicht.
Beckenboden habe ich noch nicht untersuchen lassen... gibts hier eine therapeutenliste in Sachen triggerpunkt-Behandlung?


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BeitragVerfasst: 26.07.17, 08:15 
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Eine Therapeutenliste habe ich nicht vorliegen. Luxemburger hat, soweit ich wei├č, mal einen Link zu einer entsprechenden Therapeutenliste an einen Beitrag angef├╝gt. Du musst mal unter seinen Beitr├Ągen suchen.

Interessant mit den Autovaccinen: Mir hat eine Eigenbluttherapie, 1997, meine komplette chron. Entz├╝ndung der Prostata genommen.
Ich werde im Herbst mich Entweder mittels Eigenbluttherapie, bzw. Autovaccinen zur St├Ąrkung meines sebhorrischen Exzems behandeln lassen.
Die Beckenbodenschmerzen beseitigt das nat├╝rlich nicht, weil die eindeutig von muskul├Ąren Verspannungen kommen.
Hast Du evtl. eine Liste mit Heilpraktikern?


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BeitragVerfasst: 26.07.17, 11:07 
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Hallo Bodo,

wie gehts Dir ich habe auch festgestellt das eine Bokollikure der ganzen Sache Linderung verschafft.
Ich war sogar einmal Schmerzfrei habe aber dazu auch 2 mal Sto├čwele gemacht und nehme Procaintabletten die deutlich die Schmerzen reduzieren.

Aber wie bei dir werden bei mir keine Bakterien festgestellt und bei mir hal auch das AB cipo.

Ich glaube Darmaufbau w├Ąre noch eine gute Sache f├╝r dich in dem du Darmsp├╝hlung machst und dann mit gut
sozusagen guten Bakterien wieder aufbauen.

Hoffe die ANchricht erriecht dich noch.

VG
Matrix


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BeitragVerfasst: 28.07.17, 09:39 
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Die Brokollikur habe ich in der Vergangenheit auch 2-3mal, erfolglos versucht. Kann nat├╝rlich auch nicht wirken, wenn die Ursache Triggerpunkte/ Verspannungen im Beckenboden sind.

Einen interessanter Ansatz bei bakteriellen/entz├╝ndlichen Ursachen, ist aus meiner Sicht die erw├Ąhnte Darmsanierung oder eine Fastenkur.

Nachdem ich dieser Methode sehr skeptisch gegen├╝ber stand, wandelt sich mein Bild z.Zt., weil ich momentan ein Buch aus der deutschen Bestsellerliste lese, in welchem solche Methoden mit neuesten wissenschaftlichen Erkentnissen erl├Ąutert werden.

Ein 5-6t├Ąge Fastenkur werde ich in 1 1/2 Wochen durchf├╝hren, jedoch prim├Ąr als Abwehrst├Ąrkung gegen das Sebhorrische Exzem.

Gegen CPPS hilft mir momentan nur: Selbstmassage!


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BeitragVerfasst: 28.07.17, 10:40 
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Hallo Thomas,

komischer wei├če hilft mir jetzt der Brokoli nicht mehr und auch mein Prokain in Tabletten Form nicht.
Ich gehe davon aus das es eine gro├če Psychische komponente hat.
Ablenkung hilft ja auch das merke ich ganz klar.
Ich stehe zur Zeit unter Stre├č und schon ist es wieder ganz schlimm.

Ich las ein Buch Sorge dich nicht sondern Lebe das war ein Motivationschub und dann das Borkoli und die Tabletten und 2 mal Sto├čwelle das half zur Schmerzfreiheit.

Wenn ich es leider habe so wie jetzt ist es ein mieses brennnen zwischen pennis und peniswurzel und im dambereich.

Ich glaube auch ein Teil ist verspannung aber wenn ich wohl locker bin wird das jedes mal von alleine besser.

Es ist eine seuche :(
Was sind deine Schmerzen bzw Probleme ?
Kennst du auch Schmerzfrei Phasen ?


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BeitragVerfasst: 28.07.17, 14:39 
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Hallo Matrix,

seit ca. 20 Jahren leide ich unter Dauerschmerzen. Mich belastet jedoch seit ca. 2Wochen das sebhorrische Exzem mehr, als meine CPPS Beschwerden. D.h. aber im Umkehrschluss, dass die CPPS Beschwerden inzwischen auf dem niedrigsten Stand, seit 20 Jahren sind :D

Weiter ist auch positiv, dass ich durch die Hautprobleme inzwischen Pregabalin abgesetzt habe und siehe da, auch das hat die CPPS- Symptome nicht weiter verschlimmert, sondern verbessert (nach der Einnahme hatte ich immer eine Schmerzverst├Ąrkung in dem Bereich, in welche es noch immer weh tut).
Amitriptylin lasse ich folgen, wobei man hier sagen muss, das ich mit ca. 15mg eine ├Ąu├čerest niedrige Dosis nehme.

Zu Deiner Symptomatik: Wenn Sto├čwellen gewirkt haben, dann bin ich mir sicher, dass Du ein muskul├Ąres Problem hast. Scheu Dich nicht davor zu einem Physiotherapeuten zu gehen, welcher sich auch in der Beckenregion auskennt.
Du kannst nat├╝rlich auch versuchen, Dich selber zu massieren. Kostet aber jede Menge ├ťberwindung :( Allerdings, ist es auch am Effektivsten. Ich habe z.B. in den letzten Woche entdeckt, dass der Obturatorius komplett Spannungsfrei ist und meine Restbeschwerden vom Coccygeus & Piriformis kommen.

Psyche: Da kann man geteilter Meinung sein. Ich finde da machen es sich die ├ärzte zu einfach. Ich werde im Rahmen der Schmerztherapie ab September einige Entspannungstechniken kennenlernen. Das was mir am besten hilft, werde ich intensivieren. W├Ąre bei Dir auch einen Versuch wert.

Ich denke, wenn man f├╝r sich den richtigen Behandlungsweg gefunden hat, dann dauert es bis zum vollst├Ąndigen Abklingen der Symptome dauert. Mein Beckenbodenmuskel war z.B. nach ca. 15 Behandlungen Triggerpunkt-/Spannungsfrei. Das war nach ca. 1Jahr erreicht.


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