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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Spermaprobe- Keimanzahl relevant ? (Bezeichung)
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BeitragVerfasst: 28.02.17, 12:50 
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Hallo an alle !

Bei meiner letzten Spermaprobe wurden (wie erwartet) 2 Darmkeime gefunden. Der Urologe hat mir die Aussage "10 hoch minus 6" gegeben und gesagt, das diese Anzahl an Keimen keine Antibiotikagabe erfordert. Kennt sich jemand mit diesen Begriffen aus und kann evenutell etwas mehr aufkl├Ąren ? Habe diesen Wert zuf├Ąllig in einem anderen Forum gelesen und er wurde dort als relevante Keimanzahl diagnostiziert.

Vielen Dank schonmal im Vorraus !


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 13:04 
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Registriert: 17.12.15, 21:35
Beitr├Ąge: 107
Die Frage w├Ąre eher, was hast du zur Zeit f├╝r Beschwerden und ist dein Urologe der Meinung, dass diese Keime f├╝r deine Beschwerden verantwortlich?


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 13:16 
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Beitr├Ąge: 41
Ja, er ist der Meinung sowie ich auch...Brennen in der Harnr├Âhre beim Wasserlassen und brennen nach Ejakulation


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 17:35 
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Registriert: 17.12.15, 21:35
Beitr├Ąge: 107
Und was hat er dann vorgeschlagen?


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 18:00 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beitr├Ąge: 10884
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
"10 hoch minus 6" gegeben ", das bedeutet 10x die 0 = 1 Million, das " minus " ist falsch, man sagt " hoch". Im Klartext: im Spermiogramm m├╝ssen nach der WHO-Definition unter 1 Million Leukozyten vorhanden sein. Der Aussage nach ist jetzt nicht klar, ob Sie ├╝ber 1 Million haben oder darunter. Aber abgesehen davon sollte man bei Beschwerden durchaus behandeln.

_________________
Gr├╝├če Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf ┬ž 7 (3) der Berufsordnung f├╝r ├ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die pers├Ânliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 22:36 
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DMF-Mitglied

Registriert: 12.12.16, 17:04
Beitr├Ąge: 41
Hallo Herr Dr. Fischer,

Vielen Dank f├╝r Ihre Erkl├Ąrung! Der von mir angesprochene Befund stammt von meinem zweiten Urolgen. Diese Aussage hat er get├Ątigt, da mein erster Urologe mit mehrfacher Antibiotika gabe (6 mal) ├╝ber nur maximal 10 Tage keine Besserung der Keime erzielen konnte und Urologe Nr. 2 nun nicht mit noch weiteren Antibiotika die Keime noch resistenter "z├╝chten" m├Âchte und aufgrund des Befundes "10 hoch6" das Immunsystem die Keime m├Âglicherweise von alleine in den Griff bekommt. W├╝rden Sie dieser Aussage so zustimmen ? Ich habe ihm eine Antibiotika gabe ├╝ber min. 4 Wochen vorgeschlagen, diese hat er entschieden abgelehnt bzgl. Darmsch├Ądigung usw und er w├╝rde mir maximal f├╝r 10 Tage Antibiotika verschreiben, wenn ├╝berhaupt. W├╝rde dies in dem Fall Sinn machen ?

Vielen Dank f├╝r Ihre R├╝ckmeldung !


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BeitragVerfasst: 01.03.17, 06:11 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beitr├Ąge: 10884
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
das Problem der Resistenzentwicklung ist momentan sehr aktuell und brandgef├Ąhrlich. Es w├Ąre in Ihrem Fall angebracht gewesen-falls so nicht vorgegangen wurde- eine Erreger/Resistenzbestimmung im Labor durchzuf├╝hren und auf diese Weise die Ansprechbarkeit der Erreger auf bestimmte Antibiotika zu testen um dann das geeignete auszuw├Ąhlen. 6x ein Antibiotikum zu geben ist wenig sinnvoll."W├╝rden Sie dieser Aussage so zustimmen "- normalerweise ja, wenn es eine sogenannte asymptomatische Urogenitalinfektion w├Ąre oder sich die Beschwerden aushalten lassen. Eine Langzeitbehandlung ist nur bei bestimmten Formen der Blasenentz├╝ndung n├╝tzlich.
" W├╝rde dies in dem Fall Sinn machen ? "- ja, aber nur nach vorheriger Resistenzbestimmung.

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Gr├╝├če Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 01.03.17, 18:15 
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DMF-Mitglied

Registriert: 12.12.16, 17:04
Beitr├Ąge: 41
Vielen Dank f├╝r Ihre R├╝ckmeldung !

Gestatten Sie mir zum Abschluss noch 3 Fragen:

Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
" W├╝rde dies in dem Fall Sinn machen ? "- ja, aber nur nach vorheriger Resistenzbestimmung.


Die Resistenzbestimmung wurde vor jeder meiner 6 Antibiosen erstellt, anschliessend wurde das Antibiotikum ausgew├Ąhlt auf das die Keime ansprechen. Leider wurden die Keime nur in Ihrer Anzahl einged├Ąmmt aber nicht Restlos bek├Ąmpft. W├╝rden da wirklich 10 Tage Antibiotika ausreichen, wenn es vorher nicht einmal nach 6 Antibiosen ├╝ber 10 tage geklappt hat ? Im Laufe meiner Behandlunsdauer habe ich laut Urologen immer wieder wahrgenommen, das das Antibiotika die Prostata nur schwer erreicht. Deshalb mein Vorschlag mit 4 Wochen.

Sollte nach M├Âglichkeit der Befund immer komplett Keimfrei sein oder gibt es einen Schwellenwert f├╝r Keime, der nicht ├╝berschritten werden sollte, um gesund und ohne Beschwerden zu sein? (vorrausgesetzt die Keime sind der Ausl├Âser f├╝r die Beschwerden)

Das 5 und das 6 Antibiotika waren jeweils das selbe, da der Keim zwischen Befund 5 und Befund 6 nur weniger in seiner Anzahl vorhanden war. Bedeutet dies, das hier keine weitere Resistenzerh├Âhung der Keime stattgefunden hat und k├Ânnte dies ein Anzeichen daf├╝r sein, das schlichtweg die Behandlungsdauer zu kurz war ? Bei allen Befunden davor wurde jeweils immer die Dosis des Antibiotikas vom Urologen erh├Âht (mehr milligramm), in diesem Fall nun nicht.


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BeitragVerfasst: 02.03.17, 07:51 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beitr├Ąge: 10884
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
Ejakulat sollte steril sein,
" das schlichtweg die Behandlungsdauer zu kurz war "- ja.
Eine Langzeitbehandlung mit einem AB ist -├Ąhnlich bei einer Zystitis- nur bei echten chronischen Verl├Ąufen angebracht. Das bedeutet, man m├╝├čte mehrmals im Jahr eine Prostatitis haben. Vielleicht gibt es Leitlinien zu diesem Thema, das ja hier im Forum oft zur Debatte steht. Sehen Sie mal unter AWMF nach.

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Gr├╝├če Dr. Fischer
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