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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Spermaprobe- Keimanzahl relevant ? (Bezeichung)
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BeitragVerfasst: 28.02.17, 12:50 
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Hallo an alle !

Bei meiner letzten Spermaprobe wurden (wie erwartet) 2 Darmkeime gefunden. Der Urologe hat mir die Aussage "10 hoch minus 6" gegeben und gesagt, das diese Anzahl an Keimen keine Antibiotikagabe erfordert. Kennt sich jemand mit diesen Begriffen aus und kann evenutell etwas mehr aufklären ? Habe diesen Wert zufällig in einem anderen Forum gelesen und er wurde dort als relevante Keimanzahl diagnostiziert.

Vielen Dank schonmal im Vorraus !


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 13:04 
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Die Frage wäre eher, was hast du zur Zeit für Beschwerden und ist dein Urologe der Meinung, dass diese Keime für deine Beschwerden verantwortlich?


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 13:16 
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Ja, er ist der Meinung sowie ich auch...Brennen in der Harnröhre beim Wasserlassen und brennen nach Ejakulation


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 17:35 
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Beiträge: 108
Und was hat er dann vorgeschlagen?


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 18:00 
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Hallo,
"10 hoch minus 6" gegeben ", das bedeutet 10x die 0 = 1 Million, das " minus " ist falsch, man sagt " hoch". Im Klartext: im Spermiogramm müssen nach der WHO-Definition unter 1 Million Leukozyten vorhanden sein. Der Aussage nach ist jetzt nicht klar, ob Sie über 1 Million haben oder darunter. Aber abgesehen davon sollte man bei Beschwerden durchaus behandeln.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 22:36 
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Registriert: 12.12.16, 17:04
Beiträge: 60
Hallo Herr Dr. Fischer,

Vielen Dank für Ihre Erklärung! Der von mir angesprochene Befund stammt von meinem zweiten Urolgen. Diese Aussage hat er getätigt, da mein erster Urologe mit mehrfacher Antibiotika gabe (6 mal) über nur maximal 10 Tage keine Besserung der Keime erzielen konnte und Urologe Nr. 2 nun nicht mit noch weiteren Antibiotika die Keime noch resistenter "züchten" möchte und aufgrund des Befundes "10 hoch6" das Immunsystem die Keime möglicherweise von alleine in den Griff bekommt. Würden Sie dieser Aussage so zustimmen ? Ich habe ihm eine Antibiotika gabe über min. 4 Wochen vorgeschlagen, diese hat er entschieden abgelehnt bzgl. Darmschädigung usw und er würde mir maximal für 10 Tage Antibiotika verschreiben, wenn überhaupt. Würde dies in dem Fall Sinn machen ?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung !


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BeitragVerfasst: 01.03.17, 06:11 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 11107
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
das Problem der Resistenzentwicklung ist momentan sehr aktuell und brandgefährlich. Es wäre in Ihrem Fall angebracht gewesen-falls so nicht vorgegangen wurde- eine Erreger/Resistenzbestimmung im Labor durchzuführen und auf diese Weise die Ansprechbarkeit der Erreger auf bestimmte Antibiotika zu testen um dann das geeignete auszuwählen. 6x ein Antibiotikum zu geben ist wenig sinnvoll."Würden Sie dieser Aussage so zustimmen "- normalerweise ja, wenn es eine sogenannte asymptomatische Urogenitalinfektion wäre oder sich die Beschwerden aushalten lassen. Eine Langzeitbehandlung ist nur bei bestimmten Formen der Blasenentzündung nützlich.
" Würde dies in dem Fall Sinn machen ? "- ja, aber nur nach vorheriger Resistenzbestimmung.

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Grüße Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 01.03.17, 18:15 
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Registriert: 12.12.16, 17:04
Beiträge: 60
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung !

Gestatten Sie mir zum Abschluss noch 3 Fragen:

Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
" Würde dies in dem Fall Sinn machen ? "- ja, aber nur nach vorheriger Resistenzbestimmung.


Die Resistenzbestimmung wurde vor jeder meiner 6 Antibiosen erstellt, anschliessend wurde das Antibiotikum ausgewählt auf das die Keime ansprechen. Leider wurden die Keime nur in Ihrer Anzahl eingedämmt aber nicht Restlos bekämpft. Würden da wirklich 10 Tage Antibiotika ausreichen, wenn es vorher nicht einmal nach 6 Antibiosen über 10 tage geklappt hat ? Im Laufe meiner Behandlunsdauer habe ich laut Urologen immer wieder wahrgenommen, das das Antibiotika die Prostata nur schwer erreicht. Deshalb mein Vorschlag mit 4 Wochen.

Sollte nach Möglichkeit der Befund immer komplett Keimfrei sein oder gibt es einen Schwellenwert für Keime, der nicht überschritten werden sollte, um gesund und ohne Beschwerden zu sein? (vorrausgesetzt die Keime sind der Auslöser für die Beschwerden)

Das 5 und das 6 Antibiotika waren jeweils das selbe, da der Keim zwischen Befund 5 und Befund 6 nur weniger in seiner Anzahl vorhanden war. Bedeutet dies, das hier keine weitere Resistenzerhöhung der Keime stattgefunden hat und könnte dies ein Anzeichen dafür sein, das schlichtweg die Behandlungsdauer zu kurz war ? Bei allen Befunden davor wurde jeweils immer die Dosis des Antibiotikas vom Urologen erhöht (mehr milligramm), in diesem Fall nun nicht.


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BeitragVerfasst: 02.03.17, 07:51 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 11107
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
Ejakulat sollte steril sein,
" das schlichtweg die Behandlungsdauer zu kurz war "- ja.
Eine Langzeitbehandlung mit einem AB ist -ähnlich bei einer Zystitis- nur bei echten chronischen Verläufen angebracht. Das bedeutet, man müßte mehrmals im Jahr eine Prostatitis haben. Vielleicht gibt es Leitlinien zu diesem Thema, das ja hier im Forum oft zur Debatte steht. Sehen Sie mal unter AWMF nach.

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Grüße Dr. Fischer
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