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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Wirkstoff Tamsulosin und Nebenwirkungen
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BeitragVerfasst: 12.01.17, 16:53 
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Guten Tag.

Ich habe seit Jahren Schmerzen im Dammbereich zwischen Hoden und After.
Die Schmerzen Ă€ußern sich als brennendes, schneidendes Empfinden.
In starken Phasen zieht dieser Schmerz an der RĂŒckseite der Beine bis in die Fußsohlen.
Die Missempfindungen sind fast immer, mindestens als DruckgefĂŒhl bzw. Verkrampfung vorhanden. Die oben beschriebenen extremen Schmerzen kommen in unregelmĂ€ĂŸignen Intervallen, die keine vorangehenden Ereignisse haben.
Ich war in den letzten 20 Jahren bei mehreren Urologen, immer mit dem von mir geĂ€ĂŸerten Verdacht, probleme mit der Prostata zu haben. Ohne irgendein Ergebnis.
Keine ProstatavergrĂ¶ĂŸerung.
Keine nachweisbaren EntzĂŒndungen.
Kein erhöhter PSA-Wert.

Der zuletzt behandelnde Urologe sagte aber, dass er davon ausgeht, dass ein Problem mit den sakralen Nervenbahnen vorliegt und empfohlen dies durch einen Neurologen untersuchen zu lassen.
Ein MRT wird im Februar erstellt.
Der Neurologe sagte, dass die von mir beschriebenen Symptome durch eine BeintrÀchtigung des Nervus Pudendus ausgelöst werden können.

UnabhĂ€ngig von der Empfehlung einen Neurologen aufzusuchen hat der Urologe Tamsulosin verschrieben. Als Versuch den Bereich zu entspannen und so eine Linderung herbeizufĂŒhren.
Ich habe das Mittel genommen und nach zwei Tagen in der Tat eine wesentliche Verbesserung / Entspannung festgestellt. Es war eine wesentliche Verbesserung der LebensqualitÀt.
Als schnell einsetzende Nebenwirkungen habe ich eine Senkung des Blutdrucks
von sonst ca. 130/135 zu 80/85 auf 110/115 zu 55/60 und eine retrograde Ejakulation festgestellt.
Nach ca. 4 Wochen haben sich dann an den Unterschenkeln tagsĂŒber Ödeme gebildet. Ich habe daraufhin die Einnahme von Tamsulosin abgebrochen.
Mit dem Abbruch sind die Ödeme verschwunden.
Nach einer Pause habe ich wieder mit der Einnahme begonnen und konnte die Ödembildung an den Unterschenkeln nach ca. 4 Wochen Einnahme reproduzieren.

Das ist fĂŒr mich sehr schade, weil ich neben der Ödembildung sonst fĂŒr mich enorme Vorteile sehe.

Meine Frage ist nun, legen sich diese Nebenwirkungen nach lÀngerer Einnahme?
Oder ist die Ödembildung eine Reaktion des Körpers auf die Erweiterung der Arterien und Venen und den niedrigeren Blutdruck? Also das, was sonst bei Alphablockern als Nebenwirkung beschrieben wird, dass der Körper veruscht, das Blutvolumen zu erhöhen, um den Blutdruck in den erweiterten BlutgefĂ€ĂŸen wieder anzuheben.
Sind dann auch bei Tamsulosin Diuretika erforderlich wenn man es nehmen möchte?

Mein Alter: 52 Jahr
GrĂ¶ĂŸe: 182 cm
Gewicht: 78 kg

Beste GrĂŒĂŸe und vielen Dank im Voraus!


AxelD


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BeitragVerfasst: 13.01.17, 13:36 
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Registriert: 23.02.10, 10:15
BeitrÀge: 110
Hallo Axel,

ich habe den selben Wirkstoff ĂŒber einen Zeitraum von ca. 2 Jahren genommen.

Wirkung war nahezu null, Nebenwirkungen waren retrograder Samenerguß und leichter Schwindel. Das sich Deine Nebenwirkungen mit der Zeit legen, kann ich mit nicht vorstellen.

Zum Thema Pudentus Nerv kann ich nur eine Empfehlung aussprechen: Den Obturatorius Internus auf Verspannungen untersuchen lassen :idea: Bei mir ist das nĂ€mlich der ÜbeltĂ€ter fĂŒr diese Pudentus Nervenschmerzen.

Hast Du eigentlich auch eine Schmerzausstrahlung bis in den Fußbereich?


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BeitragVerfasst: 13.01.17, 13:59 
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Registriert: 12.01.17, 16:48
BeitrÀge: 3
Hallo Thomas,

vielen Dank fĂŒr die Antwort und den Tipp mit dem Obturatorius Internus.

Ein Missempfinden im Dammbereich ist permanent vorhanden.
Unter der Einnahme von Tamsulosin entspannt sich der Bereich und es ist ein wirklich angenehmes GefĂŒhl.
Nur eben leider die beschriebenen Nebenwirkungen.

Das Missempfinden ist ein Druck oder leichter Schmerz. Man merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Dies GefĂŒhl ist permanent da.
In Intervallen wird das Missempfinden zum starken Schmerz, eben im Dammbereich.
Es ist dann ein GefĂŒhl, das ich mit schneiden oder brennen beschreiben wĂŒrde.
Manchmal wird es so stark, dass diese Schmerzen auf der RĂŒckseite der Beine bis in die Fußsohlen runterziehen. Das ist dann so schlimm, dass ich anfange zu schwitzen.

Beste GrĂŒĂŸe

Axel












Meine Schmerzen sind


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BeitragVerfasst: 13.01.17, 15:33 
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Registriert: 23.02.10, 10:15
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Hallo Axel,

Missempfindungen im Damm kamen bei mir von Triggerpunkten in den Adduktoren. Und das Ziehen bis in den Fußbereich kommt höchstwahrscheinlich vom Obturatorius Internus. Kann aber auch der Gluteus Minimus sein.

Laß Dich unbedingt einmal von einem erfahrenem Triggerpunkttherapeuten untersuchen.

Alphablocker sind nÀmlich nur SymptombekÀmpfungen, keine Ursachenbeseitigung. Zudem können noch heftige Nebenwirkungen, wie Du leider selber erfahren musst auftreten.


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BeitragVerfasst: 13.01.17, 22:32 
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Registriert: 17.12.15, 21:35
BeitrÀge: 107
AxelD,

Schon wieder viel, viel Unsinn hier, von Urologen halt.

Tamsulosin hilft bei Miktionbeschwerden, ist aber nicht fĂŒr Dauerschmezbehandlung gemeint. Gut wenn es dir hilft. Selber habe ich das Zeug 5 Monate lang genommen, ohne grosse Wirkung. NatĂŒrlich kamen Antibiotika, EntzĂŒdungshemmer und bei mir auch noch Mirabegron (fĂŒr Blasenbeschwerden) dazu. Hat alles nur wenig geholfen, dafĂŒr hatte ich vom Tamsulosin keine grossen Nebenwirkungen, retrograden Samenerguss nur die ersten Wochen, leichten Schwindel wirklich nur die ersten Tage. Ich habe aber keine Generika genommen, die sollten heftigere Nebenwirkungen haben. 5 Monate, ganz umsonst: ich habe eine Heilpraktikerin aufgesucht, die mir gleich EntspannunsĂŒbungen (auch mal hier gepostet) gegeben hat. Ein paar Wochen hat es gedauert, da konnte ich schon das Tamsulosin absetzen.

Wenn Urologen nicht weiter wissen, kommen sie auch mit eher sinnlosen Diagnosen. BeintrĂ€chtigung des Nervus Pudendus wird auf ein Hoffmann-Tinel-Zeichen untersucht, dafĂŒr brauch mann kein MRT. Bei mir auch verordnet, wie vieles andere, ganz umsonst. Zeitverlust fĂŒr mich, Geldverschwedung fĂŒr die Krankenkassen. Wurde selber von einer Physiotherapeutin dann von einem Neurologen auf ein Hoffmann-Tinel-Zeichen untersucht: keine BeintrĂ€chtigung des Nervus Pudendus, einfach "nur" Beckenschmerzsyndrom, das, wie bei vielen anderen auch, eben auf Muskelverspannungen zurĂŒckzufĂŒhren ist und ganz gut mit gezielter Physiotherapie oder eben sensomotorischer Körpertherapie zu behandeln ist. Viele Ärtze haben davon keine Ahnung, so werden Patienten auch jahrelang mit den schlimmsten Medikamenten vollgepumpt.

thomas. hat mit Gabapentin Erfahrungen gemacht, ich nicht. Amitriptylin hat manchen auch schon geholfen. LÀngerfristig hilft, wie schon eben von thomas. erwÀhnt, Physiotherapie oder/und Osteopathie oder/und Körpertherapie.

Bei Fragen, melden. Ich versuche dann gerne gezielte Fragen genauer zu beantworten ...

Und vor allem nicht vergessen: man muss mit solchen Symptomen nicht leben, da gibt es Behandlungsmöglichkeiten!


Gute Besserung!


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BeitragVerfasst: 13.01.17, 22:42 
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Registriert: 12.01.17, 16:48
BeitrÀge: 3
Ersteinmal vielen Dank fuer die Antwort und Informationen!

Viele Gruesse
Axel


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