HomeStartseite Prostatitisforum
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Prostatitis - Erfahrungen
Aktuelle Zeit: 18.10.17, 09:10

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 BeitrĂ€ge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 02.01.17, 21:47 
Offline
Interessierter

Registriert: 13.12.14, 17:39
BeitrÀge: 6
Ich bin 36 und leide seit ĂŒber 15 Jahren an einer chronischen Prostatitis. Da die Schmerzen seit einigen Wochen zugenommen haben, möchte ich nun einen neuen Anlauf nehmen um diese Krankheit in den Griff zu bekommen.
Hier sind Dinge aufgelistet, die ich gezielt gegen Prostatitis unternahm oder aus anderen GrĂŒnden, die mir in Vergangenheit geholfen haben

- Joggen
- Broccoli Sud trinken (Dies jedoch nicht immer. Die letzte Kur war erfolglos)
- sexuelle MĂ€ĂŸigung (gelegentlicher Geschlechtsverkehr mit einer festen Partnerin schien sich am gĂŒnstigsten auf die Prostata auszuwirken. Völlige sex. Abstinenz an zweiter Stelle. Selbstbefriedigung fĂŒhrte zur Verschlimmerung)
- Propolis (hier bin ich mir nicht sicher - Einnahme ĂŒber eine langen Zeitraum schien die Beschwerden zu lindern, könnte aber auch zufĂ€llig gewesen sein)
- Antibiotika: nur Cefuroxim (wurde mir eigentlich gegen eine LungenentzĂŒndung verschrieben, linderte die Prostatabeschwerden deutlich. Sie kamen aber leider nach einigen Tagen, manchmal Wochen wieder zurĂŒck. Ich berichtete darĂŒber hier: viewtopic.php?f=9&t=126494)
- KĂŒrbiskernextrakt (linderte aber nur Beschwerden in Zusammenhang mit Wasserlassen)

Dinge, die bei mir nicht oder kaum zu einer Besserung beitrugen:

- Yoga
- Kraftsport
- Prostatamassage (fĂŒhrte zur Verschlimmerung; falsche AusfĂŒhrung nicht ausgeschlossen)
- Antibiotika abgesehen von Cefuroxim
- Arztbesuche

Hat jemand Àhnliche/andere Erfahrungen gesammelt?
Es gibt im Netz leider wenig Erfolgsgeschichten. Schreiben die gesund gewordenen nicht? ;)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 02.01.17, 23:40 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 17.12.15, 21:35
BeitrÀge: 107
Tja, Prostatitis ist leider oft eine Fehldiagnose. Selber hatte ich zum Beispiel nie eine, es konnten trotz aller Untersuchungen keine Bakterien oder Keime nachgewiesen worden. Trotzdem folgten Antibiotika und zick Medikamente, die nicht geholfen haben, ausser gefÀhrlichen Benzodiazepinen.

Was aber am meisten geholfen hat war (sensomotorische) Körpertherapie und Physiotherapie (Dry Needling) sowie tĂ€gliche Übungen, die zur Entspannung dienen. Zur Zeit habe ich sicherlich 80/85% der Weges geschaft. Was bleibt (linke Gluteen und linker Quadriceps) hat mit der Prostata nichts zu tun.

Bei Urologen habe ich in der Tat auch keine Hilfe bekommen, bei anderen Ärzten manchmal schon. Meine Erfahrung ist, dass Schmerztherapeuten öfter eine bessere Ahnung der muskelbedingten "Prostatitis" (also vom CPPS) hatten als Urologen. Bewegung (einfach nur gehen) hat allgemein auch sehr geholfen!

Eines sollte man im Hinterkopf behalten: keine Infektion = keine Antibiotika!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 10.01.17, 08:50 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 23.02.10, 10:15
BeitrÀge: 110
Was mir in meiner mittlerweile ĂŒber 20jĂ€hrigen Leidenszeit geholfen hat:

-Die beste Wirkung und am Nachhaltigsten: Triggerpunktbeseitigung (Äußerlich, wie innerlich)

-Ebenfalls eine sehr deutliche Wirkung: Gabapentin zur SchmerzdÀmpfung

Leicht wirksam:

-Amitriptylin: Zur SchmerzdÀmpfung, leicht wirksam
-Brenneselwurzelextrakt: Durchblutungsfördernd, entzĂŒndungshemmend
- Joggen, Radfahren: Das dient vor allem zur mentalen Ablenkung von der Problematik bei mir
- Bier: SchmerzdÀmpfend, beruhigend.

Momentan beschrÀnke ich mich auf die Triggerpunktbeseitigung ( nur noch 2 innerliche Triggerpunkte), sowie auf das Joggen.

Was ich nun auch alle 2-3 Tage angehen werde, sind DehnĂŒbungen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 10:48 
Offline
Interessierter

Registriert: 17.02.17, 18:52
BeitrÀge: 11
Tja, es scheint, dass hier leider keiner durch Arztbesuche glĂŒcklich geworden ist! :-(
Ich weiß auch nicht, was ich von meinen (inzwischen) 4 Urologen halten soll - und meiner schulterzuckenden HausĂ€rztin.
Bei mir ist die Problematik leider auch noch etwas durch meinen Herzinfarkt im August 2016 (ich bin erst 42) verschĂ€rft, da mir die Ärzte zwar alle sagen, dass dieser Stress nicht gut fĂŒr mein Herz ist, aber wirklich etwas tun, das macht keiner.
Mir wurde die Diagnose CPPS nicht einmal vernĂŒnftig erklĂ€rt.
Ich musste mich (u.a. hier) im Netz schlau machen.
Habe mir hier nun einige Sachen notiert - und werde nĂ€chste Woche meine HausĂ€rztin bzgl. Überweisungen an Physio und Osteo ansprechen.
Brennnesseltee und Kamillentee trinke ich auch wie ein Weltmeister, seit Wochen, weil ich das schon Anfang Januar als Tipp im Netz fand, als meine Harnröhrenschmerzen begannen.
Ob es hilft? ich weiß es nicht! Aber es schadet auch nicht - und ich trinke dadurch weniger Kaffee, der bei CPPS ja nicht so gut sein soll.

In meinem Heimatort gibt es 2 Physios die Triggerpunktmassage anbieten; muß man auf noch etwas achten, oder bedeutet das, dass sie auch fĂŒr CPPS geeignet sind?
Bzgl. Osteo habe ich im Netz ein Buch einer Frau Marx entdeckt, das auch erschwinglich ist. Ist dies zu empfehlen?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 11:32 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 17.12.15, 21:35
BeitrÀge: 107
TristanX hat geschrieben:
In meinem Heimatort gibt es 2 Physios die Triggerpunktmassage anbieten; muß man auf noch etwas achten, oder bedeutet das, dass sie auch fĂŒr CPPS geeignet sind?


Irgendwie sollte man schon darauf achten, dass sie mit Beckenboden(Patienten) Erfahrung haben. Hier ist eine Liste von solchen Physios zu finden (mit PP = Physio Pelvica gekennzeichnet):
http://www.ag-ggup.de/therapeutenliste/ ... ckenboden/


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 12:01 
Offline
Interessierter

Registriert: 17.02.17, 18:52
BeitrÀge: 11
In meiner NĂ€he ist da leider niemand, mit PP! :-(
Am nĂ€chsten wĂ€re da noch Frankfurt Höchst, aber leider fĂ€llt diese Dame auch weg. Sie sitzt in einer gynĂ€kologischen Klinik - und ist nur fĂŒr Schwangere zustĂ€ndig.
In meiner NĂ€he gibt es keinen einzigen Physio mit PP, habe nach PLZ und Orten gesucht.
Sind die anderen Physios komplett ungeeignet?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 14:54 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 17.12.15, 21:35
BeitrÀge: 107
Luxemburger1977 hat geschrieben:
Sind die anderen Physios komplett ungeeignet?


Schwer zu sagen. Dabei ist nich mal sicher, ob alle Physios mit PP wirklich geeignet sind. Bei schwangeren Frauen oder lieber gleich nach der Geburt wĂŒrden sie eher den Beckenboden verstĂ€rken und bei MĂ€nnern, bei denen der Beckenboden sehr verspannt ist, kann diese Art von Übungen ziemlich fatale Folgen haben.

Wenn du keine andere Wahl hast, dann kannst du bei den 2 Physios in deinem Heimatort versuchen. Dry Needling mache ich im Grunde bei einem Sportphysio, der keine Ahnung von Beckenbodenproblemen hat. Dabei kennt er aber alle Muskeln und konnte gerade mit Quadriceps (Oberschenkeln) und Gluteen gut helfen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 15:43 
Offline
Interessierter

Registriert: 17.02.17, 18:52
BeitrÀge: 11
Ich habe die beiden Physios in meinem Heimatort per Mail angefragt, ob ihre Triggerpunktmassagen auch fĂŒr CPPS geeignet sind.
Ich hoffe, dass einer von beiden, geeignet ist - zumal sie beide auch ĂŒber gesetzliche Krankenkasse abrechnen.
Sensomotorische Körpertherapie gibt es in meiner NÀhe leider auch nicht.

Was haltet ihr von einer Einweisung in eine psychosomatische Klinik? Meine Depressionen nehmen zu - und Antidpressiva möchte ich nicht nehmen, da ich schon genug Herzmedikamente nehmen muss.
Kann das etwas bringen?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 20.02.17, 10:47 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 23.02.10, 10:15
BeitrÀge: 110
Völlig unproblematisch ist z.B. das Antidepressivum Amitriptylin, in niedriger Dosierung. Das wirkt schmerzdÀmpfend und gleichzeitig eine leichte antidepressive Wirkung.


Aber: Das Wichtigste ist die Beseitigung von Triggerpunkten bei einem geeigneten Therapeuten.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitrĂ€ge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 BeitrĂ€ge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 GĂ€ste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine BeitrÀge in diesem Forum nicht Àndern.
Du darfst deine BeitrÀge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!