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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Symptome bei Chlamydia pneumoniae Infektion?
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BeitragVerfasst: 11.12.12, 11:45 
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Beiträge: 3
Hallo und guten Tag,
ich möchte hier folgende Krankengeschichte zu Besten geben:

Beginn der Erkrankung vor ca. 6 Monaten mit 2 Tagen eröhter Körpertemperatur u. Husten,
Husten ist sehr kräftig aus dem Brustkorb, so dass es zu Rücken-, Bauch- u. Kopfschmerzen kommt,
Sputum war die ersten Wochen klar, später zunehmend gelblich,
Geräusche aus der Lunge sind hörbar (Rasseln, Knacken,Pfeifen),
Hustenanfälle dauern zwischen 2 u. 5 Stunden an, danach keinerlei Beschwerden für ca. 5 bis 36 Stunden,
Wiederholungen sehr unregelmäßig,
beim Liegen auf der linken Seite sind sofort die Lungengeräusche zu hören >> Hustenreiz,
beim Liegen auf der rechten Seite gibt es keine Probleme (außerhalb der "Beschwerde-Zeiten").

Laborbericht:Chl.pn. lgA 48,5 AU/ml <22AU/ml
lgG 541,9 AU/ml <22 AU/ml
daraufhin:
2malige Behandlung mit MakrolidAB (5 Tage 2x250 mg u. 20 Tage 2x500mg) brachten keine Änderung

Fragen: sind die geschilderten Symptome für eine Chl.Pn.-Infektion typisch bzw. kommen sie in Frage oder eher nicht?
Wenn nicht, in welcher Richtung sollte gesucht werden?

Vielen Dank!
Roland


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BeitragVerfasst: 11.12.12, 12:22 
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Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Man geht in der Medizin sinnvollerweise gezielt vor:
  1. Schritt: Anamnese
  2. Schritt: körperliche Untersuchung (insbes. Auskultation, Rasselgeräusche, Bronchophonie, Stimmfremitus?)
  3. Schritt: ggf. Laboruntersuchungen (Blut: Leukozytose/Sputum: Keime ? etc.)
  4. Schritt: ev. ergänzende apparative Untersuchungen (z.B. Ultraschall, Röntgen, CT usw.)
Das führt in den allermeisten Fällen zu einer Diagnose und sinnvollen Therapie.

Spezielle Fragen: Wurde schon Sputum untersucht? Keimspektrum? Antibiogramm?

Alles Gute!

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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BeitragVerfasst: 12.12.12, 23:20 
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Registriert: 10.12.12, 20:16
Beiträge: 3
Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Also die Lunge ist mehrmals abgehört worden, immer mit dem Befund: "Die Lunge ist frei".
Bronchophonie u. Stimmfremitus sind nicht gemacht worden.
Lungenfunktionstests ergaben. "Alles i.o."
Die Leukozyten wurden im Rahmen des kleinen Blutbildes bestimmt mit 6,35 Gpt/l für einen Referenzbereich von 4,4 - 11,3.
Auch alle anderen Werte sind im Normbereich.
Das Sputum wurde noch nicht untersucht.

Mein Hauptanliegen ist z.Z., dass ich gern wissen möchte, ob dieser eigenartige Husten, der so unregelmäßig Pause macht, von den Chl.Pn. typischer Weise verursacht wird oder eher nicht.



Vielen Dank!
Roland


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BeitragVerfasst: 13.12.12, 09:55 
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Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
1) Verwertbar ist bei hohem Durchseuchungsgrad der Bevölkerung nur ein Titer-Anstieg des serologische Nachweises von AK gegen Ch. pneum..
2) Typischerweise gibt es gegen Makrolid-Antibiotika keine Resistenzen, d.h. Therapie ist wirksam.
3) Sind nach ausreichend langer Therapie (3 Wochen nach Herold Innere Medizin 2013) noch Beschwerden da, sollte erneut nach einer Ursache (Sputum: Keime, ggf. Rö) geforscht werden.

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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BeitragVerfasst: 13.12.12, 12:06 
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Beiträge: 3
Vielen Dank Herr Jäckel,
Sie haben mir sehr geholfen!
Ich vergaß noch zu erwähnen, dass die Lunge gerönt wurde, allerdings wurde nichts negatives festgestellt.
Ich war heute wieder beim Lungenspezialisten. wir sind so verblieben, dass ich bis zum nächsten Termin Mitte Januar ein Bronchien erweiternrdes Pumpspray einsetzen soll. Wenn dann immer noch die Beschwerden da sind, wollen wir die Suche nach Keimen wieder aufnehmen. Ich bin guter Hoffnung, dass sich das Problem bis dahin erledigt hat.

:christmas Vorweihnachtliche Grüße :christmas
Roland


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BeitragVerfasst: 26.01.17, 09:55 
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Interessierter

Registriert: 16.01.17, 12:50
Beiträge: 12
Wohnort: Halle Saale
bei mir hat ein Antibiotikum nicht gereicht, die Infektologin / Immunologin erklärte mir die Lungen Chlamydien existieren als Elementarkörperchen ( Sporen ), Retikulakörperchen die innerhalb des Wirtes sich reproduzieren und die Aberranten Körperchen, die metabolisch wenig aktive Form, 20 mal größer als Retikular, gerade diese sind problematisch und können zu persistierender Infektion führen da diese die Fähigkeit entwickelt haben in den Fresszellen des Immunsystems zu überleben. Wegen der Problematik der unterschiedlichen Zustände von Chlamydophila pneumoniae ist für die einzelnen Phasen auch jeweils eine andere Therapieform notwendig, da es zwecklos ist, gegen den Retikularkörper ein Antibiotikum einzusetzen, das nicht gegen die Elementarform wirkt, da sich sonst nach dem Absetzen die Elementarkörper wieder in RB wandeln und die Erkrankung von neuem beginnt. Deshalb wird es in Zukunft eine wirksame Antibiotikatherapie in Form eines Kombinationsmittels geben müssen, zumindest eine Kombination, die auch die ruhenden Formen mit erfasst. Eine solche Therapie wird im Ausland wie UK oder USA seit Jahren erforscht und getestet.


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