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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Kälteverbrennung durch Deo Spray
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 Betreff des Beitrags: Kälteverbrennung durch Deo Spray
BeitragVerfasst: 02.01.08, 16:34 
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Beiträge: 1
Ich und ein Freund von mir hatten vorgestern abend eine ziemlich idiotische idee. und zwar haben wir gewettet wer sich länger mit deo spray auf die hand sprühen kann. (ich weiß, dass war ne dumme idee.) und jetzt haben wir rote bläuliche Flecken auf der haut. Und bei mir bilden sich sogar teilweise blasen.
Worum handelt es sich genau? und wird dieser Fleck für immer bleiben?
Danke für die hilfe


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BeitragVerfasst: 02.01.08, 17:29 
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Hallo!

Während meiner gesamten Pflegetätigkeit ist mir kein Fall ihrer Art begegnet. Wie wahr, eine dumme Idee. Da bei ihnen sogar Blasenbildung besteht sollten sie sich dringendst einm Arzt vorstellen um evtl. weitere Schäden bzw. auch eine tiefergreifende Entzündung zu verhindern!

_________________
Liebe Grüße

Annette Koch
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BeitragVerfasst: 14.02.08, 12:58 
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Hallo,

ich verletze mich schon seit Jahren mit dieser "Methode".

Blasenbildung ist da ganz "normal", da es eine Verbrennung bzw. Erfrierung ist. DIe Blase so lange wie möglich intakt lassen, und dann am besten an der Luft abtrocknen lassen. Später bleiben dann leicht rötlich umrandete Kreise zurück, oder wenn die Wunde tiefer geht auch mit einer geschwulstigen Narbe im Inneren.
Das sind meine Erfahrungen.

NatashaNico


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BeitragVerfasst: 14.02.08, 14:23 
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DMF-Moderator

Registriert: 29.09.04, 14:41
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Wohnort: Hannover
Hallo!

NatashaNico hat geschrieben:
ich verletze mich schon seit Jahren mit dieser "Methode".


Ich frage mich wozu das gut sein soll :roll: ??Es wird keinesfalls empfohlen diese Methode nachzuahmen!!

NatashaNico hat geschrieben:
Blasenbildung ist da ganz "normal", da es eine Verbrennung bzw. Erfrierung ist. DIe Blase so lange wie möglich intakt lassen, und dann am besten an der Luft abtrocknen lassen.


Dadurch können evtl. Keime eintreten , Komplikationen können die Wundheilung stören und wie schon gesagt sollte man die Verletzung ,durch die Art wie sie entstanden ist , nicht auf die leichte Schulter nehmen :wink:

_________________
Liebe Grüße

Annette Koch
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.02.08, 21:22 
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hallo Anette Koch,

natürlich sollte man dies NICHT nachmachen. Man sollte mich allgemein nicht selbst verletzen.
Ich füge mir ich 10 Jahre alt bin Verletzungen zu, und weiß natürlich, das man dies nicht tun soll, und möchte auf keinen Fall andere dazu anregen sich in diese "Hölle" zu begeben.
Ich wollte nur helfen, und meine Erfahrungen weitergeben...

Entschuldigung, wenn dies missverstanden wurde.

LG

NatashaNico


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.02.08, 19:13 
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Beiträge: 28
Wohnort: Hamburg
Hallo,

ich möchte hier kurz von meine Erfahrung mit Kältebrandwunden erzählen, um andere davon abzuhalten es auszuprobieren.

Die Wunde, die vor einer Woche entstanden ist, hat sich stratk entzündet, geht durch drei Hautschichten, um am Montag muss die Wunde wahrscheinlich operiert werden, um abgestorbenes Gewebe zu entfernen.
Ich muss eine Schiene tragen, Antibiotika nehmen, und habe teil starke Schmerzen.

Dies möchte ich nicht schreiben, um jemanden zu provozieren, sondern um andere abzuschrecken, dies NIEMALS auszuprobieren!!!!


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 Betreff des Beitrags: Wann Arzt? - Wann Selbstbehandlung?
BeitragVerfasst: 15.09.10, 11:54 
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Interessierter

Registriert: 14.09.10, 09:18
Beiträge: 6
Ich habe gelesen, dass es 4 unterschiedliche Grade an Kälteverbrennungen gibt:

Erstgradig ist eine starke Rötung.
Zweitgradig ist ein Ödem- und Blasenbildung.
Drittgradig ist ein Kältebrand infolge weitgehender Drosselung der Blutzufuhr.
Viertgradig ist die Vereisung des Gewebes mit Koagulationsnekrose.

Meine Frage ist nun, ab welchem Grad sollte man einen Arzt aufsuchen und bis zu welchem Grad kann man die Kälteverbrennung selbst behandeln? Und im Falle einer Selbstbehandlung, auf welche Mittel kann man zurückgreifen? Darf auf die verbrannte Stelle eine übliche Wundsalbe wie diese aufgetragen werden, oder sollte man ein spezielles Mittel (welches?) dafür verwende?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.10.10, 00:16 
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Interessierter

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Beiträge: 16
Wohnort: Lübeck
Hallo SonnenMaus,

grundsätzlich sollte man thermische (ob Kälte oder Hitze ist egal) nicht selber behandeln. Du kannst als Laie nicht unbedingt OP-pflichtige Areale von spontan heilenden abgrenzen, d. h. 1. gradig, 2a gradig, 2b gradig oder gar 3. gradig. 1. Die Infektionsgefahr ist viel zu hoch und 2. geht es hier auch um das kosmetische Outcome. Ergo: einen Plastischen Chirurgen aufsuchen und von diesem behandeln lassen.


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BeitragVerfasst: 19.04.11, 13:42 
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Interessierter

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Beiträge: 6
Hallo Manni,

ist schon ein wenig her, aber vielleicht schaust du ja (so wie ich) ab und zu hier vorbei :D

Nach deiner Aussage müsst ich auch mit einer kleinen Brandblase (Bügeleisen oder Herdplatte) jedes mal zum Arzt? Oder ist eine solche Verbrennung noch geringer als 1.gradig?


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BeitragVerfasst: 08.05.11, 09:24 
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Beiträge: 4
Hallo,
ich habe eine Nichte (17 J.) die seit 2 Jahren Wunden auf dem rechten Arm kriegt. Die Ärzte und Krankenhäuser meinen Sie würde es sich selbst machen aber Sie beharrt dagegen und sagt Sie sei Krank die wohl noch nicht entdeckt ist. Nach meinen Recherchen vermute ich eher eine Kälteverbrennung, die Sie sich selbst mit Deo macht. Nun habe ich keine Vergleichsbilder der Wunden. Den die Wunden müssten ja je nach grad der Verbrennung gleich aussehen.
Bitte helft mir, damit wir meiner Nichte helfen können und Sie es nicht mehr machen kann und Ihr auch anderweitig geholfen werden kann. Ihr rechter Arm sieht sehr schlimm aus. Könnt ihr mir bitte, nur von der Verbrennungsnarbe, unter [entfernt Mod AF].com Foto senden. Ein Foto zum Vergleich würde ja viel helfen, BITTE.
Danke im Voraus
MfG


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BeitragVerfasst: 08.05.11, 10:39 
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Beiträge: 1114
Hallo,

und was bringt Ihnen dieses "Wissen" dann? Dann wissen Sie, dass es eine Kältewunde ist - oder auch dass es eben keine ist. Damit ist Ihrer Nichte aber auch noch nicht geholfen. Wenn dem so ist, dann kann man ihr ärztliche / psychiatrische Hilfe anbieten. Diese Hilfe muss sie aber auch wollen, man kann Hilfe nicht erzwingen.

Ratsam wäre hier also das offene Gespräch, bei dem man ihr bewusst macht, dass sie Hilfe braucht und das Angebot, sie evtl. zum Arzt zu begleiten - sofern sie das möchte.

Gruß
Barca

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Informationen aus dem Internet dienen generell nur der ersten Orientierung, sind persönliche Meinungsäußerungen und können einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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BeitragVerfasst: 08.05.11, 12:04 
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Hallo Barca,

Sie haben recht, Sie muss Hilfe wollen. Leider führten/führen unsere Gespräche zu keine Einsicht. Sie war bei sicht Ärzten und Krankenhäuser wegen den Wunden und Sie akzeptiert nicht, das die Ärzte sagen, Sie würde es sich selbst tun. Ich weiss doch auch kein Rat mehr, wie man Ihr helfen kann. Kein Arzt hat oder konnte direkt sagen um was für eine Verletzung es sich bei Ihr handelt. Beim letzten Krankenhaus-Münster wurde erst vermutet, dass es sich hier um Verätzung oder Verbrennung handeln kann. Nun Vermutungen helfen aber auch nicht weiter. Sollte Sie nicht erst zugeben, dass es sich bei Ihr um selbst Verletzung handelt, um eben danach eine entsprechende therapie zu akzeptieren. Wir hoffen: allein dass man Sie mit Fotos konfrontiert und Vergleichen kann, dass Sie es selbst tut könnte bei Ihr vielleicht ein Geständnis und damit auch zu weiteren Hilfe hervorufen. Natürlich ist dies auch nur eine Hoffnung. Was würden Sie an unsere stelle tun?

Gruß
Ahuze


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BeitragVerfasst: 08.05.11, 15:59 
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Hallo,

mit einer solchen "Konfrontationstherapie" würden Sie nichts erreichen. Wenn keine Krankheitseinsicht da ist, dann helfen auch solche Fotos nicht. Menschen mit einer solchen Störung neigen dazu, in diesem Fall darauf zu bestehen, dass die Verletzungen auf dem Foto ja nichts mit dem zu tun hätten, woran sie selbst gerade leiden.

Das einzige, was Sie tun können, ist immer wieder Hilfe und Gespräche anbieten (sofern Sie selbst dazu in der Lage sind, es ist niemandem damit geholfen, wenn Sie dann durch den Druck selbst krank werden), oder entsprechende Hilfsangebote (Ärzte, Therapeuten) zu vermitteln - sofern der Betroffene einwilligt.

Gegen den Willen des Betroffenen können Sie nichts tun, die Freiheit des Menschen schützt auch das "Recht auf Krankheit", so schwer das ist, aber es ist das Leben Ihrer Nichte, Sie können da nicht einfach "egoistisch" eingreifen, zu gut gemeinte Hilfen entgegen dem Willen des Betroffenen richten oft mehr Schaden an, als sie nutzen. Das ist sehr schwer zu akzeptieren und kann auch sicher sehr belastend sein, aber es geht nicht anders. Um effektiv helfen zu können, muss eine Krankheitseinsicht vorhanden sein und vor allem der Wille zur Bewältigung dieser Krankheit.

Wenn es arg schlimm ist, kann man quasi als ultima ratio mit den behandelnden Ärzten sprechen, ob eine akute Selbstgefährdung vorliegt, in diesem Falle hätten die behandelnden Ärzte die Möglichkeit interventiv tätig zu werden (mit oder ohne den Willen des Betroffenen), aber dieser Schritt muss sehr gut überlegt werden, da die Schäden, die man mit einer solchen "Hilfsaktion" anrichten kann, massiv sein können. Außerdem ist ein solches Tätigwerden eng an rechtliche Vorgaben gebunden.

Der "einfachste" Weg (einfach ist er keineswegs) wäre, dass Ihre Nichte einsieht, dass sie krank ist, und Hilfe braucht, ohne diese Einsicht kann man nicht sinnvoll helfen. Mit Fotos wird man hier jedenfalls nichts erreichen.

Viele Grüße
Barca

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BeitragVerfasst: 08.05.11, 17:51 
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Hallo Barca,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Eine radikale Therapie wurde von uns auch nie gedacht. So wie es aussieht können wir ausser sprechen und zuhören nichts tun, was natürlich nicht leicht ist. Was aber wenn der Wille zur Bewältigung dieser Krankheit bei meiner Nichte nie kommt.

MfG
Ahuze


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BeitragVerfasst: 08.05.11, 18:34 
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Dann muss man das akzeptieren, wie gesagt, zu den Menschenrechten gehört auch das Recht, über seinen Körper zu entscheiden. Und wer krank sein will, der darf das auch. Das ist für die Angehörigen oft schwer erträglich, und natürlich haben Sie Recht, wenn Sie sagen, dass es so nicht gehen kann, aber: wer gibt uns das Recht, anderen unsere Denkweise aufzuzwingen?
Solange sie keine erhebliche Bedrohung für sich selbst darstellt, kann man immer wieder nur Hilfe anbieten und signalisieren: ich bin für dich da. Wenn die Hilfe abgelehnt wird, kann man nur stand by stehen und aufpassen, ab wann die Situation außer Kontrolle gerät, um dann entsprechend zu handeln.
Ein solcher Eingriff kommt aber wie gesagt nur in Frage, wenn wirklich Leib und Leben in Gefahr sind, bei solchen Verletzungen, die hier beschrieben wurden, ist das nicht anzunehmen, dann müsste man extrem überspitzt gesagt auch fast jeden Patienten mit Borderline, Anorexie oder C2-Mißbrauch zwangsweise unterbringen, der selbstverletzendes Verhalten (SVV) an den Tag legt. Wobei das natürlich immer jemand entscheiden muss, der sich die Situation auch live ansehen kann, vielleicht ist es auch viel dramatischer, als Sie das erleben, die Ärzte werden mit Ihnen ja auch nicht uneingeschränkt offen über die Befunde Ihrer Nichte sprechen.
Wenn Sie Anzeichen von Eigen- oder Fremdgefährdung bemerken, können Sie sich jederzeit an die behandelnden Ärzte, bei akuter Gefährdung auch an den Rettungsdienst oder die Polizei wenden, damit die Situation eingeschätzt und bei Bedarf entsprechend gehandelt wird.

Mehr können Sie nicht tun, ich weiß, in welcher Zwickmühle man da als hilfswilliger Angehöriger steht und dass das mehr als unbefriedigend ist, weil man ja nur helfen möchte, aber wir haben einfach nicht das Recht, anderen unsere Vorstellung von Lebensführung aufzuzwingen. :|

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