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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Befund? Morbus Crohn
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 Betreff des Beitrags: Befund? Morbus Crohn
BeitragVerfasst: 24.07.17, 13:13 
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Registriert: 24.07.17, 13:06
Beiträge: 1
Hallo ihr lieben Wissenden,

mein Sohn (2 Jahre)leidet seit Ende April unter Durchfall. Erst war es vermutlich eine Rotavirus-Infektion (bei Schwester gleiche Symptome und Viren nachgewiesen), welche sich aber am Ende mit dem Durchfall sehr hinzog und kein Virus nachgewiesen werden konnte. Danach noch ne Bronchitis, aber der Stuhl wurde zumindest breiig und mit Antibiotikum dann nur noch schrecklich stinkend wässrig. Bis dahin dachte ich noch, dass es bald wieder gut wird. Mutaflor und Perenterol Gaben und es wurde nicht besser, zwar nicht mehr wässrig, aber so schrecklich stinkend! Er wollte dann auch immer weniger essen und nahm ab.
Dann ging es für eine Woche ins KH - keine Keime gefunden und Entlassung mit Diagnose Postenteritis.
Es wurde nicht besser. KiÄ ließ Calprotectin überprüfen - Wert 1450. Also vor zwei Wochen erneuter Klinikaufenthalt (andere Klinik) und wegen auffälliger Sonografie dann Gastro- und Koloskopie.
Direkt danach meinte die Ärztin, dass der sichtbare Befund eindeutig Morbus Crohn wäre und nun noch die Histologie abgewartet wird um zu sehen wie schwer. Histo sagt (für mich) aber etwasanderes aus.
Nun ist es so, dass vor 1,5 Jahren eine Kuhmilchallergie festgestellt wurde, welche meine KiÄ aber vor rund nem halben Jahr aufhob und mein Kind wieder hin und wieder Kuhmilcheiweiß zu sich nahm. Ob das wohl auch zu den Symptomen führen kann?!
Was sagt ihr Wissenden denn zu den Befunden?
Bevor die Histo da war, wurde ihm bereits eine Transnasale Magensonde gelegt, welche er nun für die nächsten 8-10 Wochen behalten soll, zwecks der parenteralen Ernährung für die Heilung. Erst mit Modulen, auf das mein Sohn mit heftigem Hautekzem reagierte - wahrscheinlich das Milcheiweiß. Und dann Neocate. Den Histo-Befund bekam ich bei Entlassung in die Hand gedrückt ohne Auswertung. Ambulanz-Termin erst im September.
Bin dankbar für jede Antwort!!!

Befund Makroskopisch:
Leichtes Analekzem zirkulär
Kolon/Ileum:
Eingesehen wurde bis in das Terminale Ileum. Das Lumen ist nicht eingeengt. Im Terminkalen Ileum kommt eine pflastersteinartige Entzündung mit deutlichen Fibrinausschwitzungen. Die Bauhinsche Klappe ist deutlich verschwollen.
Im Coecum, C. Ascendens, C. Transverusm, C. Deszendenz und proximales Sigma vereinzelnd Fibrinausschwitzungen und sehr prominente Lymphfollikel. Schleimhaut insgesamt sehr blass.
Diagnose: Ileocolitis Crohn mit makroskopischen Zeichen mittlerer Aktivität

Befund Histologie:
Jejunum
Nur teilweise Orthographie erfasster Schleimhaut aus Jejunum mit gering vermehrtem Nachweis von intraepithelialen Lymphozyten, wobei wir zur genauen Quantifizierung noch eine weiterführende immunhistochemische Untersuchung durchführen werden, die Schleimhautarchitektur weitgehend erhalten, geringgradig ödematöses Schleimhautstroma, kein Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen und histomorphologisch ohne Anhaltspunkte für eine Giardiasis oder einen Morbus Whipple

Duodenum
Nicht Orthografie erfasster Schleimhaut aus dem Duodenum mit vermehrten Nachweis von intraepithelialen Lymphozyten, wobei wir zur genauen Quantifizierung noch eine weiterführende immunhistochemische Untersuchung durchführen werden, mit vermehrter Epithelregeneration in den Krypten im Sinne einer Krypten-Hyperplasie

Bulbus Duodeni mit auch einem minimal floriden granulozytären Entzündungszellinfiltrat, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen

Antrum und Korpus
Einer mäßiggradig chronischen, teils lymphofollikulären, nicht floriden Gastritis (Aktivitätsgrad 0, Heliobacter pylori auch immunhistochemisch negativ) der nicht in voller Breite erfassten Magenschleimhaut vom Antrumtyp, ohne eindeutig miterfasster Magenschleimhaut vom Korpustyp, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen

Ösophagus
Oberflächlich erfassten, plattenepithelial überkleideten Schleimhautbiopsieus dem Ösophagus mit einer geringgradig chronischen Entzündungsreaktion, ohne Nachweis von eosinophilen Granulozyten, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen

Kommentar
Die bisher beschriebenen Veränderungen sind für sich allein genommen unspezifisch, wie beschrieben, werden wir von den Einsendungen 1-3 noch eine weiterführende immunhistochemische Untersuchung bezüglich der Quantifizierung intraepithelialen Lymphozyten durchführen, ein Nachbericht folgt. Anhaltspunkte für eine Mitbeteiligung des oberen Gastrointestinaltraktes bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ergeben sich nicht.

Ileum
Lediglich oberflächlich erfassten Ileumschleimhautbiopsien
Mit Nachweis von Lymphfollikeln mit aktivierten Keimzentren, mit einem geringgradigen Schleimhautödem und einer geringgradig floriden Entzündungsreaktion, ohne wesentlichen Becherzellverlust und ohne wesentliche Schleimhautarchitekturstörung, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen

Dickdarm- bzw. Rektumschleimhautbiopsien
ohne wesentliche Entzündungsreaktion, mit teilweise Nachweis von einzelnen intramukosalen Lymphfollikeln und allenfalls geringgradiger Ödemsklerose, ohne wesentlichen Becherzellverlust und ohne wesentliche Schleimhautarchitekturstörung, ohne Nachweis von epitheloidzelligen Granulomen

Kommentar
Die hier beschriebenen entzündlichen Veränderungen sind für sich genommen uncharakteristisch und in erster Linie vereinbar mit einer infektiösen Genese, histomorphologische Anhaltspunkte für das Vorliegen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ergeben sich hier nicht.

Was sagt Ihr???


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