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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Dekubitus Grad 4 Patientin, Lage aussichtslos, suche Rat
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BeitragVerfasst: 05.05.17, 10:07 
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Hallo allerseits, ich brauche dringend Hilfe, es geht hierbei um meine Mutter.


Hier die Geschichte, das Wesentliche steht in den letzten beiden Absätzen:


Sie ist 62, Diabetikerin und übergewichtig (ca. 120 kg bei einer Größe von etwa 160 cm).

Sie hat seit 2011 Nierenprobleme und auch Probleme mit dem Herzen, wodurch sich immer wieder Wasser in der Pleura angesammelt hatte. Das war dann im Zusammenhang mit der Niereninsuffizienz natürlich ein Problem. Ende November 2016 meinte ihr Nierenarzt, sie sollte in stationäre Behandlung, da sich die Nierenwerte verschlechtert hätten. Sie kam Mitte Dezember in eine Klinik in der Nähe und da wurde sie zunächst wegen der Niereninsuffizienz und einem neuerlichen Pleuraerguss behandelt. Im Laufe ihres Aufenthalts dort verschlechterte sich jedoch ihre Atmung, sodass sie zunächst auf die Sauerstoffmaske angewiesen war und letztlich sogar intubiert werden musste.

Um die Neujahrswende wurde sie in eine Lungenklinik verlegt. Dort wurde sie für etwa zwei Wochen im künstlichen Koma intubiert beatmet und dann entwöhnt. Sie hätte zunächst ein deutlich ausgeprägtes Durchgangssyndrom/Delirium und außerdem war die Rede davon, es hätte sich am Steißbein eine offene Wunde gebildet. Diese wurde zunächst vom Wundmanagement behandelt. Es war bereits die Rede davon, sie in eine Reha Klinik zu verlegen als sich der Zustand der Wunde verschlechterte.

Anfang Februar wurde sie daher abermals verlegt, in eine Klinik mit plastischer Chirurgie. Dort musste sie außerdem isoliert werden, da auf der Wunde eine Besiedlung mit VRE festgestellt wurde. Ich habe auch erst hier erfahren, dass es sich bei der Wunde um ein Druckgeschwür bzw. Dekubitus handelt, laut ärztlicher Auskungt Grad 4. Die Wunde wurde mehrfach operiert und man versuchte, diese zu schließen. Das gelang auch zunächst, doch sie musste wieder intubiert und im künstlichen Koma beatmet werden, weswegen eine Tracheotomie durchgeführt wurde, damit sie ohne derartige Sedierung dauerhaft beatmet werden konnte. Da die Wunde wohl immer durch Fäkalkeime verunreinigt wurde, hat man außerdem einen künstlichen Darmausgang angelegt. Im Laufe des Aufenthalts hatte sie dann auch noch nach operativer Entfernung eines Blutergusses an der Wunde eine Sepsis, die mit Antibiotika behandelt werden konnte. Der Zustand der Nieren hatte sich jedoch so weit verschlechtert, dass sie Venenkatheter gelegt bekommen hat, um dauerhaft dialysiert werden zu können. Vor dieser letzten OP ging es meiner Mutter schon wieder erheblich besser, sie konnte feste Nahrung zu sich nehmen und auch im Bett Physiotherapie mitmachen. Nach der OP war sie wieder deutlich desorientierter, passiver und in sich gekehrter. Sie hatte wieder ein Delirium und meinte eine Woche sogar, man wolle sie umbringen. Hier musste sie auch stärker Kreislauf unterstützende Medikamente bekommen. Beides hatte sich jedoch wieder gebessert.

Man wollte sie auch schon weiter verlegen, in eine Klinik mit Nephrologie und Kardiologie, damit die ursprüngliche Problematik besser behandelt werden kann. Sie konnte in der dafür angedachten Klinik aber nicht aufgenommen werden und ich erhielt hier mal die Aussage, es habe keine freien Betten gegeben und mal hieß es, man hätte sie schlicht abgelehnt, was mir etwas komisch vorkam. Zuletzt hieß es dann, die Wunde wäre von ihrer Größe her erheblich verkleinert worden und könne höchstwahrscheinlich konservativ weiterbehandelt werden. Einen Tag später dann der Hammer: der Kreislauf habe sich enorm verschlechtert, ich sollte unbedingt kommen. Dort sagte man mir dann, die Wunde sei wieder offen, es gäbe nun viele zuvor unentdeckte Wundtaschen und man könnte nichts mehr für meine Mutter tun. Das traf mich wie der Schlag aus heiterem Himmel. Man schlug mir vor, die Dialyse abzustellen und sie einschlafen zu lassen, aber das wollte ich nicht. Ich will meine Mutter nicht einfach so sterben lassen.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Dass es zuerst hieß, es würde heilen und dann das. Es fällt mir auch so schwer zu glauben, dass man nichts mehr für sie tun kann. Ich hätte am liebsten noch eine andere ärztliche Meinung, einfach damit es überzeugender ist. Oder weil ich es nicht wahr haben will, ich weiß nicht. Ich habe bis zuletzt mit meiner Mutter zusammen gelebt, weswegen mich diese ganze Geschichte sehr hart trifft. Meine Welt steht auf dem Kopf. Und ich brauche Rat. Kennt hier jemand ähnliche Geschichten? Hat jemand Erfahrung? Sollte ich versuchen, irgendwie eine zusätzliche, unabhängige ärztliche Meinung einzuholen? Geht das überhaupt? Und wenn es nicht geht, weiß jemand, wo ich mir Hilfe holen kann? Das Ganze überfordert mich nämlich enorm...


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