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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Nebennierenschwäche, HM, Addison? Was und was nicht?
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BeitragVerfasst: 23.12.16, 12:55 
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Registriert: 23.12.16, 12:52
Beiträge: 9
Hallo an alle Forummitglieder,

ich habe mich hier im Forum angemeldet in der Hoffnung, dass mir jemand etwas Aufschluss zu meiner gesundheitlichen Situation geben kann. Mittlerweile quäle ich mich nämlich schon monatelang durch Leben und habe eine richtige Ärzte-Odysee hinter mir. Aber anscheinend ging das hier mehreren so.

Zu meiner Person
Die letzten 4-5 Jahre stand ich unter einer gewissen Dauerbelastung, körperlich und seelisch. Ich war als freiberuflicher Musiker tätig und ungefähr 50+ Mal im Jahre quer durch Deutschland bis nach Österreich und Holland unterwegs. Auch in Indien hatten wir einen Auftritt im Rahmen eines bayerischen Oktoberfestes. Ein Auftritt dauerte in der Regel 5-6 Stunden. Anfahrt, Heimfahrt usw. natürlich nicht mit eingerechnet. Über die Zeit wurde diese ganze Situation recht stressig. Es waren Wochenenden dabei an denen wir nachts lediglich 3 oder 4 Stunden Schlaf abgekommen haben und zwei Auftritte (morgens und abends) an einem Tag hatten. Die letzten Auftritte im Jahr 2015 habe ich mich mit Red Bull und Cola fit gehalten. Auch wenn ich nachts noch 2 Stunden heimfahren musste doch bereits seit 3 Stunden schlafen wollte. Gegen immer wiederkehrende Magen-Darm-Schmerzen nahm ich vor dem Auftritt Ibu's. Absolut falsch, weiß ich mittlerweile. Ich saß öfters beim roten Kreuz wegen unspezifischer Thoraxbeschwerden. Es wurde jedoch nie etwas gefunden ich konnte meine Auftritte wie gewünscht durchziehen. Im September 2015 wurden mir vier Zähne gezogen. Zwei davon wegen einer Entzündung unter dem Zahn. Die Zähne waren allesamt hinten. Zwei bis drei Tage nach den Eingriffen stand ich wieder auf der Bühne um zu singen. Während dieser Zeit hatte ich auch eine stressige Beziehung mit viel Streit und ständiger Eifersucht und seelischer Belastung meinerseits. Diese ging während dieser stressigen Bandzeit in die Brüche. Ebenfalls keine Zeit es wirklich zu verarbeiten. Unter der Woche kam ich Mitte Ende 2015 immer schwerer morgens aus dem Bett. Wenn ich um acht oder neun Uhr morgens aufstand konnte ich bereits im 14 Uhr wieder schlafen. Den Tag fit durchzuhalten war nicht mehr möglich trotz genug schlaf in der Nacht. Dies Phänoment zieht sich mal weniger oder mehr Schlimm bis heute. Im März 2016 quittierte ich den Dienst bei der Band und wollte mich untersuchen lassen. Denn Anfang 2016 bemerkte ich leicht einsetzenden Schwindel (schwankend) bei Belastung auf der Bühne. In diesem Monat hatte der Mann meiner Mutter einen Hinterwandinfarkt. Diesen habe ich ebenfalls mitbekommen. Mit 10 Jahren hatte ich eine Herzmuskelentzündung aller Herzschichten mit 2cm Wasser im Herzbeutel. Diese ist vollständig ausgeheilt. Aber nach dem Herzinfarkt wurde ich natürlich etwas ängstlicher was das Herz betrifft, obwohl ich mir bis dahin niemals Gedanken um meine Gesundheit gemacht habe. Vor der Bandzeit hatte ich 8 Jahre lang Kraft- und Ausdauersport mit gesunder Ernährung betrieben. Dies ging während der Bandzeit oder kurz davor bereits in die Brüche. Viel Fast Food, zeitlich völlig wirr, teilweise nachts und so weiter. Alles in allem einer sehr belastende Situation. Was zu folgender Krankheitsgeschichte führte.

Meine Krankheitsgeschichte 2016
Angefangen mit leichtem Schwindel bei Belastung kamen im April 2016 plötzlich immer öfters brennende Thoraxschmerzen hinzu. Ende April wurde ich ins Krankenhaus mit v.a. Herzprobleme ins Krankenhaus eingeliefert und im Rahmen einer Magenspiegelung eine geringgradige erosive Antrumgastritis und Bulbitis, HP Test negativ, Refluxösophagitis Stadium A. Ich wurde 6-8 Wochen mit 40mg Pantozol (morgens, abends) behandelt. Während dieser Zeit habe ich 8kg Körpergewicht verloren. Teils brachte ich keine Nahrung mehr rein. Es fühlte sich an als ob alles oben im Hals steckenbleibt. Die Magenschleimhautentzündung würde angeblich ausheilen. Allerdings komme ich bis heute ohne Pantoprazol nicht klar. Zwischenzeitlich hatte ich zwei weitere Spiegelungen und eine Darmspiegelung. Es wurde nichts krankhaftes diagnostiziert (Morbus Chrom etc.). Stress und Psychosomatisch waren die Aussagen mit denen ich weggeschickt wurde. Heutzutage nehme ich immer noch 20mg Pantroprazol am Morgen. Beim Versuch es auszuschleichen oder auch abrupt abzusetzen scheiterte ich. Die Beschwerden kamen direkt wieder. Eine Kapsel für den Dünndarm wurde bisher noch nicht bewilligt, Antrag läuft aber. Derzeit nehme ich zusätzlich ein Präperat zum Darmaufbau und bilde mir ein, dass die ständigen Darmgeräusche, Krämpfe kurz vor und während dem Stuhlgang (welches danach weg sind) besser geworden sind. Trotzdem ohne Pantoprazol geht gar nichts. Meine Reise durch das Krankheitssystem führte mich zum Internisten, Kardiologen, Lungenfacharzt, Neurologen, Rheumafacharzt und Nierenarzt. Keiner hatte einen auffälligen Befund und sie kamen immer wieder zurück zur psychosomatischen Störung. Am 08.06.2016 hatte ich dann einen Zeckenbiss ohne Wanderröte. Bereits davor machten sich allerdings Symptome wie Kribbeln, Kopfschmerzen (einmal drei Tage massiv am Stück vom Aufwachen bis zum Einschlafen), Missempfindungen, Taubheit überall am Körper bemerkbar. Gesicht, Beine, Arme und Hände waren oft betroffen. Ein Zahnarzt stellte eine CMD fest und verordnete manuelle Therapie. Ein Ortophäde verordnete Krankgymnastik wegen meiner verkrümmten Wirbelsäule. Denn ich habe bis heute mit massiven Verspannungen im gesamten Rücken und Nackenbereich zu kämpfen. Diese strahlen oft in die Brust aus und verursachen Thoraxschmerzen. Die Symptome wie Kribbeln, Taubheit, Missempfindungen aller Arzt treten mittlweile nicht mehr auf. Dafür hielten sich weiterhin hartnäckig Leistungsknick, Verwirrtheit, Gehirnnebel, Benommenheit, Magen-Darm-Beschwerden. Ich wurde mehrfach auf Borrelien getestet bekam aber niemals Antibiotika. Es waren immer die Igm-Antikörper Grenzwertig im Serum. Die Igg allerdings zu keiner Zeit. Im Rahmen einer Lumbalpunktion am 01.09.2016 waren im Serum die IgM quant. um das vierfache erhöht. Borrelien-Blot IgM im Serum war grenzwertig. IgG im Serum oder Liquor waren völlig normal und unauffällig. Kein Nachweis oligoklonaler Banden. Allerdings leichtgradig erhöhter Albuminquotient als Hinweis auf eine Störung der Schrankenfunktion. Ein Westernblot bestätigte die grenzwertigen IgM Antikörper jedoch IgG waren absolut im normalen Bereich und unauffällig. Komisch ist jedoch dass seit drei bis vier Monaten es alle vier Wochen zu einer schlagartigen Verschlechterung kommt. Drei Tage vor Vollmond geht es an. Ich werde blass, bin im Gesicht sehr eingefallen und sehe totkrank aus. Das meist bis drei Tage nach Vollmond. Dann wird es wieder besser während die massive Abgeschlagenheit usw. blieben. Allerdings muss ich dazu sagen dachte ich im November wirklich, dass es langsam etwas besser werden würde bis nach dem ACTH Stress Test. Denn im Borrelienzentrum Cham wurden im Oktober unter anderem ein Cortisol Speicheltest durchgeführt. Ergebnisse davon sehen wiefolgt aus.

Cortisol Speicheltest
Durchführung 18.10.2016
1. Probe (8 Uhr): 2.50µg/l (Norm 0,60 - 5,70)
2. Probe (12 Uhr): 5.00µg/l (Norm 0,20 - 3,60)
3. Probe (16 Uhr): 1.50µg/l (Norm 0,20 - 2,40)
4. Probe (20 Uhr): 1,30µg/l (Norm 0,20 - 1,30)

Weitere auffälige Werte
CD3-/CD56+/CD57+) 54 /µl (Norm 60 - 360)
Lymphotyten 19% (Norm 25 - 40) ***Seit Monaten stets zu niedrig
Calprotectin im Stuhl 195mg/kg (Norm < negativ 50mg/kg, 50-100mg/kg Grenzwertig, positiv >100mg/kg)

Man wollte mir ein Produkt für Leaky Gut verschreiben und Hydrocortison. Beides habe ich auf Grund weiterer Abklärungen vorerst nicht genommen.

Ich suchte ein Klinkum mit einer Endokrinologie auf den Rat des Nierenfacharztes auf. Dort wurde mir dann gesagt sie würden einen ACTH Stresstest machen. Jedoch würden sie alle Achsen auf einmal stimmulieren. Die Testergebnisse sahen wie folgt aus:

TESTDURCHFÜHRUNG um ca. 8:30 Uhr
Calcium: 4.9mval/l (Norm 4.3 - 5.1)
Vitamin B12: 358.30pg/ml (Norm 197 - 771)
FT4: 1.29 ng/dl (Norm 1 - 1.7)
FT3: 2.90 pg/ml (Norm 2.7 - 4.3)
TSH: 2.94 µU/ml (Norm 0.27 - 4.2)
TSH nach 30min: 18.44 (stimmuliert zuviel laut Ärztin, evtl. Unterfunktion HM)
TSH nach 60min: 14.67 (stimmuliert zuviel laut Ärztin, evtl. Unterfunktion HM)
Testosteron: 7.00ng/ml (Norm 2.49 - 8.36)
ACTH Nullwert: 20.56pg/ml (Norm 7.2 - 63,3) (als OK befunden)
ACTH nach 30min: 69.70pg/ml (als OK befunden)
ACTH nach 60min: 51.01pg/ml (als OK befunden)
Cortisol Nullwert: 10.40µg/dl (als OK bzw. brauchbar befunden)
Cortisol nach 30min: 15.23µg/dl (Anstieg zu wenig, soll mind. verdoppeln)
Cortisol nach 60min: 15.91µg/dl (Anstieg zu wenig, soll mind. verdoppeln)
FSH Nullwert: 8.86mlU/ml (als OK befunden)
FSH nach 30min: 22.35mlU/ml (als OK befunden)
FSH nach 60min: 22.65mlU/ml (als OK befunden)
LH Nullwert: 5.95mlU/ml (als OK befunden)
LH nach 30min: 54.79mlU/ml (als OK befunden)
LH nach 60min: 48.08mlU/ml (als OK befunden)
Insulin (nüchtern): <2.0mU/l (Norm 2.0 - 25.0)
25-OH Vitamin D3: 38,4ng/ml (Norm 30 - 100) *Ich nehme Dekristol 20.000IE 1x Woche seit zwei Monaten
IGF-I: 198ng/ml (Norm 82-242)
SD-Score IGF1: 0,96
Glucose (S): 79mg/dl (Norm 70-115)

Standard AW: Nebennierenschwäche, HM, Addison? Was und was nicht? Bin total verwirrt
...FORTSETZUNG

Auf Grund der Testergebnisse wurde mit gesagt, dass meine Nebenniere unter Stress zwar noch Cortisol ausschüttet aber nicht genug. Diagnose Partielle Nebenniereninsuffizienz plus Notfallausweis mit dem Hinweis 10-50mg Hydrocortison bei Stesssituationen. 100mg i.v. durch Notarzt bei Unfall etc. Rezept für HC war beiliegend. Alles am Freitag nachmittag angekommen und ich konnte niemand mehr zur Erklärung etc. erreichen. Ganz toll so eine Situation bis Montag dann. Das Rezept und der Notfallausweis kamen ca. 1,5 Wochen nach der Testdurchführung an. Einen Tag später landete ich in der Notaufnahme dieses Klinkums. Es war kurz vor Vollmond und es war wieder soweit. Ich wurde blass, das Gesicht fiel noch mehr ein als bisher und ich sah von einer Minute auf die andere totkrank aus. Meine Mutter fuhr mich ins Klinkum. Nach drei Stunden sahen wir einen Arzt trotz Notfallausweis. Die behandelten das alles als leichte Addison Krise mit 50mg HC oral und ich durfte wieder nach Hause. Vor diesem Tag dachte ich eben alles wird langsam besser. Doch seit diesem Tag geht es mir wirklich nicht mehr wirklich gut. Ich bin am Tag mindestens zweimal müde und könnte schlafen. Ich lege mich dann meist kurz hin. Ich soll einfach wenn ich merke ich werde müde mal 10mg HC nehmen und schauen was passiert damit mach ich nichts kaputt wurde mir gesagt. Auf Grund der Ergebnisse wurden auf mein Drängen die Anitkörper von Schilddrüse und Nebenniere abgenommen. Ich wollte wissen ob ich einen organischen Schaden habe oder die vielfach missachtete Nebennierenschwäche auf Grund meiner Lebensführung der letzten Jahre. Zudem wollte ich ein ausführliches Gespräch mit der Ärzten zwecks meines gesundheitlichen Standes.

Ergebnisse Antikörper 16.12.16
Material: Serum
AAk Thyreoglobulin: <0.90IU/ml (Norm <4)
AAk Thyrecidea-Per. TPO: 0.6U/ml (Norm <9.0)
AAk Nebenniere 21Hydr: 7.4l AK-Ratio (Norm 10, GZ 10-15)


Ich hatte diverse Fragen an die Ärztin ob ich unter Addison leide und in einer Addison Krise rutschen könnte. Weiterhin wollte ich wissen ob eine primäre oder sekundäre Nebenniereninsuffizienz vorliegt. Mir wurde nur folgendes gesagt. Schilddrüse Antikörper sind keine zu finden. Könnten aber vielleicht derzeit inaktiv sein. Meine aktiven Schilddrüsenhormone sind ja angeblich in Ordnung daher schließt sie Hashimoto eher aus. Ich soll 4-6 Wochen Jodetten nehmen und dann würde sie die Schilddrüsenwerte noch einmal machen. Bezüglich der Antikörper der Nebennierenrinde kann sie mir nichts sagen. Es sind zu wenig als dass es eine Autoimmunerkrankung wäre. Vielleicht köchelt dort was vor sich hin, vielleicht auch nicht. Wenn ja wie lange schon kann sie mir nicht sagen. Sie kann es nicht einordnen. Vielleicht stehe ich am Anfang eines völligen Verlustes meiner Nebennierenrindenfunktion, vielleicht auch nicht. Einfach mal ein halbes Jahr warten und dann nehmen wir nochmal ab. Bis dahin lassen wir es also köcheln ok und wenn es dann schlimm genug ist können wir was machen. So hört sich das für mich an. Und wie gesagt wenn ich müde bin soll ich einfach mal 10mg HC nehmen und gut. Nur dass meine Müdigkeit auch von meinen Darmproblemen, den massiven Verspannungen und derzeit falsch eingestellten Kontaktlinsen kommen kann wurde nicht beachtet. Hauptsache mal HC einnehmen. Daraufhin habe ich mich an einer sehr gut bewertete Endokrinologin in Nürnberg gewandt. Sie gab mir direkt einen Termin und besprach mit mir die Werte.
Ihre Aussage war folgende. Auf Grund meiner Werte wäre es nicht möglich in einer Addison Krise zu rutschen und ein Morbus Addison würde bei mir nicht vorliegen. Die niedrigen Antikörper der Nebennierenrinde spricht für sie auch nicht für eine Autoimmunerkrankung. Möglich ist alles aber sie tippt eher auf die Quittung meines Körper für meine Lebensweise der letzten Jahre. Der Schilddrüsentest wäre wie er durchgeführt worden ist nichtssagend und heute bereits keine gängige Praxis mehr. Aber sie nimmt jetzt nochmal umfassend Blutwerte ab und schaut im UItraschall NN und Schilddrüse an. Im Ultraschall alles völlig unauffällig. Blutwerte bekomme ich am 28.12.2016 von ihr. Gerade im Hinblick auf die Nebenniere kann man hier noch weiterführende Blutwerte abnehmen. Das würde Sie machen. Weiterhin würde sie nach 3 Monaten den ACTH Test wiederholen um zu sehen wie die Nebenniere dann reagiert.

Ich lese derzeit das Buch: Grundlos erschöpft / Nebennieren-Insuffizien das Stressyndom des 21. Jahrhunderts.

Hier stehen viele Sachen drin die schlüssig sind. Aber ob das dafür spricht, dass ich lediglich eine reversible NNS und keine organische Krankheit habe weiss ich nicht. Bisher konnte mir das keiner sagen. Die Antikörper bei der Nebenniere machen mir schon Sorgen. Meine Haut ist weder pigmentiert oder sonstwas. Ich habe auch die Ärztin im Klinikum gefragt ob ich auf Grund des ACTH Tests 1.5 Wochen danach plötzlich platt bin und das ständig. Denn ich habe im Netz bereits von Personen gelesen die danach Probleme hatten bis zum Kollaps. Sie meinte nein unmöglich. Naja keine Ahnung ob das unmöglich ist. Tatsache ist ich bin mittlerweile am Tag zwei Mal mindestens richtig müde. Was vor dem Test nicht mehr in der Form auftrat. Ich dachte wirklich es würde besser werden. Die Endokrinologin in Nürnberg meinte ich soll 1x wenn ich wieder richtig müde werde tatsächlich 10mg HC nehmen und sehen ob es mir spätestens 15-30 Minuten danach richtig gut geht. Denn die Müdigkeit verschwindet ja von selbst ca. 60 Minuten nach Beginn. Weiterhin fragte sie mich ob es mir am Tag des ACTH Tests besser als die letzten Wochen zuvor ging in Bezug auf Form und Fitness. Ich meinte nein eigentlich wie immer. Das wäre ein kleines Indiz dafür, dass keine organisch schlimme Krankheit der Nebenniere vorliegt. Aber wie gesagt sie würde die Blutwerte machen und mit mir das alles Stück für Stück beobachten und versuchen zu klären.

Nun meine Frage kann mir hier im Forum auf Grund meiner Schilderungen und Ergebnisse irgendjemand seine Einschätzung, Meinung etc. mit mir teilen? Hat jemand eine Idee oder kann etwas Licht ins Dunkel bringen.? Ich habe wirklich Angst vor einer schlimmen Erkrankungen oder den Verlust meiner NN-Tätigkeit. Vor allem wenn die NN den Dienst einstellt und keiner merkt es und ich rutsche plötzlich in einer Krise um kipp um. Außer meiner Familie weiß keiner was los ist. Und ob der Notfallausweis immer gefunden wird ist fraglich. Auf Grund meiner gesamten Situation, der unspezfischen Beschwerden und der Angst dass irgendwas im Körper vorgeht und es könnte was schlimmes passieren schlafe ich seit Monaten bei meiner Mutter im Haus. Ich schaff es nicht mehr allein zu sein. Und Ärzte taten bis vor kurzem alles nur als psychischen Problem ab und fertig. Ich war so verworren in dieser Situation, dass ich der Meinung war bevor die finden was los ist bleibe ich auf der Strecke.

Wenn jemand noch Fragen an mich hat gerne.
Ich kann euch alle Infos zukommen lassen die ich in meinem mittlerweile gefüllten Ordner von Arztbriefen und Laboruntersuchungen habe.

Liebe Grüße
Thomas


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BeitragVerfasst: 23.12.16, 16:38 
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Registriert: 13.08.15, 07:10
Beiträge: 28
Hallo Thomas,

puh, ein sehr langer Text .... und ich bin nur eine (Addison-)Patientin.
Aber mit "meiner" Erkrankung kenne ich mich nach vielen Jahren sehr gut aus.

Ich möchte ganz vorsichtig anmerken, dass ich nicht unbedingt eine Nebenniereninsuffizienz bei Dir sehe.
Da ist einmal der Cortisolspeicheltest über einen Tag. Obwohl meine Ärzte (2 Endokrinologen und ein Internist) meinen, dass Speichelproben (noch) nicht sehr aussagekräftig sind, sehen Deine Werte gut aus. 3 von 4 sind mittig in der Norm, der 2. sogar weit über der Norm. Das ist für mich definitiv kein Mangel.
Das gleiche zeigen Deine Lymphozyten.

Innocent hat geschrieben:
Lymphotyten 19% (Norm 25 - 40) ***Seit Monaten stets zu niedrig
Niedrige Lymphozyten hat man fast immer bei einer Nebennierenrindenüberfunktion (Cushing) oder wenn der Patient aus irgend einem Grund Cortison bekommt. Bei Cortisolmangel müsste Dein L.-Wert erhöht sein. http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_lympho.htm

Innocent hat geschrieben:
AAk Nebenniere 21Hydr: 7.4l AK-Ratio (Norm 10, GZ 10-15)
Wenn ich das richtig interpretiere, ist Dein Wert noch nicht einmal grenzwertig. Eigentlich müsste in der Klammer das Zeichen für kleiner < vor der 10 stehen und bis 15 ist grenzwertig.
Außerdem ist bei einer Autoimmunerkrankung der Nebennierenrinde der ACTH Wert immer über der Norm, weil due Nebennnieren zu wenig Cortisol produzieren (negatives Feedback).

Jetzt noch eine Frage zum Stimulationstest. Da ja offensichtlich 3 Hormonachsen gleichzeitig getestet wurden, tippe ich mal auf den großen Hypophysenstimulationstest. Der wird immer mit den Releasinghormonen gemacht. Kannst Du irgendwo im Befundbericht lesen was Dir injiziert wurde? War es Synacthen oder CRH/TRH/GHRH und GnRH ?
Ich frage deshalb, weil bei Dir 3 ACTH-Werte stehen. Bei einem ACTH-Test wird ACTH nur einmal vor dem Test gemessen. Die folgenden Werte machen keinen Sinn, weil man ja das injizierte ACTH messen würde.
Bei einem CRH-Test werden natürlich auch später die ACTH-Werte gemessen. Man will ja sehen, ob das CRH die Hypophyse anregt, die wiederum in Folge die Nebennieren anregen soll. Dieser Test wird anders bewertet, als der ACTH-Test.
Siehe hier:
http://www.endokrinologikum.com/labor/a ... _test.html
Demnach wäre ein Cortisol-Anstieg von 50% vom Ausgangswert bei Dir erreicht.
(Nur bei einem ACTH-Test muss sich der C-Wert verdoppeln)

Ich habe schon lange Morbus Addison und einige Ärzte erlebt. Meine Erfahrung ist, dass sich leider nur relativ wenig Fachärzte gut mit spezieller Hypophysen- und Nebennieren-Endokrinologie auskennen. Das wird am besten in spezialisierten Zentren untersucht.

Noch eine kleine Anmerkung zur sogenannten Nebennierenschwäche. Hier im Forum hatte vor einigen Jahren schon der Moderator R.Tillenburg darüber geschrieben. viewtopic.php?f=30&t=112547&p=490109&hilit=nebennierenschw%C3%A4che#p490109
Auf einem Arzt-Patienten-Seminar habe ich gerade erst vor kurzem wieder gehört, dass es keine separate Erkrankung NN-Schwäche (adrenal Fatigue) gibt, das ist eine Erfindung aus den USA mit der sich sehr viel Geld verdienen lässt. Die Krankenkassen übernehmen weder die Untersuchungen dafür, noch die Therapie. Es sind meistens Heilpraktiker oder Anti-Aging-Ärzte, die auf der Schiene arbeiten. Siehe hier: https://www.springermedizin.de/allgemei ... r/10216452
oder auch hier: https://www.bdi.de/fileadmin/flippingbo ... age11.html

So ohne weiteres würde ich nicht nur wegen Müdigkeit Cortison nehmen. Man gewöhnt sich sehr schnell an Cortison, es tut jedem erst mal gut, aber nach einer Weile kommt man nur noch schwer wieder davon los, denn irgendwann atrophieren die Nebennieren und beenden dauerhaft ihre Arbeit.

An Deiner Stelle würde ich noch einmal alles genau untersuchen lassen. Und zum Rest kann ich leider nichts sagen :|

LG


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BeitragVerfasst: 23.12.16, 21:05 
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Registriert: 23.12.16, 12:52
Beiträge: 9
Hallo erstmal danke für deine Antwort.

Was mir gespritzt wurde kann ich erst am Dienstag herausfinden. Aus dem Befund geht das leider nicht hervor.

Aber nachdem Sie meinte wir stimmulieren alle vier Achsen gehe ich von dem von dir verlinkten Test aus. Dann wären die 50 Prozent Anstieg in Ordnung? Denn es steht ja dort dass Cortisol mindestens 50 Prozent ansteigen soll. Dann noch die Frage warum sind Autoantikörper zu finden selbst wenn diese viel zu niedrig sind. Gibt es die Möglichkeit, dass ich mich am Anfang einer Autoimmunerkrankung befinde, welche die Nebennieren irgendwann doch noch zerstört?

Was ich mir aber nicht erklären kann warum eine Chefärtzin eines Klinkums (Endokrinologie Abteilung) den Test falsch bewertet. Dann würde Sie ja sehr viele Patienten auf dieses Wissen bzw. Unwissen hin mit HC behandelt obwohl diese das absolut nicht bräuchten. Kann es sowas tatsächlich geben? Denn ihre Aussage war das Cortisol muss sich eben verdoppeln und bei gesunden Pantienten geht es sogar bis 1,4x vom Nullwert hoch. Also in meinem Fall dann 20 - 24. Geht man von Ihrer Meinung aus ist mein Wert natürlich katastrophal.
Bezüglich Schilddrüse waren ja keine Antikörper zu finden. Die Chefärztin konnte das nicht einordnen weil meine freien Schilddrüsenhormone stimmig sind. Wie gesagt soll Jodetten nehmen und dann noch mal Schilddrüsenwerte machen. Also irgendwie ist das alles bissl wischi-waschi bei der.

Gerade eben war ich bei meinem Kumpel und wir haben Boxen aufgebaut und verkabelt. Vorher ein kurzes Gespräch mit meinem alten Arbeitgeber. Vielleicht unterschwellig etwas seelisch belastend aber nicht merkbar. Plötzlich ging es los mit Schwankschwindel, Schläfenkopfschmerzen, Nacken war massiv verspannt, Genick hat geknackst beim schnellen lockern, mir war duselig und ich war bissl neben mir. Gestern hatte ich das auch schon. Beide Male hatte ich zuvor Naturjogurt mit Walnüssen gegessen. Aber eine Laktoseintoleranz wurde bereits ausgeschlossen und Jogurt alleine vertrage ich auch. Von daher schließe ich ein LT-Intoleranz aus obwohl beim Verdauen im Dickdarm beim Aufspalten von Laktose ja Giftstoffe entstehen können bei einer LTI die ins Blut gelangen und in erster Linie in Nervengewebe landen und sowas auslösen können. Ich wollte schon HC nehmen um zu sehen ob es sich bessert. Habe der Versuchung wiederstanden und es hat sich nach etwas Ruhe wieder gebessert nach ca. 30 Minuten völlig ohne HC. Es ist aber auffällig dass ich zur Zeit solche Momente habe besonders wenn ich seelisch belastet bin. Aber auch ab und zu einfach aus heiterem Himmel ohne erkennbare Belastung. Aber bessern tut sichs immer von selbst wieder - alles sehr merkwürdig.

Ich habe ja eine andere Endokrinologin kontaktiert. Diese meinte meine Werte sind absolut in Ordnung. Unmöglich ist nichts aber eine Addison oder beginnende Addison denkt sie nicht. Auch ein Abrutschen in eine Addison Krise ist bei den Werten eigentlich nicht möglich. Weiterhin wäre der Schilddrüsentest den das Klinikum gemacht hat veraltet und nichtssagend. Macht man heutzutage eigentlich nicht mehr.
Sie hat im Ultraschall die NN und Schilddrüse angeschaut. Alles ok ihrer Meinung nach. Sie hat nochmal alles mögliche an Werten abgenommen rund um NN und Schilddrüse. Bekomme ich am Dienstag die kann ich dann posten.

Was genau sollte ich nochmal untersuchen lassen?
Kennst du gute Endokrinologen bzw. Zentren?


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BeitragVerfasst: 24.12.16, 07:55 
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Hallo Thomas,

wie ich schon ganz zu Beginn schrieb, bin ich selber nur ein Patient und kann nur begrenzt antworten.

Innocent hat geschrieben:
Gibt es die Möglichkeit, dass ich mich am Anfang einer Autoimmunerkrankung befinde, welche die Nebennieren irgendwann doch noch zerstört?
So spezielle Fragen kann ich z.B. nicht beantworten, kann Dir nur wieder einen Link zum Laborlexikon zeigen: http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Info ... oerper.htm
Vielleicht haben manche Menschen unterschwellig Antikörper gegen etwas, die aber niemals aktiv werden?

Innocent hat geschrieben:
Was ich mir aber nicht erklären kann warum eine Chefärtzin eines Klinkums (Endokrinologie Abteilung) den Test falsch bewertet.
Das steht noch gar nicht fest, warte erst mal ab, was im Abschlußbericht steht, bzw. rufe nach den Feiertagen dort an und frage genau nach, was gespritzt wurde. Bisher ist es nur eine Frage von mir.

Innocent hat geschrieben:
Was genau sollte ich nochmal untersuchen lassen?
Ich an Deiner Stelle würde jetzt erst mal versuchen über die Feiertage zur Ruhe zu kommen und nicht so viel über den Körper nach zudenken. Wirklich schlechte Wertebezüglich Nebennierenerkrankung kann ich nicht erkennen, zum Rest kann ich überhaupt nichts sagen. Irgendwann im neuen Jahr würde ich einfach noch mal morgens zwischen 7 Uhr und 9 Uhr (circadianer Rhythmus) ACTH und Cortisol messen lassen. Das geht schnell, kostet nicht so viel und zeigt ziemlich deutlich, ob die NN-Achse ok ist.
Innocent hat geschrieben:
Es ist aber auffällig dass ich zur Zeit solche Momente habe besonders wenn ich seelisch belastet bin.

Es hört sich in der Tat so an, als sei die Psyche nicht ganz unschuldig an dem schlechten Befinden.
Innocent hat geschrieben:
Kennst du gute Endokrinologen bzw. Zentren?
Nicht wirklich. Ich kenne meine Ärzte, aber nicht die vielen anderen in Deutschland. Ein paar Nebennierenspezialisten werden hier in der Sektion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie gelistet. Vielleicht ist ja einer bei Dir in der Nähe? http://www.endokrinologie.net/sektion-n ... rtonie.php
Oder Du erkundigst Dich beim Netzwerk Glandula http://www.glandula-online.de/

Alles Gute und schöne Weihnachtstage wünsche ich Dir, aber auch allen anderen Lesern im Forum


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BeitragVerfasst: 24.12.16, 16:32 
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Naja es spricht ja vieles dafür dass ein CRH Test durchgeführt wurde und kein reiner ACTH Test. Mir wurden mehrere Spritzen reingejagt und die Ärztin sagte auch sie stimmulieren alle Achsen. Gut vielleicht interpretiert sie 50% Anstieg trotzdem als zu wenig. Wahrscheinlich wäre ein reiner ACTH Test um diesen Irrtum aufzuklären ganz gut. Wenn dort der Wert verdoppelt wäre ich was die NN angeht gesund.

Aber wie gesagt warum bewertet eine Chefärztin einen CRH Test anders bzw. falsch. Das würde mir nicht in Kopf gehen.

Auch ihre blinde Art und Weise mir Jodetten zu verordnen ohne meinen derzeitigen Jodstand zu kennen kann am Ende kontraproduktiv sein und sogar gefährlich werden bzw. zur überfunktion der Schilddrüse führen habe ich gelesen. Also finde das alles sehr merkwürdig und fahrlässig.

Ebensfalls schöne Weihnachten und paar schöne Tage und danke für deine Posts sonst wäre ich überhaupt nicht auf diese Unstimmigkeiten in der Diagnostik gekommen.


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 02:03 
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Hier noch eine andere Interpretation des CRH Tests. Dem Labor zufolge wären meine Werte wirklich zu niedrig.
Echt zwei Ärzte zwei Meinungen und ich komme nicht weiter.

http://www.laborvolkmann.de/analysenspe ... h-test.pdf


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 09:04 
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Hallo Thomas,

nach dieser Interpretation sieht es so aus, als könntest Du eine leichte tertiäre Nebenniereninsuffizienz haben und der Fehler liegt im Hypothalamus (CRH-Mangel)
In Deinem verlinkten Beitrag steht: Der CRH-Test erfasst hauptsächlich die ACTH-Sekretionsdynamik. Dein ACTH hat sich verdreifacht und Cortisol ist subnormal gestiegen. Das hat vermutlich Deine Endokrinologin gesehen.

Bei dem Labor steht aber auch: Es sollte eine Ruhezeit von mehreren Stunden vor dem Test eingehalten werden, um das basale Cortisol auf einen möglichst niedrigen Wert zu bringen.
War das bei Dir der Fall? War der Cortisolwert bei der Untersuchung in seinem "Normal"-Zustand, kann er nicht mehr sehr viel höher steigen.

Wenn man im Internet noch nach weiteren, anderen Laboren schaut, wird man vermutlich auch noch weitere, andere Interpretationen finden. Hier im Forum steht dazu ein guter Beitrag
viewtopic.php?f=36&t=56239&p=307743#p307743

Laborwerte sind nie schwarz/weiß, man muss sie mit vielen an deren Kriterien zusammen sehen und individuell bewerten. Das ist Aufgabe der Ärzte, da halte ich mich lieber raus :wink:

LG


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 10:19 
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Beiträge: 28
So, ich hatte nun etwas Zeit und habe nach weiteren CRH-Test Ergebnisse gegoogelt.

Jedes Labor hat minimal andere Kriterien. Dieser hier sieht wieder ganz anders aus http://www.bioscientia.de/diagnostik-ap ... g_nr=12566
"Der Test kann auch im Rahmen eines kombinierten Releasing-Hormon-Tests (gleichzeitige Gabe von CRH, GHRH, GnRH, TRH) eingesetzt werden. Der CRH-Test erfasst nicht die hypothalamisch-bedingten Störungen der NNR-Funktion. Bei Verdacht auf eine hypothalamische Beteiligung ist - unter Beachtung der Kontraindikationen - die Durchführung eines Insulin-Hypoglykämie-Tests in Erwägung zu ziehen."
Daraus schließe ich, das der CRH-Test hauptsächlich die ACTH-Sekretionsdynamik misst (siehe beitrag oben) und nur wenig über eine Nebenniereninsuffizienz aussagt.

Indikation/ Bedeutung:
Differenzialdiagnostik des Cushing-Syndroms
Prüfung der hypophysären Funktionsreserve bei Hypophysenvorderlappeninsuffizienz
Überprüfung des hypophysär-adrenalen Systems nach lang andauernder höher dosierter Glucocorticoidtherapie


Deine Ärztin wird sich nach ihrem labor richten und nicht nach den vielen anderen, die im Internet zu finden sind. Ich bleibe dabei, es werden sicher noch weitere Untersuchungen nötig sein um eine korrekte Diagnose zu bekommen.
Im Zweifelsfall ist es natürlich besser, in Notfällen lieber mal etwas Hydrocortison zu nehmen. Denn gelegentlich zu viel Cortison (nicht auf Dauer) ist nicht so schlimm, wie plötzlich mal zu wenig Cortison. Und da wir hier bald amerikanische Verhältnisse haben, wo Patienten gerne Ärzte verklagen, werden diese lieber auf Nummer sicher gehen und zu HC raten.

Dies ist nun mein letzter Beitrag für 2 Wochen, weil ich ab morgen nicht zu Hause bin :wink:


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 11:24 
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Hm kann man gegen den ACTH Mangel dann was machen. Oder woher kommt der?

Eine schöne Zeit ;-)


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 12:24 
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Hallo Thomas,
Innocent hat geschrieben:
Hm kann man gegen den ACTH Mangel dann was machen. Oder woher kommt der?
Ich kann keinen ACTH Mangel bei Dir erkennen, der war gut in der Norm. Siehe hier:
Innocent hat geschrieben:
ACTH Nullwert: 20.56pg/ml (Norm 7.2 - 63,3) (als OK befunden)

Für mich (Laie!) sieht es so aus, dass Du fürs normale Leben (Nullwert) genügend ACTH hast.

Beim Cortisol steht kein Referenzwert dabei, ich kann ihn nur mit meinem Labor, bzw. mit dem aus dem Internet vergleichen und der sieht auch nicht schlecht aus.
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Info ... _Serum.htm
Innocent hat geschrieben:
Cortisol Nullwert: 10.40µg/dl

Erst im Stimulationstest, wenn dem Körper viel CRH/Realisinghormon gespritzt wird, was einer Stresssituation gleicht kommt, zeigt sich bei Dir ein subnormaler Anstieg beim Cortisol. Das meint die Ärztin mit
Innocent hat geschrieben:
dass meine Nebenniere unter Stress zwar noch Cortisol ausschüttet aber nicht genug. Diagnose Partielle Nebenniereninsuffizienz plus Notfallausweis mit dem Hinweis 10-50mg Hydrocortison bei Stesssituationen.

Ich kann Dir nur von mir berichten. Wenn ich zu wenig Cortison substituiere, dann habe ich schnell massive Beschwerden in Form von sehr niedrigem Blutdruck, frieren, Muskel- und Gelenkschmerzen wie bei einer Grippe, so wie sie hier in der Tabelle gezeigt werden. http://www.aerzteblatt.de/callback/image.asp?id=59286
Bei länger anhaltendem und größerem Mangel zeigen sich dann auch sehr schnell Veränderungen im Blutbild und bei den Elektrolyten. Z.B. eine Eosinophilie, eine Lymphozytose, eine Hyponatriämie und vieles mehr. Schwerwiegende Erkrankungen zeigen sich nicht nur im labor, sie hinterlassen sichtbare Spuren am Körper. Deswegen mein Rat an Dich: mach Dich bitte jetzt nicht verrückt. Sich in bestimmten (Stress-)Situationen beobachten ist gut, aber sich in etwas hineinsteigern ist gar nicht gut. Lass es jetzt erst einfach mal ruhen, Du bist mit den ganz oben genannten Werten definitiv nicht in Gefahr.
Innocent hat geschrieben:
Eine schöne Zeit :wink:
Danke, das wünsche ich Dir auch, schaue nicht zu viel ins Internet und genieße lieber die schöne Weihnachtszeit :wink:


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 12:49 
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Achso.
Naja mein Problem ist nur warum dieser subnormale Anstieg des Cortisol. Die Ursache und ob diese reversibel als rückgängig gemacht werden kann ist die Frage. Beides konnte man mir nicht beantworten. Endokrinologin Nummer 2 tippte auf die Quittung meines Körpers für die chronische Überlastung, seelisch und körperlich, der letzten Jahre. Aber nichts organisches. Und das soll sich eben wieder geben, wenn ich aus diesem Loch komme. Sie hatte ja nochmal umfassend Werte abgenommen diese bekomme ich am 28.12.16. Schauen wir mal ;-) Ja im Internet kann man sich echt verrückt machen.
Ich hoffe einfach das Beste aber leider bin ich immer etwas pesimistisch veranlagt und das arbeitet gegen mich.
Aber danke für deine Posts! Die haben mir schon sehr geholfen!

Ach ja was meinst du mit sehr niedrigem Blutdruck? Welche Werte?

LG


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 13:23 
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Innocent hat geschrieben:
Ach ja was meinst du mit sehr niedrigem Blutdruck? Welche Werte?
Du, ich kenne nur meinen Blutdruck, der ist bei guter Substitution etwa 110 : 60, oft aber auch etwas niedriger. Allerdings habe ich auch einen Aldosteronmangel (M.Addison). Ich vermute, bei NN-Insuffizienten Patienten geht der systolische Druck nicht über 100.
Lässt sich vielleicht auch ergoogeln, ich packe jetzt aber lieber meinen Koffer..... :wink:


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 16:53 
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Ok meiner ist immer über 115 x 73. meist 123 x 78 sowas in dem Dreh.


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BeitragVerfasst: 27.12.16, 19:52 
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So jetzt weiss ich es genau.

Bei mir wurde ein Hypophysenkombinationstest gemacht und CRH, TRH und LH-Rh gespritzt.


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BeitragVerfasst: 11.01.17, 15:05 
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Hallo,

heute war ich bei einer Endokronolgin, die im nahe gelegenen UNI Klinikum tätig ist und habe den CRH Test interpretieren lassen.
Ein neuer ACTH Test wurde von diese auf nächste Woche verschoben, weil ich letzte Woche drei Tage Antibiotika bekommen habe.

Interpretation des Tests einer dritten unabhängigen Endokrinologin
Der Basalcortisolwert am Morgen soll mindestens bei 10 liegen. Hier liege ich knapp drüber und somit ist dieser im Rahmen der Interpretation absolut in Ordnung. Weitehrin lässt sich meine NNR stimulieren. Der Wert müsste eigentlich bis 18 - 23 liegen. Ich komme nach der Stimulation nach 60 Minuten auf knapp 16. Hierbei handelt es sich um eine leichte Abweichung nach unten. Die Antikörper sind gemäß meiner Werte negativ. Weder sind diese in einem Grenzbereich noch auffällig - Negativ. Die Ansicht dieser Endokrinologin deckt sich mit der Ärztin Nummer 2 in den vorherigen Posts. Massiver chronischer Stress bzw. Überlastung kann zu einer derartigen körperlichen Reaktion führen. Weder liegt eine Autoimmunerkrankung der NNR noch eine Addison vor. Die milde Addisonkrise auf die ich behandelt wurde war in Wahrheit keine. Das ergibt sich aus meinen Vital- und Blutwerten. Die Endokrinologin die den Test jetzt interpretiert hat kennt meine erste Ärtzin die den Test durchgeführt hat. Sie wollte sich nicht weiter dazu äußern. Sie sagte nur, dass diese Ärztin diese Tests sehr mag allerdings oft nicht in der Lage ist die Ergebnisse richtig zu interpretieren.
Weiterhin habe ich von einem weiteren Fall erfahren bei dem Ärztin Nummer 1 hochdosiertes HC verschrieben hat obwohl anscheinend keine NNI vorliegt. Passt also alles langsam zusammen.

Die Endokrinologin die den Test jetzt bewertet hat, hatte folgenden Tipp für mich.
Ich könnte gerne 3-6 Monate 5mg HC morgens zum Frühstück nehmen und sehen ob es mir damit besser geht. Bei dieser Dosis würde die NN auch die Produktion nicht einstellen oder runterfahren. Diese würde nur passieren wenn man 20mg und mehr über einen längeren Zeitraum zuführt. Und dann würde Sie den Test eben nach 3 bis 6 Monaten wiederholen zum zu sehen ob die NNR sich wieder erholt hat. Natürlich müssen die Lebensumstände ebenfalls angepasst werden besonders Ernährung, Stress usw.

Das ist der aktuelle Stand!


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