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medizin-forum.de • Thema anzeigen - WLAN im Laborumfeld und deren Auswirkung auf Messgeräte
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BeitragVerfasst: 14.11.07, 17:23 
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Beiträge: 1
Guten Abend meine Damen und Herren,

Ich muss demnächst einen Vortrag über den Einsatz von WLAN's im (medizinischen/chemischen etc.) Laborbereich halten.

Eine Fragestellung ist da: gibt es Stoerungen z.B. von Messgeraeten durch WLANs ?

Interessant wäre auch, ob es dazu irgendwelche Vorschriften/Standards gibt.

Jetzt bin ich auf Material Suche zum Einsatz von WLANs im Laborbereich und der Fragestellung im besonderen, was noch nicht so sehr von Erfolg gekrönt ist.

Falls jemand interessante Links zu diesem Thema oder Material hat, würde ich mich freuen wenn er mir diese zur Verfügung stellen könnte.

MfG
Christopher


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BeitragVerfasst: 14.11.07, 18:05 
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DMF-Moderator

Registriert: 18.02.06, 14:25
Beiträge: 577
Wohnort: Ober-Mörlen
Hallo Chris25,

im Medizintechnik-Forum des DMF gab es schon öfters Anfragen zum Thema WLAN. Hier einige Links:

WLAN und MedG ...: http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=64886
Wireless Standards im OP: http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=30176

Weitere Ergebnisse liefert die Suchen-Funktion (s. oben in der Navigationsleiste).

Im medizinischen Bereich sollten neben Aspekten der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) mit Blick auf die Integrität der Daten und Datenschutzaspekte auf jeden Fall sichere WLAN-Übertragungs-Standards verwendet werden. WEP lässt sich innerhalb von wenigen Minuten entschlüsseln, als hinreichend sicher gilt der Standard IEEE 208.11i.

Herzliche Grüße

_________________
Jan Alkemade
DMF-Moderator


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.11.07, 22:43 
Hallo,

wie der Kollege Alkemade schon schrieb, finden Sie in den Links die bisher hierzu diskutierten Themen. Im Wesentlichen dreht sich beim Einsatz schnurloser Lösungen in Klinikumgebungen alles um die drei Faktoren elektromagnetische Verträglichkeit, Datensicherheit und Zuverlässigkeit.

Aus praktischer Erfahrung im klinischen bzw. Praxisumfeld kann ich berichten, dass die Faktoren EMV und Datensicherheit bei Verwendung der entsprechend zertifizierten Geräte kein größeres Problem darstellen. Störungen oder Interferenzen, sowohl in der ITS noch bei Labortechnik, habe ich bisher noch keine dokumentieren können. Bei speziellen Meßgeräten kommt es natürlich sehr auf die Sensitivität und den Meßgegenstand an; wenn Sie im HF-Bereich und mit sehr hoher Eingangsimpedanz messen, wird ein in der Nähe befindlicher WLAN-Sender immer gewisse Beeinflussungen liefern - in solchen Fällen würde ich generell von WLAN absehen. Die Kliniktechnik ist da aber meines Erachtens nicht ganz so empfindlich, bei Labor weiß ich's leider nicht.

Das weit größere Problem ist der oft unterschätzte Faktor Zuverlässigkeit. Aus meiner praktischen Erfahrung mit WLAN-Komponenten muß ich leider berichten, dass ich schnurgebundenen Lösungen, wann immer möglich, generell den Vorrang gebe.
Die Gründe liegt u.a. hier:
- Brauchbare und stabile Übertragungsraten nur auf sehr kurze Distanzen
- Gegenseitige Beeinflussung benachbarter WLAN-Komponenten
- Extreme Beeinflussung durch (in der Medizin häufige) Microwellentechnik
- Keine exklusive Hochverfügbarkeit bestimmter Funkkanäle
- Verringerung der Nutzdatenrate durch zusätzliche Rahmung und Verschlüsselung

In der Praxis sieht es doch letztlich so aus, dass man sich mit der Funkstrecke eine doch recht anfällige Konstruktion dazuschaltet, die einer sorgfältigen Nutzen-/Risiko-Erwägung bedarf.

Ohne Frage machen sich schnurlose Lösungen auf kurze Distanzen, z.B. Patientenableitungen oder Datentransfer von mobilen Geräten (z.B. 24h-EKG) zur Basisstation, in der Medizintechnik sehr gut. Hier allerdings sähe ich eher den Einsatz von Bluetooth oder der recht neuen Technologie Wireless-USB überlegenswert.

Für die Datenübertragung über lange Distanzen, also über mehrere Räume oder gar Gebäude, halte ich (100mW@2,4GHz-) WLAN zum derzeitigen Zeitpunkt für den klinischen Einsatz für nicht empfehlenswert. Besonders Client-Server-Verbindungen scheitern normalerweise an der stets zu niedrigen effektiven Datenrate (auch wenn da 54 Mbps oder mehr auf der Kiste steht: in intensiven Feldversuchen konnte ich nie eine höhere Datenrate als 20 Mbps erreichen, dies zudem immer mit Schwankungen eher nach unten).


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