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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Gesundheitskarten und Digitale Rezepte wann ist es weit???
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BeitragVerfasst: 24.10.05, 19:52 
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Hallo

Kennt sich hier jemand mit den neuen Gesundheitskarten aus? ich habe gehört das in näherer Zukunft Rezepte und ähnliche Dokumente Digital d.h. auf der Gesundheitskarte gespeichert werden und so übertragen. Ich Arbeite bei einem Orthopädieschuhmacher(Kleinbetrieb mit 2 Mann). Da mein Chef sich wenig mit dem ganzen Computerzeug auskennt macht er sich nun Sorgen wegen der ganzen Umstellung. Die Digigtae Abrechung die seid diesem Jahr auch von den Leistungserbringern erwartet wird funk. mittlerweile.
Nun wollte ich wissen wann diese Umstellung kommt und was evtl. an Technischem Aufwand von nöten ist. bis jetzt ist nur ein Rechner im Büro vorhanden und das ist nicht im gleichen Haus, über diesen läuft die Rechnungssoftware.

Danke für eure Auskunft.
Fredeir


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BeitragVerfasst: 29.10.05, 21:18 
:!:


Zuletzt geändert von rueger am 30.08.07, 18:06, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Je nu,
BeitragVerfasst: 26.11.05, 01:10 
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was nötig sein wird, ist zumindest ein Rechner (oder einer von mehreren im lokalen Netzwerk) mit Inter- oder Intranet-Zugang. Ferner ein neuer Kartenleser, mit dem die Karte auch beschrieben werden kann, und einem zweiten Slot für die HPC. Ferner die HPC (Health Professional Card) als Dokument der Zugangsberechtigung. Ferner die nötige lokale Software, die das alles an die vorhandene medizinische und Abrechnungssoftware anbindet.

Kost pro "Leistungsanbieter" so um die 5 bis 7 T€.
Ich hab in Vorbereitung des Ganzen bisher so an die 10 T€ ausgegeben.

Bei der "Gesundheitskarte" handelt es sich um ein staatlich erzwungenes von den "Leistungsanbietern" zu finanzierendes Konjunkturprogramm völlig ungesicherten Nutzens mit präzise benannten, von der Regierung jedoch komplett ignorierten Risiken.

PR

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BeitragVerfasst: 07.02.06, 17:02 
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wie die Vorschreiber schon erwähnt haben, bis dies mal soweit ist, vergeht noch eine ganze Zeit.
Dies liegt zum einen an den noch zu erstellenden Signaturen für die Gesundheitskarte und der HPC, zudem steht auch noch nicht fest, ob die Rezepte dann auf der Karte selbst oder auf extenen Servern gespeichert wird. Ebenso ist ungeklärt, wie beispielsweise bei Hausbesuchen von Ärzten zu verfahren ist, da die Rezepte dort ebenfalls vor Ort "per Hand" ausgestellt werden.
Ausserdem steht die Finanzierung noch nicht fest. Es kann einem Arzt oder Medizinischen Hilfsberuf nicht zugemutet werden, die hohen Investitionskosten bei fragwürdigen Einsparungen selbst zu tragen. Die Akzeptanzschwelle wäre viel zu gering.

Also meineserachtens "ungelegte Eier"

Gruss

Pittermann


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BeitragVerfasst: 09.03.06, 20:06 
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Die neue Patientenkarte wird aus meiner Sicht, nachdem ich mich etwas intensiver mit den bisher angefallenen Informationen auseinandergesetzt habe, frühestens zum 01.01.2010 eingeführt werden können. Jeder frühere Einführungstermin kann nur in eine Lösung führen, die volkswirtschaftlich nicht zu vertreten ist, da sie weder von der Ärzteschaft getragen wird, noch von ihr unterstützt wird. Eine Einführung, wie sie sich derzeit abzeichnet, die "per ordre de mufti" erfolgt, kann keinen Erfolg haben. Inhaltlich ergeben sich viele Fragen, die eine lange Antwortzeit erfordern und datentechnisch ist die angestrebte Lösung ein sicherer Flopp.
Obwohl die Ärzteschaft aufgerufen ist besser zu kommunizieren, um wenigstens die ca. 8000 Fälle zu vermeiden, die immer noch jährlich durch Unwissen bei den Medikamenten auftreten, kann eine bessere und einfachere Lösung kurzfristig, weil vorhanden, eingesetzt werden, wenn man es dann wollte. Unwissenheit im Markt, Größenwahn bei den Fürsprechern, und eine uninteressierte Haltung bei der Ärzteschaft wird auch das zentral angesteuerte Projekt zu Fall bringen.
Gerne stehe ich interessierten Personen Rede und Antwort (aus mehr als 40 Jahren Erfahrung).
Keine Angst, denn vor 2010 wird nichts passieren.
KHP


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BeitragVerfasst: 20.03.06, 23:03 
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Die Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ist in § 291a SGB V zum 01.01.2006 festgeschrieben. Nach Abschluss der Testphase wird sie die heutige Krankenversichertenkarte ablösen. Neben der optionalen Speicherung von Notfalldaten, Diagnosen, Therapien und Arztbriefen (Stufe 3) ist das Abbilden des elektronischen Rezeptes (eRezept) und die Verwendung als Europäische Krankenversichertenkarte innerhalb der EWG gesetzlich in § 291a SGB V verpflichtend verankert.

In den Testregionen Bochum/Essen, Bremen, Flensburg, Heilbronn, Ingolstadt, Löbau/Zittau, Trier und Wolfsburg haben mittlerweile die ersten Tests begonnen: Im Raum Flensburg sind bereits 1200 Gesundheitskarten bei 18 Apotheken, 40 Arztpraxen und 2 Krankenhäusern im Einsatz.

Erheblich mehr Einsparpotenziale als durch die Nutzung des eRezepts werden jedoch erst mit Einführung der 3. Stufe und der damit verbundenen Nutzung der eGK als elektronische Patientenakte (ePA) erwartet.

Nach meiner Einschätzung wird daher mit Hochdruck an der Einführung der eGK innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre gearbeitet, um für die weiteren Ausbaustufen die nötige Infrastruktur zu schaffen. Einen großen Vorteil sehen darin auch die Kliniken durch die kostensparende EDV-gestützte Nutzung der elektronischen Patientenakte.

Weitere Infos: http://www.die-gesundheitskarte.de und http://www.fallakte.de

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Jan Alkemade
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 Betreff des Beitrags: Wem nutzt die ECard ?
BeitragVerfasst: 01.12.06, 21:10 
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Siehe
http://www.ccc.de/updates/2006/krankheitskarte
sowie
http://www.ccc.de/crd/whistleblowerdocs ... ematik.pdf

PR

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.12.06, 13:44 
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Ich habe heute den zweiten Brief von meiner Krankenkasse erhalten dass ich ein Passbild einschicken soll und die neue Karte beantragen soll. Ich wohne im Testgebiet Heilbronn.
Meine alte Karte ist gültig bis 12/2008 !!!

Meine Frage: Muss ich mich dazu zwingen lassen in diesem Modellprojekt mitzumachen? Oder kann ich mich weigern bei dem Projekt mitzumachen?
Erstens möcht ich jetzt kein Geld für ein Passbild ausgeben,zweitens halt ich nicht viel von der neuen Karte und drittens gilt meine alte Karte noch zwei Jahre !

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BeitragVerfasst: 16.12.06, 18:17 
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Beiträge: 577
Wohnort: Ober-Mörlen
Hallo Lyserg,

nach meiner Einschätzung kann keine verpflichtende Teilnahme an dem Test in einer Modellregion eingefordert werden, da der sichere Umgang mit der eGK ja erst noch getestet werden muss. Leider habe ich keine genaueren Angaben gefunden. Weitere Informationen erhalten Sie zur Testregion Heilbronn unter http://www.die-gesundheitskarte.de/testphase/testregionen/heilbronn/index.html bzw. http://www.gesundheitskarte-bw.de/index.htm.

Eine verbindliche Antwort Ihrer Krankenkasse zu Ihrer Frage wäre sicherlich für das Forum von Interesse.

Herzliche Grüße

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Jan Alkemade
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.12.06, 00:43 
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Beiträge: 4
Jan Alkemade hat geschrieben:
Eine verbindliche Antwort Ihrer Krankenkasse zu Ihrer Frage wäre sicherlich für das Forum von Interesse.


Hallo,
ich habe heute zehn Minuten lang mit meiner Krankenkasse deswegen telefoniert.
Am Anfang des Gesprächs wurde mir gesagt ich müsste bei dem Projekt mitmachen,und am Ende des Gesprächs wurde mir gesagt ich kann die bisherigen Aufforderungen der Krankenkasse in den Mülleimer werfen und ich brauche bei dem Modellversuch nicht mitzumachen.
Meine Frau und ich werden also unsere alte Karte bis 2008 behalten,und erst wenn es Pflicht wird die neue Karte holen.

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BeitragVerfasst: 02.01.07, 11:06 
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eGK und kein Ende der Diskussionen in Sicht.

Erst einmal vorweg:
Momentan sind zwar die Testregionen ausgerufen und bestimmt worden aber das wars. In 2 Testregionen wird nun die neue eGK eingesetzt und getestet. Doch das ist momentan nur Augenwischerei, denn hier werden nur die BDT-Daten auf der Karte sein. Nicht mehr und nicht weniger. D.h. es befindet sich eine neue Karte im Umlauf die jedoch das gleiche kann, wie die bisherige Karte auch schon. In diesen beiden Regionen werden nun die Hersteller der Praxissystemen und die Hersteller der Chipkarten die Tests durchführen.
Mehr leider auch nicht.

Ein anderer Weg ist die Einführung der ePA (elektronische Patienten Akte). Diese wird heute schon von verschiedenen Herstellern propagiert. 2 Systeme sind schon im Einsatz.
Mit der CompuGroup ist die vita-X Karte im Rennen. Da diese Karte von allen Arztsystemen in Deutschland gelesen und beschrieben werden kann, ist hier schon ein großer Vorteil entstanden. Da die ePA erst mit der letzten Ausbaustufe der Gesundheitsreform umgesetzt werden soll, wird auch dieses Vorhaben wohl erst nach 2010 in Deutschalnd verfügbar sein.
Die Kosten für die vita-X Karte entstehen nur durch die Online-Verbindung ins Internet. Sie haben keinerlei zusätzliche Kosten zu tragen, denn hier läuft der Vertrag zwischen der CompuGroup und dem Patienten. Hier trägt der Patient die vollen Kosten für den Mehrwert dieser Karte. Ob diese Vorgehensweise sich mit Ihren Vorstellungen deckt überlasse ich ganz Ihrer Meinung.

Wer mehr über diese Themen erfahren möchte - gerne.


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BeitragVerfasst: 03.01.07, 18:40 
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Wohnort: Ober-Mörlen
Laut Pressemitteilung der KV-Hessen vom 2. Dezember 2006 hat die Vertreterversammlung der KV Hessen in Frankfurt einstimmig beschlossen, einen bestehenden Gesellschaftervertrag mit der "Arbeitsgemeinschaft Telematik" unverzüglich zu kündigen und setzt damit ein eindeutiges politisches Zeichen gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte.

Quelle des vollständigen Artikels: http://www.kvhessen.de/?d_id=3815&m_id=133&rid=2&bzcheck=0&nl=1

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Jan Alkemade
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 Betreff des Beitrags: Bravo.
BeitragVerfasst: 11.02.07, 00:31 
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Registriert: 27.03.05, 23:51
Beiträge: 6189
Wohnort: Lörrach
Daß eine schleswig-holsteinische Kollegin für die eGK-Vorreiterrolle mit dem Verdienstorden der Republik geadelt wurde, begreife ich als Verachtung derjenigen, die den Verdienstorden zuvor bekommen haben.

Schnodderspruch eines Ex-Parlamentariers: denn kann jeder kriegen, der keine Silberlöffel geklaut hat.
So isses offenbar wirklich. Wer die Daten seinet Patienten preisgibt, hat ja keineswegs Silberlöffel geklaut...

PR

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