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 Betreff des Beitrags: Datenschutz
BeitragVerfasst: 02.01.08, 14:33 
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Interessierter

Registriert: 03.04.07, 12:48
Beiträge: 10
Folgendes Problem

Darf der Betriebsrat alle Mitarbeiter eines Hauses an die Privatadresse anschreiben um auf Thema "xy" hinzuweisen. Gilt es hier nicht zu klären, woher der Betriebsrat die Adressen bezogen hat bzw. ob Einwilligungen vorliegen. Gibt es hierzu Gesetze, welche dies Regeln?

Über Antworten würde ich mich freuen.

Gruß


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.01.08, 16:17 
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Interessierter

Registriert: 20.08.07, 11:10
Beiträge: 18
Wohnort: Gießen
Hallo,

ich denke, dass da der Betriebsrat im allgemeinen ein Mitspracherecht bei Einstellungen und Entlassungen hat, bekommt er leicht die personenbezogenen Daten.

Die Rechte und Pflichten des Betriebsrates regelt das BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz).

Folgende Homepage erscheint mir hilfreich:

www.betriebsratszentrum.de

Ich hoffe, es hilft ein wenig

Grüße

sphynx0759


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BeitragVerfasst: 03.01.08, 07:56 
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Interessierter

Registriert: 03.04.07, 12:48
Beiträge: 10
Vielen Dank, werde mich mal durch arbeiten.

Gruß


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BeitragVerfasst: 03.01.08, 10:28 
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Interessierter

Registriert: 20.08.07, 11:10
Beiträge: 18
Wohnort: Gießen
Grundsätzlich denke ich, dass der Betriebsrat firmeninterne Mitteilungen nicht an die
Privatanschrift schicken darf. Er weiss ja nicht sicher, wer die "internas" wirklich liest.

Schon das Krankenhaus müsste ein Interesse daran haben, dass die internen Infos nicht nach außen gelangen.

Da es sich in Ihrem Fall um keine privaten Angelegenheiten handelt, sollte hier wirklich der Datenschutz greifen.

Gruß


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BeitragVerfasst: 03.01.08, 11:44 
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Interessierter

Registriert: 03.04.07, 12:48
Beiträge: 10
Eben um dieses Thema geht es. Mehrer Mitarbeiter haben sich auf Grund dieses Vorgehens seitens des Betriebsrates belästigt gefühlt.


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BeitragVerfasst: 04.01.08, 09:43 
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Interessierter

Registriert: 20.08.07, 11:10
Beiträge: 18
Wohnort: Gießen
Habe noch was gefunden:

Einen Anspruch auf sämtliche Daten habe die innerbetriebliche Arbeitnehmervertretung ebenfalls nicht.

Die Adressen der erkrankten Mitarbeiter und derjenigen Arbeitnehmer, die sich in Urlaub oder in Mutterschutz befänden, könne der Betriebsrat durchaus verlangen. Hierfür habe er auch einen guten Grund, weil er diese Mitarbeiter sonst nicht erreichen könne. Dies gelte aber nur für solche Arbeitnehmer des Betriebs, die wegen vorübergehender Abwesenheit nicht die Möglichkeit hätten, einen entsprechenden Aushang am Schwarzen Brett der einzelnen Betriebsstätten zur Kenntnis zu nehmen. Wer auf diesem Weg erreichbar sei, dessen Daten müsse der Arbeitgeber nicht an den Betriebsrat herausgeben. Ebenso habe der Betriebsrat nicht Anspruch auf alle, sondern nur auf die für seinen Zweck erforderlichen Mitarbeiterdaten, urteilten die Berliner Arbeitsrichter.

Arbeitsgericht Berlin, Beschluss vom 29.01.2004, Az.: 75BVGa 1964/04


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04.01.08, 10:45 
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Administrator

Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Alle juristischen Fragen sind unserem Schwesterforum

www.recht.de

sehr gut aufgehoben.

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.01.08, 09:23 
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Interessierter

Registriert: 03.04.07, 12:48
Beiträge: 10
Vielen Dank für die wirklich guten Informationen. Werde jetzt mal die gewonnenen Informationen auswerten und unserem Betriebsrat mitteilen.

Gruß


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.10.08, 22:48 
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DMF-Mitglied

Registriert: 19.03.08, 22:06
Beiträge: 78
Hallo paedde 02,

mich würde wirklich dein Ergebnis dazu interessieren. Bei uns wird es so gehandhabt, dass Post von der MAV (Mitarbeitervertretung = quasi Betriebsrat im öffentl-kirchl. Dienst) entweder an die Gehaltsabrechnung getackert werden, oder aber an die Personalabteilung weitergeleitet wird und diese dann an die Mitarbeiter/innen verschickt.

MfG Neustart


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