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 Betreff des Beitrags: Arztbrief
BeitragVerfasst: 22.12.10, 14:25 
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Am 31.12. fand eine ambulante Behandlung im Krankenhaus statt. Meine behandelnde niedergelassene Ärztin hatte an diesem Tag keine Sprechstunde. Nach einer Untersuchung wurde ich wieder nach Hause geschickt. Am 04.01. erfolgte dann in dem Krankenhaus eine ambulante OP an mir. Hätte meine niedergelassene Ärztin über die ambulante Untersuchung am 31.12. informiert werden müssen? Hätte im Arztbrief der OP ein Hinweis darauf stehen müssen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 22.12.10, 18:31 
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Wenn Ihre Ärztin keine Einweisung oder Überweisung ausgestellt hat, muss die Klinik eigentlich gar keine Infobriefe schreiben.
Dann läge es an Ihrer Ärztin, sich die Befunde anzufordern (mit Ihrer Zustimmung). Ausnahme: Sie haben in der Klinik darum gebeten, einen Befund an Ihre Ärztin zu schreiben und sie dort namentlich benannt.

Es wird zwar meistens so gehandhabt, dass Hausärzte einen Brief bekommen, auch wenn sie keine Einweisung veranlasst haben (das ist auch gerade bei Verordnung von Medikamenten wichtig), eine automatische Verpflichtung ergibt sich daraus aber nicht.
Die Berichtspflicht greift meines Wissens primär nur, wenn eine Überweisung oder eine Einweisung vorliegt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 23.12.10, 11:06 
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Ich war in der Sache bereits vor dem 31.12. bei der niedergelassenen Ärztin in Behandlung.
Dann frage ich mich, wie es sich mit SGB V §115a vereinbart.
...."Das Krankenhaus hat den einweisenden Arzt über die vor- oder nachstationäre Behandlung sowie diesen und die an der weiteren Krankenbehandlung jeweils beteiligten Ärzte über die Kontrolluntersuchungen und deren Ergebnis unverzüglich zu unterrichten."


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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 23.12.10, 13:57 
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Barca hat geschrieben:
Ausnahme: Sie haben in der Klinik darum gebeten, einen Befund an Ihre Ärztin zu schreiben und sie dort namentlich benannt.


Wenn die Ärztin dort nicht benannt wurde, dann kann auch kein Brief geschrieben werden. Wenn die Ärztin als weiterbehandelnde Ärztin angegeben wurde, bekommt sie auch einen Brief (ein Kurzbrief wäre u.U. auch völlig ausreichend, es muss nicht immer ein ausführlicher Brief sein).

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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 26.12.10, 17:34 
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Interessierter

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Hallo Barca oder jemand anderes, der sich mit Abrechnungen auskennt

Wenn am 31.12. eine Behandlung in einer Ambulanz eines Krankenhauses stattfand - die Abrechnung erfolgt in diesem Fall direkt mit der Krankenkasse, nicht über die KV- bis wann könnte der Arzt theoretisch diese Behandlung zur Abrechnung einreichen. Wo kann man sich über das Thema belesen? Ich bin Laie und habe da ein Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 26.12.10, 21:04 
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Sind Sie gesetzlich oder privat versichert?

Generell ist es so, dass die Ansprüche 3 Jahre nach Entstehung verjähren (§195 BGB).

Wenn Sie also am 31.12.2009 in Behandlung waren, hat die Klinik Zeit bis 31.12.2012, um die Kosten vom Kostenträger (oder dem Patienten) einzufordern.

Wenn Sie gesetzlich versichert sind, bekommt die Klinik für eine verspätete Abrechnung aber ggf. Abzüge, daher wird man natürlich eine schnelle Abrechnung forcieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 27.12.10, 11:01 
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Beiträge: 11
...bedeutet, wenn die Behandlung am 31.12.2005 stattgefunden hätte, hätte der Arzt bis 31.12.2008 Zeit gehabt, diese einzureichen? Wo kann ich das nachlesen? Ich brauche das mal schriftlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 27.12.10, 13:59 
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ad 1) Jein, die Verjährungsfrist beginnt erst dann zu laufen, wenn eine Rechnung erstellt wurde. Wann eine Rechnung zu erstellen ist, ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, das bedeutet aber nicht, dass ein Arzt sich jahrelang Zeit lassen kann, um seine Rechnungen zu verschicken.

ad 2) Die Verjährungsfrist (für bereits gestellte Forderungen) können Sie im §195 BGB nachlesen.


Den Paragrafen müssten Sie sich selbst mal im Internet ergooglen, für den ersten Punkt suche ich mal nach der Stellungnahme einer Ärztekammer und ergänze diese dann hier.


Update:
:arrow: Bayerische Landesärztekammer
:arrow: BGB §195 (Kapitel Schuldrecht)

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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 27.12.10, 14:52 
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Danke! In dem Beitrag "Verjährung von Honoraransprüchen" ist von Privatpatienten geschrieben. Wie sieht es zwischen Arzt und Krankenkasse aus?


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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 27.12.10, 16:15 
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Es ist egal, ob der Arzt mit dem Patienten oder der Kasse abrechnet, die Verjährungsfristen laufen ab Rechnungsstellung (und Zugang der Rechnung), dabei ist es unerheblich, ob der Zahlungsschuldner ein Patient oder die Krankenkasse ist.

Wichtig ist nur, dass eine Rechnung geschrieben wurde und diese auch beim Kostenträger (Patient / Kasse / KV) eingegangen ist.
Wenn keine Rechnung geschrieben wird, oder nur stark verspätet abgerechnet wird, kann es sein, dass der Kostenträger der Klinik die lange Nase zeigt, dann wird die Klinik entweder klagen, um festzustellen, ob die Forderung tatsächlich verwirkt ist, oder man wird versuchen, es sich vom Patienten zu holen ("Leider bezahlt Ihre Versicherung nicht..."), was einen natürlich dann hellhörig machen sollte.

Ohne Rechnungsstellung ist es also eine rechtliche Grauzone, ab wann keine Ansprüche mehr entstehen können, sobald die Rechnung geschrieben wurde, beginnen die gesetzlichen Fristen zu laufen, wobei man natürlich dann auch beachten muss, ob die Verjährung durch irgendwelche Ereignisse gehemmt wurde (= V-Frist verlängert sich um Zeitraum X) oder sogar neu begonnen hat (z.B. durch Erwirken eines Schuldtitels). Das sind dann aber sehr tiefgehende Einzelheiten, die ein Anwalt zu prüfen hätte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 27.12.10, 17:16 
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Ich habe mich da jetzt auch belesen. Danke! Wie ist es denn überhaupt mit so einer Ambulanz in einem Krankenhaus. Es gibt ja niedergelassene Ärzte und diese Ambulanzen in Krankenhäusern. Welche Leistungen darf so eine Ambulanz in einem Krankenhaus erbringen und welche Leistungen muß sie den "Niedergelassenen" in der Praxis oder einem Belegarzt überlassen?
Wie ist das mit ambulanten Operationen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 27.12.10, 19:01 
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Da muss man unterscheiden:

Ambulanzen im Sinne von Notfallambulanzen dürfen nur eine Notfallversorgung (und ggf. Nachuntersuchungen) durchführen und abrechnen (Grund: es sind keine Kassenärzte), für die Weiterbehandlung soll der Haus- oder Facharzt herangezogen werden. Überweisungen in Notfallambulanzen gibt es nicht. Es gibt aber so genannte Ermächtigungen für Klinikärzte, die es ermöglicht, doch Leistungen mit den Krankenkassen abzurechnen und dementsprechend dann auf Überweisung doch zu erbringen.

Ambulanzen der Uni-Kliniken (Hochschulambulanzen) dürfen auf Überweisung hin auch fachspezifische Untersuchungen durchführen, können also in einigen Fällen den niedergelassenen Facharzt ersetzen. Das macht vor allem bei speziellen Fragestellungen (Endoskopie, Endokrinologie, Chirurgie) Sinn. Es ist natürlich nicht Sinn, die niedergelassenen Ärzte durch Ambulanzen zu ersetzen, in einigen Gebieten oder bei besonderen Erkrankungen bietet es sich aber einfach an.
Die Hochschulambulanzen dürfen auf Überweisung hin Leistungen erbringen und abrechnen, manche Untersuchungen müssen abrechnungstechnisch stationär erbracht werden, d.h. der Patient bekommt eine Einweisung, wird für einen oder 2 Tage stationär aufgenommen und die Untersuchungen werden dann stationär abgerechnet. Das machen viele (nicht-Uni-Kliniken z.B. bei der Endoskopie so.

Belegärzte sind nichts anderes als niedergelassene Ärzte, die ein Bett in der Klinik gemietet haben, für Belegärzte gelten die gleichen Regelungen, wie für niedergelassene Ärzte.

Bei ambulante Operationen ist Voraussetzung, dass die Operation im Katalog ambulanter Operationen aufgeführt und die OP nach den Regelungen des §115b SGB V durchgeführt wird. Ambulante OPs dürfen dann von allen niedergelassenen Ärzten (z.B. in Praxiskliniken), Belegärzten von entsprechend ermächtigten Klinikärzten durchgeführt werden.
Wenn keine Ermächtigung vorliegt, können Kliniken dennoch mittels Krankenhauseinweisung die OP durchführen und abrechnen, es ist dann eben ein tages- / kurzstationärer Aufenthalt.

Das alles gilt für gesetzlich versicherte Patienten, wie es bei Privatpatienten läuft, weiß ich jetzt aus dem Kopf nicht, aber dort dürfte es noch einfacher sein, Untersuchungen und OPs auch in Kliniken / Ambulanzen durchführen zu lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 28.12.10, 15:20 
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Beiträge: 11
Danke! Das ist ja eine sehr umfassende Antwort! Woher bekomme ich denn Auskunft, ob die Ermächtigung für die ambulante OP vorlag (außer vom Krankenhaus selbst)?
Ich will das auch mal näher erklären, warum ich das wissen möchte. Es gibt ein Gutachten, welches 2 Möglichkeiten zulässt. Zum einen, dass keine Fehler gemacht wurden, wenn Grundlage der ambulanten OP die Diagnose der besagten ambulanten Untersuchung Tage vorher vom 31.12. war. Diese Untersuchung fand aber garnicht statt. Wurde auch nicht abgerechnet. Geht garnicht, weil meine Krankenkarte dazu notwendig gewesen wäre und ich zwar vertrauensseelig bin aber das mich stutzig gemacht hätte. Einfach nur dokumentiert. Wohl zu einem späteren Zeitpunkt, als ich mich nicht mehr mit den Antworten des Arztes zufrieden gab. Merkwürdig ist, dass auf der Dokumentation auch ein Belegarzt des Krankenhauses benannt ist, mit dem ich überhaupt nichts in dieser Sache zu tun hatte-auch nicht bei der tatsächlich durchgeführten ambulanten OP. Das Gutachten sagt auch, dass, würde meine Behauptung stimmem, in mehrfacher Hinsicht gegen ärztliche Standards verstoßen wurde. So auch eine falsche Diagnose gestellt wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 28.12.10, 17:48 
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Juli2010 hat geschrieben:
Woher bekomme ich denn Auskunft, ob die Ermächtigung für die ambulante OP vorlag (außer vom Krankenhaus selbst)?


Die kassenärztlichen Vereinigungen müssten Listen haben, welche Ärzte / Kliniken ambulante Operationen durchführen dürfen. Die meisten werden diese Erlaubnis wohl haben, da sich gezeigt hat, dass ambulante OPs im Gegensatz zu stationären Operationen sogar gefördert werden sollten. Da ich nur klinisch tätig war, kann ich nicht sagen, ob man als niedergelassener Arzt nicht sogar auf Antrag immer die Erlaubnis bekommt, innerhalb seines Fachgebiets ambulant zu operieren.
Was das mit Ihrem Fall zu tun hat, verstehe ich aber nicht so recht, wenn die Klinik Sie operiert hat, dann lag auch sicher eine Genehmigung hierfür vor, sonst wäre der Fall nicht abrechenbar - wer sollte umsonst operieren?

Zu den anderen Dingen kann ich nur rein hypothetisch antworten, da ich mich weder in ein Gutachterverfahren einmischen will, noch irgendwelche Fallkenntnisse habe, im Rahmen des Gutachterverfahrens werden die Aufzeichnungen ja gesichtet, sodass auch geklärt werden können sollte, wer was wann warum dokumentiert hat, daher nur ein paar rein persönliche unverbindliche Gedankengänge:

Juli2010 hat geschrieben:
wenn Grundlage der ambulanten OP die Diagnose der besagten ambulanten Untersuchung Tage vorher vom 31.12. war. Diese Untersuchung fand aber garnicht statt. Wurde auch nicht abgerechnet. Geht garnicht, weil meine Krankenkarte dazu notwendig gewesen wäre.Einfach nur dokumentiert.


Die OP-Indikation muss immer nach erfolgter Untersuchung durch einen Arzt gestellt werden, dabei ist es egal, ob der niedergelassene Arzt diese Untersuchung vornimmt, oder ob der Operateur (falls er nicht zugleich der niedergelassene Arzt ist) dies tut. Wenn dem Operateur bereits Befunde von Voruntersuchungen vorliegen, kann eine aufwändige Doppeluntersuchung entfallen (die Befundweitergabe zur Vermeidung von Doppeluntersuchungen ist aus Kostengründen sogar ausdrücklich gewünscht), der Operateur liest sich dann in die vorliegenden Befunde ein und guckt sich den Patienten nochmals an, er muss sich ja auch einen Überblick über die Situation verschaffen. Wenn keine Vorbefunde vorliegen, reicht es zur Indikationsstellung auch, wenn der Arzt sich das Problem anguckt und sagt, dass das operiert werden muss. Er kann die Indikation auch ohne Voruntersuchung durch Dritte sofort selbst stellen. Was passieren muss ist eine Aufklärung des Patienten über Diagnose, geplanter Operationsmethode, Komplikationen und Alternativen zur OP durch den Operateur. Wenn es über eine lokale Betäubung hinausgeht (Vollnarkose, rückenmarksnahe Anästhesie) muss zusätzlich ein Anästhesist über die Risiken der Narkose aufklären.
Irgendein Arzt muss jedenfalls die Indikation zur OP (= Diagnose) gestellt haben, sonst wird nicht operiert.

Eine Versichertenkarte ist übrigens hilfreich, kann aber auch weggelassen werden, wenn eine Überweisung vorlag, bei Notfallbehandlungen sowieso.

Juli2010 hat geschrieben:
Merkwürdig ist, dass auf der Dokumentation auch ein Belegarzt des Krankenhauses benannt ist, mit dem ich überhaupt nichts in dieser Sache zu tun hatte-auch nicht bei der tatsächlich durchgeführten ambulanten OP.


Kliniken haben keine eigenen Belegärzte, Belegärzte sind einfache niedergelassene Ärzte, die Betten in der Klinik für ihre eigenen Patienten anmieten, die sie dort dann operieren.
Was denkbar wäre, ist, dass es sich dabei um einen Konsiliararzt gehandelt hat, der vom Operateur hinzugezogen wurde, um nochmal einen zweiten Blick auf Befunde oder Bilder zu werfen. Das ist nicht unüblich und durchaus gängige Praxis. Konsiliarische Befundinterpretationen und Falldiskussionen sind in Kliniken usus und legitim.

Mehr kann ich dazu so nicht sagen, es bleibt abzuwarten, was durch das Gutachten nun passiert.

Viele Grüße
Barca

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 Betreff des Beitrags: Re: Arztbrief
BeitragVerfasst: 29.12.10, 15:26 
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Registriert: 22.12.10, 14:14
Beiträge: 11
Abschließend:
Gehe ich dann richtig in der Annahme: Eine Abrechnung am 31.12. (Samstag an dem niedergelassene Ärzte idR. keine Sprechstunde haben) hätte von einem in dem zuständigem Fachgebiet tätigen Facharzt in einer Ambulanz eines Krankenhauses ohne Probleme auch lange Zeit nach einer Behandlung bei der Krankenkasse problemlos eingereicht werden können - davon ausgehend sie hätte tatsächlich stattgefunden?
Kann - rein theoretisch- jeder Facharzt eine Ambulanz in einem Krankenhaus führen oder darf diese nur spezielle - nicht von niedergelassenen "abgedeckte" Behandlungen (Onkologie/Nachsorge) durchführen? Kann ein Patient selbst wählen, ob er sich in einer Ambulanz eines Krankenhauses vorstellt oder muß als erstes der niedergelassene Facharzt aufgesucht werden?


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