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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Was halten von alternativer Medizin
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 Betreff des Beitrags: Was halten von alternativer Medizin
BeitragVerfasst: 09.01.15, 10:42 
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Hallo! Ich habe kürzlich einen doch schon etwas älteren Bericht über alternative Medizin gesehen und war ziemlich fasziniert. https://www.youtube.com/watch?v=rziPvN7_RC4
Manche Methoden erscheinen mir Hokuspokus, andere wie die Adeli-Therapie zum Schluss klingen für mich eigentlich nach Wissenschaft und Schulmedizin. Ich möchte das Video hier teilen, für Alle, die es interessiert und euch nach eurer Meinung zu den verschiedenen Methoden fragen.


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BeitragVerfasst: 09.01.15, 21:51 
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Das Feld der Alternativmedizin ist ziemlich groß, so daß es schwer ist, alles abschließend zu Beurteilen. Denn letztendlich haben sie nur eines gemein: Sie haben es bisher (zum Teil noch) nicht geschafft nachzuweisen, daß sie überhaupt einen medizinischen Nutzen über eine reine Scheinbehandlung hinaus bieten. Selbst wenn dieser Nachweis möglicherweise für die ein oder andere Therapie erbracht wird, so macht man sich zu einem Versuchskanninchen, da neben dem Nutzen auch der potentielle Schaden nicht beurteilbar ist.


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BeitragVerfasst: 10.01.15, 13:39 
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Die Alternativmedizin ist schon mit ein paar Themen besetzt :lol: ganz unten im "Speakers Corner" und um die "Gesundheitspolitik" herum. Vielleicht könnte ein Admin die ganzen Beiträge mal zusammenkleben :mrgreen: sonst haben wir zig Baustellen um eine Sache :wink:

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"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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BeitragVerfasst: 21.01.15, 13:09 
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Meiner Meinung nach gibt es hierbei 2 Seiten:
Einerseits werden neue, weniger bekannte Methoden als "Alternativ" dargestellt, obwohl sie eigentlich wissenschaftlich fundiert sind. Nimmt man nochmal das Beispiel Adeli Therapie und beschäftigt sich damit, fällt einem folgendes auf: Es geht dabei um eine sehr intensive Physiotherapie, die mit motorischem Training, Vibrationstherapie und Massage (und wahrscheinlich noch weit mehr) kombiniert wird.
Inwiefern sollte man das als Alternativmedizin bezeichnen? Die Mediziner dort sind alle studiert, die Therapeuten ausgebildet. Es gibt Fälle von Kindern, die dort Laufen gelernt haben, als andere Ärzte schon aufgegeben hatten! Ist das kein Beweis?

Zum anderen: Manche Alternativheilungen sind bestimmt Hokuspokus! Es gibt aber auch jene, die es vielleicht nicht sind? Wie du sagst, es konnten keine Erfolge nachgewiesen werden, aber könnte das vielleicht daran liegen, dass wir noch nicht die richtigen Instrumente dafür haben? Ich sage nicht, dass es so ist, sondern stelle nur die Frage in den Raum.

Und zum Schluss: Sogar mein Hausarzt sagt, dass wenn man negative Gedanken vertreibt und eine optimistische Lebeneinstellung hat, schneller heilt. Der eigene Glaube (bzw. die Psyche) kann an der Heilung beteiligt sein. Wenn also gewisse alternative Methoden unseren Glauben an uns selbst bzw. an unsere Heilung stärken (auch wenn der Rest nur Unsinn ist), haben sie dann nicht dennoch einen erkennbaren Nutzen?


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BeitragVerfasst: 21.01.15, 13:48 
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ja, aber es gibt bereits mindestens 3-4 Themen dazu, das w ird zu viel Baustelle und die bereits bestehenden Diskussionen darum werden dann wieder neu angefangen :lol:erstmal ganz in Ruhe schauen, ob und wo alternative Medizin diskutiert wird und da besser ansetzen und vielleich tmal einen Mod oder Admin oben im Mitgliedersupport um Löschung dieses Beitrags bitten, nachdem das rüber kopiert wurde, damit es nicht noch mal neu geschrieben werden muss. 8)

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BeitragVerfasst: 21.01.15, 17:04 
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Angehörig hat geschrieben:
Meiner Meinung nach gibt es hierbei 2 Seiten:
Einerseits werden neue, weniger bekannte Methoden als "Alternativ" dargestellt, obwohl sie eigentlich wissenschaftlich fundiert sind.

Wissenschaftlichkeit in der Medizin ist aber nicht alleine das Befolgen irgendwelcher medizinisch/naturwissenschaftlicher Grundlagen. Sondern es wird erst wissenschaftlich, wenn man die daraus abgeleiteten Hypothesen überprüft.


Angehörig hat geschrieben:
Inwiefern sollte man das als Alternativmedizin bezeichnen? Die Mediziner dort sind alle studiert, die Therapeuten ausgebildet.

Es gibt leider Mediziner die den hahnebüchendsten Unsinn von sich geben, die jeder medizinisch Gebildeten Person vor fremdschämen die Schamesröte ins Gesicht treibt. Das mag auf diese Therapie nicht zutreffend sein, ich will nur darauf Hinweisen das es kein geeignetes Argument ist. In der Rhetoric spricht man da von einem "Authoritätsargument".

Angehörig hat geschrieben:
Es gibt Fälle von Kindern, die dort Laufen gelernt haben, als andere Ärzte schon aufgegeben hatten! Ist das kein Beweis?

Ist es leider nicht. Einzelfälle die nicht systematisch überprüft und zusammen gefasst werden, haben keinerlei Aussagekraft. Fasst jeder Mensch kennt einen Freund/Angehörigen der trotz starkem Zigarettenkonsums ein hohes Alter erreicht hat. Würde man sich nur auf Einzelfälle verlasssen, dann könnte man postulieren, daß Rauchen lebensverlängernd ist

Angehörig hat geschrieben:
Zum anderen: Manche Alternativheilungen sind bestimmt Hokuspokus! Es gibt aber auch jene, die es vielleicht nicht sind? Wie du sagst, es konnten keine Erfolge nachgewiesen werden, aber könnte das vielleicht daran liegen, dass wir noch nicht die richtigen Instrumente dafür haben? Ich sage nicht, dass es so ist, sondern stelle nur die Frage in den Raum.

Das Instrument der Wissenschaft ist die Beobachtung und die systematische Erfassung. Was sollen das für Effekte sein, die entweder nicht beobachtbar sind, oder nicht systematisierbar sind? Wenn mit Wissenschaft ein Effekt nicht nachweisbar ist (dafür braucht man noch nicht mal wissen, wie oder wodurch dieser Effekt entsteht), dann kann auch niemand diesen Effekt postulieren, da er selber nicht in der Lage ist, diesen zu erfahren.

Angehörig hat geschrieben:
Und zum Schluss: Sogar mein Hausarzt sagt, dass wenn man negative Gedanken vertreibt und eine optimistische Lebeneinstellung hat, schneller heilt. Der eigene Glaube (bzw. die Psyche) kann an der Heilung beteiligt sein. Wenn also gewisse alternative Methoden unseren Glauben an uns selbst bzw. an unsere Heilung stärken (auch wenn der Rest nur Unsinn ist), haben sie dann nicht dennoch einen erkennbaren Nutzen?


Die Psychosomatik ist längst ein etablierter Teil der Medizin und die Wurzeln gehen bis in das 19. Jhd. zurück. Das sich Körper und Geist gegenseitig beeinflussen ist wirklich kein neuer Hut. Und ich frage mich, wofür es irgendwelche (zum Teil teure) alternative Therapien sein, wenn sich der Körper des Patienten letztendlich selbst heilt. Würde es dann nicht reichen, daß Bewusstsein der Menschen für die Heilungskräfte ihres Körpers zu schärfen? Sich hinter ritualiserten Handlungen zu verstecken ist da ja letztendlich nur ein Krückstock


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BeitragVerfasst: 22.01.15, 11:15 
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Sehr interessante Ansätze Adromir, die du da aufbringst. An manche Aspekte hatte ich noch garnicht gedacht. Zu deinem letzten Satz:
"Würde es dann nicht reichen, daß Bewusstsein der Menschen für die Heilungskräfte ihres Körpers zu schärfen? Sich hinter ritualiserten Handlungen zu verstecken ist da ja letztendlich nur ein Krückstock"

Zu einem großen Teil hast du hier sicher recht. Aber könnte es nicht sein, dass es dem Menschen leichter fällt an irgendein Ritual oder eine bestimmte Handlung zu glauben, als an sich selbst? Damit meine ich, dass auch wenn dieses Ritual in Wahrheit 0 Effekt hat, es auf die Psyche positiver wirkt, als "nur" der Glaube an etwas, dass man ja ohnehin schon hat (das eigene Immunsystem). Das Ritual/die Prozedur (was auch immer es wäre) ist ja etwas greifbares, etwas dass man über die eigenen Sinne erfahren kann. Da ist es weit schwieriger und subtiler bewusst zu spüren, wie der eigene Körper heilt. Meinst du nicht?


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BeitragVerfasst: 22.01.15, 11:30 
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Angehörig hat geschrieben:
Zu einem großen Teil hast du hier sicher recht. Aber könnte es nicht sein, dass es dem Menschen leichter fällt an irgendein Ritual oder eine bestimmte Handlung zu glauben, als an sich selbst? Damit meine ich, dass auch wenn dieses Ritual in Wahrheit 0 Effekt hat, es auf die Psyche positiver wirkt, als "nur" der Glaube an etwas, dass man ja ohnehin schon hat (das eigene Immunsystem). Das Ritual/die Prozedur (was auch immer es wäre) ist ja etwas greifbares, etwas dass man über die eigenen Sinne erfahren kann. Da ist es weit schwieriger und subtiler bewusst zu spüren, wie der eigene Körper heilt. Meinst du nicht?


Ich bin (für mich) der Ansicht, daß, wenn ich richtig Krank bin ich auch richtige Medikamente brauche. Wenn mein Körper alleine damit fertig werden kann, dann brauche ich auch keine Placebos, höchstens etwas das mein allgemeines Wohlbefinden steigert oder die Symptome mildert. Und das im vollen Bewußtsein. Für alles andere was darüber hinausgeht müsste der Patient über die Wirksamkeit der Therapie belogen werden und das ist keine Arzt-Patienten-Beziehung die ich mir wünsche.


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BeitragVerfasst: 27.04.15, 01:13 
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Engold hat geschrieben:
Da steckt viel Glaube dahinter. Aber man weiß es eben nicht, obs wirkt.

Dafür kann man es ja überprüfen. Wenn denn z.B. überhaupt der Wille der Hersteller/Verkäufer da wäre eine valide Testung zu machen. Und so lange man nicht weiß, ob etwas wirkt, sollte man es nicht zum Einsatz bringen.


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BeitragVerfasst: 27.04.15, 10:04 
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Zitat:
Und so lange man nicht weiß, ob etwas wirkt, sollte man es nicht zum Einsatz bringen.


sollte das auch für die Schulmedizin gelten, da wird doch auch mal nach dem richtigen Medikament gesucht, oft durch Ausschluss der Medikamente die nicht wirken. 8)


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BeitragVerfasst: 27.04.15, 15:09 
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Aber sicher ist diese Aussage universel gemeint


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BeitragVerfasst: 02.06.15, 13:03 
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Dass TCM funktioniert, beweisen viele Studien.
Auch viele Menschen die Atlaskorrekturen vornehmen, sprechen fast von 'Wunderheilungen'.
Naturheilmittel sind schon seit Jahrtausenden bekannt und dass Kräuter heilende Wirkung haben, wusste auch schon Hildegard von Bingen.
Dennoch gibt es natürlich in der alternativen Medizin auch viel Scharlatanerie, aber wo gibt es die nicht? Es gibt auch Wissenschaftler mit gefälschten Doktortiteln etc.

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Wer immer wieder auf die Gesundheit anderer trinkt sollte sich nicht wundern, wenn die eigene dabei drauf geht!


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