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medizin-forum.de • Thema anzeigen - gestern NDR Heilung von Homosexualität ?
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BeitragVerfasst: 11.05.14, 22:03 
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Zitat:
Behinderungen oder Krankheiten mit Homosexualität und dem Wunsch sein Leben mit dem gleichen Geschlecht zu verbringen zu vergleichen ist m.E. unpassend.

Stimme ich zu.
Homosexualität ist etwas was es seit immer gibt. Es ist ganz normal und nicht etwas was man verstecken müssen söllte. Das ist was in die Schulen gelehrt werden muss.
Hier geht psychologische Hilfe (zumindest von was ich an der Arbeit mitkriege) meistens um Depression durch familiäre und soziale Probleme.

Transsexualität ist etwas anders - da ist wirklich Aufklärung benötigt. Diese Leute haben es wirklich sehr, sehr schwer. Ein inneren Konflikt, wenig Unterstützung und Verständnis von außern (obwohl, Hut ab an manche Eltern die ihre Kinder diese Freiheit zu entscheiden lassen), Selbstmordrate ist leider unschön hoch. Zudem medizinisch ist der Transformation definitiv nicht ganz ohne.
Obwohl es in der ICD-10 steht, ist es keine Erkrankung, nur Medikamenten (Hormonen usw.) wären ohne Schlüssel nicht medizinische gerechtfertigt - wäre unbezahlbar.

Die Ansicht, dass Homosexualität usw. krankhaft und heilbar ist - diese Leute sollten in sich gehen und überlegen, wofür sie wirklich Angst haben.
Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 12.05.14, 18:06 
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miriah hat geschrieben:
Das sich nicht alle Homosexuellen wohl in ihrer Haut fühlen, kommt in vielen Fällen davon, dass es für viele Eltern eine Tabu ist und Tragödie ist, wenn ihr Kind sich in diese Richtung entwickelt. Eine therapeutische Behandlung hilft diesen Betroffenen, mit eventuellen Zweifeln umzugehen und Frieden mit sich und ihrer Sexualität zu schließen...

Grüße
Miriah


sollte es ja (im Unterricht festen Bestandteil haben) und "Behinderung" und Neigung sind natürlich zwei Paar Schuhe ,außer für die mittelalterliche Weihrauchfraktion 8) und warum fühlen sie sich nicht wohl? Weil ein Teil der Gesellschaft ein Drama draus macht und es nicht akzeptieren kann, dass dieses eben möglich ist und dann gehen diese Leute tztzt... auch noch so weit, dass sie auch noch Kinder wollen, das geht garnicht, wo ist da die Erziehungskompetenz? ist die der Heteros besser? Keinesfalls! Aber solange es für einen beachtlichen Teil der Gesellschaft eben "frevelhaft" ist, fühlen sich gerade junge Leute unwohl. Wäre es eine Minderheit der Gesellschaft, würde sich diese Unsicherheit schnell legen und man wäre weit entspannter im Umgang mit seiner Neigung. Solange niemand einem anderen schadet, ist doch alles rosa. In einem Teil meines Umfeldes gab es auch einen großen Schreck, als Lütti auf einmal auch mit einer Puppe spielte, obwohl auch Autos und so "Jungenkram" um ihn herumlag. Schnell wurde die Puppe entzogen, mein fragender Blick, wo das Problem nun läge, wurde beantwortet: "Mein Sohn wird keine Tunte!". Christen halt :roll: wenn eine solche Intoleranz schon vorgelebt und beigebracht wird, müssen wir uns über nichts mehr wundern. Warten wir mal , was aus dem Jungchen wird ist ja gerade mal 8 oder 9. :shock: Nicht dass das Spiel mit der Puppe noch böse Folgen hat :wink: wenn Papa, Mama oder beide auch noch Ärzte sind, stelle ich mir die "Therapie" schon hart fürs Kindelein vor. Und Mädchen, die ein burschikoser Schag sind und mitklettert und so Sachen, die man ja sonst nur bei Jungen erwartet (so ein Unsinn), dann wirds eine..."Hammerlesbe" , hab ich "gelernt" :lol:
Toleranz ist nunmal vom sozialen Stand unabhängig und mei, wie gehen dann Ärzte miteinander um, wenn sie in einer Klinik zusammenarbeiten müssen? Ah, ich habe verdrängt, dass sie ein ganz anderes Niveau haben :P :

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"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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BeitragVerfasst: 12.05.14, 19:23 
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Beiträge: 2005
Ich wollte nicht mit behinderten Menschen Vergleiche anstellen, ich wollte ausdrücken, dass, wenn Homosexualität pp. zum Bildungsplan gehören soll, dies auch für den Umgang mit behinderten Menschen der Fall sein muss. Wir können nicht nach wie vor ein Problem damit haben, behinderte Menschen in normalen Schulen zu integrieren, aber Leitlinien über sexuelle Neigungen aufstellen.
Vergleichen will und kann ich nicht, dazu fehlt mir die Ahnung.
Und lustig mache ich mich über niemanden. Nicht mit Absicht.

Freundliche Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 12.05.14, 19:43 
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So hatte ich deinen Beitrag eigentlich auch verstanden, war vielleicht bissi unglücklich ausgedrückt, aber eigentlich war herauszulesen, was gemeint war. Es muss unbedingt dazugehören ,denn wie ich schon die Sache mit der Toleranz anbrachte und vielleicht wird so manches Kindelein toleranter und somit auch m.E. vernünftiger als die Eltern. Wünschenswert wäre es ja.

Bezüglich der Integration an Schulen bin ich geteilter Meinung: wenn Kindelein leistungsmäßig geeignet ist, klar, da sind in manchen Schulen und Gymnasien auch Bedingungen verbessert worden. Reden wir aber über den Fall, der nun oft in den Meldungen gebracht wird, verstehe ich die Ablehnung von Seiten des Gymnasiums. Denn nur um die vermeintlichen Freunde in der Klasse oder selben Schule zu haben, kann kein Aufnahmekritierium sein. Wie hart wird erst der Rückschlag, wenn er bemerken muss, dass die Leistungen nicht erbracht werden? Und wenn seine "Freunde" wirklich welche sind, dann werden sie den Kontakt auch halten, ansonsten hat sich das mit den "Freundschaften" erübrigt. Ich möchte nicht pauschal behaupten , dass Kinder mit Down-Syndrom alle dumm wären. Aber es gibt auch da Leistungsstarke und auch eben Leistungsschwache und nach der Auffassungsgabe und somit Eignung sollte es eigentlich auch gehen. Und wenn von vornherein schon für Mami feststeht, dass er kein Abi machen wird, wo ist dann der Sinn, aufs Gymnasium zu gehen? Nur Polemik bringt niemanden weiter. Letztendlich ist die Entscheidung von der Schule ja gefallen. Jeder muss , so denke ich, die Eignung vorweisen können. Nun weiß ich nicht, wie das Aufnahmeprozedere vonstatten geht, da ich weder die damalige EOS (zu Zonenzeiten) noch einen heutigen Gymnasialabschluss habe.

Zurück zum Thema: solange Schüler nicht aufgeklärt sind, weil es das Elternhaus es auch ganz gern vernachlässigt, drum finde ich es schade, dass die Schulen auch noch dafür herhalten müssen, wird es weiter solche Intoleranz geben, ganz gleich welcher "Randgruppe", wie sie auch gern genannt werden und ich es schäbig finde.

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BeitragVerfasst: 12.05.14, 23:26 
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Behinderte Menschen können durchaus hochintelligent sein.
Kenne einige die nicht sprechen können. Blöd sind sie aber längst nicht. 1 davon - noch nie gesprochen. körperlich- deutlich spastisch, sieht seltsam aus, Verhalten nicht angepasst. Sonderschule. Liest Bücher auf 4 Sprachen. In ca. 2 Stunden.
Druckt sich über einen gedruckte Tastatur aus. Hat ein fotografisches Gedächtnis. Stellt man ihm der Frage - was steht auf Seite 267. Zeigt er mit der Finger auf seinem Tablett. Gibt es so wortwörtlich wieder. Buch hat er am Vorabend erhalten. Eltern - nicht besonders gut gebildet. Von denen hat er das nicht.

Behinderte Menschen werden sehr oft unterschätzt. Besonders geistig Behinderten. Sie haben oft Talenten - passen aber nicht in die deutsche Schulsystem.
Es wird in Kasten sortiert. Passt man nicht? Raus. Sonderschule. Schade. Sie wurden nie einen Chance gegeben.
Geistig Behinderte müssen nur anders gefordert werden, lernen anders. Nehmen aber leider weniger die Zeit dafür.

Ich bin selbst schwerbehindert. Körperlich und kognitiv. Habe kaum ein nonverbales Gedächtnis. Kann mich nicht räumlich orientieren, nehme nur einen Teil meines Umwelts wahr. Habe Akalkulie (kann nicht rechnen).
Bin ich unintelligent deswegen? Abitur würde ich ja nicht mehr bestehen können.


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BeitragVerfasst: 13.05.14, 12:24 
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Darum schrieb ich ja, dass ich nicht alle behinderten Menschen in einen Sack stecken möchte, denn ich habe ja während meiner Arbeit einige Gruppen beobachten können. Mal von der körperlichen Einschränkung abgesehen, hatte ich also eine Selbständigengruppe, eine Vorbereitungs- und Testgruppe wie sie in den Werkstätten einsetzbar sind und meine 2 Gruppen, zwischen denen ich "pendelte", waren als "nicht werkstattfähig" eingeordnet. Was? Dame A spricht nicht? Dann versteht sie auch nicht <- so in etwa. Sie verstand sehr wohl und viele andere, denen man die Eignung auch absprach. Nur bei wenigen Bewohnern war wirklich nichts mehr zu machen, aber dennoch habe sie aktiveren und motivieren können. Die jenigen, die auch lesen konnten und es wollten, wurden oft aus Zeitmangel abgewiesen, also lasen sie nur für sich selbst, aber man bemerkte, dass sie lieber vorlesen. An den Wochenenddiensten war das eher möglich. Und da wir in meiner Nachmittagsgruppe zu zweit waren, konnten wir uns einteilen, einer geht mit den Leuten raus, der andere betreut in der Wohngruppe. Sie wollen also , sie sind ehrgeizig.

Machen wir uns aber nichts vor: es gibt eben leistungsschwache Schüler, ob nun mit diagnostizierten geistigen "Behinderung" oder ohne. Zu Zonenzeiten war das noch schlimmer, hatte man eine 3 auf dem Zeugnis, dann hat man auch im übermäßigen Ehrgeiz eine Superklasse gewollt. Wer nicht reinpasste, hopp in die Sonderschule. Ich verstand vorerst nicht, warum meine Lehrerin mich einiges vorweisen ließ , sowas wie Arm übers Ohr und ohne den Kopf zu neigen, zum anderen Ohr kommen. Ich kam nicht dorthin, hieß gleich: "die kann ja nicht mal das". Aber meine Eltern konnten durchsetzen, dass ich auf der Schule blieb (POS zu Zonenzeiten).

In dem Falle von dem "Erik" oder wie der in den Polemikmeldungen heißt scheint es nunmal eine Leistungsschwäche zu sein, die ihn nicht zum Gymnasium bringen wird. Das hat auch nichts mit "Gesellschaft" zu tun. Ganz gleich ob mit oder ohne Erkrankung zählt die Leistung, ob man fürs Gymnasium geeignet ist oder nicht. Ehrlich gesagt, würde ich es auch einen Faustschlag ins Gesicht derer finden, wenn ihre Kinder ein Quentchen leistungsstärker oder gleich sind und sie abgewiesen werden. Wenn wir von Gerechtigkeit sprechen, sollte also die Eignung zählen. Eine psychische Mehrbelastung ist es für alle, wenn erkannt werden muss, dass er dem Pensum auf einem Gymnasium nicht gerecht wird. Und in manchen Diskussionen heißt es, man können ja noch einen Lehrer dazustellen, der ihn im Unterricht unterstützt. Ist das Sinn eines Gymnasiums, einer Ausnahme noch begleitende Kräfte ranzuziehen? Nein, auf Grund- und Regelschulen finde ich das noch ok und da habe ich auch einiges erlebt.

Unterm Strich bleibt: wer dem Pensum einer Schulform nicht gerecht werden kann, muss eben eine Förderschule besuchen. Ganz gleich, ob eine "Behinderung" vorliegt oder nicht. Schnell wird eine Lese- Rechtschreibschwäche als Krankheit behandelt. Ich verstehe das nicht. Das ist m.E. eine Sache des Lernens. Und wir sind immer auf eine Richtung mehr oder weniger ausgeprägt. Der eine kann top rechnen, hat aber eine RS, die zum Himmel schreit, liest und übt sich aber darin nicht. Der andere ist wortgewandt und hat Schwierigkeiten mit dem Rechnen, spätestens ,wenn es komplex wird. Einer der alles perfekt kann, muss ein "Wunderkind" sein :lol: Schwächen haben wir alle, wir müssen bloß zusehen, dass wir dazu stehen und uns auch darin schulen, um diese Defizite zu beseitigen. Eine Berufsgruppe wird sich jetzt sicher als ein "Wunderkind" fühlen, aber auch da ists im Leben nicht wahr :P :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 13.05.14, 18:49 
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Beiträge: 9
schnuffeldi hat geschrieben:
Darum schrieb ich ja, dass ich nicht alle behinderten Menschen in einen Sack stecken möchte, denn ich habe ja während meiner Arbeit einige Gruppen beobachten können. Mal von der körperlichen Einschränkung abgesehen, hatte ich also eine Selbständigengruppe, eine Vorbereitungs- und Testgruppe wie sie in den Werkstätten einsetzbar sind und meine 2 Gruppen, zwischen denen ich "pendelte", waren als "nicht werkstattfähig" eingeordnet. Was? Dame A spricht nicht? Dann versteht sie auch nicht <- so in etwa. Sie verstand sehr wohl und viele andere, denen man die Eignung auch absprach. Nur bei wenigen Bewohnern war wirklich nichts mehr zu machen, aber dennoch habe sie aktiveren und motivieren können. Die jenigen, die auch lesen konnten und es wollten, wurden oft aus Zeitmangel abgewiesen, also lasen sie nur für sich selbst, aber man bemerkte, dass sie lieber vorlesen. An den Wochenenddiensten war das eher möglich. Und da wir in meiner Nachmittagsgruppe zu zweit waren, konnten wir uns einteilen, einer geht mit den Leuten raus, der andere betreut in der Wohngruppe. Sie wollen also , sie sind ehrgeizig.

Machen wir uns aber nichts vor: es gibt eben leistungsschwache Schüler, ob nun mit diagnostizierten geistigen "Behinderung" oder ohne. Zu Zonenzeiten war das noch schlimmer, hatte man eine 3 auf dem Zeugnis, dann hat man auch im übermäßigen Ehrgeiz eine Superklasse gewollt. Wer nicht reinpasste, hopp in die Sonderschule. Ich verstand vorerst nicht, warum meine Lehrerin mich einiges vorweisen ließ , sowas wie Arm übers Ohr und ohne den Kopf zu neigen, zum anderen Ohr kommen. Ich kam nicht dorthin, hieß gleich: "die kann ja nicht mal das". Aber meine Eltern konnten durchsetzen, dass ich auf der Schule blieb (POS zu Zonenzeiten).

In dem Falle von dem "Erik" oder wie der in den Polemikmeldungen heißt scheint es nunmal eine Leistungsschwäche zu sein, die ihn nicht zum Gymnasium bringen wird. Das hat auch nichts mit "Gesellschaft" zu tun. Ganz gleich ob mit oder ohne Erkrankung zählt die Leistung, ob man fürs Gymnasium geeignet ist oder nicht. Ehrlich gesagt, würde ich es auch einen Faustschlag ins Gesicht derer finden, wenn ihre Kinder ein Quentchen leistungsstärker oder gleich sind und sie abgewiesen werden. Wenn wir von Gerechtigkeit sprechen, sollte also die Eignung zählen. Eine psychische Mehrbelastung ist es für alle, wenn erkannt werden muss, dass er dem Pensum auf einem Gymnasium nicht gerecht wird. Und in manchen Diskussionen heißt es, man können ja noch einen Lehrer dazustellen, der ihn im Unterricht unterstützt. Ist das Sinn eines Gymnasiums, einer Ausnahme noch begleitende Kräfte ranzuziehen? Nein, auf Grund- und Regelschulen finde ich das noch ok und da habe ich auch einiges erlebt.

Unterm Strich bleibt: wer dem Pensum einer Schulform nicht gerecht werden kann, muss eben eine Förderschule besuchen. Ganz gleich, ob eine "Behinderung" vorliegt oder nicht. Schnell wird eine Lese- Rechtschreibschwäche als Krankheit behandelt. Ich verstehe das nicht. Das ist m.E. eine Sache des Lernens. Und wir sind immer auf eine Richtung mehr oder weniger ausgeprägt. Der eine kann top rechnen, hat aber eine RS, die zum Himmel schreit, liest und übt sich aber darin nicht. Der andere ist wortgewandt und hat Schwierigkeiten mit dem Rechnen, spätestens ,wenn es komplex wird. Einer der alles perfekt kann, muss ein "Wunderkind" sein :lol: Schwächen haben wir alle, wir müssen bloß zusehen, dass wir dazu stehen und uns auch darin schulen, um diese Defizite zu beseitigen. Eine Berufsgruppe wird sich jetzt sicher als ein "Wunderkind" fühlen, aber auch da ists im Leben nicht wahr :P :mrgreen:


Ein wahres Wort...ob behindert oder nicht, es gibt überall Kluge und eben nicht so Kluge. Der eine Behinderte kann es durchaus schaffen auf einer ganz normalen Schule seinen Abschluss zu machen, der andere wird nie auch nur in die Nähe kommen. per se Behinderte in eine ganz normale Schule zu integrieren, halte ich für falsch. Wird heutzutage immer öfter gefordert mit dem Hinweis auf Gleichberechtigung und Integration von Behinderten. Aber wenn sie gesitig dazu nicht in der Lage sind oder so verhaltensauffällig sind das sie der Klasse "schaden", und das ist häufig so, dann macht es meiner Meinung nach wenig Sinn.


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BeitragVerfasst: 06.08.14, 18:03 
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dora hat geschrieben:
Frage mich gerade ob man in Deutschland nicht irgendwann mal dazu lernt. :evil:



Man hat in Deutschland dazugelernt. Daß es nach wie vor (auch) Ärzte gibt, die Homosexualität für behandlungswürdig halten, sollte nicht überraschen, es gibt keine Berufsgruppe, die besser oder aufgeklärter ist als alle anderen.

Den Beitrag habe ich nicht gesehen, den Artikel dazu allerdings gelesen, er ist natürlich aufreißerisch in der Hinsicht, daß der Eindruck vermittelt wird, solche "Behandlungsangebote" und die damit verbundenen Kassenabrechnungen seien Usus. Dem ist nicht so.

Als ich Mitte der 80er stationär in einer psychotherapeutischen Klinik war, gab es durchaus Therapeuten, die lesbischen Patientinnen (u.a. auch mir) ein "negatives Mutterbild" bescheinigten und rieten, "typisch weibliche Tätigkeiten" wie z.B. Stricken zu lernen. Natürlich war das empörend und verunsichernd, aber auch damals waren das nur vereinzelte Haltungen, auch damals schon galt eher die Einstellung, daß jeder Mensch das Potential zur Bisexualität (nicht zu verwechseln mit dem angeblichen "jeder ist bi") in sich trage.

Ich war zwar viele Jahre "aktiv engagiert" in der feministisch/lesbischen Arbeit, vor allem im publizistisch/redaktionellen Bereich und damit selbstverständlich auch mit Themen rund um Diskriminierung von Schwulen und Lesben, habe die Forschungsansätze nach Ursachen für Homosexualität (als bräuchte es dazu einen Grund, wo doch jeder weiß, daß Homosexualität direkt von den Eltern auf die Kinder vererbt wird ;)) mitverfolgt, von angeborenen, hormonellen Störungen bis hin zum "Schwulengen" (äußerst fragwürdig deshalb, weil damit nicht - wie viele hofften - so eine Art "Legitimation" für's Schwulsein und ein Beleg dafür, daß man nichts für sein "So-sein" könne, im Vordergrund stand sondern eher die Befürchtung, daß durch Genforschung möglicherweise versucht werden könnte, dieses "Schwulengen" zu eliminieren).

Wie auch immer: das Klima gegenüber Lesben und Schwulen (besonders letzteren) ist über die Jahre weitaus offener geworden als noch vor 10, 20 Jahren, nicht zuletzt auch durch Sichtbarmachen von Diskriminierung - so wie dieser Bericht das ja auch versucht.

Dennoch aus meiner Sicht nicht unbedingt auf sinnvolle Weise, weil: es werden damit Ressentiments neu geschürt und unterstützt, indem Ausnahmefälle (davon gehe ich aus, diese Art "investigativer" und m.M. nach auch insitiver Journalismus wäre andernfalls nicht nötig) ins Rampenlicht gezerrt werden, die ganze Berufsgruppen oder Bevölkerungsschichten diffamieren und in eine schwulenfeindliche Ecke stellen. Das ist nicht gut. Fakt ist: zu keiner Zeit konnte so offen die eigene sexuelle Präferenz gelebt werden wie heute hierzulande. Fakt ist auch: in den letzten etwa 10 Jahren haben Gewaltübergriffe gegen Schwule wieder zugenommen (Lesben sind nach wie vor nicht so sichtbar, die haben mit anderen Diskriminierungsstrategien zu kämpfen). Es scheint, daß sich Fronten neu bilden und erhärten.

Meiner Überzeugung nach gehört es durchaus auch in den Schulunterricht, Themen wie Homo- und Bisexualität zu besprechen, Jugendlichen zu vermitteln, daß eine sexuelle Präferenz schlicht angeboren, manchmal "wandelbar", immer aber natürlich und damit zu akzeptieren ist. Auf die Familie alleine würde ich hier nicht bauen, denn natürlich haben Eltern das Recht, ihre Kinder der eigenen Auffassung gemäß zu erziehen und ihnen die Werte zu vermitteln, die sie für richtig halten. Innerhalb der Gesellschaft aber, in der wir alle leben und unseren Platz finden müssen, muß klar sein, daß auch von den eigenen Präferenzen abweichende Lebensweisen ihre Berechtigung - ihre gleichwertige! Berechtigung haben.

Deshalb finde ich solche Diskussionen - unabhängig davon, daß ich den Bericht einseitig reißerisch finde - wichtig und gut.

_________________
Gruß, Fritzie


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BeitragVerfasst: 07.08.14, 12:25 
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Ich finde kaum, dass Deutschland dazugelernt hat, denn noch immer selbst in päd. Berufen erschrickt man als Teilnehmer über so manche Äußerung. Und auch im Alltag, wenn ein Junge halt mal eine Puppe nimmt, ist das Geschrei oftmals groß ,dass Jungchen mit Puppen nichts zu schaffen hätten, da sie ja "normal" werden sollen. Man leitet also schon am Spielverhalten ab, was aus Jungchen mal wird. Und bei den Mädchen scheint man es entspannter zu sehen, wenn sie ihre Freundin einfach mal herzt auch als Erwachsene. Unter Männern klopft man sich ja eher die Schultern, sonst wirkts "schwul". Vom Lehrer bis zum Erzieher oder im med. Bereich scheints Vorurteile zu hageln und ein Arzt , der so eine mittelalterliche Vorstellung hat,na auweia :lol: auf die Therapie wäre ich dann gespannt. "Werter Patient, sie schreiben wie in der Schule zehnmal auf, wie sich sich zu verhalten haben."
@fritzie:
Zitat:
... wo doch jeder weiß, daß Homosexualität direkt von den Eltern auf die Kinder vererbt wird
:lol: das versuche man mal vor allem stramm (am liebsten mit 5 "m*) religiösen Eltern beizubringen. Das ist "Teufelszeug" und ja manche Eltern "therapieren" sich mit "Teufelsaustreibungen" selbst , wenn sie ein Kind planen und bei bereits bestehenen Kindern wird es ebenfalls so gehandhabt. Ist kein Unsinn, alles schon gehört, wie überzeugt man es uns vermarkten wollte, wenn z.B. ein Kind in einer Tagesstätte angemeldet wird.
Zitat:
Als ich Mitte der 80er stationär in einer psychotherapeutischen Klinik war, gab es durchaus Therapeuten, die lesbischen Patientinnen (u.a. auch mir) ein "negatives Mutterbild" bescheinigten und rieten, "typisch weibliche Tätigkeiten" wie z.B. Stricken zu lernen.
:lachen: kenne ich, allerdings nicht auf dieser Basis. Aber für die Betroffenen muss das derart herabwürdigend sein, ganz gleich aus welchem Grunde man "burschikos" ist. Und jetzt gibt sich die CDU plötzlich derart tolerant, aber auch nur für den Wahlkampf. Man müsse jetzt mit der Zeit gehen, guten Morgen liebe Christen, auch schon erwacht? :mrgreen: und Technik ist sicher auch von Gott geschaffen und die "kranken" Homos halt nicht. <- :ironie:
Zitat:
(Lesben sind nach wie vor nicht so sichtbar, die haben mit anderen Diskriminierungsstrategien zu kämpfen).
Ist oftmals auch nicht so offensichtlich, denn wie ich oben schon schrieb, gehen Frauen und Mädels ohnehin meist herzlicher miteinander um und wird mehr als "normal" betrachtet als zwei Kerle, die sich herzen.
Zitat:
Meiner Überzeugung nach gehört es durchaus auch in den Schulunterricht, Themen wie Homo- und Bisexualität zu besprechen, Jugendlichen zu vermitteln, daß eine sexuelle Präferenz schlicht angeboren, manchmal "wandelbar", immer aber natürlich und damit zu akzeptieren ist. Auf die Familie alleine würde ich hier nicht bauen, denn natürlich haben Eltern das Recht, ihre Kinder der eigenen Auffassung gemäß zu erziehen und ihnen die Werte zu vermitteln, die sie für richtig halten. Innerhalb der Gesellschaft aber, in der wir alle leben und unseren Platz finden müssen, muß klar sein, daß auch von den eigenen Präferenzen abweichende Lebensweisen ihre Berechtigung - ihre gleichwertige! Berechtigung haben.
kann ich nur dicke unterschreiben! Beistand oder gar Toleranz ist in etlichen Elternhäusern nicht gegeben, also muss halt leider die Schule wieder ran. Eigentlich sollte die Schule nicht noch jegliche Inkompetenz kompensieren, aer man kommt nicht drumrum. Da sind die Kinder leider mitgelenkt und schon sind "Homos" Aussätzige oder unter Eltern "das wird schon wieder" als wäre es eine Wunde, die man mal mit einem Pflaster abdeckt.
Drum bin ich dafür, in jedem Job ,in dem man mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, immer wieder Toleranz vorzuleben und ein offenes Ohr haben, wenn es Fragen und Probleme gibt. Und da sind auch die Eltern gefragt. Es ist keine Schande, in einer Situation mal nicht die passende Antwort zu finden, aber eine Schande finde ich, sich ohne Information und Gespräche aufzuführen, als wäre man Gesetzgeber , welcher diese Orientierung zu regulieren hätte.

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