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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Zulassung zum Studium; Beginn erst mit 23?
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BeitragVerfasst: 02.01.17, 08:58 
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Hallo zusammen!

Ich habe ein paar individuelle Fragen zur Aufnahme eines Medizinstudiums. Und zwar erst zu meinem bisherigen Lebenslauf:
- Realschulabschluss mit 16 erworben, mit 16 an der höheren Handelsschule angefangen
- Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung mit 18 Jahren und einem Schnitt von 1.2 beendet
- Ausbildung zum Bankkaufmann mit 18 Jahren, ich bin im Februar 2018 fertig und da bin ich dann 20 (werde im Mai 2018 21 J.)

Seit geraumer Zeit "plagt" mich der Wunsch Arzt zu werden. Anderen Menschen zu helfen, Gutes zu tun und einen anspruchsvollen Beruf zu haben reizt mich mehr als die nächsten 50 Jahre als Banker zu verbringen. Daher überlege ich momentan, wie ich möglichst effizient in ein Medizinstudium wechseln könnte. Da meine Ausbildung bald schon zu Ende ist (1 Jahr noch) wäre es "schwachsinnig" diese jetzt abzubrechen. Zudem habe ich dann auch was in der Tasche, einen fertigen Beruf, für den Fall der Fälle.

Frage 1: An für sich könnte ich ja nach der Ausbildung mit dem Medizinstudium beginnend im Sommersemester 2018 anfangen. Nur gibt es da ein "kleines" Problem: mein Fachabitur. Also kommen wir zu meiner ersten Frage: gibt es irgendeine, egal welche, Möglichkeit mit dem Fachabitur ein Medizinstudium zu beginnen?

Problem 1: Ich müsste also wahrscheinlich mein Vollabi nachholen. Das würde ich natürlich an einem Wirtschftsgymansium machen, da dort BWL der 1. LK ist und ich durch meine Vorkenntnisse ein leichtes Spiel hätte. An für sich ja super - aber wenn ich das Voll-Abi dann habe, bin ich schon 23 Jahre alt. Hier kommen dann 6 Jahre (12 Semester) Studium oben drauf, wo ich dann zum Ende 29 Jahre alt wäre. Und dabei ist nicht berücksichtigt, dass ich evtl Wartesemester hätte und etwas wiederholen würde! Dann käme das PJ, nach dessem Abschluss ich dann 30 Jahre alt wäre. Es folgen 5 Jahre Assistenzarztzeit und weitere 6 Jahre bis zum Facharzt, wo man dann ja quasi erst richtig "fertig" ist. Dann wäre ich 42 Jahre alt.

Frage 2: Ist es zu spät, mit 23 erst ein Medizinstudium aufzunehmen? Ich denke immer so daran dass ich mit 30 erst richtig arbeiten würde. Wie sind eure Geschichten? Wann habt ihr angefangen? Und wie ist eure Meinung zu einem so späten Einstieg?

Nach denn facharzt mit 42 J. Habe ich ja quasi immer noch 26 Jahre Beruf vor mir. Trotzdem klingt das für mich so sutopisch, erst mit 42 Facharzt zu sein...

Daher die Frage ob ich evtl. doch mit dem Fachabi was machen könnte. Da hätte ich ja schon mal 2 Jahre gespart.

Ich bedanke mich für ausführliche und hilfreiche Antworten!! :-)

Liebe Grüße
Marcel


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BeitragVerfasst: 02.01.17, 11:45 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11119
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
"Ist es zu spät, mit 23 erst ein Medizinstudium aufzunehmen"- absolut nicht. Bedenken Sie, dass früher Wehrpflicht bestand - und zwar 18 Monate !!!!- da fing so mancher nicht viel früher mit dem Studium an. Ich habe während meiner Funktion als langjähriger Oberarzt viele Studenten im Krankenhaus erlebt, die deutlich älter waren. Ich kenne auch wesentlich ältere Studenten, aus dem einfachen Grund, weil sie lange Zeit auf Ihre Zulassung warten mussten. Wenn Ihnen dieser Beruf am Herzen liegt, sehe ich absolut keinen wirklich ernsten Hindernisgrund.
" Es folgen 5 Jahre Assistenzarztzeit und weitere 6 Jahre bis zum Facharzt" - wie kommen Sie denn darauf? Bereits während der Zeit als Assistent sind Sie ja bereits in der Facharztausbildung, Assistenzärzte sind immer Ärzte, die sich in einer Weiterbildung zum Facharzt befinden.
Auch die 6 Jahre Weiterbildung bis zum Facharzt ist so nicht ganz korrekt. Diese Weiterbildungszeit ist abhängig vom gewählten Fach.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 02.01.17, 12:05 
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Registriert: 02.01.17, 08:37
Beiträge: 2
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Habe grade schon weiter im Internet gelesen. Viele fangen auch erst mit 28 ungefähr an. Die Frage ist dann geklärt für mich, vielen Dank.

Also nochmal zum Verständnis: Ich mache mein PJ, und bin dann 5 Jahre Assistenzarzt. Bereits ab dem 1. Assistenzjahr kann ich eine Facharztausbildung beginnen, die dann je nach Gebiet eine individuelle Laufzeit hat? Wenn ich mit 30 mein PJ abschließe, könnte ich je nach Fachgebiet ca. mit 36/37 Jahren Facharzt sein? Es wäre super lieb, wenn Sie mir diese Frage noch beantworten oder mich ggf. korrigieren! :-)


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BeitragVerfasst: 02.01.17, 12:10 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11119
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
das haben Sie richtig verstanden und weil ich Interpretationsprobleme befürchtet habe, habe ich es nochmals deutlicher geschrieben. Mit Ihrem erwähnten Alter sind Sie dann Facharzt, alles abhängig von einer evtl. Wartezeit. Sie haben dann noch 30 hoffentlich wunderschöne Berufsjahre vor sich.
Nebenbei: meine älteste Studentin war mehrfache Mutter und zum Zeit des PJ immerhin 42 Jahre alt-so etwas verdient meinen größten Respekt.
Die bekannte Schauspielerin ( vielleicht für Ihre Jahrgänge weniger bekannt) legte ihr Staatsexamen im Alter von 43 Jahren ab-lesen Sie mal auf Wikipedia die Biographie-das wird Ihnen Mut machen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 03.01.17, 10:39 
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Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4732
Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
Sie haben dann noch 30 hoffentlich wunderschöne Berufsjahre vor sich.
...und als Niedergelassener dürfen Sie gerne arbeiten bis zum letzten Atemzug, es gibt keine "Zwangsberentung". :wink:

Die älteren Studenten zeigen sich meiner Erfahrung nach zielstrebiger, erfahrener und reifer - wenn es sich nicht um 30-Semester-Karteileichen handelt. Meine Frau begann auch erst spät zu studieren, und sie sah die Sache wesentlich ernster und besser als ich.

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